Sieh mich an – Mareike Krügel

Kurzbeschreibung

Man kann ja nicht einfach sterben, wenn die Dinge noch ungeklärt sind. Das denkt Katharina, seit sie vor Kurzem das Etwas in ihrer Brust entdeckt hat. Niemand weiß davon, und das ist auch gut so. Denn an diesem Wochenende soll ein letztes Mal alles wie immer sein. Und so entrollt sich das Chaos eines ganz normalen Freitags vor ihr. Während sie aber einen abgetrennten Daumen versorgt, ihren brennenden Trockner löscht und sich auf den emotional nicht unbedenklichen Besuch eines Studienfreundes vorbereitet, beginnt ihr Vorsatz zu bröckeln, und sie stellt sich große Fragen: Ist alles so geworden, wie sie wollte? Ihre Musik, ihre Kinder, die Ehe mit dem in letzter Zeit viel zu abwesenden Costas? Als der Tag fast zu Ende ist, beschließt sie, endlich ihr Geheimnis mit jemandem zu teilen, den sie liebt


Rezension

Ich bin ja ehrlich, schon als ich den Fuchs auf dem Cover gesehen habe, war es um mich geschehen. Mit dem Inhalt hab ich mich dann gar nicht groß weiter auseinander gesetzt, ich wusste, dass ich es im Auge behalten muss. Je näher der Erscheinungstermin kam, desto unsicherer wurde ich und dann kamen die ersten begeisterten Rezensionen. Tja nun. Als ich dann nochmal den Klappentext gelesen hab, war ich kurz verunsichert, drückte dann aber doch auf Bestellen.

Der Anfang hat sich ein bisschen gezogen, ich hatte das Gefühl, gar nicht wirklich in das Buch reinzukommen und war ein bisschen demotiviert. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Dann aber platzte der Knoten, pünktlich zum Wochenende mit genügend Zeit und die zweite Hälfte des Buches war schneller vorbei, als ich gucken konnte.

Nachdem Katharina etwas in ihrer Brust endeckt hat, will sie noch ein normales Wochenende erleben, ehe sie sich all dem stellt und den Konsequenzen ins Auge sieht. Schließlich hat sie an ihrer Mutter gesehen, was sie erwartet.

Dass diese Geschichte tatsächlich an nur einem einzigen Tag spielt, scheint fast unmöglich, aber aus mir unbegreiflichen Gründen funktioniert es. Wir sind als Leser den ganzen Tag mit Katharina unterwegs, haben an ihrem Leben, ihren Sorgen und Gedanken teil und lernen sie so sehr gut kennen. Sie ist nichts besonderes, nur eine Frau, die mitten im Leben steht und versucht, alles unter einen Hut zubekommen. Das ist bei ihrer Familie nicht unbedingt leicht, wenn der Mann unter der Woche in Berlin zum Arbeiten ist und beide Kinder ihre volle Aufmerksamkeit brauchen. Ein bisschen skurril wirken die Nachbarn und auch die Familienratten sind nicht einfach nur Haustiere, sondern sorgen auf ihre Art für Spannung in der Geschichte.

Eigentlich will sie niemanden an ihrem Leid teilhaben lassen, am liebsten wäre es ihr, einfach zu verschwinden. Zumindest ist das ihr Plan, doch gegen Ende des Tages merkt sie, dass sie ihr Geheimnis doch mit jemandem teilen muss.

Das Ende war mir dann fast schon wieder ein bisschen zu viel des Guten – alles ging sehr schnell und irgendwie passte es auch nicht zu der Katharina, die man vorher kennen gelernt hat. Ich weiß nicht, welcher Mensch in der Situation so handeln würde und letztendlich fehlte mir dann doch ein richtiger Schluss. Aber gut, man kann nicht alles haben.

Auch wenn ich am Anfang meine Schwierigkeiten mit dem Buch hatte, glaube ich nicht, dass es am Buch selbst sondern an meiner Aufmerksamkeit lag. Wenn man sich nämlich erstmal voll und ganz auf die Geschichte einlässt, kann man es nicht mehr aus der Hand legen.

Sieh mich an ist ein Buch, das ich sicher nicht nur ein einziges Mal lesen werde, noch dazu weiß ich jetzt schon, dass ich es bestimmt oft verschenken werde.

Sieh mich an

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Piper (1. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492058558
ISBN-13: 978-3492058551

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What the FOMO?!

FOMO ist eine Abkürzung und steht für fear of missing out, auf deutsch: die Angst, was zu verpassen. Es gibt unzählige Posts auf Lifestyle- und Beauty-Blogs, die sich damit beschäftigen, meist gehts um ganz banale Dinge, weil man selbst als hauptberuflicher Blogger einfach nicht alles mitnehmen kann, was so geht. Viel Mimimi auf hohem Niveau, aber ich will heute auf etwas anderes hinaus.

Photo by Cristina Gottardi on Unsplash

Aber was hat das jetzt mit Büchern zu tun?

Ganz einfach – immer wieder tauchen bestimte Bücher plötzlich überall auf. Fast jeder Blogger bespricht sie, jeder zweite Instagram-Post zeigt dieses eine Buch und es hat zumindest den Anschein, als würde jeder, wirklich jeder dieses eine Buch lieben – außer dir. Klar, du hast es in der Vorschau gesehen, aber es hat dich nicht wirklich interessiert. Bis jetzt. Aber wenn es alle anderen haben und lieben musst du auch, oder? Wobei, eigentlich interessiert es dich immer noch nicht, aber…

… irgendwas muss ja dran sein, wenn es alle lesen, oder?

Ich weiß nicht, wie oft mir das schon so ging. Ich hab aufgehört zu zählen. Und auch wenn ich mir einbilde, dass ich eigentlich ziemlich immun dagegen bin, ertappe ich mich doch dabei, wenn ich mal wieder auf ‚bestellen‘ klicke, bevor ich wirklich drüber nachgedacht habe. Man könnte ja was verpassen! Und genau das Nachdenken ist der Punkt. In den seltensten Fällen ist es ein wirklich ein zu recht gehyptes Buch, um das es geht, sondern einfach nur cleveres Marketing. Denn natürlich haben die vermeintlichen Toptitel der Verlage ein größeres Kontingent an Rezensionsexemplaren und tauchen dementsprechend öfter auf. Nur weil ein Instagramer das Buch schön inszeniert, heißt das noch lange nicht, dass er oder sie es wirklich als geilen Scheiß empfindet. In einer perfekten Welt würde man nur die Bücher in die Kamera halten, die man wirklich mochte, aber ein cooles Cover richtig inszeniert gibt nunmal ein geiles Foto und viele Likes, noch dazu möchte man ja auch irgendwie dem Verlag sagen ‚Hey, danke, dass du an mich gedacht hast‘.

Und trotzdem springen wir drauf an.

Es ist schon lange her, dass ich Marketing in der Schule hatte, was aber hängen geblieben ist, ist dass einem ein Produkt 3-5 mal in einem postiven Zusammenhang begegnen muss, um einen Reiz auszulösen. Und je positiver, desto größer der Reiz, ist klar, oder? Vielleicht schüttelt ihr jetzt mit dem Kopf, vielleicht glaubt ihr, ihr seid überlegen und könnt dem widerstehen und vielleicht habt ihr in einigen Fällen sogar recht, aber ich wette, manchmal erwischt es auch euch.

Manchmal zahlt sich Abwarten und Tee trinken aus.

Das Ding ist aber – in den meisten Fällen trügt einen das eigene Bauchgefühl nicht. Wenn einen das Buch in der Vorschau überhaupt nicht angesprochen hat, stehen die Chancen gut, dass das auch so bleibt. Wie oft verleitet einen genau sowas zu impulsiven Käufen, die am Ende doch Ewigkeiten im Regal stehen bleiben? Und wie oft ist es schon passiert, dass ihr unter einem Instagram-Foto gefragt habt, wie derjenige das Buch denn fand, weil es euch jetzt nicht so geflasht hat und ihr zur Antwort bekamt, dass das Buch trotz einer wortgewaltigen und begeisterten Caption (noch) nicht gelesen wurde? Oder ihr bekommt einfach gar keine Antwort. Ihr verpasst nichts, was ihr ohnehin nicht wolltet. Vielmehr macht es oft Sinn, erstmal abzuwarten und zu sehen, was andere wirklich zum Inhalt sagen, bevor man Geld ausgibt, das man lieber in ein Buch gesteckt hätte, dass man wirklich wollte – und nicht nur geglaubt hat, es zu wollen.

Aber dann ist da ja auch noch der Druck.

Schwierig wird’s vor allem dann, wenn das Buch nicht nur omnipräsent ist, sondern gerade auch von Personen gezeigt wird, deren Meinung man schätzt und letztendlich ist da immer diese Angst, was zu verpassen. Man möchte ja auch mitreden und nicht immer der letzte sein, der irgendwas für gut befindet. Aber man ist nicht der letzte. Man wird auch nie der letzte sein. Das schöne an guten Geschichten ist ja, dass sie zeitlos sind. Sie laufen einem nicht weg und man kann sich auf sie stürzen, wenn man wirklich Lust drauf hat – und nicht wenn man das Gefühl hat, dass man es muss.

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Das Nest – Cynthia D’Aprix Sweeney

Kurzbeschreibung

Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind in ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und sie haben immer gewusst, sie würden eines Tages erben. Aber was, wenn die Erbschaft ausbleibt? Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinanderbringen kann.

Als Kinder haben sie einander geneckt, als Erwachsene verbindet die Geschwister Melody, Jack, Beatrice und Leo Plumb nur noch eine gemeinsame Erbschaft. Mitten in der Finanzkrise brauchen alle dringend Geld. Melody, Hausfrau und Mutter, wachsen die Ausgaben für ihr Vorstadthäuschen und die Collegegebühren ihrer Töchter über den Kopf. Antiquitätenhändler Jack hat hinter dem Rücken seines Ehemanns das Sommerhaus verpfändet. Beatrice, erfolglose Schriftstellerin, will endlich ihr Apartment vergrößern. Doch kurz bevor das Erbe ausbezahlt wird, verwendet ihre Mutter es, um Playboy Leo aus einer Notlage zu helfen. Unfreiwillig wiedervereint, müssen die Geschwister sich mit altem Groll und falschen Gewissheiten auseinandersetzen. Aber vor allem müssen sie irgendwo frisches Geld auftreiben …

Rezension

Als ich das Buch angefangen habe, war ich etwas verwirrt. Im Prolog reißt sich der Playboy Leo eine gerade volljährige Kellnerin auf einer Hochzeit auf, verfrachtet sie in seinen Porsche und rast buchstäblich im Stehen ins Verderben. Und auf den ersten Blick wirkte all das sehr weit weg von dem, was ich sonst so lese. Vor kurzem aber habe ich mich überwunden und den Prolog beendet – und siehe da, ab da war es gar nicht mehr so schlimm.

Das Nest ist nicht nur der Titel des Buches, sondern auch Grund und gleichzeitig Lösung aller Probleme der Geschwister Plumb. Das Nest ist ihr Erbe, ein ehemals kleiner Haufen Geld für schlechte Zeiten, der von ihrem Vater angelegt wurde und sich entgegen aller Prognosen über die Jahre beträchtlich vermehrt hat. Umso schlimmer ist es nun für die Geschwister, dass die Auszahlung dieser Erbschaft auf den vierzigsten Geburtstag des jüngsten Kindes fallen soll. Es bietet natürlich eine Sicherheit, die die Geschwister in finanziellen Fragen über die Jahre leichtsinnig werden lässt. Das Nest ist ja da, wird es erstmal ausgezahlt, sind sie alle wieder gerettet und bis dahin wird es schon irgendwie gehen. Es stellt aber insofern ein Problem dar, dass keiner sich hätte träumen lassen, das etwas dazwischen kommt, am allerwenigsten, dass es ihr eigener Bruder ist, der ihnen den Traum vom großen Reichtum vereitelt.

Meine anfängliche Skepsis gegenüber Leo blieb auch über die ersten Kapitel hinweg bestehen, denn so wirklich geläutert wirkte er nicht, war doch eine seiner ersten Handlungen nach dem Entzug ein Gang in den Park zu einem Treffen mit seinem Dealer. Allerdings hat sich das nach und nach relativiert, denn durch seinen Einzug bei Stephanie gelangt tatsächlich ein bisschen Ruhe in sein Leben. Von den übrigen Geschwistern mochte ich tatsächlich Bea am liebsten, weil sie die am wenigsten anstrengende ist. Melody kontrolliert ihre Kinder bis zum geht nicht mehr und verliert dabei das wesentliche aus den augen, Jack ist so besessen von dem, was er und Walt mal haben könnten, dass er nicht zu schätzen weiß, was sie bereits haben. Aber Bea hatte schon alles, was sie wollte und hat es wieder verloren. Sie strebt nicht nach Reichtum, Anerkennung oder Erfolg, sie will einfach nur sein. Und dann ist da noch Stephanie, die heimliche Heldin.

So grundsätzlich ist diese New Yorker Upper Class Geschichte zumindest oberflächlich betrachtet ein bisschen überzogen – solche selbstgemachten Probleme muss man erstmal haben, aber nach und nach zeigen sich in den Geschwistern menschliche Züge, die wohl jeder von uns kennt. Und es wird klar, dass sie abseits vom Reichtum gar nicht so anders sind.

Hinzu kommt noch, dass die Geschichte nicht einfach so erzählt wird, sondern sich durch die verschiedenen Perspektiven erst nach und nach aufbaut.

Weitere Rezensionen:

Brösels Bücherregal || paper & poetry || The Read Pack

Das Nest

übersetzt von Nicolai Schweder-Schreiner

Gebundene Ausgabe: 410 Seiten
Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 6., Druckaufl. (13. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3608980008
ISBN-13: 978-3608980004
Originaltitel: The Nest

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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Als ich meine erste Kamera bekam, war ich noch nicht in der Schule. Sie war analog und hat nur quadratische Bilder gemacht – man konnte bei den Filmen kein anderes Format wählen. Irgendwann gab es dafür keine Filme mehr, also bekam ich eine normale analoge. Keine Marke, aber immerhin war sie rot. Vollkommen ausreichend für meine Zwecke, denn ich nahm sie überall mithin und knipste alles, was mir vor die Nase kam.

Ich hab keine Ahnung, wie viele Filme ich verknipst habe und wie viel Geld meine Mutter ins Entwickeln meiner Fotoversuche gesteckt hat – nur um festzustellen, dass bei 30 Bildern auf dem Film vielleicht eins dabei war, das okay aussah. Das hat sich mit der Zeit gebessert und auch meine Motive hab ich sorgfältiger ausgewählt, aber richtig gut war’s nicht.

Trotzdem blieb die Liebe zur Fotografie und der Wunsch, mehr damit zu machen als nur ein paar Bilder fürs Familienalbum. Als in der neunten Klasse das Betriebspraktikum anstand, war klar, dass ich meines bei einem Fotografen machen würde. Zwei Wochen über die Schulter schauen, lernen, zuschauen, mithelfen, vielleicht sogar richtig lernen, wie man entwickelt – ein Traum. In Wahrheit aber waren diese zwei Wochen ein Albtraum.

Es stimmt, ich hab viel gesehen. Ich hatte meinen ersten Kontakt mit Photoshop, um Pickel auf Bewerbungsfotos wegzuretuschieren (also – ich hab gesehen, wie es in der Theorie geht), war bei mehreren Hochzeitsshootings dabei und durfte einen Werbeshoot begleiten – von der Planung über’s Vorgespräch bis hin zum Termin und der Bearbeitung der Fotos. In der Zwischenzeit gings im Studio um die richtigen Belichtungszeiten der Negative, rot-grün-blau-Werte und die Frage, ob schwarz-weiß oder sepia besser zu diesem oder jenem Bild passt. Aber wann immer ich was gefragt habe, was vielleicht auch mir als Anfänger helfen würde, wurde ich vertröstet. Warum benutzen Sie jetzt diese Kamera und nicht die andere? Gefühl. Woher weiß ich, wie lange ich belichten muss? Erfahrung. Wieso sind Schatten nicht immer schlecht? Erklär ich wann anders.

Man muss kein Genie sein, um sich auszumalen, dass mein vierzehnjähriges Ich davon ziemlich eingeschüchtert war, natürlich auch nicht ungeachtet der Tatsache, dass man ja einen guten Eindruck machen wollte, weil eben auch eine Bewertung dazu gehörte. Am vorletzten Tag des Praktikums allerdings lief mir die Zeit weg und ich nahm all meinen Mut zusammen und fragte, ob ich mal ein paar einer Fotos mitbringen kann, damit er drüberschaut, sagt, wo ich was verbessern kann – sowas eben. Dafür war ich schließlich auch da.

Wenn ich jetzt wieder über das Gespräch nachdenke, werde ich tatsächlich immer noch wütend, auch wenn das mittlerweile fünfzehn Jahre her ist. Die Aussage war mehr oder minder: „Kein Talent, kein Auge fürs Wesentliche und das wird auch nichts mehr.“ Abgesehen davon hätten es Fotografen ja eh so schwer und dann müsste man schon ein eigenes Studio haben und es gäbe ja so viele andere, die dann besser wären als ich. Ich sollte mir lieber was anderes suchen.

Was ich daraus mitgenommen habe, war zum einen die Erkenntnis, dass man Praktika hauptsächlich dafür macht, rauszufinden, was man nicht werden will und zum anderen, dass manche Menschen einfach Arschgeigen sind. Ab dem Tag lag meine Kamera für sehr lange Zeit in der Ecke.

Jahre später erst hab ich langsam wieder angefangen, dann allerdings digital, wieder mit einer billigen Kamera, nur zum Spaß. So richtig ist der Funke aber nicht übergesprungen. Von meinem ersten Weihnachtsgeld hab ich mir schließlich eine Nikon gekauft, immer noch  Kompakt und eigentlich nichts besonderes, aber: sie war rot. Und das hat irgendwie alles verändert, denn plötzlich hatte ich die Kamera wieder ständig dabei und auch wieder Lust, wirklich Lust, mich damit zu beschäftigen.

Rückblickend ist es vielleicht bescheuert, dass mich das so fertig gemacht hat. Viele andere wären mit einer „Jetzt erst recht!“-Einstellung weitergegangen oder hätten vielleicht mal wen anders gefragt. Aber wenn du jemanden vor dir hast, der seinen Job versteht, davon gut leben kann und ihn gut macht und dir dann seine vermeintlich ehrliche Meinung gibt, hörst du einfach drauf, gerade in dem Alter.

Nun ist es nun mal, wie es ist; Bilder mache ich zwar wieder, aber ich zeige nicht so viel davon. Ein paar der Bilder landen auf Instagram, die meisten auf der Festplatte. Ich hab mir eine digitale Spiegelreflex-Kamera gekauft und beschäftige mich ein bisschen damit, aber nicht zu verbissen. Letzten Endes steht der Spaß im Vordergrund.

Ich weiß nicht, was genau passiert ist, als ich Tinas Blogpost gelesen habe, aber irgendwas war es, denn danach hab ich mich hingesetzt und diesen Blogpost hier geschrieben. Außerdem hab ich beschlossen, dass es mir egal ist, ob ich das gut kann oder ob meine Bilder niemandem gefallen, ich zeige sie euch trotzdem. Und zwar hier, auf dem Blog, in einer neuen Kategorie. Bücher stehen natürlich weiterhin im Vordergrund, sind aber nunmal nicht alles, woit ich mich beschäftige. Im Moment hab ich den Plan, dass ich vielleicht einmal im Monat so einen Best-Of Post mache, mal sehen.

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Wochendings.

#Offlinegeplauder

Letzte Woche hab ich noch gedacht „Du kannst nicht schon wieder ein Wochendings schreiben, in dem du nur aufzählst, was alles scheiße ist“ und so ein bisschen denk ich das auch diese Woche, aber ich hab auch einfach gerade mehr als genug Gründe dafür, sorry^^ Das Ding ist – es ist vollkommen okay nicht immer happy zu sein. Ich weiß gar nicht, wieso das von anderen immer so vorausgesetzt wird. Wahrscheinlich weil gute Laune keine Probleme macht und man sich dann nich damit befassen muss. Dabei finde ich es wesentlich ehrlicher, wenn man einfach zu seinen Launen steht. Was will ich denn mit Schönwetterfreunden, auf die ich dann, wenns drauf ankommt nicht zählen kann? Lieber teilt man doch die schönen wie auch die schlechten Zeiten – doppelte Freude und geteiltes Leid.

Aber worauf wollte ich jetzt genau hinaus? Ach ja… Donnerstag war kein guter Tag. Wer mir auf Instagram folgt (und nicht nur liked sondern auch liest) weiß, dass mein Kater überfahren wurde. Es ist Mittwoch passiert, quasi vor der Haustür und wer immer das war ist einfach weitergefahren. Möglicherweise hat er oder sie es nicht gemerkt, das will ich nichtmal ausschließen, so ein kleines Tier ist ja je nach Geschwindigkeit kein wirklicher Widerstand, aber falls doch bleibt für mich die Frage: Hätte man vielleicht noch was tun können? Ich war ja schließlich zu Hause. Wieso klingelt man dann nicht irgendwo in der Straße und sagt Bescheid, selbst wenn man nicht weiß, wem genau die Katze gehört? Tausend Fragen, keine Antworten und dann musst dus auch noch selbst wegmachen. Und dann kriegst du von einem nach dem anderen noch gedrückt „Lach doch mal!“ oder „Schau doch nicht so traurig!“ aber kein „Was ist denn los?“ oder „Wieso gehts dir denn nicht gut?“. Das erweckt so ein bisschen den Eindruck wie: Mir egal, wieso es dir scheiße geht, aber mach dass es aufhört, ich kann das nicht ertragen. Newsflash: Ich muss das auch ertragen. Aber gut, ich glaube das ist ein generelles Problem in unserer Gesellschaft.

Ansonsten habe ich endlich meine neue Brille und nachdem die ersten zwei Tage damit eher so waren, als hätte ich zum Frühstück erstmal ne Flasche Wein getrunken, gehts jetzt eigentlich ganz gut. Meine Probleme lassen sich allerdings nicht über die Stärke lösen – das geht – wie mir zu meinem großen Missfallen erklärt wurde, nur mit einer OP. Unnötig zu erwähnen, dass ich zwar nicht mal einen Termin zur Voruntersuchung, dafür aber extreme Panik hab. (Ich hab das schonmal gemacht – es war nicht schön und allein der Gedanke daran, das nochmal machen zu müssen… nein. Aber andererseits: Was hab ich für eine Wahl?)

#Bookstagram

Es ist schon ein bisschen gemein, wenn du ein Foto von einem Buch postest, dass du gerade anfangen willst und dann sagt man dir: Lies das nicht, das ist langweilig! Danke Karla! :P Underground Railroad flog damit wieder weg, allerdings vor allem deswegen, weil ich auf Seite 30 eingeschlafen bin. Wie so ziemlich jeder andere Buchblogger auch hab ich The Hate U Give gelesen, es wird dazu aber keine Rezension von mir geben. Es ist ein wichtiges Buch und ich wünsche mir, dass es viele lesen, aber ich kann mich all den Begeisterungsstürmen irgendwie nicht anschließen. Thematisch ist es absolut auf dem Punkt, aber der Funke wollte nicht so recht überspringen und deswegen glaube ich nicht, dass ich eine überzeugende Besprechung hinbekomme. Lest also lieber die von Fabian.

#Woanders

Karlas Sommer-Buch-Tipps findet ihr auf ihrem Blog, falls ihr sie im TV verpasst habt – inklusive dem Video zum Anschauen. Für mich war diesmal leider nichts dabei, das Kleiderschrank-Projekt hab ich schon. Anabelle gibt uns eine weitere Deutsch-Stunde. Diesmal: Zeichensetzung. Sophie erklärt, welche Bücher ihr warum nichts gegeben haben. Man muss nicht immer alles gut finden und schon gar nicht beenden. Elif zeigt uns, wie sie ihre gelesenen Bücher in ihrem Bullet Journal festhält. In dieser Woche wurden die für den Man Booker Prize nominierten Titel bekannt gegeben – eine Übersicht dazu findet ihr bei Mara. Sandy stellt euch das Herbstprogramm des Königskinder-Verlags vor – jedes der Bücher ist ein kleiner Schatz, vor allem weil die Geschichten mit so viel Liebe ausgewählt werden. Alexandra beschreibt ihre heimlichen und unheimlichen Lesegewohnheiten – sehr süß und ich hab mich sehr oft wieder gefunden. Bei Lina gibts einen kleinen Ausblick auf unsere Zukunft in Sachen erneuerbare Energie und was alles damit so möglich ist. Und Ash zeigt uns, wie man eine schicke Schlafzimmerwand bastelt

#UndSonstSo

Es gibt einen Trailer zu Rebel in the Rye mit Nicholas Hoult (ihr wisst schon, der aus About a Boy). Hoult spielt niemand geringeren als den jungen J. D. Salinger und ich freu mich einfach sehr auf den Film. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo wurde schonmal verfilmt, allerdings arbeitet Constantin jetzt an einer Serienadaption. Ich bin gespannt, was dabei rauskommt. Outlander-Fans, die ein Sky-Abo haben, haben Glück, denn die dritte Staffel kommt mit nur 24 Stunden Verzögerung auch nach Deutschland. Ich las nur Sandra Bullock und Netflix und wusste, dass ich, was auch immer es ist, sehen muss. Es handelt sich dabei um die Verfilmung von Josh Malermans Bird Box. Ich hab das Buch nicht gelesen, aber allein Sandra Bullock macht, dass ich den Film sehen will. Genauso verhält sich das übrigens mit Eva Green, die Virginia Wolf in Vita & Virginia spielen wird.

George R. R. Martin kündigt Bücher für die nächsten Jahre, eventuell sogar 2018, an. Soll er machen, ich geb da langsam nix mehr drauf. Was kommt, kommt und was nicht, brauch ich halt nicht.

Harry Potter feiert dieses Jahr 20jähriges Jubiläum und wir kriegen alle Geschenke, so scheint es zumindest. Zwei neue Bücher werden erscheinen, aber bevor ihr euch zu sehr freut – Harry Potter: A History of Magic und Harry Potter, A Journey Through a History of Magic sind keine neuen Geschichten. Es handelt sich hier eher um Zusatz- und Hintergrundinfos. Für Fans ganz nett, für Sammler unverzichtbar aber im Grunde kein Must-Have. Was ich zusätzlich noch entdeckt (und mitbestellt) habe, ist dieses Teil. Gut, das Scrapbook als Zusatz macht mich ein bisschen misstrauisch, aber es erscheint ja bald, dann kann ich euch mehr sagen.

#AufdenOhren

Linkin Park. Die ganze Woche. Nicht mal, weil ich es aktiv gehört hab, sondern eher, weil die Lieder auf Dauerschleife in meinem Kopf liefen. Am Samstag Abend gab ich dann auf, als auch in der Arbeits-WhatsApp-Gruppe ein Video nach dem anderen geteilt wurde und hab die Anlage dann richtig aufgedreht.

Die Nachricht war wie ein Schlag in die Magengrube und ich konnte und wollte das zuerst nicht glauben. Ich habs auch nicht geglaubt, bis Mike es bestätigt hat. Linkin Park hat mich durch so viele schwere Phasen in meinem Leben begleitet, Chester hat für mich geschrien, als ich es nicht konnte und die Musik hat mir Kraft gegeben. Ich wünschte, das hätte bei ihm selbst genausogut funktioniert. Danke für alles, Chester!


Habt eine schöne Woche! <3

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Wochendings.

#Offlinegeplauder

Urlaub! Endlich Zeit für all die Bücher. Oder Handlettering. Oder Fotografieren. Oder den Blog. Oder, oder oder… Ich weiß gar nicht, wie ich alles, was ich so vorhabe in eine Woche packen soll, aber in erster Linie bin ich froh, ein bisschen Zeit für mich zu haben. Ich war die letzten zwei Wochen nicht so gut drauf, was vor allem an der Arbeit gelegen hat. Das letzte Jahr war schon nicht so rosig und von heute auf morgen war klar, dass dieses Jahr genauso wird. Und ich? Ich sitze zwischen den Stühlen, weil es mich auf mehreren Ebenen betrifft und ich hätte einfach gerne eine für alle Betroffenen gute Lösung. Ich mag meinen Job, ich mag die Firma und ich mag die Kollegen und vielleicht ist es bescheuert, so viel Ärger in Kauf zu nehmen. Aber ich bin nicht unglücklich, ich hab keine Bauchschmerzen, morgens auf die Arbeit zu gehen. Ich bin nur gerade im Moment ein bisschen überfordert mit der Situation und weiß noch nicht genau, wie ich damit umgehen soll. Und anstelle von ein bisschen Zuspruch oder Verständnis kommt dann auch noch „Wieso gehst du nich einfach woanders hin?“ Also ja, ich bin vielleicht schlecht drauf, aber das gibt einem noch lange nicht das Recht, mir zu sagen, was ich tun soll, ohne auf mich einzugehen.

Es gibt aber auch gute Neuigkeiten. Die Reperaturen an meinem Auto zum Beispiel waren weit günstiger als erwartet, also hab ich mir noch ein paar neue Scheibenwischer gegönnt und auch die Reifen sind noch in Ordnung. Zudem hatte ich diesmal keinen pinken sondern einen weißen Leihwagen – wir steigern uns^^ Vielleicht, ganz vielleicht, stecke ich das übrige Geld in dieses Teil. Ich weiß allerdings noch nicht, wohin damit.

#Bookstagram

Auf der Suche nach einer Geschichte, die mich mal länger als ne halbe Stunde beindruckt, bin ich bei Herz auf Eis gelandet, einer Empfehlung von Karla im ARD-Buffet. Wie ich es fand, könnt ihr in meiner Rezension lesen. Eine weitere Empfehlung von Karla war Ferdinand von Schirachs Die Würde ist antastbar, das ich glücklicherweise zu Hause hatte und direkt lesen konnte. Manchmal braucht es diese klugen Menschen, die einem erklären, dass nicht alles immer so sein kann, wie man es gerne hätte und ich finde, von Schirach macht das ziemlich gut. Terror und Schuld liegen schon bereit. Neben von Schirach kann das aber auch Helmut Schmidt sehr gut, den ich schon immer sehr geschätzt habe. Durch Zufall hab ich entdeckt, dass seine Weltethos-Rede bei Hoffmann & Campe als kleines erschwingliches Buch veröfflicht wurde und zugeschlagen (gibts aber auch online – sowohl als Text als auch als Video). Er hat eine klare Haltung zum Thema Frieden und ein Konzept, wie dieses über Grenzen und Religionen hinweg erreicht werden kann. Und letzten Sonntag dann habe ich es endlich angefangen – Das achte Leben (Für Brilka). Es liegt hier schon ewig rum, aber es ist halt mega dick. Ich nehme ab jetzt Wetten entgegen, wie lange ich dafür brauchen werde^^

#Woanders

Tasmin hat ein Video zum Thema Divers Lesen gemacht – äußerst sehenswert und es gibt zudem eine Menge Buchtipps. Sarah erklärt uns, warum eine persönliche Empfehlung mehr Wert ist als ein Algorithmus. Nichts, was wir nicht schon wussten, aber wunderschön in Worte verpackt. Mit der Headline „Ich bin keine Feministin mehr?!“ hat mich Lina auf ihren Blog gelockt, ist es doch ein Statement, das heutzutage kaum eine Frau öffentlich von sich geben würde. Der Text allerdings spricht mir aus der Seele. So lange wir uns trotz des eigentlich gleichen Ziels immer wieder voneinander abgrenzen, wird es keine Gleichstellung geben. Petzi macht Werbung für den eReader – wortwörtlich. Das macht den Beitrag aber nicht weniger lesenswert und gerade weil die Urlaubszeit bevorsteht und man sich nie entscheiden kann, welches Buch man mitnehmen will, die für mich einzig logische Alternative. Alexandra hat auf ihrem Blog ihr Notizbuchsystem vorgestellt. Ich bin für sowas ja immer sehr empfänglich und möchte das auch am liebsten alles so ausprobieren – funktioniert nur leider nie^^ Dani empfiehlt Urlaubslektüre – dazu hab ich vor ein paar Wochen auch ein paar Tipps gegeben.

#WahnsinnInSerie

Es ist soweit, Game of Thrones geht am Montag wieder los und ich könnte nicht aufgeregter sein. Es wird hart, immer wieder eine Woche auf die nächste Folge zu warten, aber es gibt ja sicherlich genug Diskussionsstoff. Das Time Magazine hat nicht nur eine coole Coverstory zur Serie gemacht, sonder auch ein äußerst lesenswertes Interview mit Benioff und Weiss geführt, das einen Ausblick auf den Schaffensprozess der letzten Staffel gibt. Kit Harrigton hat, wie hier nachzulesen, eine erneute Liebschaft für Jon Snow ausgeschlossen – es wird immer nur Ygritte geben </3 Unter dem Link gibts übrigens noch mehr Statements der Darsteller. Und wenn ihr hart lachen wollt – hier lang.

#UndSonstSo

Kai Meyer hat diese Woche bekannt gegeben, dass die Option auf die Filmrechte zu Arkadien verlängert wurde. Ich hatte das, ehrlich gesagt, schon wieder voll vergessen. Überhaupt hab ich nur den ersten Teil der Trilogie gelesen, aber ich fänds tatsächlich nett, wenn das was werden würde. Frühjahr 2019. Das ist der Zeitraum, in dem die nächste Patrick Ness-Verfilmung auf die Kinoleinwände kommt. Chaos Walking wird mit Daisy Ridley und Tom Holland in den Hauptrollen verfilmt. Ich mochte das Buch, hab aber auch da nie mehr als den ersten Teil gelesen. Ich bin gespannt, wie das wird. Die meisten von euch kennen Rupi Kaur wahrscheinlich, falls nicht: Schaut euch Milk & Honey näher an und lasst euch nicht davon abschrecken, dass es sich um Gedichte handelt. Im Oktober erscheint ein weiterer Gedichtband und hier gibt es bereits das erste Gedicht zu lesen. Ich hatte es schonmal erwähnt, auch Fantastic Beasts bekommt eine illustrierte Ausgabe und diese Woche wurden die Cover veröffentlicht. Olivia Lomenech Gill illustriert das Buch und unter dem Link gibts nicht nur beide Cover sondern auch eine kleine Sneak Preview. Ich persönlich mag die Bloomsbury-Ausgabe lieber, aber das ist wohl einfach Geschmackssache.

#Listopia

7 Books Every Successful Woman Should Read In Her Lifetime || 11 Fictitious Bookworms We Love || 8 YA Books From 2015 That Even Non-YA Fans Must Read || 13 Of The Best Summer Reads Of All Time || 19 Memes All Book Lovers Will Understand || 50 Books to Read if You Love Medicine || 9 Movies That Were Even Better Than The Books They Were Based On || 13 Dysfunctional Literary Couples Who Should Have Broken Up || 11 Addictive Novels That Readers Just Can’t Get Enough Of || 33 Books That Every Badass Woman Should Read || 8 Retellings You’ll Feel Guilty For Liking Better Than the Original || 13 Beautifully Written Novels About First Love || 8 Audiobook Voices That Will Blow Your Ear-Drums || 20 Empowering Quotes By Female Authors That Are Perfect To Decorate Your Office With || 8 Reasons People Mock Romance || 13 Book Characters That Made Us Feminists || 9 Books To Read If You Hated High School English Class || The 4 Best Harry Potter Podcasts || 13 Romance Novels That Should Be On Every Woman’s Bucket List || 8 Books From Relatively Unknown Authors Everyone Should Read || The 17 Best Young Adult Novels of 2017  

 

Habt eine schöne Woche! <3

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