[Gelesen] The Casual Vacancy (J. K. Rowling)

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+ Kurzbeschreibung

Als Barry Fairbrother mit Anfang vierzig plötzlich stirbt, sind die Einwohner von Pagford geschockt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade liegt die Stadt im Krieg. Krieg zwischen arm und reich, zwischen Kindern und ihren Eltern, zwischen Frauen und ihren Ehemännern, zwischen Lehrern und Schülern. Und dass Barrys Sitz im Gemeinderat nun frei wird, schafft den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat. Wer wird als Sieger aus der Wahl hervorgehen – einer Wahl, die voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit und unerwarteter Offenbarungen steckt?

+ Rezension

Ich liebe JKR und ich liebe Harry Potter. Das waren die zwei ausschlaggebenden Punkte, wegen denen ich tatsächlich 24,90 € für ein englisches Buch ausgegeben habe und nicht bis zum taschenbuch warten konnte. Ich wollte auch kein eBook, was immerhin 5 € billiger gewesen wäre, sondern das Original. Nicht, dass es Mrs. Rowling jucken würde, denn ich glaube kaum, dass es IHR hier vordergründig ums Geld geht.

Jetzt habe ich mich nun 3 Tage mit dem Buch beschäftigt, aber ich habe keine Ahnung, wie ich es in Sternen bewerten soll. Es ist auf seine eigene Art großartig, sicher, aber das hätte ich nie rausgefunden, wenn nicht JKR sondern Hans Wurst das Buch geschrieben hätte. Denn dann hätte ich nach 50 Seiten aufgehört zu lesen und meine Zeit lieber für etwas anderes genutzt…

Ich weiß nicht, woher die Annahme kommt, es handele sich hier um einen Krimi. Ich bin kein Krimi-Leser und ich konnte im Buch nichts kriminelles finden – zumindest nichts, was die Geschichte als Krimi kennzeichnen würde. Stattdessen denke ich, dass es sich hier eher um eine Art Gesellschaftskritik handelt.

Auf mehr oder weniger 150 Seiten werden die wichtigsten Personen eingeführt und das zieht sich ungemein. Im Grunde hat man als Leser keine Ahnung, wieso man diese ca. 25 Leute so gut kennen lernen muss, und am Ende weiß ich es eigentlich immer noch nicht. Aber dann geht es so langsam ans Eingemachte – die zur Wahl stehenden Kandidaten werden bekannt gegeben und der ganze Ort scheint um den Platz von Barry Fairbrother zu buhlen. Jeder hat irgendwie seine Finger im Spiel – und beinahe jeder hat etwas zu verbergen.

Am Ende jedoch weiß ich immer noch nicht, was das Buch mir eigentlich sagen wollte. Mir fehlt die Moral der Geschichte, den Nutzen, den ich aus diesem Kleinstadtkrieg ziehen kann, aber ich sehe ihn nicht. Ich weiß nur: Wenn Barry Fairbrother nicht gestorben wäre, wäre das alles nicht passiert.

+ Fazit

The Casual Vacancy ist komplett anders als HP. JKR hat mächtig auf die Pauke gehauen – sei es in Form vom Schimpfwörtern, Sex, Politik oder ihrer Fähigkeit, unfassbar greifbare Personen mit allen möglichen Hintergründen zu erschaffen. Aber mir fehlt das letzte Quäntchen, dass mir The Casual Vacancy zu einem tollen Leseerlebnis macht. Vielleicht hab ich es auch einfach nicht verstanden.

+ Amazon

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2 thoughts on “[Gelesen] The Casual Vacancy (J. K. Rowling)

  1. Ich muss mal erwähnen, dass mir dein Rezensions“format“ total gut gefällt, schon knapp und knackig :)

    Mich hat die Inhaltsangabe des Buches schon kein bisschen angesprochen, die ersten Meinungen klingen leider auch eher unbegeistert. Ich glaube ich lese dann lieber HP noch mal :P

    1. An Hp kommt eh nichts ran. Ich hatte gehofft und eigentlich auch erwartet, dass Rowling mich mit ihrem ’neuen‘ genauso begeistern / verzaubern kann, wie mit HP. Aber da bleibt nur ein übler Nachgeschmack für mich – ich bin einfach nicht zufrieden :( Danke für das Lob *.*

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