[Gelesen] Someday, Someday, Maybe (Lauren Graham)

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+ Kurzbeschreibung

It’s January 1995, and Franny Banks has just six months left of the three-year deadline she set for herself when she came to New York, dreaming of Broadway and doing “important” work. But all she has to show for her efforts so far is a part in an ad for ugly Christmas sweaters, and a gig waiting tables at a comedy club. Her roommates―her best friend Jane, and Dan, an aspiring sci-fi writer―are supportive, yet Franny knows a two-person fan club doesn’t exactly count as success. Everyone tells her she needs a backup plan, and though she can almost picture moving back home and settling down with her perfectly nice ex-boyfriend, she’s not ready to give up on her goal of having a career like her idols Diane Keaton and Meryl Streep. Not just yet. But while she dreams of filling their shoes, in the meantime, she’d happily settle for a speaking part in almost anything—and finding a hair product combination that works.

Everything is riding on the upcoming showcase for her acting class, where she’ll finally have a chance to perform for people who could actually hire her. And she can’t let herself be distracted by James Franklin, a notorious flirt and the most successful actor in her class, even though he’s suddenly started paying attention. Meanwhile, her bank account is rapidly dwindling, her father wants her to come home, and her agent doesn’t return her calls. But for some reason, she keeps believing that she just might get what she came for.

Someday, Someday, Maybe is a story about hopes and dreams, being young in a city, and wanting something deeply, madly, desperately. It’s about finding love, finding yourself, and perhaps most difficult of all in New York City, finding an acting job.

+ Rezension

Bei dem Namen Lauren Graham denke ich an Kaffee, Kaffee, große Familienfeiern, Kaffee und komplizierte Beziehungen – dazu eine alleinerziehende Mutter, die ihre 1-2 Kinder (je nach dem in welcher Serie) meistens unter Kontolle hat und sich mit Witz und Charme durchs Leben schlägt. Als ich von ihrem Buch ‚Someday, Someday, Maybe‘ hörte, habe ich deswegen nicht lange gezört und so viel Glück gehabt, dass ich bei NetGalley vorab zum rezensieren bekam.

‚Someday, Someday, Maybe‘ erzählt die Geschichte von Franny, die sich kurz vor Ende ihrer selbstgesetzen Deadline befindet und verzweifelt auf der Suche nach einem wichtigen Schauspielengagement ist. Es geht hier um den Traum, als Schauspielerin ernst genommen zu werden und Erfolg zu haben und sich dabei nicht von kleinen Rückschlägen entmutigen zu lassen. Aber genau das ist leider nicht der Fall…

Ich hätte erwartet, dass Lauren Graham hier in Lorelai Gilmore-Manier mit Witz punkten kann und ihre Protagonistin mit genügend Selbstvertrauen ausstattet, auch den Schattenseiten ins Auge zu blicken. Sie soll Waschmittel-Werbung machen? Sie soll oben ohne in einem Zombie-Film zerfleischt werden? Ja mei, es könnte schlimmer sein und es ist immer eine Frage, wie man damit umgeht. Braucht man, wie Franny, dringend Geld zum Leben, muss man ab und an in den sauren Apfel beißen. Aber ich fand, dass sie an den richtigen Stellen zu frh aufgegeben hat und an den falschen Kompromisse gesucht hat, mit denen sie im Endeffekt auch nicht leben konnte. Sie weiß, was sie will und sie ist bereit, die ersten paar Schritte zu gehen, aber dann verlässt sie der Mut und sie hofft, dass die Dinge ihr am Ende einfach zufliegen.

Ihre Beziehungen verlaufen im Sande, weil sie einfach jeder Konfrontation aus dem Weg geht. Wenn es nicht klappt, klappt es eben nicht – wird schon irgendwie. Aber von einer solch traurigen, teils sogar depressiven Protagonistin liest man eben nicht gerne. Kurz vor Ende kommt dann doch noch die erlösende Wendung sowie das Aufflackern von Selbstbewusstsein, aber auch das ändert nichts an der Tatsache, dass die Geschichte vorher hauptsächlich dahin plätschert.

Man sagt immer, dass man als Autor über die Dinge schreiben soll, die man kennt – und das stimmt bei Lauren Graham wohl in dem Fall zweifelsohne. Dennoch wäre es mir lieber gewesen, wenn hier weniger die schlechten als viel mehr die guten Erfahrungen zum tragen gekommen wären.

Die Mutter- und Namensgebungsgeschichte geht vollkommen unter, wenn man die erwähnte Kurzgeschichte von J. D. Salinger nicht kennt und das ist schade, denn die Auflösung kommt auch erst zum Ende hin. Wenn die Geschichte vorher erklärt worden wäre, wäre Frannys Antrieb und ihr unterwegs schwächelndes Ducrhhaltevermögen leichter nachvollziehbar gewesen.

Ich habe nicht ganz verstanden, warum das Buch ausgerechnet 1995 spielt, aber möglicherweise lag das an den Sidekicks ihres Vaters, die sonst nicht möglich gewesen wären („Ich habe gehört die machen jetzt eine neue Serie… Friends oder so. Das könnte was werden, sprich doch da mal vor!“)

Alles in allem mochte ich die Geschichte vom Grundsatz her – aber meine Erwartungen waren einfach ganz andere. Ich hoffe allerdings, dass Lauren Graham das vielleicht einfach nochmal versucht und mich dann überraschen kann.


Someday, Someday, Maybe ★★★☆☆

erscheint am 30. April 2013
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Ballantine Books
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0345532740
ISBN-13: 978-0345532749

(die deutsche Übersetzung ist wohl auch schon in trockenen Tüchern)

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