[Gelesen] Jetzt und hier und vielleicht für immer (Emily Gillmor Murphy)

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+ Kurzbeschreibung

Tom weiß allzu gut, dass man mit einem gewissen Alkoholpegel leichter durch den Tag kommt. Dann treffen ihn die Worte seiner Mutter nicht so sehr, und dass sich sein Vater nur noch für seine neue Familie interessiert, ist auch besser auszuhalten.
Olive hingegen ist in einer intakten Familie aufgewachsen, die sie über alles liebt. Als sie nach Dublin zum Studieren geht, erlebt sie eine ganz neue Welt. Ihr Leben scheint perfekt – bis ein schreckliches Ereignis alles verändert.

Als Olive und Tom sich auf einer Party kennenlernen, ist Olive genervt von dem bekanntesten Frauenheld der Stadt. Er hingegen erblickt etwas in ihren Augen, das er so noch nie bei einem Mädchen gesehen hat und beginnt, nach allen Regeln der Kunst um sie zu werben. Als sein wahres Motiv allerdings ans Tageslicht gerät, bricht er nicht nur Olives Herz, sondern fürchtet, selbst daran kaputtzugehen.

+ Rezension

So langsam sollte ich wissen, dass ein schönes Cover und ein toller Klappentext nicht maßgeblich für ein gutes Buch sind, aber irgendwie lern ichs nicht.

An sich könnte die Geschichte gut sein, wenn sie anders geschrieben wäre. Sprachlich ist das leider nichts besonderes und auch inhaltlich weiß ich nicht, welche Botschaft mir das Buch mitgeben will. Für Leute, die nicht allzuviel lesen, kann das eine nette Gescichte sein. Wenn man aber wie ich mehrere Bücher aus dem Bereich New Adult kennt, sind diese 359 Seiten vertane Zeit.

Das Leben ist hart, keine Frage, und gerade in Irland ist es nicht leicht, Arbeit zu finden. Aber in jedem 5. Satz zu erwähnen, dass die Rezession daran schuld ist, dass so viele Menschen arbeitslos sind und es ihnen schlecht, nein, sehr sehr schlecht, geht, halte ich nicht für zielführend. Offensichtlich stört das die Autorin (was ich verstehen kann), aber anstatt es so oft zu erwähnen, hätte sie mehr auf die Gründe eingehen können anstatt zu sagen ‚es ist so und es ist scheiße wie es ist‘. Überhaupt gibt es in dem Buch viele ‚es ist so’s, anstatt ‚wie können wir das ändern‘.

Die Perspektivwechsel zwischen Tom und Olive sind nachvollziehbar, auch die wenigen Kapitel aus Beth’s Sicht wären noch ok, was aber plötzlich Allison dazwischen soll, verstehe ich gar nicht. Die hat mit der ganzen Geschichte nicht zu tun.

Die Themen, die im Buch angeschnitten werden, sind in der Masse einfach zu viel. Alkohol, Drogen, Selbstmord, Depression, Shizophrenie, Mobbing, Scheidungskinder, Halbgeschwister… das alles wird nur halbherzig angeschnitten und von dem was ich gelesen habe, unterstelle ich der AUtorin, dass sie sich mit dem wenigsten davon beschäftigt hat bzw. persönliche Erfahrungen damit hat.

Die Charaktere sind starr und tun genau das, was sie müssen, um dem Plot der Autorin bis zum Ende zu folgen. Leider hatte ich keinen Moment das Gefühl, dass sie logisch oder nachvollziehbar handeln, ganz abgesehen davon, dass ich so keine Beziehung zu ihnen aufbauen konnte.

Ich fand das Buch nicht gut, aber auch nicht unterirdisch schlecht. Es ist Mittelmaß und für ein Erstlingswerk in Ordnung. Außerdem denke ich, dass der ein oder andere damit mehr Spaß haben wird, als ich es hatte.

Jetzt und hier und vielleicht für immer ★★★☆☆

  Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. April 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426512327
ISBN-13: 978-3426512326
Originaltitel: You And I

 

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