[Montagsfrage] Gibt es Autoren, die du lieber im Original liest?

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Die Montagsfrage gibts immer Montags bei Libromanie.

Grundsätzlich finde ich, dass Bücher in der Sprache, in der sie geschrieben wurden, am besten funktionieren. Ich hab in die englischen Übersetzungen von Arkadien erwacht und Rubinrot reingelesen, und da blieb jegliches Gefühl, dass ich bei den deutschen Ausgaben hatte, auf der Strecke. Allerdings fuktioniert das mich auch nur bedingt, da ich nur 3 Sprachen spreche (zumindest bilde ich mir ein, dass ich das mit dem Französisch noch irgendwie hinkriegen würde), also muss ich zwangsläufig auf Übersetzungen zurückgreifen, sofern es sich nicht um Deutsch, Englisch oder eben Französisch handelt.

Bei Neuerscheinung auf die Übersetzung zu warten, wenn man schon weiß, dass man das Buch ohnehin lesen will, find ich sinnlos, dann kaufe ich (wenns mir wichtig ist gleich) das Original. Bei älteren Büchern entscheide ich das oft aus dem Bau raus – will ich es bewusst im Original lesen oder sind mit Cover / Ausgabe wichtiger, bin ich zu bequem…?

Lieblingsautoren lese ich natürlich (sofern ich die Sprache spreche) im Original. Oft kaufe ich dann dennoch die deutsche Übersetzung dazu.

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11 thoughts on “[Montagsfrage] Gibt es Autoren, die du lieber im Original liest?

  1. Du würdest dir echt zutrauen, ein Buch auf Französisch zu lesen? oO

    Ich hatte Französisch selbst von der 7. Klasse bis zum mündlichen Abi und wäre selbst zu Hochzeiten nie auf die Idee gekommen, ein Buch komplett in dieser Sprache zu lesen (und soooo schlecht war ich da auch nicht :D)

    1. Ich bräuchte sicher wieder ein bisschen Übung, aber es wäre nicht das erste ;) Dadurch, dass wir früher oft im Urlaub bei ‚Verwandten‘ in Frankreich waren, versteh ich viel – sprechen wäre allerdings wieder was anderes xD

  2. Wozu kaufst du eigentlich noch die deutschen Ausgaben? Einfach um den Autor zu unterstützen?

    Auf Französisch würde ich auch gern mal was lesen, aber da müsste ich wirklich mit was Einfachen anfangen und das würde schon ewig dauern ;D

    1. Im Grunde ja. Aktuelles Beispiel ist Flat-Out Love von Jessica Park, das gibts (da Self Publishing) nur als Print on Demand auf englisch – Qualität ist dann halt auch dementsprechen und ich kenns ja schon als eBook. Das hab ich gestern auf deutsch vorbestellt, weil ich es gern im Regal hätte & das Cover toll finde, aber auch, weil ich will, dass es erfolgreich ist. Und wenn ich dazu beitragen kann – super!
      Wobei ich gerade feststelle, dass ich gar nicht so viel doppelt habe (HP, Twilight, CoB) – ich glaube den Rest hab ich komplett weggegeben – wird halt irgendwann zum Platzproblem^^

      1. Ah, verstehe. Mich würde daran dann halt nur die Übersetzung stören. Also wenn ich das Buch noch mal lesen will, würde ich es nicht auf Deutsch tun wollen.

      2. Das kommt auch wieder ganz auf die Übersetzung an – gibt gute und schlechte ;)

  3. Ich habe selten das Bedürfnis, ein Buch im Original zu lesen. Im Moment sind es sowieso viele deutsche Autoren, aber in meinem Regal dominieren schon die Briten und Amerikaner. Bei den Skandinaviern fällt die Frage nach dem Original eh weg, die Sprachen beherrsche ich nicht! :)

    LG, WortGestalt

    PS: Sehr cooles Foto da oben!!! :D

  4. Ich lese verstärkt auf Englisch, was den günstigen Preisen und einer – vermutlich meist gefühlten – stärkeren Lebendigkeit der Sprache zuzuweisen ist. Wirklich aufgefallen ist mir das aber bei den Hunger Games, die auf Deutsch vollkommen unlesbar sind und in Englisch sehr sehr gut. Wenn es die Bücher auch auf Deutsch gibt lese ich mittlerweile einige Seiten in der Amazon-Vorschau in beiden Sprachen durch und kaufe dann meist die englische Version, weil die deutsche Übersetzung den Originalstil häufig entstellt und ich mich im englischen Original näher an den Charakteren fühle.

    Außerdem lese ich Englisch anders als Deutsch. Die Wörter sind kürzer, was sich auf das Lesegefühl auswirkt. Bei vielen Deutschen Büchern habe ich das Gefühl, durch eine träge Masse zu waten, weil die Wörter zu lang sind ;).

    Direkte Autorenveröffentlichungen bevorzuge ich ebenfalls auf Englisch, da ich den Eindruck habe, dass diese sich mehr Mühe in der Sprache und Textqualität geben. Was da bei Amazon-DE herumgeistert ist teils wirklich erschreckend…

    Richtig hingerissen war ich übrigens von der deutschen Übersetzung von der Landkarte der Zeit. Ich kenne das spanische Original nicht (mein Spanisch wäre dafür zu schlecht), aber der deutsche Übersetzer hat hier eine Stilisitik umgesetzt, die sehr besonders ist.

    Bei Flat Out Love hätte ich dagegen Angst vor einer deutschen Übersetzung. Die Charaktere funktionieren in Englisch so gut, die Sprache z.B. der kleinen Schwester ist so grandios gewählt, das funktioniert glaube ich in Deutsch nicht so gut, dass es „echt“ wirkt.

    1. Nachtrag: Flat out love heißt im Deutschen „Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte“? Wenn der Verlag es schon hinbekommt, gleich im Titel eine der lustigen Überraschungen des Buches zu verraten… :(

      Aber abschließend zu Übersetzungen sage ich nur „Spotttölpel“ ;)

      1. Also erstmal viele Dank für den langen Kommentar (bin ich gar nicht gewohnt^^) und entschuldige bitte, dass die Antwort so lange geauert hat.

        Ich hasse Leseproben (hab mich mal ganz böse gespoilert) und mir wärs auch zu aufwending, immer zu schauen, was mir jetzt besser gefällt. Wenn man das Original nicht kennt, kann man auch nicht meckern ;) Wenn man allerdings das englische Original kennt und dann ab und an mal in die dt. liest, ist es oft einfach nur grausam. Shades of Grey zB könnte ich auf deutsch nicht lesen, auf englisch ist es aber wirklich nicht ganz so schlimm (wenn man mal vom Inhalt absieht).

        Bei englischen Selfpublishern kann ich dir nur Recht geben, bin da auch weniger voreingenommen als bei deutschen. Allerdings gibts auch da Ausnahmen, aber die oft kleinen Preise geht das und wenns gar nicht geht, gibts ja auch noch die Rückgabefunktion.

        Die Landkarte der Zeit muss ich auch unbedingt noch lesen.

        Loewe/Script5 hat gute Übersetzer, deswegen mach ich mir da keine Sorgen. Wer’s hinktiegt, Maggie Steifvater nicht nur sinngemäß sondern gefühlstechnisch zu übersetzen, der wird auch an Jessica Park nicht scheitern – und wenn doch hab ich trotzdem ein schönes Hardcover im Regal statt einer Datei auf dem Kindle. Und der Titel – nunja – das funktioniert halt gerade gut mit langen, kuriosen Titeln (Der Hundertjährige, Die Analphabetin…), außerdem sagt er mehr aus, wenn man den Inhalt des Buches schon kennt ;) Ich bins gespannt und werd in jedem Fall mal reinlesen :)

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