[Gelesen] I Was Here (Gayle Forman)

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+ Kurzbeschreibung

A brand-new, heartwrenching novel from the bestselling author of If I Stay, Gayle Forman This characteristically powerful novel follows eighteen-year-old Cody Reynolds in the months following her best friend’s shocking suicide. As Cody numbly searches for answers as to why Meg took her own life, she begins a journey of self-discovery which takes her to a terrifying precipice, and forces her to question not only her relationship with the Meg she thought she knew, but her own understanding of life, love, death and forgiveness.

+ Rezension

Normalerweise machen ich einen großen Bogen um Suizid-Bücher. Nur sehr selten finde ich sie glaubwürdig genug, damit sie mir nahe gehen und bei Gayle Forman war ich von Anfang an etwas skeptisch, ob es ihr gelingen würde, mit diesem Thema umzugehen und es noch dazu so zu behandeln, dass es mir auch gefällt. Ich bin ohnehin kein riesiger Fan ihrer Bücher, dementsprechend waren meine Erwartungen auch eher niedrig.

Die größten Probleme hatte ich mit der Protagonistin, allerdings hauptsächlich am Anfang. Ich musste mich immer wieder daran erinnern, dass ihre beste Freundin sich nunmal umgebracht hat und Cody keine Ahnung hatte, dass das passieren konnte – wenngleich sie daran natürlich nicht ganz unschuldig war. Immerhin hätte sie auch ein wenig mehr auf Meg zugehen können. Aber sei es wie es ist – auch Cody hätte Megs Entschluss nicht verhindern können. Sie hätte ihr lediglich mehr beistehen können, aber selbst da stellt sich die Frage: Wollte Meg das überhaupt?

Ansonsten fand ich die geschichte überaschender Weise sehr spannend. Cody, von ihrer besten Freundin allein gelassen und unverstanden von Familie und Freunden, sucht nach einem Grund, nach irgendetwas, das erklärt, warum Meg eine Entscheidung dieser Tragweite trifft und wird, zumindest glaub sie das, fündig. Kann es aber sein, dass Meg sich tätsächlich wegen eines Jungen umgebracht hat?

Die Liebesgeschichte hätte es für mich nicht gebraucht. Ich persönlich verstehe sowieso nicht, wieso sich Menschen, die gerade mal verzweifelt sind, einander immer an den Hals werfen müssen. Ist es nicht viel wichtiger, in solchen Situationen zuerst mal einen Freund zu haben, als an tiefe Gefühle zu denken? Positiv hingegen war, dass trotz des komischen verhältnisses zwischen Cody und ihrer Mutter klar war, dass sie aufeinander zählen können, wenn es hart auf hart kommt und Codys Mutter entgegen allem, was sie sagt, alles für ihre Tochter tun würde.

Zu zeigen, dass mit dem Tod eines geliebten Menschen auch für die betroffenen eine Sehnsucht nach dem Tod einhergeht, ist mutig und nicht einfach, denn meiner Meinung muss man gerade in Jugendbüchern wieder die Kurve kriegen und klarstellen, dass das Leben eins der größten Geschenke ist, die man bekommt und dass man dieses eben schätzen sollte, solange man es hat und nicht leichtfertig beendet.

Die letztendliche Auflösung war ab einem bestimmten Punkt absehbar – ich wüsste aber auch nicht, welchen anderen guten Grund es für ein solches Handeln geben sollte.

I Was Here ist das erste Forman-Buch, das mir vorbehaltlos gefallen hat – allein darüber bin ich froh und freue mich jetzt tatsächlich schon auf das nächste.

I Was Here

Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Simon + Schuster UK (29. Januar 2015)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1471124398
ISBN-13: 978-1471124396
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 13 x 1,8 x 20 cm

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