[Gelesen] Wurfschatten (Simone Lappert)

+ Kurzbeschreibung

Ada ist jung, gerade mal 25 Jahre alt, aber sie hat nicht mehr lange zu leben, davon ist sie fest überzeugt. Nicht nur in ihren Träumen stirbt sie jede Nacht aufs Neue, auch tagsüber beherrscht sie diese Todesangst. Sie führt dazu, dass sie immer seltener ihre Wohnung verlässt und sich zunehmend isoliert – Freundschaften zerbrechen, ihre Karriere als Schauspielerin ist gefährdet. Um sie zu bändigen, unterhält sie ein Therapiezimmer. Dort bewahrt sie alle Ihre Ängste auf: von A wie Atomtod bis zu Z wie Zyste. Diese fragile Konstruktion gerät ins Wanken, als ihr Vermieter, der schon seit Monaten auf sein Geld warten muss, sie nicht wie angedroht vor die Tür, sondern ihr stattdessen einen Untermieter in die Wohnung setzt: Juri, seinen Enkel, der in die Stadt gekommen ist, um die Goldschmiedewerkstatt seines verstorbenen Vaters fortzuführen. Zunächst ist Ada entsetzt, ein Fremder, der nicht nur eigene Spuren hinterlässt, sondern jeden ihrer Schritte beobachten kann. Doch mit der Zeit nähern die beiden sich an. Zaghaft entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die womöglich geeignet ist, die Angst zu zügeln und Ada ins Leben zurückzuführen. Ein stiller, sprachlich und stilistisch erstaunlich souverän geschriebener Debütroman, der ebenso unterhält wie literarisch überzeugt.

+ Rezension

Entgegen der vielen positiven Meinungen konnte ich mit dem Buch leider nicht so viel anfangen. Ich hatte große Schwierigkeiten, überhaupt richtig rein zu kommen und selbst dann konnte mich die Geschichte weniger begeistern.

Ada hat mit vielen Ängsten zu kämpfen und wird damit mal mehr, mal weniger gut fertig. Ich persönlich konnte zwar einiges davon auch nachempfinden, hätte mir aber gewünscht, dass sie sich Hilfe gesucht hätte oder wenigstens jemanden in ihrem Umfeld hat, dem auffällt, dass was nicht in Ordnung ist. Aber das passiert nicht und einzig Juri scheint wenigstens ein bisschen zu ihr durchzudringe. Das allerdings ist wirklich ein Wunder, so wie sie ihn behandelt…

Mir hätte es vermutlich besser gefallen, wenn das Buch ein wenig mehr Hoffnung für Ada vermittelt hätte. Hinzu kommt, dass ich mich mit keiner Figuren auch nur ein bisschen identifizieren konnte – das war alles viel zu weit weg, als das ich einen Bezug hätte aufbauen können.

Bei knapp 200 Seiten kann man nicht von Zeitverschwendung sprechen, beim stolzen Preis von 20 € würde ich mir allerdings genau überlegen, ob das sein muss.

Wurfschatten

Gebundene Ausgabe: 207 Seiten
Verlag: Metrolit; Auflage: 1 (18. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3849300951
ISBN-13: 978-3849300951

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