[Gelesen] Auerhaus (Bov Bjerg)

 

+ Kurzbeschreibung

Sechs Freunde und ein Versprechen: Ihr Leben soll nicht in Ordnern mit der Aufschrift Birth – School – Work – Death abgeheftet werden. Deshalb ziehen sie gemeinsam ins Auerhaus. Eine Schüler-WG auf dem Dorf – unerhört. Aber sie wollen nicht nur ihr Leben retten, sondern vor allem das ihres besten Freundes Frieder. Denn der ist sich nicht so sicher, warum er überhaupt leben soll. (zum Verlag)

+ Rezension

So ziemlich jeder schien dieses Buch zu haben, also musste ich natürlich auch – man will ja schließlich wissen, worum es geht.

Zunächst mal fand ich den Schreibstil recht gewöhnungsdürftig und hatte schon befürchtet, dass ich das Buch relativ schnell wieder aus der Hand legen würde, denn auch bei nur 240 Seiten möchte ich nicht jeden Abschnitt zweimal lesen müssen, um zu begreifen, wer was gesagt hat und ob er das jetzt laut gesagt oder nur gedacht hat. Dann allerdings hat die Geschichte recht schnell angefangen und mich weiterlesen lassen.

Nachdem Frieder versucht hat, sich das Leben zu nehmen, zieht er mit seinem besten Freund, der auch gleichzeitig der Erzähler der Geschichte ist, dessen Freundin und einer ihrer Freundinnen in ein leerstehendes Haus, dass seiner Familie gehört. Als des öfteren ‚Our House‘ von Madness aus dem Kassettenrekorder ertönt, wird die ungewöhnliche WG im Dorf schnell unter dem Namen ‚Auerhaus‘ bekannt. Sinn und Zweck dieser WG ist es, ein Auge auf Frieder zu haben, ohne dass er bei seinen Eltern wohnen muss, denn das wäre nicht gut für seine Genesung.

So schön, so gut, doch die seltsame Clique aus Abiturienten ist auf sich allein gestellt eher ein Haufen Chaoten, als eine wirkliche Hilfe. Sie klauen sich ihre Lebensmittel zusammen und auch der ein oder andere Joint geht im Auerhaus rund. Das klingt so immer noch ganz cool, aber es wirkt in der Geschichte ganz und gar nicht so. Auf mich wirkt es eher traurig genau wie die Tatsache, dass keiner so recht weiß, was mit Frieder eigentlich los ist, wie man ihm helfen kann und man ihn halt deswegen einfach lässt – es wird ihm schon wieder gut gehen. Mit dem letzten Schuljahr endet auch die Auerhaus-Zeit und die Freunde gehen getrennte Wege.

Ich bin mir nicht so ganz sicher, was ich da eigentlich gelesen habe und ob irgendwo im Buch eine tiefere Botschaft versteckt ist, die ich nicht verstanden habe – falls das so ist, tut es mir leid, aber so muss ich leider sagen, dass man nichts verpasst hat, wenn man ‚Auerhaus‘ nicht kennt.

Auerhaus

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Blumenbar; Auflage: 1 (17. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3351050232
ISBN-13: 978-3351050238

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8 thoughts on “[Gelesen] Auerhaus (Bov Bjerg)

  1. Ich stecke gerade mitten im Werk und bin gespannt, wie mein Fazit ausfallen wird. Ich lasse dir liebe Grüße da.

    Der Ohrwurm „Our house“ ist schlimm. :-) aber genauso „old school“ wie das Werk.

    1. Hab gesehen, dass du jetzt auch fertig bist^^ Vielen Dank für die lieben Grüße – ich muss dir unbedingt auch mal wieder einen längeren Besuch abstatten ;)
      Wusstest du, dass du im FLOW Ferienbuch genannt wirst? Wieso wusste ich das nicht und sehe das erst jetzt?? :D

      1. Jaaaa – das wusste ich, die haben mich im Frühjahr gefragt, die Flowianerinnen :-)

        Total toll. Komm gerne mal wieder vorbei.

        Liebe Grüße zu dir. Bini

  2. Ich muss ehrlich sagen, dass klingt nach einem etwas seltsamen Buch! o_O
    Wird wohl nicht auf meine to read Liste kommen!
    Danke für die hilfreiche Rezension!
    Wünsche dir einen tollen Tag!

    1. Ich würde es jetzt auch nicht unbedingt empfehlen – aber es wird sicher seine Fans kriegen ;)
      Dankeschön, das wünsch ich dir auch :)

  3. Der ungewöhnliche Schreibstil hat mich jetzt neugierig gemacht und ich hab mal die ersten Absätze in der Leseprobe gelesen. Echt ungewohnt, aber sowas mag ich total, also danke für den Hinweis :D

    1. Sehr gerne :) Das ist das erste mal, das ich jemanden (wissentlich) mit einer negativen Rezension zum lesen gebracht hab und aus irgendeinem Grund freut mich das. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es dir gefällt. Es ist ja nicht per se schlecht, nur eben nicht meins ;) Sag mal Bescheid, wie du es dann fandest!

      1. Haha, tja, was dem einen das Buch versaut, versüßt dem anderen die Geschichte ;)
        Was mich noch ein wenig abschreckt ist das erwähnte Gekiffe, so was find ich immer meeeganervig … oh Gott, und natürlich dieser grausige Ohrwurm, das ist wirklich, wirklich fies.

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