[Gelesen] Gonzo Girl (Cheryl Della Pietra)

 

+ Kurzbeschreibung

Alley Russo is a recent college grad desperately trying to make it in the grueling world of New York publishing, but like so many who have come before her, she has no connections and has settled for an unpaid magazine internship while slinging drinks on Bleecker Street just to make ends meet. That’s when she hears the infamous Walker Reade is looking for an assistant to replace the eight others who have recently quit. Hungry for a chance to get her manuscript onto the desk of an experienced editor, Alley jumps at the opportunity to help Reade finish his latest novel.

After surviving an absurd three-day “trial period” involving a .44 magnum, purple-pyramid acid, violent verbal outbursts, brushes with fame and the law, a bevy of peacocks, and a whole lot of cocaine, Alley is invited to stay at the compound where Reade works. For months Alley attempts to coax the novel out of Walker page-by-page, all while battling his endless procrastination, vampiric schedule, Herculean substance abuse, mounting debt, and casual gunplay. But as the job begins to take a toll on her psyche, Alley realizes she’s alone in the Colorado Rockies at the mercy of a drug-addicted literary icon who may never produce another novel—and her fate may already be sealed.

+ Rezension

Wer träumt nicht davon, einem Beststellerautor über die Schulter zu gucken, ihm beim Schreibprozess zu unterstützen und dabei was zu lernen, ja vielleicht sogar ein wenig Hilfe von ihm beim eigenen Roman zu erhalten? Zumindest augenscheinlich hat Alley den perfekten Job gefunden – doch statt einer einzigen großen Party wird ihre Zeit Walker Reade zur Tortur.

Das wohl größte Problem ist Walker Reade. Nicht nur, dass Koks zu seinem Tagesablauf gehört wie Kaffee zum dem anderer Leute, sondern auch die Tatsache, dass er schlicht ein sexistisches Arschloch sind, sind nur zwei Punkte, die ihn unsympathisch machen. Hinzu kommt noch seine exzentrische Art und der Fakt, dass er halt gerne mal mit Gegenständen um sich wirft oder eine seiner zig Schusswaffen ausprobiert.

Nichts desto trotz fand ich die Story zwar ein wenig überdreht, aber dennoch gut. So grundsätzlich ist ja auch nichts dagegen einzuwenden, an einem abgelegenen Ort Ruhe zum Schreiben zu haben und in der übrigen Zeit Party zu machen – es müsste nur nicht ganz so exzessiv sein. Im Mittelteil hatte ich einen kleinen Durchhänger, vor allem weil außer Koks und Alkohol nicht viel passiert ist, das Ende hats dann aber wieder rausgerissen. Jedes andere Ende hätte mich vermutlich auch mehr als nur wütend gemacht.

Letztendlich stellt sich mir natürlich die Frage, wie viel an dem Buch real und wie viel doch Fiktion ist. Cheryl Della Pietra war die Assistentin von Hunter S. Thompson, hat also vermutlich ähnliche Dinge wie Alley erlebt. Vom Gefühl her ist es ein cooleres, abgerockteres „Lieber Mr. Salinger“, denn hier gibt es tatsächlich ein paar Paralellen. Mit 272 Seiten kann man auch nicht viel falsch machen.
 
Gonzo Girl

Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Touchstone (28. Juli 2015)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1501100149
ISBN-13: 978-1501100147

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