[Gelesen] An Ember in the Ashes (Sabaa Tahir)

 

 + Kurzbeschreibung

I WILL TELL YOU THE SAME THING I TELL EVERY SLAVE.

THE RESISTANCE HAS TRIED TO PENETRATE THIS SCHOOL COUNTLESS TIMES. I HAVE DISCOVERED IT EVERY TIME.

IF YOU ARE WORKING WITH THE RESISTANCE, IF YOU CONTACT THEM, IF YOU THINK OF CONTACTING THEM, I WILL KNOW
AND I WILL DESTROY YOU.

LAIA is a Scholar living under the iron-fisted rule of the Martial Empire. When her brother is arrested for treason, Laia goes undercover as a slave at the empire’s greatest military academy in exchange for assistance from rebel Scholars who claim that they will help to save her brother from execution.

ELIAS is the academy’s finest soldier— and secretly, its most unwilling. Elias is considering deserting the military, but before he can, he’s ordered to participate in a ruthless contest to choose the next Martial emperor.

When Laia and Elias’s paths cross at the academy, they find that their destinies are more intertwined than either could have imagined and that their choices will change the future of the empire itself.

+ Rezension

Seit langem sehne ich mich mal wieder nach Jugendfantasy at its best – abgesehen von all den angefangen Reihen. Irgendwas, das mir eine neue Welt zeigt, mich begeistert und fesselt und im besten Fall so richtig, richtig anfixt. „An Ember in the Ashes“ hat das nicht getan.

Als ich angefangen habe, das Buch zu lesen, war die Fortsetzung bereits in trokenen Tüchern, aber man darf aber nicht vergessen, dass zunächst (zumindest offiziell) keine geplant war. Das Buch wurde als Stand-Alone angepriesen und das ist insofern wichtig, weil es ein ausschlaggebender Punkt, wieso ich es nicht nur nicht mag, sondern regelrecht wütend bin.

Aber von vorne… erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven, der von Laia und der von Elias. Man bekommt so beide Seiten mit und das ist im Grunde auch ganz nett, allerdings ist es so schlecht gemacht, das man große Teile der Geschichte doppelt erzählt bekommt – die dann nichtmal wirklich spannend sind. In einem von Laia erzählten Kapitel tritt Elias am Ende aus dem Schatten, darauf folgt Elias‘ Kapitel, in dem nochmal genau das gleiche erzählt wird, was damit endet, dass er aus dem Schatten tritt und Laia ihn erkennt – und dann gehts wieder mit Laia weiter.

Das wäre dann okay, wenn in der Zwischenzeit was spannendes erzählt werden würde oder die zwei wenigstens interessante Gedanken hätten, aber die haben sie nicht. Im Grunde machen die zwei nichts anderes, als zu jammern. Jeder für sich, aber auch das macht es nicht erträglicher. Und ich mein – ich versteh das, wirklich. Ich wär auch verzweifelt, wenn man meine Großeltern umgebracht und meinen Bruder festgenommen hätte. Ich wüsste auch nicht, was ich tun soll und da ist Laia in einer besseren Position als viele andere. Sie sucht sich Hilfe bei den Rebellen und erhält sogar das Versprechen, dass sie ihr helfen. Wieso also das ständige Gejammer von wegen ‚ich kann das nicht‘, ‚ich bin so schwach‘ und ‚eigentlich will ich das nicht‘. Himmel, Kind! Du hast eine Entscheidung getroffen und ein Ziel vor Augen – kümmer dich drum oder lass es halt ganz! Versteht mich nicht falsch – jedem Helden stehen seine schwachen Momente zu und das ist auch vollkommen okay – aber wieso begebe ich mich als Neuling bei den Rebellen ohne Wiederworte an den denkbar gefährlichsten Ort, an dem ich an Tag 1 gesagt bekomme, dass man mich umbringen wird, wenn ich nur einen Fehler bei meinen neuen Aufgaben machen werde? Ich verstehe es nicht.

Ich verstehe auch Elias nicht. So einfach – überhaupt nicht. Weder das Verhältnis zu seiner Mutter, noch das zu seinem Großvater. Von dem zu Helene möchte ich gar nicht erst anfangen, denn so blind kann man einfach nicht sein. Dass er aus seiner Situation nicht großartig ausbrechen kann, ist mir jedoch klar, dennoch verstehe ich nicht, wieso er da dann nicht wenigstens versucht, das Beste daraus zu machen. Aber hey…

So kommt es unwiderruflich dazu, dass ich die Protagonisten nicht nur nicht mochte, sondern dass sie mir einfach egal waren. DAs ist denkbar schlecht, denn wenn einem die beiden Hauptpersonen egal sind, wird es auch die Story irgendwann.

Wirklich, wirklich wütend macht mich allerdings, dass diese Geschichte, so wie sie im Buch zu lesen ist, handlungstechnisch eine wahnsinnig lange Prequel ist, demnach weit entfernt vom proklamierten Stand-Alone. Von ~460 Seiten, die noch dazu als Stand-Alone geplant waren (!!) erwarte ich eine in sich abgeschlossene Geschichte mit der Möglichkeit auf mehr. „An Ember in the Ashes“ ist ein anteasern auf meiner Meinung nach mindestens zwei potentielle weitere Teile und nicht nur einen (wie bisher bekannt). Eine als alleinstehendes Buch geplante Geschichte hört nicht einfach am spannendsten Punkt auf!

Ich bin mir nicht sicher, ob ich den zweiten Teil noch lesen werde. Für mich steht fest, dass dieses Buch die totale Verarsche ist, denn der Verlag hat es schon vorher gehyped wie sonst was, dem Leser weismachen wollen, dass es ein alleinstehendes Buch ist, um dann, nach den ersten Verkaufserfolgen (und einem Scheiß-Ende!) zu sagen: OKay, wisst ihr was? Wir machen einen zweiten Teil, weil die Geschichte so gut ankam. Veräppeln kann ich mich alleine für wesentlich weniger Geld!

An Ember in the Ashes

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Razorbill (28. April 2015)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1595148035
ISBN-13: 978-1595148032
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe); Auflage: 1. Aufl. 2015 (15. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3846600091
ISBN-13: 978-3846600092
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

 

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2 thoughts on “[Gelesen] An Ember in the Ashes (Sabaa Tahir)

  1. Endlich mal ne kritische Meinung. Habe letzte Woche gerade das Hörbuch beendet und schließe mich dir an: total überbewertet, einfach nichts Besonderes.
    Laia fand ich auch ziemlich nervig. Ich weiß gar nicht genau wieso, ihre Situation war ja wirklich nicht leicht und sie schlägt sich eigentlich ganz gut und wächst auch über sich hinaus, aber manchmal stellt sie sich einfach zu dämlich an.
    Elias mochte ich da schon lieber, v.a. in Verbindung mit Helena (so heißt sie in der deutschen Übersetzung). Aus denen hätte man ordentlich was rausholen können. Helena hätte ich sogar lieber im 2. POV gehabt als Laia.

    Dass eine Fortsetzung kommt, wusste ich auch vorher, aber ich finde es auch lachhaft, dass erst so getan wurde, dass das ein Standalone sei. Ist es wirklich offensichtlich nicht.

  2. Hallo Yvonne,
    ich wusste gar nicht, dass es ein Standalone sein solle. Das Ende hat mich allerdings auch überrascht: „Was? Jetzt ist es auf einmal zu Ende? Es ist doch hier noch gar nicht zu Ende.“

    Allerdings habe ich das Buch als spannend empfunden und werde auch definitiv die Fortsetzung lesen wollen. So unterschiedlich können Leserlebnisse sein! :)

    Liebe Grüße
    Annika

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