10 years of Twilight – Bis(s) in alle Ewigkeit…

… oder wie ich bereits nach Breaking Dawn sagte: Bis(s) zum Erbrechen und offensichtlich darüber hinaus. (Daniela hat auch darüber geschrieben – da war mein Beitrag schon in Planung. Da ich eine andere Ansicht dazu habe, lasse ich ihn mal als Beitrag zur Diskussion so stehen, anstatt einen ausufernden Kommentar zu schreiben^^)

Es gab eine Zeit, da mochte ich die Geschichte um Bella & Edward sehr, sehr gern. Gerade letztens habe ich an die Zeit zurückgedacht, als es hieß, dass Twilight vor 10 Jahren erschienen ist. Ich habe die ersten zwei Bücher während der Abi-Lernphase gelesen – es war eine nette, anspruchslose Geschichte, bei der ich nicht viel denken musste und ich bereue es kein bisschen, denn sie diente ihrem Zweck.

Anfang diesen Jahres hatte ich sogar mit ein paar Leuten ausgemacht, Twilight heute noch mal zu lesen und zu sehen, ob sich unser Empfinden gegenüber der Geschichte verändert. Schließlich kennen alle die Argumente, das Edward ein Stalker ist, Bella sich manipulieren lässt und die Diskussion drüber, dass man das eigentlich gar nicht gut finden darf.

Diese Punkte sehe ich alle ein, genauso stimme ich diesem Zitat vollkommen zu: „Harry Potter is all about confronting fears, finding inner strength and doing what is right in the face of adversity …. Twilight is about how important it is to have a boyfriend.“ Und doch – manchmal möchte man halt genau das lesen.

Zum zehnjährigen Jubiläum am Dienstag gab es nun tatsächlich eine Überraschung – Stephenie Meyer hat die Geschichte von Bella & Edward neu geschrieben, umgeschrieben, wieauchimmer man das nennen mag, wenn man plötzlich die Geschlechter der Figuren vertauscht. Sie heißen jetzt Beau & Edythe und sie will damit zeigen, dass Bella eben keine Jungfrau in Nöten ist und die Geschichte auch mit vertauschten Rollen funktioniert.

Offensichtlich muss das ja etwas sein, was Meyer über die Jahre hinweg beschäftigt hat, denn anders kann ich mir nicht erklären, wieso man seine Energien in so etwas steckt, anstatt einfach was anderes zu machen. Der Punkt ist nur leider der: Alle, die Twilight nicht mochten, werden auch kein gutes Haar an Life & Death lassen und alle, die Twilight mochten, werden Life & Death nicht unbedingt mögen. Sie kann in dieser Geschichte machen, was sie will – es wird nichts ändern. Und es ist mir unmöglich zu begreifen, wieso sie niemand aus ihrem Umfeld oder dem Verlag davon abgehalten hat. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie Geld braucht – das hat sie einfach nicht nötig und falls doch, gäbe es den leichteren Weg mit Seelen, denn da stecken nicht nur 2 Bücher sondern auch zwei Filme in der Warteschleife.

Ich kann so lange darüber nachdenken, wie ich will – ich finde es weder interessant, noch innovativ, noch in irgendeiner Weise hilfreich und die Leseprobe liest sich auch nicht wirklich ansprechend. Ich werde es nicht lesen, geschweige denn Geld dafür ausgeben. Und es tut mir wahnsinnig leid, dass diese Geschichte so enden muss.

 

Twilight. 10th Anniversary Edition / Life and death. Twilight reimagined (Englisch) Gebundene Ausgabe – 6. Oktober 2015

Biss-Jubiläumsausgabe – Biss zum Morgengrauen / Biss in alle Ewigkeit: Wendebuch Gebundene Ausgabe – 17. Oktober 2015

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6 thoughts on “10 years of Twilight – Bis(s) in alle Ewigkeit…

  1. Huhu :)
    du sprichst mir aus der Seele. Ich habe am Dienstag die News gelesen und dachte nur WTH??? oO Ich habe damals ebenfalls in der Abilernphase die ersten drei Bücher gelesen und war begeistert. Damals haben sie mir gefallen. Dann kam der vierte Teil, den ich absolut schrecklich fand und der ganze Hype um die Filme ging los und für mich war die Sache vorbei. Ich war unendlich genervt von der ganze Team Edward und Team Jacob Sache, dass Twilight für mich ein Brechfaktor ersten Grades wurde.
    Und jetzt diese Neuauflage mit den vertauschten Geschlechtern. Sinnlos. Wirklich. Normalerweise entwickelt sich ein Autor weiter. Nach einem erfolgreichen Fanchise schreibt er entweder was anderes oder er macht hört auf. Aber das? Nein! Ich habe Seelen nicht gelesen, aber wenn du sagst, dass das eigentlich auch eine Trilogie werden sollte oder Potenzial da wäre, warum – warum geht es dann da nicht weiter?
    Ich finde es schade, denn selbst, wenn die Twilight-Bücher anspruchslose Lektüre war/ist, so steckt da schon eine Menge Arbeit und vor allem Kreativität dahinter. Und das jetzt so wegzuwerfen? Schade…
    Liebe Grüße
    Jule

  2. Genau meine Meinung! :D ich finde es ehrlich gesagt nur peinlich, dass sie es noch mehr auswalzen muss… ich habe alle Bücher gelesen, emotionslos und halbwegs gut unterhalten, aber nicht mehr. Die Filme nahmen kontinuierlich ab für mich, die Besetzung fand ich von Anfang an grausig.
    Meyer sollte sich auf ihrem Ruhm ausruhen und nicht sowas Halb-neu-halb-ausgelutschtes rausbringen…

  3. Als die Neuigkeiten herauskamen, dachte ich ja wirklich den ganzen lieben langen Tag, ich wäre im falschen Film und wir hätten den ersten April. So ganz kann ich immer noch nicht glauben, dass das wirklich existiert. Und gerade weil ich damals mit süßen 16 Twilight über alles geliebt habe, habe ich ganz kurz mit dem Gedanken gespielt, es irgendwann mal zu lesen. Mittlerweile ist diese fixe Idee aber auch schon wieder verflogen. Ich fand die Folgebände ja schon nicht mehr so rosig, von Breaking Dawn wollen wir gar nicht erst sprechen. Irgendwann werde ich die Bücher sicher noch einmal lesen, einfach, um ein bisschen in Erinnerungen zu schwelgen. Den Quatsch hier werde ich mir aber wirklich nicht antun.

  4. Als ich die Neuigkeiten gelesen hab, hab ich kurz den April in der Datumsanzeige gesucht. Ich find das so krass. Ziemlich dreist und irgendwie peinlich. Ich bin wirklich kein Twilight-Gegner. Ich mag zumindest den ersten Band bis heute sehr gern (ist zwar auch lange her, dass ich ihn gelesen hab, aber er hat mir damals sehr gefallen). Ich finde es traurig, dass diese Cash Cow so zu Tode gemolken wird. Anders kann ich mir das wirklich nicht erklären. Ob der Verlag oder die Autorin mehr Interesse am Geld hatten, kann man nicht beurteilen… ist natürlich weniger Aufwand eine bereits existierende Geschichte einfach umzuschreiben (das sind ja teilweise wirklich 1 zu 1 die gleichen Sätze… wenn sie sich wenigstens nur grob an die Story gehalten hätte) als sich eine neue (The Host 2) auszudenken. Ich hoffe nur, dass die anderen Bänder nicht auch noch „gegenderbendet“ werden und dass sie damit nicht so nen Trend wie „die ganze Geschichte noch mal aus seiner Perspektive“ lostritt.

  5. Hallo,

    Du sprichst mir aus der Seele. Ich kann nicht wirklich nachvollziehen, wie sie sich so etwas antun kann. Ich bin mir sicher, es wird nicht mehr Anhänger geben. Ich war auch eine Zeitlang relativ begeistert von Bella und Edward, es war eine unterhaltsame Zeit die Bücher zu lesen. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob meine Begeisterung immer noch da wäre würde ich sie jetzt erneut lesen. Dennoch haben sie wie du sagst ihren Zweck erfüllt und uns beim lesen etwas unterhalten und auch abgelenkt.
    Ich bin mir dennoch sicher mir das neue Buch nicht zu besorgen. Dafür bin ich mir ziemlich sicher möchte ich kein Geld ausgeben.

    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Corinna

  6. Ich habe „Twilight“ damals gelesen, weil so ein Hype um die Bücher gemacht wurde, dass ich einfach neugierig war. Bei „Shades of Grey“ hat das ein paar Jahre später auch so funktioniert. Ich bin hype-anfällig, ein Opfer, wenn es um Bücher geht, über die jeder spricht. Aber ich denke, das ist nicht verkehrt.

    Mir haben die Bücher auch echt gut gefallen, was mich selbst ein wenig überrascht hat. Aber ja, manchmal muss es anspruchslose Lektüre sein, manchmal möchte man sich eben einfach unterhalten lassen. Und das hat mit den Büchern gut funktioniert. Ich bin auch keine Leserin, die sich mit den moralischen Hintergründen groß auseinandergesetzt hat. Sicher, man kann viel in die Bücher hineininterpretieren. Muss man aber nicht. Für mich waren sie reine Unterhaltung.

    Als dann die Ankündigung von Carlsen kam, musste ich einfach nur lachen. Ich kann es nicht glauben, dass es jetzt SO ein Buch noch geben wird. Ich werde es definitiv nicht lesen, weil ich die Idee dieses Buches einfach nur sinnlos und schwachsinnig finde. Die vielen Kommentare, dass es dabei um Geldmacherei geht – so sehe ich das nicht mal. Aber ich kann einfach nicht verstehen, was der Sinn hinter diesem Buch ist. Für mich ist es sinnlos.

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