[Gelesen] Six of Crows – Leigh Bardugo

SixofCrows

+ Kurzbeschreibung

Ketterdam: a bustling hub of international trade where anything can be had for the right price—and no one knows that better than criminal prodigy Kaz Brekker. Kaz is offered a chance at a deadly heist that could make him rich beyond his wildest dreams. But he can’t pull it off alone…

A convict with a thirst for revenge.
A sharpshooter who can’t walk away from a wager.
A runaway with a privileged past.
A spy known as the Wraith.
A Heartrender using her magic to survive the slums.
A thief with a gift for unlikely escapes.

Kaz’s crew are the only ones who might stand between the world and destruction—if they don’t kill each other first.

+ Rezension

Ich hatte ein bisschen Angst vor „Six of Crows“, da ich die Grisha-Trilogie so sehr mochte und mir einfach nicht sicher war, Leigh Bardugo da nochmal rankommen würde. Doch alle Sorge war unbegründet. „Six of Crows“ war vielmehr eins meiner Lieblingsbücher 2015 und ich kann den zweiten Teil schon jetzt kaum noch erwarten, abgesehen davon hat sie sich noch gesteigert. Ich würde allerdings dazu raten, die Grisha-Trilogie vorher zu lesen, da sie in „Six of Crows“ nicht viel Zeit auf Erklärungen verschwendet, sondern gleich in die Geschichte eintaucht.

Ein großer Pluspunkt ist das Setting. Die Geschichte spielt in einer fantastischen Welt, die aber stark an unsere angelehnt ist. So findet man zum Beispiel Ähnlichkeiten zu Russland, den Niederlanden und Skandinavien, ohne dass es konstruiert wirkt. Gleichzeitig spielt das ganze nicht unserer sondern einer ans Mittelalter angelehnten Zeit, was der Geschichte zusätzlichen Charme verleiht. Die größte Stütze allerdings sind die Charaktere.

Eine Gruppe von sechs Dieben und Kleinkriminellen, die einen Auftrag erhalten, der ihnen Ruhm und Reichtum für den Rest ihres Lebens verspricht – eigentlich ein unmögliches Unterfangen. Aber vielleicht ist es genau diese Mischung, die sie zum Erfolg bringt. Nicht ohne Grund wird das Buch mit Ocean’s 11 verglichen und ich verstehe gut, woher dieser Vergleich kommt. Mit Kaz Brekker hat Leigh Bardugo einen Charakter erschaffen, der seinesgleichen Sucht. Aus dem Nichts kommt dieser Junge daher und wird zu einem der Angesehensten Kriminellen in ganz Ketterdam. Nebenbei weiß aber kaum jemand etwas über den seltsamen Jungen Mann, der mit seinem Gehstock durch die srtaßen streift und seine Handschuhe nie abzulegen scheint. Dirtyhands nennen sie ihn, und trotzdem will ihm keiner in die Quere kommen.

Natürlich mochte ich Kaz am Liebsten, aber ganz ehrlich – innerhalb der Crew gab es nicht einen oder eine, die ich nicht mochte. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, wodurch man die Personen besser kennenlernt, aber auch die Verwirrung steigt. Denn Kaz weiß ganz genau, wem er vertrauen kann und wem nicht und wen er besser nicht in Gänze in seine Pläne einbezieht.

Von Anfag bis Ende konnte mich die Mischung aus Setting, Charakteren und natürlich der außergewöhnlichen Geschichte fesseln und ich fiebere jetzt schon dem nächsten Band entgegen.

Außerdem: Das Buch ist furchtbar hübsch! Es kommt mit einem schwarzen Buchschnitt und einem blutroten Innenleben daher – außerdem gibts eine Karte. Schade ist übrigens, dass sich bisher kein deutscher Verlag an die Rechte getraut hat. Da gibt es endlich mal richtig gute (Jugend-)Fantasy und keiner wills haben. Wenn ihr englisch lesen könnt – lest es. Es lohnt sich!

No mourners, no funerals. Among them, it passed for good luck.

Weitere Rezensionen:

Lost Pages || Bouqueen

Six of Crows

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Henry Holt & Company (29. September 2015)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1627792120
ISBN-13: 978-1627792127

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2 thoughts on “[Gelesen] Six of Crows – Leigh Bardugo

  1. Ich fand das Buch ungefähr ähnlich toll ;)
    Mich wundert’s nur ein bisschen, dass es so als Jugendfantasy gehandelt wird bzw. dass die Charaktere so jung waren. Das hat überhaupt nicht gepasst (hat mich beim Lesen jetzt aber auch nicht gestört). Ich hatte das Gefühl das wird nur gemacht, um weiter am Grisha-Publikum dranzubleiben. Die hätten auch locker alle zwischen 20 und 30 sein können, das hätte ich viel passender gefunden. Vielleicht trauen sich die deutschen Verlage deshalb nicht so ran?

    1. Da hab ich noch gar nicht so drüber nachgedacht, aber stimmt schon, sie sind alle sehr jung. Allerdings hat mich das auch nicht sonderlich gestört – zB bei Inej fand ich es nicht unglaubwürdig und auch Kaz nehme ich ab, dass er durch seine Erfahrungen einfach reifer ist als andere in seinem Alter. Aber es machts halt doppelt cooler, wenn eine Horde Jugendlicher/Junger Erwachsener so krass drauf ist^^
      Der deutsche Markt ist manchmal einfach komisch – ich glaube Grisha lief hier generell nicht so gut wie anderswo, was ich zwar nicht nachvollziehen kann, aber wenns so ist, ist es eben auch ein entscheidender Faktor =/

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