Sword and Verse – Kathy MacMillan

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+ Kurzbeschreibung

Raisa was just a child when she was sold into slavery in the kingdom of Qilara. Before she was taken away, her father had been adamant that she learn to read and write. But where she now lives, literacy is a capital offense for all but the nobility. The written language is closely protected, and only the King, Prince, Tutor, and Tutor-in-training are allowed to learn its very highest form. So when she is plucked from her menial labor and selected to replace the last Tutor-in-training, who was executed, Raisa knows that betraying any hint of her past could mean death.

Keeping her secret guarded is hard enough, but the romance that’s been blossoming between her and Prince Mati isn’t helping matters. Then Raisa is approached by the Resistance—an underground rebel army—to help liberate the city’s slaves. She wants to free her people, but that would mean aiding a war against Mati. As Raisa struggles with what to do, she discovers a secret that the Qilarites have been hiding for centuries—one that, if uncovered, could bring the kingdom to its knees.

+ Rezension

Ich bin aktuell nicht sehr wählerisch was meine Lektüre angeht – deswegen habe ich sehr viele neue Jugend-Fantasy-Bücher vorbestellt in der Hoffnung, den neuen heißen Scheiß zu finde. „Sword and Verse“ war eins davon – noch dazu mit einem besonders hübschen Cover.

Raisa, die Protagonistin, lebt als Sklavin im Königreich Qilara, das sich dadurch auszeichnet, dass das geschriebene Wort ausschließlich der Königsfamilie und deren Beratern (in abgeschwächter Form) zugänglich ist. Raisa allerdings kommt aus einer Familie, in der es Gang und Gäbe war, lesen und schreiben zu lernen – nur ein Grund, weswegen ihre Eltern den Tod fanden. Alle paar Jahre wird unter den Sklaven ein Kind ausgewält, das der nächste Lehrer für die königliche Familie wird und zusammen mit dem Prinzen das Schreiben erlernt. Als die letzte Schülerin wegen Verrat hingerichtet wird, fällt diese Ehre unverhofft an Raisa, die sich nun entscheiden muss, für welche Seite sie kämpft.

Sehr gut gefallen hat mir die Hintergrundgeschichte der Götter, die in kurzen Vorbemerkungen an den Kapitelanfängen erzählt wird. Sie hilft dabei, die Welt zu verstehen und Raisa und ihre Handlungen in einen Kontext zu bringen. Noch dazu funktioniert dieser Input von Fakten so unaufdringlich, dass man zum Ende die Zusammenhänge mühelos erfasst.

Da es hier vor allem um das geschriebene Wort und dessen Macht geht, ist der Action-Faktor natürlich nicht soo groß. Wer viele blutige Schwertkämpfe erwartet (was man vom Cover her denken könnte) ist hier an der falschen Adresse. Dennoch wird natürlich vor allem zum Ende hin auch gekämpft, aber längst nicht so sehr wie ich vielleicht erwartet hätte.

Fast zu sehr im Fokus stand für mich die Liebesgeschichte, die sehr schnell anfing, noch schneller an Fahrt gewann und dann kurz- bzw. längerfristig (aus Gründen) erstmal ganz aufgehört hat, um dann doch nochmal zur Sprache zu kommen. An manchen Stellen war es mir für ein Jugendbuch fast ein bisschen zu viel, da hätte ich mich mehr Fokus auf die Geschichte an sich gewünscht, statt auf das Gefühlsleben der Teenager.

Natürlich gibt es auch hier eine Rebellengruppe, die dafür kämpft, dass alle Menschen Lesen und Schreiben lernen dürfen. Ob sie sich am Ende gegen das Königshaus durchsetzen und für welche Seite sich Raisa entscheidet? Wer weiß. Fakt ist, dass es eine nette Geschichte mit einem tollen Ende ist. Ein guter Einstieg für alle, die noch damit hadern, ob epische High Fantasy für sie in Frage kommt oder nicht – mit diesem Buch kann man sich in jedem Fall gut an das Genre rantasten. Für die, die in dem Genre schon bewanderter sind, ist es eine ruhigere Geschichte, die ihr Hauptaugenmerk auf die Geschichte und die Charaktere legt, nicht aber auf eine atemberaubend spannende Handlung.

Was ich allerdings nicht verstehe: Es ist auf GR als der erste Teil gelistet. Für mich war das Ende allerdings vollkommen zufriedenstellend – ich glaube nicht, dass es da einen zweiten (oder gar dritten) Teil braucht.

Sword and Verse

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: HarperTeen (19. Januar 2016)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0062324616
ISBN-13: 978-0062324610

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7 thoughts on “Sword and Verse – Kathy MacMillan

    1. Ich hab den anonymen Kommentar mal gelöscht – ich versteh nicht, wieso mein Blog dich anscheinend nicht mag :(
      Ich hab keine Ahnung, auf GR ist es halt mit #1 gekennzeichnet, aber ich hab keinen Hinweis auf einen zweiten Teil gefunden, abgesehen davon ist er auch nicht nötig; aber GR hat bei sowas ja meistens recht. Ich glaube auch, dass dir das gut gefallen könnte. Sag mal bescheid, falls du es liest :)

      1. Aargh, tut mir leid wegen der Dopplung. Passiert irgendwie nur von einem bestimmten Computer, wenn ich so drüber nachdenke… merk ich mir für die Zukunft ;)

        Hast du auch außerhalb von GR recherchiert? Autorenwebsite und so? Ich finde das ja immer seltsam, wenn GR mehr zu wissen scheint als der Rest des Internets ;D

      2. Ach was, das macht doch nichts – mittlerweile weiß ich ja, dass dus bist ;) Auf der Homepage steht nichts, aber wenn sie es selbst war, wirds wohl so sein. Ich bin gespannt^^

  1. Guten Morgen!
    Das Buch klingt wirklich sehr interessant. Wenn ich ehrlich bin, sieht es mir vom Cover her zu sehr nach einer Kriegsgeschichte aus und ich wäre in der Buchhandlung wohl daran vorbei gelaufen. Danke für deine Rezension!
    Was ich allerdings nicht verstehe, wenn Schreiben ein zu priviligiertes Recht ist (die Idee ist übrigens sehr spannend!), wie kommt es dann, dass jemand von den Sklaven mit dem Prinzen lernen darf? Ich möchte nicht, dass du es hier auflöst, aber kannst du mir sagen, ob es im Buch Sinn ergibt?
    Ich habe eine Abneigung gegen Logikbrüche. ;)

    Ganz liebe Grüße und nachher einen schönen Start ins Wochenende!

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