Bend me, Break me – Chelsea M. Cameron

  

+ Kurzbeschreibung

One girl.
Lonely.
Broken.
Lost.

One boy.
Determined.
Guilty.
Lost.

Two hearts.
One terrible secret.
It will either bring them together or tear them apart.

+ Rezension

Es ist kein Geheimnis, dass ich jedes Buch von Chelsea M. Cameron beinahe sofort am Erscheinungstag kaufe und auch lese. „Bend me, Break me“ war ein ziemliches Überraschungsbuch, dessen Erscheinen ich sogar beinahe nicht mitbekommen hätte.

Chelsea schlägt bei diesem Buch eine andere Richtung ein. Es ist nicht so sehr New Adult, wie man vielleicht glauben mag, denn in diesem Buch gibt es zum Beispiel keine einzige Sex-Szene. Das ist nicht schlimm, denn der Fokus liegt hier mehr auf den Charakteren und der Geschichte. Ich für meinen Teil fand die Hintergrundgeschichte mal wieder ein wenig zu dramatisch – ich verstehe nicht, wieso das immer so ein riesen Unglück sein muss. Es geht bestimmt auch eine Nummer kleiner, dafür aber realistischer. Deswegen gibts in dem Punkt leider ein wenig Abzug in der B-Note.

Dafür hingegen fand ich Ingrids Position sehr gut dargestellt. Es ist eben nicht immer alles schön und so gibt es eben auch Menschen, die unter Depressionen leiden oder mit ihren Dämonen nicht klarkommen. Die sich abkapseln und glauben, dass sie nichts Gutes verdienen. Diejenigen, die es im Leben schwer haben und es doch irgendwie schaffen. Diejenigen, die manchmal ein bisschen Hilfe brauchen.

Dass Ingrid und Coen zusammen treffen, hat auch mit der Hintergrundgeschichte zu tun, was ich wiederum sehr gewollt fand. Zudem ist es ein wiederkehrendes Muster in Chelseas Büchern und ich mag das eigentlich nicht mehr lesen. Manchmal wäre es ganz schön, wenn nicht alles zum Schicksal deklariert wird, sondern wenn auch mal der Zufall zum Zug käme. Der hat nämlich ganz bestimmt auch was zu bieten und meiner Meinung nach sogar mehr Potenzial als eine konstruierte Geschichte, die irgendwie zusammen passen muss.

Coen ist ansonsten aber ein toller Typ. Manchmal eher unsicher, aber gerade das macht ihn so süß und auch sein Charme ist nicht von schlechten Eltern. Es ist wundervoll mit anzusehen, wie er um Ingrids Aufmerksam kämpft und wie hart er sich ihre Freundschaft und ihr Vertrauen erarbeitet. In Ingrid konnte ich mich durch die Erzählweise auch sehr gut hineinversetzen. Sie ist ein zerbrechliches Mädchen mit dem Herzen am rechten Fleck.

Was ich immer wieder ein bisschen doof finde, ist dass so viele Andeutungen gemacht werden, für die später keine Zeit mehr ist. Bei geschätzten 210 Seiten mag das kein Wunder sein, aber ich würde mir wünschen, dass sich Chelsea ein bisschen mehr Zeit für ihre Bücher nehmen würde. Wenn man ihrem Twitter-Account folgt, weiß man wann sie welche Filme sieht und wenn diese dann im nächsten Buch als Referenz auftauchen, kann man sich ausrechnen, dass diese und jene Szene gerade mal 2-3 Wochen (wenn überhaupt) vor Veröffentlichung geschrieben wurden. Das ist zu wenig Zeit. Dass Selfpublishing ein hartes Geschäft ist, steht außer Frage, genau wie die Tatsache, dass man sein Buch natürlich am liebsten sofort aller Welt zugänglich machen will. Aber man merkt eben, dass der Text hätte besser sein können, wenn man ihm noch ein bisschen mehr Zeit gegeben hätte und das ist schade. Deswegen kann ich nur an euch appellieren: Seid bereit, das Geld für diese Geschichten zu zahlen, um es den Autoren zu ermöglich, dass nächste Buch noch besser zu machen. Seid aber auch so fair, sowas in euren Rezensionen anzusprechen. Selfpublisher reagieren darauf.

Alles in allem ist „Bend me, Break me“ eine eher düstere Geschichte, deren überaus dramatischen Hintergrund man sich hätte sparen können, die sich aber vor allem dann lohnt, wenn man nicht allzuviel Wert auf eine schöne Liebesgeschichte sondern die Etwicklung der Charaktere legt.


Bend me, Break me

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1860 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 210 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Englisch
ASIN: B01BKK3GUY

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