Lady Midnight – Cassandra Clare

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+ Kurzbeschreibung

It’s been five years since the events of City of Heavenly Fire that brought the Shadowhunters to the brink of oblivion. Emma Carstairs is no longer a child in mourning, but a young woman bent on discovering what killed her parents and avenging her losses.

Together with her parabatai Julian Blackthorn, Emma must learn to trust her head and her heart as she investigates a demonic plot that stretches across Los Angeles, from the Sunset Strip to the enchanted sea that pounds the beaches of Santa Monica. If only her heart didn’t lead her in treacherous directions…

Making things even more complicated, Julian’s brother Mark—who was captured by the faeries five years ago—has been returned as a bargaining chip. The faeries are desperate to find out who is murdering their kind—and they need the Shadowhunters’ help to do it. But time works differently in faerie, so Mark has barely aged and doesn’t recognize his family. Can he ever truly return to them? Will the faeries really allow it?

+ Rezension

Die ersten Infos zu den Dark Artifices bekam ich 2012 auf einer Lesung von Cassandra Clare, bei der ich ein Interview für Fantasy-Fans mit ihr geführt habe. Das ist jetzt ganze vier Jahre her. Vier Jahre, in denen ich mir immer wieder unsicher war, ob ich mit den Shadowhunters nicht vielleicht lieber Schluss machen sollte oder eben doch weitermachen will. Eine kleine Hassliebe, wenn man so will, denn einerseits will man nicht immer das gleiche lesen, andererseits – wieso verdammt nochmal nicht? Cassandra Clare hat sich diese Welt ausgedacht. Niemand sonst wird diese Geschichten schreiben, wieso also nicht sie?

„City of Heavenly Fire“ ist vor zwei Jahren erschienen. Das war Grund genug, die komplette Reihe in diesem Jahr nochmal zu lesen, weil ich einfach nicht mehr genau wusste, was passiert ist und sehen wollte, ob ich danach wirklich Lust auf „Lady Midnight“ habe (hatte ich dann tatsächlich). Man kann „Lady Midnight“ aber auch ohne jegliches Reihen-Vorwissen lesen. Die Charaktere hat man zwar schonmal gesehen, wenn man die vorherigen Reihen kennt, aber richtig kennen lernt man sie eben erst hier. Die Geschichte an sich hängt nicht mit den vorherigen Teilen zusammen, baut aber in Teilen darauf auf. Grundsätzlich würde ich empfehlen, die Bücher in der Reihenfolge zu lesen, in der sie erschienen sind (und zwar alle), aber wer keine Lust hast, vor „Lady Midnight“ erstmal neun andere Bücher zu lesen (was ich verstehen kann), verpasst auch nichts tragisches.

Die Geschichte spielt zeitlich 5 Jahre nach den Geschehnissen aus TMI, allerdings mit dem Institut von Los Angeles an einem anderen Ort. Die Herondales und Lightwoods sind mehr oder weniger außen vor, denn „Lady Midnight“ (und die folgenden Bücher aus The Dark Artifices und The Last Hours) wird sich mit den Familien Carstairs und Blackthorn beschäftigen. Grundproblematik ist die Tatsache, dass es Parabatai verboten ist, eine Liebesbeziehung einzugehen, was für Emma und Jules zum großen Problem wird. Natürlich weiß keiner so genau, warum es verboten ist, was das ganze noch komplizierter macht – einfach wär ja auch langweilig. Dementsprechend ist das ganze Buch natürlich hoch-emotional, romantisch bis zum geht nicht mehr und am (vorläufigen) Ende sehr herzzerreißend. Aber das ist nicht alles…

Im Focus steht außerdem Julians Familie, die unter den Geschehnissen aus TMI sehr gelitten hat und dessen Oberhaupt aus mehreren Gründen nun der noch minderjährige Jules ist. Seine ältere Schwester Helen lebt (unfreiwillig) im Exil; Mark wurde von den Seelie verschleppt und gehört seitdem der Wild Hunt an, bis er zurückkommt, um eine Mordserie mitaufzuklären. Aber natürlich fällt ihm das Zusammenleben mit seinen Brüdern und Schwestern sehr schwer, da die Zeit in Faerie anders vergeht und er seine Mühe hat, wieder in die gewohnten Abläufe reinzufinden. Gerade die Familienkonstellation und die damit verbundenen Probleme machen die Geschichte besonders. Außerdem ist es mal ganz erfrischend, nicht von jemandem zu lesen, der seine Kräfte erst noch entdecken muss, sondern von Leuten die damit aufgewachsen sind. Ach hier gibts übrigens gleichgeschlechtliche Paare, sowie People of Color, sofern da jemand Wert drauf legt.

Fans der Mortal Instruments kommen mit „Lady Midnight“ voll auf ihre Kosten und treffen alte Bekannte wieder, während Neu-Leser die Chance haben, die Shadowhunter in einer moderneren Umgebung kennen zu lernen (Avenger-Referenzen ftw!) und vielleicht dabei auf die Vorgeschichte neugierig werden. Alles in allem hat Cassandra Clare das Rad natürlich nicht neu erfunden, aber eine neue Geschichte in einer bekannten Umgebung konstruiert, die durchaus lesens- und empfehlenswert ist.

Lady Midnight (The Dark Artifices #1)

Gebundene Ausgabe: 720 Seiten
Verlag: Margaret K. McElderry Books (8. März 2016)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1442468351
ISBN-13: 978-1442468351
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

(erscheint am 17. Mai 2016 auch auf deutsch)

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2 thoughts on “Lady Midnight – Cassandra Clare

  1. Hallo Yvonne,

    Ich gebe Dir recht – Fans der Mortal Instruments Reihe sowie natürlich auch der Chroniken der Schattenjäger kommen bei Lady Midnight absolut auf ihre Kosten ;-) Mir Als Shadowhunter Fan hat das Buch sehr gut gefallen… Klar, die Thematik ist nicht neu aber die Welt der Schattenjäger bietet durchaus genug Potential, um noch ein paar unterhaltsame Abenteuer zu stricken! Ich jedenfalls freue mich schon auf Band zwei ;-)

    Viele liebe Grüße,
    Kati

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