A Court of Thorns and Roses – Sarah J. Maas

ACOTAR

+ Kurzbeschreibung

When nineteen-year-old huntress Feyre kills a wolf in the woods, a beast-like creature arrives to demand retribution for it. Dragged to a treacherous magical land she only knows about from legends, Feyre discovers that her captor is not an animal, but Tamlin–one of the lethal, immortal faeries who once ruled their world.

As she dwells on his estate, her feelings for Tamlin transform from icy hostility into a fiery passion that burns through every lie and warning she’s been told about the beautiful, dangerous world of the Fae. But an ancient, wicked shadow over the faerie lands is growing, and Feyre must find a way to stop it . . . or doom Tamlin–and his world–forever.

+ Rezension

Ich hab ja so meine 1-23 Probleme mit Sarah J. Maas und weiß eigentlich gar nicht genau, warum ich die Bücher noch lese. Ich sollte es einfach lassen, denn es bringt mir nichts – außer vielleicht, dass ich einen Rant schreiben kann. Aber gut, manchmal siegt eben doch die Neugierde und ich kann mich nicht zurückhalten, wenn scheinbar die ganze Welt ein Buch hyped – ich muss es dann einfach auch lesen. Nun ist es auch noch so, dass es nicht irgendwelche Leute sind, die das Buch mögen, sondern Freunde von mir; Leuten, denen ich vertraue… aber ich verstehs halt eben trotzdem nicht.

Das wenige Gute…

Bevor ich mich an allem schlechten aufhänge, konzentriere ich mich mal auf das, was ich gut fand. Es war nicht viel, aber gerade genug, um mich für den zweiten Band zu erwärmen. Die Story an sich ist nämlich gar nicht mal soo schlecht. Grob runtergerbrochen ist es „Die Schöne und das Biest“ in der Welt der Fae, die wir bereits aus „Throne of Glass“ kennen. Das kann man mögen oder nicht; ich persönlich finde die Art der Retellings etwas zu vorhersehbar, zumindest dann, wenn kein unerwarteter Twist kommt. Der kommt nur hier leider nicht. Und das „Biest“ ist eben auch weniger biestig als im Märchen. Grundsätzlich könnte das eine total coole Geschichte werden, wenn man sich halt auch darauf konzentrieren würde. Aber…

… und so kommen wir zum vielen schlechten…

Das größte Problem sind die Charaktere. Feyre, die Protagonistin, soll so hart krass badass sein, dass man es kaum aushalten kann und da hätte ich auch absolut nichts gegen, aber der einzige Grund, warum sie so hart rüberkommt, ist dass Sarah J. Maas alle anderen aus ihrer Familie so schwach und gebrechlich macht, sodass Feyre als Normalo schon hart rüberkommt, bzw. sollte.  So funktioniert das nicht. Ihre Schwestern und der Vater sind so mies und schlecht, dass Feyre, egal was sie tut, eine Heilige ist und das ist einfach der einfachste, aber auch der schlechteste Weg. Im Grunde kann man die Situation ein bisschen mit der von Katniss in den „Hunger Games“ vergleichen – Feyre muss dafür sorgen, dass ihre Familie nicht verhungert, aber das reicht noch nicht. Sie muss auch sonst alles tun und ihre Schwestern machen keinen Handschlag. Also so gar nicht. Und da hören die Parallelen zu Katniss auch schon auf, denn sowohl deren Schwester als auch ihre Mutter bemühen sich zumindest ein bisschen, was man von Feyres Familie halt gar nicht sagen kann. Angeblich hat sie eine wahnsinnige Angst vor den Fae, aber auch das nehme ich ihr nicht ab. Ich nehme ihr eigentlich gar nichts ab, weil sie wie alle weiblichen Charaktere von Maas das eine sagt und das andere tut. Das ist nich grundsätzlich falsch – nicht jeder Protagonist muss ehrlich sein, aber als Leser muss man ihm sein Verhalten abnehmen können. Und das kann ich nicht.

Deswegen ist es auch keine große Überraschung, dass die Familie sie einfach so gehen lässt, wenn das Monster auftaucht und Feyre mitnimmt. Es ist ihnen mehr oder weniger egal, denn sie tun einfach gar nichts dagegen. Nicht der geringste Widerstand ist spürbar, der Vater sagt sogar, sie soll gehen, um ein besseres Leben zu haben (der kennst bestimmt das Märchen!) und deswegen ist es mir unbegreiflich, wieso Feyre ihnen auch nur eine Träne nachweint. Aber gut…

Jetzt war es nicht nur irgendein Fae, der sie mitgenommen hat, sondern Tamlin, der High Lord des Spring Court. Außerdem THE SHIT vom Dienst, unglaublich heiß und noch dazu mit einem dunklen Geheimnis. Das weiß ich nicht, weil ich es beim Lesen so fühle, sondern weil er mir unaufhörlich im Text vor den Latz geknallt wird. Subtil kann Sarah J. Maas einfach gar nicht und von „Show, don’t tell“ hat sie wohl auch noch nie was gehört. Er und sein ganzer Hof wurden verflucht, die Magie zerstört nach und nach sein Land und es gibt nur eine Lösung, den Fluch zu brechen, aber welche das ist, will natürlich niemand verraten. Feyre sagt am Ende, dass er sie am Anfang umschwärmt habe – davon habe ich beim Lesen nichts gemerkt. Das vermeintliche Biest war einfach nur höflich, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Der einzige Charakter, für den ich heimlich, still und leise ein Fähnchen schwenke, ist Lucien. Lucien ist der Fae, der Tamlin sein sollte. Ein bisschen böse, ein bisschen gemein, ein bisschen zwielichtig und doch hat er das Herz am rechten Fleck. Dem nehme ich tatsächlich alles ab und als klar wurde, dass er nicht der Love Interest ist, wollte ich das Buch doch kurz in die Ecke werfen.

Und dann ist da noch Rhysand. Joa, der ist ganz nett, weil auch böse und hinterlistig, aber was dieser Sex-Deal soll, hab ich bis heute nicht verstanden. Achtung, Spoiler: Meine Prognose für Band 2 lautet, dass Feyre zwar Tamlin heiratet, aber sich mit Rhysand mated – was natürlich trouble bringt.

So zieht sich das durch das ganze Buch und es ist einfach nur nervig. Es passiert nichts, man erfährt nichts und muss das über 300 von 400 Seiten ertragen, um zu den halbwegs spannenden Stellen zu kommen. Dann allerdings ist alles IN YOUR FACE, Infos folgen auf Handlung auf Infos und BÄM, bist du im Finale, ohne dass du es gemerkt hast. Und weil das alles noch nicht reicht, machen wir noch ein kleines Dreierding draus.

Und trotzdem – man will halt wissen, wie es ausgeht. Damn you, Sarah J. Maas! Vielleicht hab ich irgendwann genug Kraft, nein zu sagen. Bis dahin allerdings bin ich manchmal auch ein bisschen dankbar für diese Bücher, die ich einfach weglese und nicht groß drüber nachdenken muss. Auch wenn sie mich aufregen. Auch wenn ich wünschte, ich hätte sie nicht gelesen.

A Court of Thorns and Roses

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Bloomsbury; Auflage: Reissue (3. Mai 2016)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1619635186
ISBN-13: 978-1619635180
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

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11 thoughts on “A Court of Thorns and Roses – Sarah J. Maas

  1. Interessant. Da ich bisher auch nur gelesen habe, wie sehr die Serie (zwei Bücher, oder?) gehypt wird, bin ich jetzt noch gespannter darauf. Aber da ich ToS auch gut fand, werde ich wahrscheinlich nicht so die Probleme mit ACoTaR haben wie du. :D

    1. Nee, ich denke dann wird es dir wahrscheinlich gefallen :) Bisher sinds zwei Bücher, werden aber wohl 3.

  2. JA JA JAAA! Genau DAS! Minus der Part mit dem nicht-aufhören-können, das Problem hab ich nicht. Genau wie Throne of Glass hab ich es nicht geschafft dieses Buch zu beenden, weil es so irre langweilig und kitschig und einfach blöd war. Ich fand die ersten paar Seiten mit der Jagd echt vielversprechend, deshalb hab ich der Autorin überhaupt noch mal ne Chance gegeben, aber das war reine Zeitverschwendung.
    Herrliche Rezension!

    1. Ja, ich hab jetzt ACOMAF auch abgebrochen^^ Hab mit Laura gesprochen und die Vermutung, die ich nach Band 1 schon hatte, konnte sie bestätigen, deswegen tu ich mir das nicht mehr an. Ich kann das nicht noch 400 Seiten lang ertragen und ich frag mich wirklich, wieso so viele so darauf abgehen oO Aber ein bisschen dankbar bin ich ja schon, weil: die Rezension zu schreiben hat richtig Spaß gemacht^^ :D

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