Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert – Joël Dicker

Harry Quebert

+ Kurzbeschreibung

Es ist der Aufmacher jeder Nachrichtensendung. Im Garten des hochangesehenen Schriftstellers Harry Quebert wurde eine Leiche entdeckt. Und in einer Ledertasche direkt daneben: das Originalmanuskript des Romans, mit dem er berühmt wurde. Als sich herausstellt, dass es sich bei der Leiche um die sterblichen Überreste der vor 33 Jahren verschollenen Nola handelt und Quebert auch noch zugibt, ein Verhältnis mit ihr gehabt zu haben, ist der Skandal perfekt. Quebert wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Der einzige, der noch zu ihm hält, ist sein ehemaliger Schüler und Freund Marcus Goldman, inzwischen selbst ein erfolgreicher Schriftsteller. Überzeugt von der Unschuld seines Mentors – und auf der Suche nach einer Inspiration für seinen nächsten Roman – fährt Goldman nach Aurora und beginnt auf eigene Faust im Fall Nola zu ermitteln …

+ Rezension

Das Buch war 2013 (ist das wirklich schon so lange her?) in aller Munde und genau das war einer der Gründe, weshalb ich es eben nicht gelesen habe. Manchmal zieht das mit den gehypten Büchern, manchmal nicht. Danach habe ich es schlichtweg vergessen – bis in diesem Mai ein weiteres Buch von Joël Dicker erschien, das auch noch indirekt mit den Geschehnissen rund um Harry Quebert zu tun hat. Es brauchte also nur noch ein bisschen gutes Zureden und Harry war mein.

Marcus hat den großen Roman geschrieben und nun warten alle auf sein nächstes Meisterwerk. Aber es läft nicht – er findet keine Inspiration und ist ausgebrannt. Deshalb sucht er seinen ehemaligen Mentor auf, der ihn schon bei seinem ersten Roman unterstützt hat – Harry Quebert. Dann allerdings taucht die Leiche der vor dreißig jahren verschwundenen Nola auf und Marcus Mentor wird zum Haupverdächtigen. Marcus möchte Harry eigentlich nur helfen, aber schon bald steckt er mitten in der Ermittlungsarbeit. Zudem stellt sich heraus, dass der Fall ‚Harry Quebert‘ ihm einen Ausweg aus seiner Situation bietet – sein Verleger ist nämlich ganz heiß auf die schmutzigen Details.

Trotz seiner Dicke möchte man das Buch kaum aus der Hand legen. Man will einfach wissen, was mit Nola geschehen ist und wie es sein konnte, dass ein Mann wie Harry eine Beziehung mit einer Minderjährigen eingeht. Man kann ihn sogar fast verstehen, denn ähnlich wie Marcus war auch Harry festgefahren und suchte nach Inspiration, die er durch Nola gefunden hat. Aber je mehr Details ans Tageslicht kommen, umso unglaubwürdiger wird die Geschichte.

Gerade zum Ende hin kam es mir vor, als würde hier noch ein Twist und da noch eine unvorhersehbare Wendung eingefügt werden, um das Buch noch länger zu machen. Manches davon hätte nicht sein müssen, einiges war schlichtweg übertrieben. Und trotzdem ist „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ eine Geschichte, mit der man sich gut die Zeit vertreiben kann. Besonders schön fand ich die vielen Zitate über das Schriftsteller sein, weniger überzeugend jedoch den Einblick in das Verlagsgeschehen. Das wirkte doch alles sehr übertrieben.

In jedem Fall bin ich jetzt auf den Nachfolger gespannt und freu mich auf Marcus Familiengeschichte.

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Gebundene Ausgabe: 736 Seiten
Verlag: Piper (13. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492056008
ISBN-13: 978-3492056007
Originaltitel: La Vérité sur l’Affaire Harry Quebert

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