Professionalisierung? Monetarisierung? Und das alles mit einem Buch-Blog?

Ich finde, es gibt durchaus Dinge, bei denen man nicht sofort ja oder nein schreien muss, die sich aber trotzdem zu diskutieren lohnen. Geld verdienen mit einem Buchblog ist so eine Sache und es ist  notwendig darüber zu reden, weil immer noch nicht bei allen Mitdiskutierenden angekommen ist, um was es hier eigentlich geht.

Ausgangspunkt: Food-, Reise-, Beauty- und fast alle anderen Bloggergruppen werden für ihre Zusammenarbeit mit Firmen gesponsert. Wieso also nicht Buchblogger auch?

Grundsätzlich eine berechtigte Frage. Sobald man die aber nur ansatzweise anspricht, schreit sofort wer „Aber ihr bekommt doch Rezensionsexemplare!“ Das ist zweifelsohne richtig, aber eben auch falsch. Man bekommt die in den seltensten Fällen „einfach so“ und wenn doch, dann meistens in Form von Büchern, die man eigentlich gar nicht lesen will. Will man ein bestimmtes Buch, muss man es in der Regel beim Verlag anfragen. Aber auch dann heißt das nicht, dass man das Buch automatisch bekommt. Je nach Titel schauen die Verlage den Blog und die Vernetzung an – kurz gesagt: Sie prüfen, wie viele Leute Buch X auf Blog Y erreichen könnte und ob sich das für sie lohnt. Nicht selten bekommen mittelbekannte bis kleine Blogger dann eine Absage. Das nur kurz dazu.

Wenn man das Rezensionsexemplar aber bekommt, ist es kein Geschenk oder sonst was wahnsinnig tolles (auch wenn man sich natürlich freut, wenn man vor Veröffentlichung eine heiß ersehnte Neuerscheinung bekommt) – es ist in erster Linie ein Arbeitsmittel.

Der Blogger muss es lesen, sich damit auseinander setzen, sich Gedanken dazu machen, die schriftlich festhalten und dann am besten das Ganze noch optisch schön aufbereiten. Das ist eine ganze Menge Arbeit und gemessen an dem Wert des Buches schlicht nicht aufzurechnen. Unbezahlbar quasi. Also nein, Rezensionsexemplare sind keine Bezahlung.

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Sollen Rezensionen bezahlt werden? vs. Das ist doch Bestechung!

Das größte Problem von allen ist, dass das überhaupt nicht die Frage ist. Ich persönlich kenne keinen Buchblogger, der sich mit Monetarisierung auseinandersetzt und für seine Rezensionen bezahlt werden will. Also hört auf, ihnen das zu unterstellen. Was ich allerdings kenne, ist das flaue Gefühl im Magen, wenn ich ein Rezensionsexemplar gelesen habe und es scheiße fand. Dann hat man zwei oder drei Möglichkeiten:

Man sagt dem Verlag, dass man keine Rezension zu dem Buch schreiben wird.

Entweder ist man dabei ehrlich oder man verzichtet auf den Grund. In jedem Fall zieht man sich sauber aus der Affäre. (Pro-Tipp: Viele Blogger haben Rezensionsgrundsätze auf ihrer Seite [es gibt z. B. Blogger, die nur Bücher empfehlen wollen und das ist ok]; vielen Verlagen ist es egal, ob die Rezension gut oder schlecht ist, Hauptsache sie ist da. Wenn ihr ein ungutes Gefühl habt – egal in welche Richtung – sprecht mit euren Ansprechpartnern darüber, dann findet sich eine für alle zufriedenstellende Lösung.)

Man rezensiert ehrlich, wie man es empfunden hat.

Sicher, hier besteht die Gefahr, dass Verlag und/oder Autor das vielleicht nicht ganz so toll finden. Wer findet es schon gut, wenn jemand seine Arbeit doof findet? Aber die Frage hier ist ja auch ein bisschen der Ton. Wenn ich in meiner Rezension vernünftig begründen kann, wieso mir das Buch nicht gefallen hat, ohne dabei den Autor zu beleidigen (persönlich werden sollte man sowie nicht) – wo ist dann das Problem? Kann ich meine Meinung nicht vernünftig begründen, werde vielleicht sogar beleidigend oder schreibe einen richtig, richtig bösen Verriss… tja, dann muss ich damit rechnen, dass das nicht gut gefunden wird. Verlage und Autoren sind letztendlich aber auch erwachsene Menschen. Wenn die es nicht schaffen, über einer ehrlichen, negativen Rezension zu stehen, läuft generell was falsch. (Wichtig zu erwähnen finde ich hier auch: Was der eine doof findet, findet ein anderer vielleicht gerade gut – deswegen müssen negative Rezensionen nicht gleich negativ fürs Buch sein. Oft wird ein Buch auch gerade wegen eines Verrisses gekauft.)

Man rezensiert besser als man es empfunden hat, weil man sich nichts verscherzen will.

Wer diese Möglichkeit auch nur in Betracht zieht, hat ein ganz anderes Problem und sollte alles, was mit Professionalisierung oder gar Monetarisierung zusammenhängt einfach ganz schnell vergessen und froh über all die Goodie-Bags und Bloggerfrühstücke sein, an denen man teilhaben kann. Ganz ehrlich – niemand möchte angelogen oder auch nur angeflunkert werden. Kannst du nicht ehrlich sein, dann sag lieber gar nichts oder lies dir nochmal Punkt 1 durch. Blogs werden hauptsächlich deswegen gelesen, weil man Buchbesprechungen abseits des Feuilletons sucht – ehrliche, oft auch emotionale, Beiträge, die sich nicht an allgemeinen literarischen Grundregeln orientieren, sondern bei denen der Blogger als integere Persönlichkeit mit seiner Meinung geschätzt wird. Setzt das nicht aufs Spiel und mach dich nicht unglaubwürdig!

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Warum sollte mir überhaupt jemand Geld bezahlen? Es ist doch schließlich mein Hobby!

Choose a job you love, and you will never have to work a day in your life.

– Confucius

Warum haben wir denn Hobbys? Im Grunde doch, um uns vom Alltag abzulenken, vielleicht weil wir einen Job haben oder einem Studium nachgehen, dass uns eben nicht vollkommene, pure Freude bereitet. Konfuzius hat natürlich recht mit dem was er sagt, aber ganz ehrlich – die wenigsten können das von sich behaupten oder für sich umsetzen – aus welchen Gründen auch immer. Deswegen suchen wir uns in unserer Freizeit Sachen, in denen wir aufgehen. Zum Beispiel das Lesen und darüber bloggen.

Jetzt gibt es Menschen, die das nur zum Spaß machen und sonst keinen weiteren Gedanken daran verschwenden. Vorteile wie Verlagsbekanntschaften, Freundschaften mit anderen Bloggern oder die Teilnahme an den Buchmessen und diversen Veranstaltungen sind ein nettes Plus, aber ansonsten soll es vor allem Spaß machen. Das ist vollkommen okay und niemand will da irgendwem rein pfuschen. Es gibt aber eben auch die anderen, die einen hohen Anspruch an sich selbst haben und jeden Beitrag in der bestmöglichen Version abliefern wollen (nein, allen anderen will ich das nicht absprechen, aber oft, nicht immer, ist genau das ein Unterschied, den man sieht/liest). Sie geben sich die größtmögliche Mühe. Die, die sich stundenlang damit beschäftigen, wie die Fotos aussehen sollen. Die, die Tage oder gar Wochen an nur einem Beitrag schreiben, um ihn so perfekt wie möglich zu machen. Die, die guten Content liefern. Die, die das Bloggen eben sehr professionell betreiben. Das sind die, die tatsächlich meiner Meinung nach auch Anspruch auf Bezahlung haben, wenn sie es denn wollen.

Wer bezahlt wen? Und wofür eigentlich?

Ab hier ist alles relativ schwammig – es gibt keine festen Regeln und keinen Mindestlohn, es geht aber auch nicht so sehr um regelmäßige Tätigkeit als vielmehr einzelne Beiträge. Fakt ist: Reich wird man damit ganz sicher nicht. Cool wäre, wenn man die laufenden Kosten für den Blog decken kann und vielleicht bleibt am Ende ein kleiner Nebenverdienst übrig – allein vom Bloggen über Bücher wird man aber nicht leben können.

Der Kunde und der Blogger finden sich, einigen sich auf eine Leistung, die hoffentlich beiden etwas bringt, gegen ein gewisses Entgelt. Das können einzelne Posts sein, aber auch Bannerwerbung oder diverse Veranstaltungen & Vorträge sind bereits im Gespräch bzw. in der Umsetzung. Hier baue ich darauf, dass die Beteiligten kreativ werden und sich zukünftig noch mehr Möglichkeiten finden. Letztendlich entscheidet der Partner, ob der Blogger das Geld wert ist oder nicht. Nur weil ich jetzt sage, dass ich Geld für einen Beitrag über Lesezeichen haben will, wird niemand kommen und mir einfach die Summe zahlen, die ich veranschlage. Aber gibt es zum Beispiel eine Firma, die ich super finde und für die ich gerne ein bisschen werben würde, kann ich sie anschreiben und ihnen anbieten, was ich mir vorgestellt habe. Wenn sie annehmen, kommen wir zusammen und einigen uns auf eine Entlohnung. Wenn nicht, dann eben nicht.

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Ist auf allen Blogs dann nur noch Werbung und gesponserter Content?

Das wage ich zu bezweifeln, denn wie gesagt – zuerst einmal geht es hier nicht um alle Blogs, sondern um die, die professionell aufgestellt sind und das auch machen wollen. Weiterhin glaube ich nicht, dass Verlage und Firmen mit den Bloggern jetzt im Wochentakt irgendwelche neuen Kooperationen eingehen. Und dann gehören solche Beiträge ja auch immer noch gekennzeichnet – deshalb liegt’s nicht zuletzt ein bisschen am Leser, wie sehr und stark sich das durchsetzt. Will man sowas gar nicht lesen, muss man die entsprechenden Blogs halt entfolgen oder anders darauf reagieren. Grundsätzlich aber müssen sponsored posts nichts Schlechtes sein. Solange sie zum Blog passen, ehrlich geschrieben und gut gemacht sind, spricht überhaupt nichts gegen ein bisschen Werbung. Als Beispiel aus einem anderen Bereich würde ich da Anna Frost und Lina Mallon nennen – für mein Empfinden sind deren sponsored posts so gut gemacht, dass ich es oft nicht mal merken würde, wenn es nicht dabei steht. Klar fällt irgendwann der Markenname – die wichtige Frage ist aber doch: beeinflusst mich allein das Namedropping oder die Argumente für das Produkt? Schließlich zwingt mich niemand, es im Anschluss zu kaufen.

Okay, und jetzt?

Fassen wir zusammen…

+ Monetarisierung geht nicht ohne Professionalisierung!

+ Guter Content überzeugt immer. Schlechter Content bleibt einfach schlechter Content.

+ Nur weil man Geld für eine gute Leistung bekommt, verkauft man nicht gleich seine Seele.

+ Vermutlich wird niemand davon reich, aber im günstigsten Fall profitieren alle Beteiligten.

+ Der Leser entscheidet, wie erfolgreich Kooperationen sind und wie gut sie ankommen.

Ja, aber die Beauty-Blogger & Co. …!

Auch die haben klein angefangen. Dass einige tatsächlich von ihrem Blog leben können ist super, aber letztendlich auch sehr harter Arbeit geschuldet. Darüber muss man sich einfach klar sein. Genauso klar muss einem sein, dass man mit Nagellack- oder Make-Up-Proben seine Miete nicht bezahlen kann oder eine Design-Lampe den Kühlschrank nicht mit Essen füllt. Die Mehrheit bekommt die Arbeitsmittel – die wirklich erfolgreichen sind es letztendlich nur, weil ihre Blogs gelesen oder ihre Videos geklickt werden.

Und wo stehst Du mit deinem Blog?

Ich für meinen Teil – irgendwo dazwischen. Im letzten Jahr hab ich einen recht emotionalen Beitrag zum Thema geschrieben (Warum blogge ich eigentlich?!), der an sich immer noch wiederspiegelt, wie ich im Grunde darüber denke, sich aber durch die Diskussionen in diesem Jahr auch ein bisschen relativiert hat.

Es ist letztendlich wahr – gute Arbeit verdient eine gute Bezahlung. Aber zum einen ist meine Reichweite für die meisten wahrscheinlich uninteressant, zum anderen kann ich nicht versprechen, dass ich immer 100%ig verfügbar wäre – ich kann mir nur die Zeit frei einteilen, die mein Vollzeitjob nicht beansprucht und das ist neben allem anderen was so anfällt, nicht mehr viel. Ich habe nicht die feste Absicht, aktiv und mit Aufwand Geld mit meinem Blog zu verdienen, aber ich stelle mich auch nicht dagegen. Wenn es passt und sich anbietet – gerne. Dann bin ich auch bereit, die nötigen Schritte zu gehen. Aber realistisch betrachtet bin ich mit meinem Blog jetzt schon nur die 28igste Wahl zwischen all den anderen, die das – zum Teil – aktiver und besser angehen. Und das ist okay. Was halt irgendwie immer beim Bloggen gilt: Alles kann. Nichts muss.


Hier noch ein paar Links zum Thema, über die ich gestolpert bin, in loser Reihenfolge:

Who is Kafka? || Die Bücherkrähe || Julias Wunderland || Kielfeder || Piper Kolumne || Buchkolumne || Book Walk || nochmal Book Walk || Lesestunden || Stehlblüten || Clever bloggen

Bildnachweis: Unsplash

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25 thoughts on “Professionalisierung? Monetarisierung? Und das alles mit einem Buch-Blog?

  1. Zugegeben, so langsam nervt mich diese scheinbar endlose Diskussion und dieses „Buchblogger sollten nicht bezahlt werden, weil sie an Ehrlichkeit verlieren“ kann ich einfach nicht mehr sehen. Aber lustigerweise lesen wir wohl die gleichen Nicht-Buchblogs und auch die Mode-Blogger mussten sich alles mit den Jahren erarbeiten. Deswegen habe ich noch die Hoffnung, dass wir auch das mit den Buchblogs bis zu einem gewissen Punkt schaffen.
    Ich mag deinen Beitrag sehr, weil er so herrlich nüchtern und klar geschrieben ist, mit eben allen Pros und Kontras. Kann ich jedes einzelne Wort so unterschreiben.
    (Aber eigentlich war ja bei dir nichts anderes zu erwarten. ;-))

    1. Ich hab gerade heute auf einem Buchblog(!) einen Beitrag für den Test einer Gesichtscreme gesehen – gesponsert. Da musste selbst ich ein bisschen lachen, selbst wenn er ehrlich war^^ Ich glaube, die die sich ernsthaft damit auseinander setzen, schaffen das auch und die anderen wollen halt einfach nicht. Aber es musste jetzt einfach mal raus :D

      Danke dir! <3

  2. Ich kann mich den anderen nur anschließen: Toller Beitrag!
    Ich bin noch ganz neu beim Bloggen und dementsprechend noch weit entfernt von Monetarisierung und Professionalisierung, dennoch hat mich dein Beitrag auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt und mir auch noch mal eine andere Sichtwiese auf das Thema eröffnet.
    Ich bin gespannt, wie sich im Laufe der Zeit meine Meinung dazu entwickeln wird, kann aber, denke ich, schon jetzt sagen, dass mir dieses Thema noch öfter über den Weg laufen wird. ;)

    1. Danke auch dir =) Wenn du noch ganz neu bist, findest du vielleicht ein paar hilfreiche Tipps in Maras Literaturbloggerbuch -> http://amzn.to/2ex5LBl; ansonsten einfach ausprobieren, worauf du Lust hast – dein Blog, deine Party :) Viel Erfolg damit, ich schau die Tage auf jeden Fall mal vorbei =)

  3. Hat dies auf neylakunta rebloggt und kommentierte:
    Da habe ich heute keinen Beitrageplant und dafür kommt mir dieser hier entgegen, den ich euch nicht vorenthalten möchte! Viel Spaß beim Lesen ;) Lasst da ruhig mal ein „Gefällt mir“ da – wenn’s euch denn gefällt •-•

  4. Ich liebe diesen Beitrag!

    Besonders auch wegen „Sollen Rezensionen bezahlt werden? vs. Das ist doch Bestechung! – Das größte Problem von allen ist, dass das überhaupt nicht die Frage ist. Ich persönlich kenne keinen Buchblogger, der sich mit Monetarisierung auseinandersetzt und für seine Rezensionen bezahlt werden will…“

    Das ist nämlich eines der Probleme, die nie jemand verstehen will. Um Rezensionen geht es doch überhaupt nicht.

    Danke für deine tollen Worte.
    Petzi

    1. Ich liebe diesen Beitrag auch sehr. Du triffst wirklich alle relevanten Punkte (zumindest wollen mir keine weiteren mehr einfallen) und schilderst alles sachlich und absolut plausibel.
      Und das du das Thema „bezahlte Rezensionen“ noch einmal aufgreifst und betonst, dass es darum NIE!!! gegangen ist sondern nur ein paar Leute das immer wieder in den Vordergrund spielen (Anm. von mir) finde ich großartig und ich kann der lieben Petzi nur zustimmen! :)
      Danke für dieses wahre Fest. Hab ich gerne gelesen!

      Liebe Grüße
      Philip

      1. Awww, danke auch dir <3 Ich glaube langsam, das mit den Rezensionen ist einfach das Totschlagargument, wenn einem nichts mehr einfällt^^ Klar schreiben wir alle hauptsächlich Rezensionen, aber genau das machen wir ja, weil wir es wollen und würden es ja ohnehin tun. Und es freut mich ungemein, dass ich gerade von dir jetzt so viel Zuspruch bekomme, wo du eigentlich für mich der Experte in dem Punkt bist, also nochmal vielen Dank! :D

    2. Danke! <3 Nach der Twitterdiskussion während der Messe (an der ich mich nicht beteiligt habe, weil das mit 140 Zeichen einfach nicht geht) musste das jetzt einfach mal so raus und ich hoffe, dass es ein paar Leute erreicht hat. Hab ich gern gemacht. Daher auch danke fürs Teilen :)

  5. Schöner Beitrag, der alles mal wieder gestaffelt zusammenfasst. Bereits auf der Frankfurter Buchmesse gab es das Thema durch die Podiumsdiskussion auf Leander Wattigs Orbanism Space. Was sich dort mit der Zeit zugespitzt hatte, machte nicht nur mich vor Ort wütend. Das das Thema „Bezahlung bzw. nicht-Bezahlung von Rezensionen“ überhaupt wieder in diesen Kontext reingezogen wurde, war mir unbegreiflich. Als Buchblogger sollte diese Frage überhaupt nicht bestehen. Und ich kann es auch mittlerweile nicht mehr hören. Ein Zuhörer erfasste es perfekt: „REs und LEs sind in der Herstellung gerade Mal so viel Wert wie ein Pot Kaffee…wenn überhaupt. Also, was soll das alles?!“
    Das darüber überhaupt diskutiert wird, ist lächerlich. Denn, wie es die anderen sagen, darum sollte es NIE gehen. Genauso wie dieser ständige Vergleich zu dem, was Lifestyle- und Fashionblogger abstauben. Diese Industrie ist wohl kaum mit der Buchbranche zu vergleichen. Wenn Blogger also was verdienen wollen, sollen sie das woanders machen.
    Buchblogger zu sein, ist für mich eine Herzensangelegenheit. Lob von Autoren und anderen Buchbloggern/Leser, oder gar mal etwas zugeschickt zu bekommen (sei es vom Verlag, Marketingagentur o.ä.) ist für mich schon etwas sehr Besonderes.

    Lieben Gruß,
    Sandy

    1. Danke dir =) Mir gehts da wie dir – ich sehe die Möglichkeiten, aber selbst wenn ich wöllte, ich könnte sie nicht nutzen, schon allein wegen der fehlenden Zeit. Der Blog wird mir nie das bringen, was mein Job mir einbringt (auch wenn das traurig ist), aber gerade deswegen ist er mir so wichtig, weil das mein Ausgleich ist.
      Ich glaube, wenn ich in Frankfurt dabei gewesen wäre, wäre ich ausgerastet. Das kommt immer nur, wenn den Leuten sonst nichts mehr einfällt. Dabei zwingt sie ja keiner, auf den Zug aufzuspringen – kann ja jeder machen wie er will.

  6. Danke für deinen spannenden Beitrag!
    Ich stimme dir in deinen Ansichten zu und finde es nicht verwerflich, (ordentlich gekennzeichnet) auch gesponserte Inhalte zu posten oder Bannerwerbung zu schalten, wenn sie um Blog passen – Hostinggebühren, Blog-Templates, eine Domain und die Fotoausrüstung zahlen sich nicht von alleine und es wäre schön, zumindest diese Kosten decken zu können. Ich verfolge die Entwicklung im Bereich Buchblogs sehr interessiert und bin gespannt, wie sich deren Professionalisierung und Monetarisierung in den nächsten Jahren entwickeln wird.
    Viele Grüße!

  7. Ergänzung, falls es nicht deutlich wurde: Mit „Inhalte” meine ich selbstverständlich auch nicht Rezensionen, sondern eben Hinweise auf Veranstaltungen, „Ergänzungsprodukte” für Bücherfreunde o.ä.

    1. Sehr gern :) Doch, das hab ich schon verstanden. Ich sehe das genauso – so lange es passt, kann man ruhig alles ausnutzen, wenn man denn möchte. Nur wenn man jetzt als Buchblogger plötzlich über Shampoo schreibt, nur weils Geld bringt, find ich das im Grunde einfach nur traurig ;)

      Liebe Grüße =)

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