The Subtle Art of Not Giving a F*ck: A Counterintuitive Approach to Living a Good Life – Mark Manson

Kurzbeschreibung

In this generation-defining self-help guide, a superstar blogger cuts through the crap to show us how to stop trying to be „positive“ all the time so that we can truly become better, happier people.

For decades, we’ve been told that positive thinking is the key to a happy, rich life. „F**k positivity,“ Mark Manson says. „Let’s be honest, shit is f**ked and we have to live with it.“ In his wildly popular Internet blog, Manson doesn’t sugarcoat or equivocate. He tells it like it is—a dose of raw, refreshing, honest truth that is sorely lacking today. The Subtle Art of Not Giving a F**k is his antidote to the coddling, let’s-all-feel-good mindset that has infected American society and spoiled a generation, rewarding them with gold medals just for showing up.


Rezension

Ich persönlich tu mich immer schwer mit diesen Selbsthilfe-Büchern, die versuchen, einem das Leben in rosaroten Farben auszumalen und einem erzählen, das schon irgendwann wieder alles gut wird, man sich nicht haben soll und das man sein Glück selbst in die Hand nehmen muss. Das mag alles stimmen, aber der Punkt ist halt, dass es mich nicht erreicht. Ich fühle mich von der Art der Herangehensweise schlicht verarscht. Das Leben ist halt manchmal scheiße und genau dann hilft es zumindest mir gar nichts, wenn jemand mit so einer Eso-Kacke um die Ecke kommt. Da trifft es sich ganz gut, dass bereits im Titel das Wort Fuck vorkommt und sich auch durch den Rest des Buches durchzieht. Endlich mal wer, der sagt, wie es wirklich ist.

Außerdem beginnt das Buch mit einer kleinen Ode an Charles Bukowski und den Spruch auf seinem Grabstein – Don’t try – versuch es erst gar nicht. Klingt auf der einen Seite entmutigend, trifft aber genau den Kern der Sache. Viel zu oft ärgern wir uns über Dinge, die wir gar nicht ändern können. Sie belasten uns, aber dagegen tun können wir auch nichts. Was Bukowski in erster Linie ausgemacht hat, war seine rohe, ehrliche Art darüber zu Schreiben, dass er ein Loser war. Erst als er sich damit abgefunden hat und endlich angefing, genau darüber zu schreiben, hatte er auch Erfolg.

“You and everyone you know are going to be dead soon. And in the short amount of time between here and there, you have a limited amount of fucks to give. Very few, in fact. And if you go around giving a fuck about everything and everyone without conscious thought or choice—well, then you’re going to get fucked.”

Ich bin jemand, der sich gern in Sachen reinsteigert. Das passiert nichtmal bewusst, sondern einfach so, vorangig bei Dingen, die ich ohnehin nicht ändern kann. Und trotzdem – wenn mich etwas ärgert, beschäftigt es mich eben. Aber das Ding ist – genau diese Dinge sind es gar nicht wert. Viel wichtiger ist außerdem, dass man sich meist schon zum Scheitern verurteilt, bevor man überhaupt angefangen hat. Schuld sind Erwartungen, die man gar nicht erfüllen kann. Eigentlich sind wir immer unzufrieden, weil wir immer nach mehr streben. Wir arbeiten mehr um uns ein schnelleres, besseres Auto leisten zu können, und arbeiten noch mehr, um die laufenden Kosten zu decken und in der Zeit steht unser tolles, schnelles Auto da rum und wird nicht gefahren, weil wir vor lauter Arbeit keine Zeit haben. Gleiches gilt für Familie. Haus, Auto, Garten, Vermögen – für all das arbeiten wir, aber das Wesentliche, die Zeit für die Familie, bleibt dabei auf der Strecke.

“Life is essentially an endless series of problems. The solution to one problem is merely the creation of another.”

Da große Problem dabei – man muss erkennen, dass Glück meist kein dauerhafter Zustand ist. Zufriedenheit, ja. Aber Glück? Denn mit jedem Problem, das wir lösen, ergibt sich über kurz oder lang mindestens ein neues. Außerdem wachsen wir an Problemen; Leid oder viel mehr Niederlagen fordern uns, und bringen uns dazu, Lösungen zu finden (und wie gesagt – dadurch ergeben sich neue Probleme) – The struggle is real! Die Frage ist nur, wie man damit umgeht.

Ein wirkliches Patentrezept gibt es natürlich nicht, aber mir hat die Betrachtungsweise von Mark Manson sehr gefallen und ich hab mich in vielen Beispielen wiedererkannt. Und es funktioniert tatsächlich – seit dem Lesen denke ich intensiver darüber nach, ob diese Sache es gerade wirklich wert ist, sich darüber aufzuregen oder ich mich nicht lieber auf was anderes konzentrieren sollte. Und ganz abgesehen davon: Es ist witzig, der Autor zieht sich oft genug selbst durch den Kakao und nimmt kein Blatt vor den Mund.

Mark Manson betreibt außerdem einen ziemlich erfolgreichen Blog, über den man schonmal einen Einblick gewinnen kann. Für alle, die das lieber auf deutsch lesen würden, gibt’s auch eine Übersetzung.

The Subtle Art of Not Giving a F*ck: A Counterintuitive Approach to Living a Good Life

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: HarperOne; Auflage: International ed. (13. September 2016)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0062641549
ISBN-13: 978-0062641540

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2 thoughts on “The Subtle Art of Not Giving a F*ck: A Counterintuitive Approach to Living a Good Life – Mark Manson

  1. Auch wenn ich schon seit Ewigkeiten nur ein stiller Leser bin (sorry!), möchte ich doch mal die Gelegenheit nutzen Dir zu sagen, dass mir Dein Blog noch heute einer meiner liebsten ist. <3

    Danke für den Link zum Blog des guten Herren. Habe mich dort schon seit 1 Std verloren und möchte das Buch jetzt auch unbedingt lesen!

  2. Das klingt total nach einem Buch für mich :D Ich habe vor einiger Zeit mehr oder weniger unbewusst aufgehört, ständig alles so zu überhöhen. Ich war früher immer sehr unsicher, wollte immer perfekt sein und hab mich dadurch immer total selbst eingeengt. Für manche klingt das vielleicht doof, aber für mich ist es mittlerweile eine riesige Befreiung ohne einen fuck zu geben ungeschminkt rauszugehen :) Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer für mich, haha.
    Tolle Rezension!

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