BuchSaiten Blogparade 2017

Die BuchSaiten Blogparade ist immer auch meine Art, auf das Lesejahr zurück zu schauen… Was hab ich gelesen? Wie viel hab ich gelesen? Was will ich nächstes Jahr anders machen? (Das ganze wird dieses Jahr übrigens wieder von Petzi ausgerichtet und jeder kann mitmachen.)

Die einzige Statistik, die ich wirklich führe, ist Goodreads und da sieht es eher ernüchternd aus. Seit 2011 hab ich nicht mehr so wenig gelesen wie in diesem Jahr, hinzu kommt, dass der Anteil an Hörbüchern, Comics und mehreren kurzen Büchern recht groß ist, weshalb die Anzahl von 100 gelesenen Büchern zwar auf den ersten Blick nach viel klingt, aber auch täuscht. Und natürlich sagt die Anzahl der Bücher rein gar nichts aus, mir ist auch klar, dass 100 Bücher für die meisten schon utopisch ist. Aber wirklich zufrieden bin ich damit auch nicht, denn wenngleich ich so gut wie jedes Genre mal berührt habe, fehlt mir irgendwie die Richtung und die Ruhe. Vor allem aber hab ich mir zu wenig Zeit genommen. Das Lesen hat über das ganze Jahr eine eher untergeordnete Rolle gespielt, was ziemlich bescheuert ist, weil ich dabei am besten abschalten kann. Das will ich auf jeden Fall ändern und wieder bewusster lesen.

Dass Hörbücher einen so großen Anteil haben, liegt hauptsächlich daran, dass meine Augen nach > 8 Stunden am PC einfach nicht mehr wollen. Das ist grundsätzlich doof, aber ich sehe ein, dass man dagegen kaum was machen kann. Und anstatt gar nicht zu lesen, nutze ich dann doch lieber das ohnehin vorhandene Hörbuch-Abo. Komplett anschauen könnt ihr euch das hier.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Das Nest – Cynthia D’Aprix Sweeney

Ich hatte das Buch über Netgalley angefragt und bekommen, dann kamen aber nach und nach einige negative Stimmen und ich hatte nicht mehr so richtig Lust. An einem Sonntagnachmittag im Sommer hatte ich dann Langeweile, nichts zu lesen (haha, als ob, aber das kennt ihr ja) und wollte eigentlich nur mal kurz reinlesen. Zwei Stunden später war ich durch und auch wenn die kritischen Stimmen zum Teil recht haben, bietet das Buch eine tolle Familiengeschichte mit vielen Konflikten und einer für mich spannenden Handlung.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

Was man von hier aus sehen kann – Mariana Leky

Ich habe es von vorne bis hinten gelesen, weil ALLE meinten, dass es gut sei. Es ist das ‚Lieblingsbuch der Unabhängigen 2017‘. Es wurde ÜBERALL empfohlen. Nur hat es mir absolut gar nichts gegeben. Ich kann es nicht mal genau erklären, es gab nicht den einen oder mehrere Punkte, die mich gestört haben. Die Geschichte war einfach, für mich weder gut noch schlecht, sie war einfach da. Und das enttäusct mich am Ende mehr als alles andere…

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Der Club – Takis Würger

Ich hatte null Erwartungen an das Buch, lediglich auf der Messe hatte ich es mal in der Hand und war begeistert von der Aufmachung. Dann dachte ich ‚Hey, warum nicht?‘ und habs ausprobiert. Was ich bekommen habe, war genau die Geschichte, nach der ich schon so lange gesucht habe. Ich bin gespannt, auf alles was da noch so kommt.

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

A Little Life – Hanya Yanagihara

Es zeigt Orgasmic Man von Peter Hujar und es wäre gelogen zu behaupten, dass es nicht auch das Cover war, das mich neugierig auf das Buch gemacht hat. Wenn ich es allerdings heute anschaue, ist sofort alles wieder da, was ich beim Lesen des Buches empfunden habe. Schmerz, Leid, Unverständnis, Wut, Trauer und vielleicht ein bisschen Freude. All das drückt das Cover für mich aus. Normalerweise mag ich keine Menschen auf Buchcovern, das hier ist jedoch was anderes. Es geht nicht um den Menschen, der darauf abgebildet ist, sondern um die Gefühle, das dieses Bild auslöst.

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2018 lesen und warum?

Am Besten all jene, die ich 2017 gekauft, aber eben nicht gelesen habe. Dazu gehört zum Beispiel Paul Austers 4321 und viele, viele andere. Im Prinzip müsste ich 2018 nicht ein einziges Buch kaufen, genug zu lesen hätte ich trotzdem (kennt ihr sicher auch^^). Worauf ich aber wirklich gespannt bin, ist die deutsche Übersetzung von Tell the Wolves I’m home. Sag den Wölfen, ich bin zu Hause erscheint im Februar im Eisele Verlag und ich liebe dieses Buch seit Jahren. Ich bin so froh, dass ich endlich jedem in die Hand drücken kann!

 

Wie sieht’s bei euch aus? Was waren eure Highlights, welches Buch hat euch enttäuscht und was wollt ihr 2018 unbedingt lesen?

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3 Kommentare zu „BuchSaiten Blogparade 2017

  1. Waaaaaas? Du findest, dass 100 Bücher und 31.000 Seiten wenig ist? Wie viel hast du denn dann in den Jahren davor gelesen?
    Ich hab dieses Jahr 61 Bücher und 21.000 Seiten geschafft, aber auch nur, weil mich die ganzen Rezensionsexemplare so angespornt haben. Sonst wären es bei mir definitiv weniger. Mein Highlight war wohl Wunder einer Winternacht von Marko Leino, weil das einfach eine schöne Geschichte ist, die mich wirklich bewegt hat. Ein Beitrag zu meinem Lesejahr folgt dann übermorgen ;)

    Alles Liebe,
    Smarty :)

    PS: Falls du Interesse hast, bei mir läuft gerade ein buchiges Gewinnspiel und die Gewinnchancen stehen sehr gut :D

  2. Ich weiß genau, was du meinst, wenn du sagst, dass Lesen bei dir in diesem Jahr eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Ich habe für meine Verhältnisse eigentlich recht viel gelesen und trotzdem fühlt sich mein Lesejahr so seltsam an, als hätte ich mir einfach nicht genug Zeit und Ruhe dafür genommen und dem Lesen nicht den Raum gegeben, den es eigentlich bei mir einnehmen darf und soll. Irgendwie komisch, ich hoffe, ich lege das Gefühl im nächsten Jahr wieder ab.
    Ansonsten bin ich gerade schockiert, dass du „Was man von hier aus sehen kann“ nicht so mochtest. :D Aber so ist das mit den Büchern halt, man kann eben nicht alles mögen. Dafür bin ich froh, dass du zu den wenigen gehörst, die „Das Nest“ gut fanden – ich habe mich mit meiner Meinung schon völlig alleine gefühlt letztes Jahr. Es war zwar definitiv kein Knüllerbuch, aber dennoch spannend und interessant genug, dass ich es immer weiterlesen wollte. :D

    Für 2018 wünsche ich dir mehr Gelassenheit und Ruhe für das Lesen und hoffe, du kommst gut und gesund ins neue Jahr!
    Viele liebe Grüße
    Liesa

  3. Ich stimme dir absolut zu was Menschen auf Buchcovern betrifft, das finde ich in der Regel auch relativ furchtbar – leider spricht mich deshalb auch dein Cover des Jahres so gar nicht an :P „Der Club“ sieht aber dafür toll aus! :D

    „Tell the wolves I’m home“ will ich eigentlich auch schon seit Jahren mal lesen und hatte es eigentlich schon komplett vergessen, bis ich die Tage mal zufällig die deutsche Ausgabe gesehen habe. Vielleicht wird es ja in diesem Jahr mal was… :D

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