The Rules Do Not Apply: A Memoir – Ariel Levy

Kurzbeschreibung

When Ariel Levy left for a reporting trip to Mongolia in 2012, she was pregnant, married, financially secure, and successful on her own terms. A month later, none of that was true.

Levy picks you up and hurls you through the story of how she built an unconventional life and then watched it fall apart with astonishing speed. Like much of her generation, she was raised to resist traditional rules—about work, about love, and about womanhood.

In this “deeply human and deeply moving” (The New York Times Book Review) memoir, Levy chronicles the adventure and heartbreak of being, in her own words, “a woman who is free to do whatever she chooses.” Her story of resilience becomes an unforgettable portrait of the shifting forces in our culture, of what has changed—and of what is eternal.

Rezension

Ich hab im letzten Jahr festgestellt, dass man aus den Lebensgeschichten anderer ziemlich gut Kraft schöpfen kann. Wenn man nämlich mal über den eigenen Tellerrand hinausschaut und sieht, was andere zu bewältigen haben, sind die eigenen Sorgen plötzlich ganz klein.

Bei Ariel Levy kam es ziemlich dick – als sie zu einer Recherchereise in die Mongolei aufbricht, ist sie glücklich verheiratet, erwartet ihr erstes Kind und beruflich erfolgreich. Als sie zurückkommt, stimmt davon nichts mehr.

Bis man im Buch allerdings dahin kommt, sind zwei Drittel davon auch schon vorbei. Ariel Levy beginnt zunächst mit Erzählungen aus ihrer Kindheit und Jugend, bis hin zu den Anfängen im Berufsleben, aber das ist auch nicht ganz unwichtig, um die ganze Geschichte zu begreifen. Sie beschreibt, wie vor allem ihre Mutter sie erzogen und ihr beigebracht hat, wie sie lernt auf eigenen Füßen zu stehen. Alles geschieht so, wie sie will und für richtig hält – bis zu einem gewissen Grad.

Man erfährt, wie sie ihre Partnerin kennen lernt und wie die beiden nicht nur beschließen, zu heiraten, sondern auch, wie sie sie mit ihrer Ex-Partnerin (jetzt Trans*) betrügt, wie sie sich wieder zusammen raufen und letztendlich beschließen, ein Kind zu bekommen.

In anderen Rezensionen wird kritisiert, dass es sich hierbei um ein Buch einer weißen, priveligierten Frau handelt, die ihr Unglück im Leben auf den Feminismus schiebt. Vielleicht habe ich da was nicht verstanden, aber ich sehe das nicht so oder habe es zumindest nicht so rausgelesen. Es ist manchmal ein bisschen unklar, ob sie mit ‚Wir‘ sich und ihre Freunde, sich und Frauen ihrer Generation oder Frauen im Allgemeinen meint, aber darum geht es vordergründig auch gar nicht. Sie beschreibt damit nur ihren Weg, auf dem sie sicher auch die eine oder andere falsche Entscheidung getroffen hat.

Viel wichtiger war für mich die Botschaft, dass man manche Dinge im Leben einfach nicht beeinflussen kann und sie hinnehmen muss, aber dass man daran auch wachsen kann. Es ist eine beeindruckende Geschichte, auch wenn mich das Ende etwas ratlos zurückgelassen hat.


The Rules Do Not Apply: A Memoir
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten || Verlag: Random House (14. März 2017) || Sprache: Englisch || ISBN-10: 0812996933 || ISBN-13: 978-0812996937
Gegen alle Regeln: Eine Geschichte von Liebe und Verlust übersetzt von Maria Hochsieder-Belschner
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten || Verlag: Knaur HC (21. August 2017) || Sprache: Deutsch || ISBN-10: 342621430X || ISBN-13: 978-3426214305 || Originaltitel: The Rules do not apply
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