Wonder Woman: Warbringer (DC Icons Series) – Leigh Bardugo

Kurzbeschreibung

She will become one of the world’s greatest heroes: WONDER WOMAN. But first she is Diana, Princess of the Amazons. And her fight is just beginning. . . .

Diana longs to prove herself to her legendary warrior sisters. But when the opportunity finally comes, she throws away her chance at glory and breaks Amazon law—risking exile—to save a mere mortal. Even worse, Alia Keralis is no ordinary girl and with this single brave act, Diana may have doomed the world.

Alia just wanted to escape her overprotective brother with a semester at sea. She doesn’t know she is being hunted. When a bomb detonates aboard her ship, Alia is rescued by a mysterious girl of extraordinary strength and forced to confront a horrible truth: Alia is a Warbringer—a direct descendant of the infamous Helen of Troy, fated to bring about an age of bloodshed and misery.

Together, Diana and Alia will face an army of enemies—mortal and divine—determined to either destroy or possess the Warbringer. If they have any hope of saving both their worlds, they will have to stand side by side against the tide of war.

Rezension

Als die DC-Icons-Serie und die mitwirkenden Autoren angekündigt wurden, war ich direkt Feuer und Flamme, weil es eine großartige Idee ist. Und wenn es einer der vier schaffen kann, Wonder Woman auch in Romanform zum Leben zu erwecken, ist es nunmal Leigh Bardugo.

Jetzt ist es keine leichte Aufgabe, aus 75 Jahren ihrer Existenz neben einer Fernsehserie aus den achtzigern, unzähligen Comics und einem viel beachteten Film auch noch ein Buch zu schreiben, das auf der einen Seite die Diana zeigt, die man kennt und liebt, aber auf der anderen eben auch etwas neues bietet, das nicht wie ein Abklatsch wirkt. Und da kommt Alia ins Spiel.

Diana nimmt an einem Wettbewerb untern den Amazonen teil, den sie unbedingt gewinnen will, um sich zu beweisen, doch sie scheitert. Nicht, weil sie nicht gut genug wäre, sondern weil sie Alia vor dem ertrinken rettet. Doch das kann sie niemandem sagen, am allerwenigstens ihrer Mutter. Dass Alia der Warbringer – eine Nachfahrin von Helena von Troya – ist, ahnt sie nicht und auch nicht, welches Unglück sie mit ihrer Rettung über die Insel und die Welt bringt.

Wir lernen eine junge Diana kennen, die ihren Weg erst noch finden muss. Sie möchte sich beweisen, aber sie schafft es nicht. Auf der anderen Seite steht ihre Mutter, die ihr versucht zu sagen, dass das alles nicht so schlimm ist, aber das macht nur wenig Eindruck auf Diana. Zudem klingt es so, als müsse sie sich ohnehin keine Sorgen machen, weil sie ihre Nachfolgerin wird. Aber das will Diana nicht – sie will sich selbst beweisen, zeigen, was in ihr steckt nund eine eigene Heldentat vollbringen. Als Alias Existenz auf der Insel die Amazonen bedroht, bekommt Diana ihre Chance – auch wenn das so gar nicht das ist, was sie sie sich gewünscht hat.

Die Legende um den Warbringer fand ich spannend und zumindest für mich war das etwas neues. Alia stellt außerdem ein gutes Pendant zu Diana dar. Im Grunde sind sie sich gar nicht so unähnlich, aber sie kommen aus verschiedenen Welten, sind vollkommen unterschiedlich aufgewachsen. Es dauert, bis sie aus der Not eine Tugend machen und nicht nur wirklich miteinander arbeiten sondern sich auch vertrauen.

Ganz nebenbei bringt Leigh Bardugo Diversity (und ein paar typische Probleme) unter – nicht nur mit Alia selbst, sondern vor allem auch durch Kleinigkeiten wie die Shopping-Tour. Es geschieht sicher bewusst, aber dennoch so subtil, dass man nicht das Gefühl hat, sie hakt hier eine Liste ab, sondern genau so, dass man sich denkt „Ach ja, scheiße, so hab ich mich dunkelhäutigen Menschen gegenüber vielleicht auch schon verhalten“.

Zum Ende hin wurde mir die Geschichte ein bisschen zu cineastisch – in einem Film hätte das sicher gut funktioniert, im Buch war es mir ein bisschen zu konfus. Die Mutationen erinnerten mich zudem dann doch an Panem. Ich hätte mir da irgendwie eine andere Handlung gewünscht.

Im Gesamten war mir das Buch ein bisschen zu lang, was natürlich auch an der Anzahl der Personen gelegen hat. So ein paar Handlungsstränge und unnötige Szenen hätte man sich da durchaus sparen können, aber das ist meckern auf hohem Niveau. Alles in allem hat Leigh Bardugo diese Aufgabe mit Bravour gemeistert, eine neue Geschichte um die Amazonenprinzessin gestrickt und gleichzeitig ihr Wesen beibehalten. Was will man denn am Ende als Fan noch mehr?

Und vielleicht bringt das Buch den oder anderen an die Comics ran. Wenn nicht, bleiben ja auch noch Batman (Marie Lu), Catwoman (Sarah J. Maas) und Superman (Matt de la Pena).


Wonder Woman: Warbringer (DC Icons Series)

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten || Verlag: Random House Books for Young Readers; Auflage: 01 (29. August 2017) || Sprache: Englisch || ISBN-10: 0399549730 || ISBN-13: 978-0399549731 || Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen übersetzt von Anja Galič

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten || Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (6. Februar 2018) || Sprache: Deutsch || ISBN-10: 3423761970 || ISBN-13: 978-3423761970 || Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 12 Jahre || Originaltitel: Wonder Woman: Warbringer

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