Batman: Nightwalker (DC Icons Series) – Marie Lu

Kurzbeschreibung

Before he was Batman, he was Bruce Wayne. A reckless boy willing to break the rules for a girl who may be his worst enemy.

The Nightwalkers are terrorizing Gotham City, and Bruce Wayne is next on their list.
The city’s elites are being taken out one by one as their mansions‘ security systems turn against them, trapping them like prey. Meanwhile, Bruce is about to become eighteen and inherit his family’s fortune, not to mention the keys to Wayne Industries and all the tech gadgetry that he loves. But on the way home from his birthday party, he makes an impulsive choice and is sentenced to community service at Arkham Asylum, the infamous prison that holds the city’s most nefarious criminals.

Madeleine Wallace is a brilliant killer . . . and Bruce’s only hope.
The most intriguing inmate in Arkham is Madeleine, a brilliant girl with ties to the Nightwalkers. A girl who will only speak to Bruce. She is the mystery he must unravel, but is he convincing her to divulge her secrets, or is he feeding her the information she needs to bring Gotham City to its knees?

Rezension

Batman: Nightwalker ist der zweite Teil der DC-Icons Reihe, zu der auch Wonder Woman: Warbringer von Leigh Bardugo, Catwoman: Soulstealer von Sarah J. Maas und Superman von Matt de la Peña gehören. Man kann sie aber unabhängig voneinander lesen, wenn man sich nur zu einem der vier Helden hingezogen fühlt.

Ich liebe Batman, ich mag Marie Lu – was könnte hierbei also schief gehen? Die Wahrheit ist – einiges – ist es aber nicht. Marie Lu hat genau das abgeliefert, was ich mir erhofft hatte – eine gute, plausible Geschichte über den jungen Bruce Wayne und wie er zu Batman wird. Das Buch beginnt mit einer rasanten Testfahrt, bei der Bruce sein neues Auto austestet und nebenbei von seinem Buttler und Vormund Alfred über die Fernsprecheinrichtung getadelt wird (1:0 für den britischen Charme!), weil er zu schnell fährt. Und dann passiert es – Bruce gerät in eine Polizeiabsperrung, weil die Terrorgruppe Nightwalker ein Haus besetzt hat und anschließend vor der Polizei flüchtet. Anstatt umzukehren, nimmt Bruce die Verfolgung auf, da die Polizei nicht mithalten kann und die Jagd endet in einem Unfall, den Bruce verursacht hat. Zum Dank muss er über die Ferien in Arkham putzen.

Lässt man mal beiseite, dass ein gerademal achtzehnjähriger seine Sozialstunden wohl kaum in einer Einrichtung für geistig abnorme Rechtsbrecher ableisten muss, ist die Geschichte sehr gut aufgebaut. Bruce, der eigentlich nur putzen soll, trifft auf Madeleine Wallace, eine Insassin in seinem Alter, die den Nightwalkern angehört, sich aber weigert, mit der Polizei zu sprechen. Nur zu Bruce hat sie scheinbar vertrauen. Die Nightwalker hingegen sind eine Robin Hoood-Vereinigung, deren Ziel es ist, das Geld der Reichen aus Gotham City zu klauen und es den Armen zu geben – nur kommt es da leider nie an. Und auch Bruce steht auf ihrer Liste.

Allzuviel Handlung hat das Buch nicht, es ist aber auch nicht wirklich dick. Zudem spielt sich alles in einer recht kurzen Zeitspanne ab. Dafür lebt es allerdings von den geschickt gestrickten Dialogen zwischen Madeline und Bruce, bei denen man natürlich im ersten Moment davon ausgeht, dass sie tatsächlich Vertrauen zu Bruce gefasst hat und sich von ihm helfen lassen wird. Erst auf den zweiten oder gar dritten Blick wird klar, dass er nur ihr Mittel zum Zweck ist, leichte Beute für das, was sie noch vor hat. Die Hintergründe sind dabei so in die Geschichte eingebaut, dass man trotz wenig Action sehr viel über die Charaktere erfährt.

Auch Bruces Umfeld gibt dem Buch die nötige Tiefe. Wir treffen neue, aber auch altbekannte Charaktere, wie zum Beispiel Harvey Dent, Lucius Fox und Alfred. Und ganz am Ende ist sogar der Hauch einer Liebesgeschichte erkennbar, auch wenn sie letztendlich nicht stattfindet. Ich fand die Szene aber dennoch sehr schön und stimmugsvoll – genau die richtige Prise Romantik für dieses ansonsten so psychotrillerangehauchte Buch. Ich glaube sogar, dass diese Geschichte ganz gut als Film funktionieren würde, wenngleich es eigentlich eine jüngere Version von The Dark Knight Rises mit anderen Charakteren ist. Und zum Ende hin kommt tatsächlich auch noch mal Action, bei der Bruce eine lebensverändernde Entscheidung trifft…

Ganz besonder schön fand ich auch hier das Nachwort und ein darin enthaltenes Zitat: „You don’t need a billion dollars and a Batcave to be like Batman. You need your brave, badass heart.“


Batman: Nightwalker

Gebundene Ausgabe: 288 Seiten || Verlag: Random House Books for Young Readers; Auflage: 01 (2. Januar 2018) || Sprache: Englisch || ISBN-10: 0399549781 || ISBN-13: 978-0399549786 || Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

Die deutsche Übersetzung erscheint am 20. Juli im dtv Verlag.

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