One of Us Is Lying – Karen McManus

Kurzbeschreibung

Pay close attention and you might solve this.
On Monday afternoon, five students at Bayview High walk into detention.
Bronwyn, the brain, is Yale-bound and never breaks a rule.
Addy, the beauty, is the picture-perfect homecoming princess.
Nate, the criminal, is already on probation for dealing.
Cooper, the athlete, is the all-star baseball pitcher.
And Simon, the outcast, is the creator of Bayview High’s notorious gossip app.

Only, Simon never makes it out of that classroom. Before the end of detention Simon’s dead. And according to investigators, his death wasn’t an accident. On Monday, he died. But on Tuesday, he’d planned to post juicy reveals about all four of his high-profile classmates, which makes all four of them suspects in his murder. Or are they the perfect patsies for a killer who’s still on the loose?

Everyone has secrets, right? What really matters is how far you would go to protect them.

Rezension

Als ich das Buch im letzten Sommer bei Anabelle gesehen habe, war ich kurz angefixt, aber eben wirklich nur kurz, weil es dann nach und nach jeder plötzlich jeder zu haben schien und ich dann schnell doch keine Lust mehr hatte. Das hat bis heute nicht aufgehört, vor allem, weil es kürzlich auch auf deutsch erschienen ist, aber ich war jetzt einfach neugierig und brauchte mal was nettes, leichtes – dachte ich. Tatsächlich aber ist One of Us Is Lying ein Buch, dass es richtig in sich hat – es spricht ernste Themen an.

Fünf Schüler treffen sich beim Nachsitzen, keiner von ihnen hat das selbst verschuldet. Es wirkt wie ein schlechter Scherz, den sie aussitzen müssen, bis Simon plötzlich zusammenbricht und an einem anaphylaktischen Schock stirbt. Jede Hilfe kommt zu spät und mit einem Mal sind die vier übrigen, scheinbar zufällig zusammengewürfelten, die Hauptverdächtigen in einem Mordfall.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Bronwyn, Nate, Addy und Cooper und je mehr man aus ihrer Sicht erfährt, umso weniger will man, dass es tatsächlich einer von ihnen gewesen ist. Aber – und das hat mich beim Lesen so beschäftigt – es muss ja einer gewesen sein und denjenigen will ich nicht mögen, egal wie gut sein Motiv sein sollte. Dabei sind sie nicht unfehlbar, das zeigt Simons App ganz deutlich.

Ähnlich wie bei Gossip Girl werden über die App Neuigkeiten unter der Schülern verbreitet, dummerweise sind sie immer wahr und so ist es kein Wunder, dass sich der Verdacht gegen die vier erhärtet, als die Polizei einen geplanten Post entdeckt, der alle vier auf einmal denuziert. Während es aber in Gossip Girl hauptsächlich darum ging, es auf den Blog zu schaffen, um die eigene Beliebtheit zu steigern, sind es hier eben Geheimnisse die ausgeplaudert werden, von denen niemand etwas wissen soll. Die Auswirkungen dessen sind zum Teil fatal, aber es zeigt auch, dass wirklich jeder Geheimnisse hat.

Während die Jugendlichen zuerst noch versuchen zu begreifen, was überhaupt geschehen ist, bildet sich aber auch langsam aber sicher eine kleine, verschworene Gemeinschaft. Natürlich werden sie vom Rest der Schule gemieden, aber auch die Tatsache, dass sie zusammen in der Sache stecken, schweißt sie zusammen. Besonders bei Bronwyn und Nate entwickelt sich noch ein bisschen mehr als nur Sympathie. Und letztendlich geht es soweit, dass sie sich gemeinsam auf die Suche nach dem wahren Schuldigen machen. Und wie bereits erwähnt – man will nicht, dass es einer von ihnen war. Man traut es ihnen zu, aber man will, dass eine andere Lösung aus dem Hut gezaubert wird und sich alles doch noch im halbwegs Guten auflöst. Das fand ich beim Lesen wirklich gut gemacht, im Nachhinein frage ich mich aber, wie ich nicht auf das Offensichtliche kommen konnte. Aber gut, hinterher ist immer alles viel klarer.

Die Auflösung war für mich beim Lesen eine Überraschung, mit ein bisschen Abstand finde ich aber, hätte man mehr rausholen können/müssen. Depressionen und auffälliges, agressives Verhalten gegenüber Mitschülern sind ein schwieriges Thema, vor allem, wenn man es vermischt und den Depressiven zum Schuldigen macht. Das ist vielleicht der einfachste Weg, aber nicht der Beste. Gerade bei einem Jugendbuch sollte man darauf achten.

Und trotzdem – als eine Mischung aus Gossip Girl und The Breakfast Club in Buchform hat es mich unterhalten und begeistert, weil es zeigt, wie auch die kleinsten Geheimnisse in den falschen Händen große, schwerwiegende Folgen auslösen können. Gleichzeitig aber ist kaum eine Situation so schlimm, dass man nicht rauskommt, wenn man Reue zeigt oder für sich selbst einsteht.


One of Us Is Lying

Taschenbuch: 368 Seiten || Verlag: Delacorte Press (30. Mai 2017) || Sprache: Englisch || ISBN-10: 1524764728 || ISBN-13: 978-1524764722 || Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

One of us is lying übersetzt von Anja Galić

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten || Verlag: cbt (26. Februar 2018) || Sprache: Deutsch || ISBN-10: 3570165124 || ISBN-13: 978-3570165126 || Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren || Originaltitel: One of us is lying

#buylocal

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