Alles hat ein Ende…

… so auch meine Zeit auf wordpress.com. Ich mach’s ganz kurz, mein Blog hat ein neues zu Hause und es wäre schön, wenn ihr mir dahin folgt. Wenn nicht – ist auch ok, aber es soll mir keiner kommen mit „Du hast ja nix gesagt!“

Doch. Hab ich. Hier und jetzt. Und hier geht’s zum neuen Blog (den ihr dann nochmal neu abbonieren müsst – sorry! Ich schwör, meine Umstände bei der Umstellung waren größer als zwei Klicks. )

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Sorry, aber ich glaub, ich brauch ne Pause.

Eigentlich läuft gerade alles echt gut. Fast ein bisschen zu gut. Privat ist im Gegensatz zum Anfang des Jahres gerade mal niemand krank und stellt damit alles auf den Kopf und beruflich hab ich gerade abgesehen von zwei unvermeidbaren Kleinigkeiten ein richtiges Zufriedenheitsgefühl. Es ist also alles top, wenn ich nicht das Gefühl hätte, dass mir die Zeit wegläuft – und das tut sie wirklich.

Ihr ahnt es vielleicht schon, es geht um die DSGVO, die gerade alles und jeden in den Wahnsinn treibt. Da kann man jetzt lange drüber diskutieren, das nützt aber auch keinem. Es muss halt umgesetzt werden, nur sehe ich mich dazu gerade nicht in der Lage.

WordPress.com hat meines Wissens nach noch keine Voraussetzungen geschaffen und so langsam wirds ein bisschen eng dafür. Ist halt dann doch wieder blöd, wenn man so abhängig ist, aber die Entscheidung, nicht selbst zu hosten, war und ist noch immer bewusst und ich möchte das aus den verschiedensten Gründen nicht unbedingt ändern, sorry. Aber genau das ist das, was ich in beinahe jedem Artikel zur DSGVO bisher gelesen habe. (Und es nervt mich ungemein. Es kann doch nicht meine Schuld sein, ein bestehendes Angebot nicht mehr nutzen zu können, weil die nötigen Voraussetzungen für eine Gesetzesänderung nicht geschaffen wurden?)

Sicher, ich kann jetzt Hals über Kopf umziehen und ich würde das irgendwie hinkriegen, es würde am Ende irgendwie passen, aber da sind wir wieder beim Zeitproblem und der Tatsache, dass ich einfach nicht der Typ bin, das mal eben Hals über Kopf zu machen. Und wer weiß? Vielleicht ist das Problem nächste Woche schon mit ein paar Klicks lösbar und ich hätte den ganzen Aufwand um sonst betrieben? Was ich sagen will – manchmal ist es kein Fehler, erstmal abzuwarten und dann zu handeln.

Im schlimmsten Fall bedeutet das aber, dass der Blog zum 25.05. dann erstmal auf privat gestellt wird – Unwissenheit schützt bekanntlich vor Torheit nicht – und bevor ich was falsch mache, mache ich lieber erstmal gar nichts. (Nein, ich will keine Panik verbreiten und niemand muss mir das so nachmachen oder in Stress verfallen. Vielleicht gibts jetzt schon ne Lösung, falls ja, teilt sie mir gern mit. Nur für mich ist das gerade der vorerst einzig gangbare Weg und ich schreibe das alles nur, weil ich nicht einfach sang- und klanglos verschwinden will. So 2-3 Leute lesen den Blog ja doch recht regelmäßig.)

Weiterhin – und das ist für mich eigentlich ausschlaggebender als diese dusselige DSGVO – ist aktuell ein bisschen die Luft raus. Ich hab viele Ideen, mir fehlt aber gerade ein bisschen das Gesamtkonzept und der Rahmen, in dem sich das bewegen soll. Das Problem hatte ich schon öfter und dann hab ich einfach eine Weile nicht gebloggt und dann wars irgendwann wieder gut. Diesmal werde ich mir die Zeit bewusst nehmen. Daher kann ich nicht sagen, wie lange es hier still sein wird und wann es weitergeht.

Fakt ist – es geht weiter. Das einfachste wäre halt wirklich, den Blog aufzugeben, aber nachdem ich lange drüber nachgedacht hab, ist das keine Option. Ich weiß halt nur noch nicht wann und ich hoffe, ihr seid dann noch da =)

5 Tipps, um deine Lieblingsbücher zu supporten.

Photo by César Viteri on Unsplash

1. Kauf das Buch.

Am besten natürlich im unabhängigen Buchhandel. Geht nicht immer, aber immer öfter, wenn man nur will. Und wenn das Buch nicht vorrätig ist – frag danach. Zum einen wird man es dir bestellen, zum anderen wächst die Aufmerksamkeit der Buchhändler, je öfter sie gefragt werden. Vielleicht ist es nicht da, weil sie dachten, dass es sich nicht verkaufen lässt, aber da kannst du sie eines Besseren belehren. Und wenn das Geld nicht reicht, gibt es ja auch immer noch Bibliotheken. Denn auch wenn man die Bücher ausleiht, unterstützt man damit die Autoren.

2. Lies das Buch.

Logisch, oder? Außerdem ist das der Teil, der wirklich Spaß macht.

3. Schreib eine Rezension.

Hast du einen (Buch-)Blog? Prima, dann weißt du ja, wie das geht. Falls nicht, ist das auch kein Problem – zum Beispiel auf Lovelybooks oder Goodreads kannst du Bücher bewerten und rezensieren, auch ohne dass du einen Blog hast. Gleichzeitig kannst du über die Community neue Freunde finden, die den gleichen Geschmack haben wie du. Und natürlich kann man auch auf Amazon, Thalia, etc. bewerten und Rezensionen einstellen.

Pro-Tipp: Viele Blogger sind davon abgeschreckt, dass Amazon es zur Bedingung macht, dass die eingestellte Rezension nirgendwo anders genauso aufzufinden ist – für die meisten ist das zu viel Aufwand, extra für Amazon noch eine Rezension zu schreiben. Mach es trotzdem, denn auch wenn da nur 2-3 Sätze zum Buch stehen – je mehr Rezensionen da sind, umso besser wirkt sich das auf die Sichtbarkeit aus. Es lohnt sich also, auch wenn man mit Amazon auf Kriegsfuß steht, denn ihr helft damit den Autoren.

4. Geh zu Lesungen.

Das ist manchmal schwierig, ich weiß das selbst, denn ich komme aus einem kleinen Kaff und hier findet nie irgendwas Spannendes statt. Aber wenn du die Möglichkeit hast – geh hin und schau nicht stattdessen den Livestream an, denn auch das zeigt, dass Interesse vorhanden ist.

Pro Tipp: Wenn du willst, dass Autoren auch in deinem Kaff mal vorbeischauen – sprich deine Lieblingsbuchhandlung an. In den meisten Fällen werden Lesungen nämlich von den Buchhändlern angeregt und organisiert und nur wenn sie wissen, dass Interesse vorhanden ist, können sie auch entsprechend reagieren. Einen Versuch ist es allemal wert.

5. Erzähl deinen Freunden davon.

Machst du ja wahrscheinlich eh, wenn es dir gefallen hat, sollte also auch nicht so das Problem sein. Und wenn deine Freunde nicht lesen: Twitter, Instagram & Co. geht halt auch immer – und wer macht nicht gern schöne Bilder von Büchern und steckt andere mit seiner Begeisterung an? Mund-zu-Mund-Propaganda ist die wertvollste Waffe!

AutorInnen und Rezensionen – eine Hassliebe.

Eigentlich sollte das ein Post über das markieren von AutorInnen in Rezensionen werden, aber in Anbetracht der aktuellen Diskussion wird das vielleicht etwas umfangreicher…

Das Thema kommt immer mal wieder auf, meistens dann, wenn AutorInnen darum bitten, nicht in den sozialen Netzwerken markiert zu werden, wenn die Meinung zum Buch negativ ist. Und das bezieht sich nicht nur auf Rezensionen, sondern auch auf Instagram-Posts und dergleichen. Auf der anderen Seite steht aber nun ein Blogger, der natürlich gern seine Rezension teilen will, vielleicht auch, weil berechtigte Kritik enthalten ist und letztendlich gar nicht versteht, warum die AutorInnen das nicht interessiert. Das Dilemma ist vorprogrammiert…

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

Warum markiert man die AutorInnen überhaupt?

Mir fällt ehrlich gesagt kein nachvollziehbarer Grund ein, wenn ich länger drüber nachdenke. Ich mache es meist, damit es anderen leichter fällt, den jeweiligen AutorInnen direkt auch zu folgen, aber das ist eigentlich Bullshit bzw. Bequemlichkeit.  Ich könnte genauso in der Rezension die Autorenhomepage verlinken. Dann findet auch jeder, was er sucht, falls er es denn sucht. Denn letztendlich ist es doch so – wenn AutorInnen Rezensionen zu ihren Büchern lesen WOLLEN, finden sie sie so oder so ganz leicht.

Aber warum sollte es die AutorInnen NICHT interessieren, wie ich ihr Buch finde?

Niemand mag Kritik. Wir können uns noch so oft einreden, dass uns Kritik weiterbringt – aber im ersten Moment tut sie immer weh. Vor allem dann, wenn man monatelang an diesem einen Buch gearbeitet hat – es nicht nur geschrieben hat, sondern mehrere Lektoratsgänge drüber gegangen sind, verschiedene Menschen aus dem Verlag ihren Senf dazu gegeben haben und man irgendwann am Ende dieser Kette entschieden hat: Das ist jetzt die bestmögliche Version – lassen wir es an die Leser! Und dann kommen die Leser und sagen: An sich n top Buch, hat mir trotzdem nicht gefallen, drei Sterne. Manche schütteln das nach außen hin ab, manche reagieren gar nicht und wieder andere rezensieren dann die Rezension, was das ganze wieder ad absurdum führt. Klar ist aber, dass die Kritik an der eigenen Arbeit immer erstmal schmerzt, und vor allem negatives bleibt länger haften als positives.

Es nützt den AutorInnen eben auch nichts, sich ein halbes oder ein ganzes Jahr nachdem das Buch fertig geschrieben wurde, damit zu beschäftigen, was man auch Lesersicht da noch hätte besser machen können. Man kann es dann ohnehin nicht mehr ändern.

Die müssen das ja nicht lesen!

Nee, müssen die nicht, man muss es ihnen aber auch nicht einfach um die Ohren hauen. Die meisten BloggerInnen sind in ihrer Kritik zum Glück sehr sachlich und reflektiert, aber wir alle wissen auch, dass etwas, nur weil ich es auf eine bestimmte Art meine und sage noch lange nicht so ankommen muss, wie ich das vielleicht wollte. Manchmal sind Sender und Empfänger eben nicht auf der gleichen Wellenlänge und dann kommt es zu Missverständnissen. Die Rezension kann allerdings noch so sachlich sein – für die AutorInnen ist das Buch immer emotional, man kommt also eigentlich nur sehr, sehr schwer auf einen Nenner.

Was, wenn ich berechtigte, wichtige Kritik äußere?

Kann man und sollte man. Aber genauso wenig, wie die AutorInnen mit dem Inhalt des Buches dich persönlich angegriffen haben, solltest du die AutorInnen persönlich angreifen. Das ist einfach schlechter Stil und es kann ganz schnell nach hinten losgehen, wenn man sowas zum Beispiel auf Twitter lostritt. Wenn das Buch problematische Inhalte enthält, ist die Kritik ohnehin besser beim Verlag aufgehoben, auch wenn sowas nicht vorkommen dürfte. Als Mittelweg eignet sich immer noch ganz oldschool eine private Nachricht/Mail an die AutorInnen.

Und die Moral von der Geschicht?

Markieren kann man – oder eben nicht. Es gibt AutorInnen, die wollen das gar nicht, egal ob positive oder negative Meinungen, Bilder auf Instagram, whatever. Wenn man das weiß, sollte man das einfach respektieren und gut ist. Wenn man das nicht weiß, würde ich bei Rezensionen einfach darauf verzichten und stattdessen lieber den Verlag verlinken. Auf Instagram kommt es meiner Meinung drauf an, was ich zu dem Buch dann sonst noch sage. Geht’s nur um das hübsche Foto, weil ich das Buch gerade lese? Oder hab ich ein hübsches Foto gemacht, rotze in der Caption aber so richtig darüber ab? Vielleicht überlegt ihr einfach mal selbst, mit welcher Art Text ihr bei einer Markierung gerne konfrontiert werdet…

Und für die AutorInnen?

Das klingt jetzt fies, aber: Chillt mal bitte. Der Großteil der BloggerInnen will euch mit den Rezensionen rein gar nichts Böses. Sie mögen nicht immer respektvoll und rein sachlich formuliert sein, aber da müsst ihr in den meisten Fällen drüberstehen. Wenn jemand voller Emotion fünf Sterne für euer Buch gibt, ist euch die Sachlichkeit ja auch egal, mit zweierlei Maß messen ist also nicht. Und ich weiß, dass es schwer ist, die Fresse zu halten, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt, aber ich wüsste einfach auch keinen Fall, wo es für die AutorInnen am Ende gut ausgegangen ist, RezensentIn XY öffentlich angeprangert zu haben. Für sowas hat man andere AutorInnen und Freunde, VerlagsmitarbeiterInnen oder ähnliches… sprecht mit denen, kotzt euch aus und wenn’s nach einer Nacht drüber schlafen noch nicht besser ist, sucht das persönliche ­Gespräch. Aber ganz ehrlich – nicht nur ihr findet manche Aussagen sinnfrei. Die Menschen, die sich ernsthaft für das Buch interessieren und eine Rezension lesen, lesen auch eine zweite, eine dritte und vielleicht eine vierte – und bilden sich dann eine eigene Meinung. Ist also am Ende alles halb so schlimm, oder?

Goodbye 2017 – Hello 2018.

So ein Jahreswechsel macht mich immer sentimental. Am liebsten würde ich mich einfach ins Bett legen und alles vorbei gehen lassen, ohne fette Party, ohne Pläne, ganz allein… Nur ist das ja auch keine Lösung, been there, done that, und glücklicher gemacht hat mich das auch nicht.

Carlos Domínguez

2017 hat gegen Ende des Jahres nochmal richtig Gas gegeben und mich vor einige Probleme gestellt. Beruflich stehe ich mal wieder vor einem Berg, bei dem ich keine Ahnung hab, wie man den bezwingen kann, auch wenn das nicht allein mein Problem ist, eigentlich nicht mal ansatzweise. Aber ich werde zwagsläufig Teil der Lösung, so oder so. Da kann man schon mal ein bisschen Panik schieben.

Das zweite Problem ist die Frage, ob ich weiter aktiv dazu beitragen will, dass sich grundsätzliche Dinge ändern können oder ob ich einfach aufhöre, gegen Windmühlen zu kämpfen. Ich weiß schon recht lange, dass ich die Entscheidung treffen muss, das macht es aber nicht einfacher. Das Für und Wider gegeneinander aufzuwiegen, bringt leider auch nichts, da ich weiß, was grundsätzlich die richtige Entscheidung wäre, ich mir aber gleichzeitig die Frage stelle, ob das für mich persönlich das richtige ist. Ich weiß aber auch, dass ich nie mit dem zufrieden sein werde, was andere dann an meiner Stelle machen.

Und am Schluss steht die Erkenntnis, dass man sehr wohl das richtige tun, sich das aber gleichzeitig sehr, sehr falsch anfühlen kann. Was, zugegeben, eine ziemlich bittere Erkenntnis ist, denn damit geht’s einem nicht wirklich besser. Es sagt zwar immer jeder, du sollst für das kämpfen, was du willst und all den Shit, aber – und das ist das wirkliche Traurige daran – manchmal ist das einfach falsch. Das einzusehen ist nicht mal schwer, es scheitert nur irgendwie an der Umsetzung.

Und trotzdem freue ich mich auf 2018, es kann ja auch eigentlich nur besser werden. Ich will mehr lesen, mehr lernen, Dinge ausprobieren, auf die Schnauze fallen, wieder aufstehen, neu anfangen und alles davon genießen. Denn alles in allem geht’s uns ja gar nicht so schlecht, wenn Kühlschrank und Bücherregal voll sind und ein Dach über dem Kopf ist, oder?

Ich wünsche euch allen für 2018 genau das – Zufriedenheit – und genug Zeit für all die Dinge, die ihr liebt! <3

Wochendings.

#Offlinegeplauder

Wo ist denn bitte das Jahr hin und wieso ist schon wieder Dezember? oO Ich bin noch gar nicht bereit dafür… Aber gut, gestern hab ich den ganzen Tag Plätzchen gebacken und wie jedes Jahr stelle ich fest, dass ich lieber Kuchen als Kekse backe, ich frag mich nur, wann ich mich mal rechtzeitig daran erinnern werde… (Das Rezept vom Bild ist übrigens von Sky – super-mega-lecker-zimtig-weihnachtlich und ich habs hingekriegt, also schafft ihr das auch!)

Ansonsten war ich diese Woche Donnerstag direkt zur Eröffnung auf unserem Weihnachtsmarkt (keine Angst, nich meine Idee). Eine Arbeitskollegin hatte vor einer Weile ihr 40jähriges Dientsjubiläum und hat die Ateilung dann auf den Weihnachtsmark zu Essen & Trinken eingeladen. Das war tatsächlich echt schön und vor allem mal was anderes, als einfach essen gehen.

#Bookstagram

Renegades von Marissa Meyer hab ich angefangen, aber so ganz gefesselt bin ich noch nicht, deswegen musste erstmal A Boy called Christmas von Matt Haig dran glauben. Mei, was ist das für eine süße Geschichte! *.* (Und ich mag Matt Haig nichtmal…) Was bin ich froh, dass ich die beiden Folgebände auch schon zu Hause habe.

#WahnsinnInSerie

Wie immer late to the Party habe ich erst jetzt angefangen, Big Little Lies zu schauen und was soll ich sagen? Ihr hattet recht. Das ist genau die Art Serie, die ich mag. Nächsten Freitag kommt außerdem Staffel 2 von The Crown auf Netflix – Wochenende gerettet.


Und jetzt verzieh ich mich mit Plätzchen, Kaffee und Buch auf die Couch und schau dem Schnee beim rieseln zu. Es könnte wirklich alles viel, viel schlimmer sein… Macht euch eine schöne Woche! <3