Always be yourself unless you can be Wonder Woman.

Es ist also endlich soweit – Wonder Woman bekommt ihren eigenen Kinofilm, was nun wirklich überfällig war. Ab dem 15. Juni können wir hier in Deutschland auch endlich mitjubeln, wenn sich die Amazone über die Leinwand kämpft. Mich nervt’s ja schon ein bisschen, dass die halbe Welt knapp zwei Wochen früher in den Genuss kommt und so die Erwartungen wegen all der positiven Reviews ins unermessliche schnellen, aber wer weiß? Vielleicht ist all das ja sogar berechtigt.

Sehr wahrscheinlich sogar, denn der Film ist überagend gestartet und hat ein unfassbar gutes Rating auf Rotten Tomatoes. Die Fortsetzung wurde bereits bestätigt. So viel zu fight like a girl.

Wonder Woman ist eine Heldin, die im Vergleich zu Oracle oder Black Canary wirklich jeder kennt. Sie ist eine von vielen weiblichen Heldinnen im DC-Universe und doch die prominenteste. Selbst wenn man nie einen Comic gelesen oder die Serie gesehen hat, ist sie präsent. Wir alle wissen, dass sie sowohl mit Superman als auch Batman angebandelt hat und wenn uns das alles nichts sagt, dann kennen wir zumindest ihr knappes Outfit oder die Version, die Summer in O.C. California zur Freude von Seth getragen hat. Warum also hat es so fucking lange gedauert, bis sich jemand der Sache annimmt?

Ohne dass ich den Film gesehen habe, würde ich einfach mal ganz blauäuigig behaupten: Weil man es richtig machen wollte. Dabei ist es nicht mal der erste Versuch. 1996 wurde ein Film unter der Regie von Ivan Reitman geplant, aber wieder verworfen. Drei Jahre später war Sandra Bullock unter einem anderen Regisseur als Wonder Woman im Gespräch (okay, das hätte ich auch gern gesehen), 2001 kam das nochmal auf, aber wieder nicht zu Stande. 2005 wollte man bei Warner Bros., dass Josh Whedon den Film macht, aber auch dieses Projekt scheiterte. Und nun ist es mit Patty Jenkins eine Frau, die es endlich geschafft hat, die Amazonenprinzessin auf die große Leinwand zu bringen. Musste wohl so sein.

Wonder Woman ist Teil des DC Extended Universe, das mit Man of Steel und Batman vs. Superman sowie Suicide Squad bereits einen soliden Grundstein für viele weitere Verfilmungen geschaffen hat. Bereits in Batman vs. Superman hat Wonder Woman einen ersten Auftritt und lässt einen kleinen Einblick auf den weiteren Verlauf der Geschichte zu. Suicide Squad hingegen teasert die Justice League an, die ebenfalls noch dieses Jahr im Kino zu sehen sein wird. Letztendlich wird Wonder Woman nun von der israelischen Schaupielerin Gal Gadot verkörpert, Chris Pine spielt Steve Trevor, produziert wurde der Film unter anderem von Deborah und Zack Snyder und bietet mit einer Spieldauer von 141 Minuten viel Platz für die Geschichte.

Storytechnisch will ich noch nicht zuviel verraten, falls ihr euch überraschen lassen wollt, aber ich hab mich schonmal ein bisschen über die Handlung informiert und ich glaube, das wird richtig, richtig gut. Falls ihr vor dem Film noch schnell selbst was lesen wollt oder hinterher richtig einsteigen wollt, habe ich natürlich ein paar Tipps für euch:

The Legend of Wonder Woman

Schon allein weil DC das Ehepaar nach dieser einen Ausgabe gefeuert hat, obwohl eine zweite bereits geplant war, sollte man dieses Buch kaufen, was das Zeug hält. Oder man unterstützt de Liz und ihr Lady Powerpunch-Projekt. So oder so sollten Frauen in dieser Branche unterstützt werden, denn gerade die weibliche Sicht spielt bei Geschichten mit einer Frau in der Hauptrolle eine nicht unentscheidende Rolle.

Zum Comic selbst sei gesag, dass The Legend of Wonder Woman sich zum ersten Mal Dianas Kindheit und Jugend widmet – offenbar etwas, das auch im Film zu tragen kommt. Ich fand die Geschichte und die Zeichnungen sehr süß und hab mich gern damit beschäftigt, auch wenn ich nicht alles gut fand. Es ist nicht mein Lieblingscomic, aber wenn ihr vor oder nach dem Film nur einen lest, dann diesen.

Wonder Woman – The New 52

Meine bisher liebsten Wonder Woman Comics sind ganz klar die der The New 52-Reihe. Brian Azzarello hat mit Blood, Guts, Iron, War, Flesh & Bones eine Geschichte geschaffen, die ihres gleichen sucht. Mit War-Torn, A Twist of Faith und Ressurection wurde sie von Meredith Finch abgeschlossen und letztendlich ein neuer Weg für Greg Rucka geöffnet (dazu aber später mehr).

Hier ist es so, dass wir wirklich tief in die Mythologie der einzelnen Götter gehen. Wonder Woman ist als Tochter von Zeus selbst ein Halbgott und versucht, das Leben eines weiteren Bastards von Zeus zu retten – dabei wird sie später selbst zum Kriegsgott und kämpft, vor allem mit sich selbst, um ihre Ideale aber auch um den Olymp. Eine für mich perfekte Reihe und zusammen mit der Grundgeschichte von de la Liz wohl die grobe Handlung des Films. Warum allerdings Meredith Finch auch nur 3 Ausgaben machen durfte, ist mir unbegreiflich.

Wonder Woman – Rebirth

Mit Rebirth fängt Greg Rucka nach The New 52 wieder von vorne an und das im ganz großen Stil. Ich mag diese neue Geschichte sehr gern, auch wenn ich nach 2 Ausgaben noch nicht ganz weiß, wo sie hinführen wird. Das ist vielleicht eher was für nach dem Film, wenn man weiterlesen will, aber bisher mag ich es sehr gerne und freue mich auf alles, was da kommt.


Zur Geschichte

Es war ein Mann, genaugenommen sogar ein Psychologe, der sich 1940 in einem Interview über das unausgefüllte Potential im Superhelden-Genre äußerte und damit letztendlich die Aufmerksamkeit eines Comic-Verlages auf sich zog. William Moulton Marston, eben jener Psychologe, wurde als Berater angeheuert, ganz nebenbei hatte er den Wunsch, seinen eigenen Superhelfen zu entwerfen. Die Idee, aus diesem Helden eine Heldin zu machen, kam letztendlich von seiner Frau. Marston skizzierte Wonder Woman als die ideale Anführerin: die Art Frau, die die Gesellschaft beherrschen sollte.

„Not even girls want to be girls so long as our feminine archetype lacks force, strength, and power. Not wanting to be girls, they don’t want to be tender, submissive, peace-loving as good women are. Women’s strong qualities have become despised because of their weakness. The obvious remedy is to create a feminine character with all the strength of Superman plus all the allure of a good and beautiful woman.“

Für Wonder Woman stehen Frieden und Liebe eindeutig vor Gewalt und Krieg, trotz all ihrer gottgleichen Fähigkeiten. Sie kann sich natürlich durchsetzen, kämpfen und letztendlich auch töten, aber sie versucht zumindest immer, den friedlichen Weg zu gehen. Gloria Steinem machte sie zum Covergirl ihres Magazins Ms., um sich dagegen aufzulehnen, dass die meisten weiblichen Superhelden zur Jungfrau in Nöten werden sobald ein Mann auftaucht. Ganz im Gegensatz zu Wonder Woman, die sich von Anfang an selbst durchsetzen kann und die Männer in ihrem Leben nicht als das non plus ultra ansieht, sondern einen gleichwertigen Partner. Weiterhin ist sie ein Vorbild und vielleicht auch ein kleines Aushängeschild für die LGBT+ Community. Sie hat es nicht nötig, einen Stempel aufgedrückt zu bekommen, denn sie liebt andere für das, was sie sind und das ist genug.

In 2016 wurde Wonder Woman kurz zur UN-Botschafterin; nur zwei Monate später wurde sie auf Grund einer Petition wieder abgesetzt, da sie kein realistisches Vorbild sei und außerdem mit ihrer Kleidung ein falsches Bild vermitteln würde. Für mich ist das Drama darum nicht ganz nachvollziehbar, zumal es letztlich wohl mehr eine DC-Werbekampagne zum 75. Geburtstag von Wonder Woman war als alles andere. Und dennoch ist und bleibt sie gerade für junge Mädchen ein gutes Vorbild.

Wonder Woman ist die Superheldin, mit der ich am meisten anfangen und von der ich nicht genug bekommen kann. Sie zeigt, dass Frauen für sich und einander einstehen können und nicht mit ausgetreckten Ellebogen nach unten treten müssen, wenn es zusammen besser geht.

Und wenn ihr jetzt immer noch nicht genug habt…

Zum Film gibt es diesen wundervollen Bildband mit etlichen Hintergrundinformationen. Ein Muss für wirkliche Fans und alle, die auf die Art von Hintergrundinformation stehen. Außerdem gibts noch eine Wonder Woman-Anthologie, die Anfang des Jahres erschienen ist und die ersten und wichtigsten Geschichten rund um die Amazonenprinzessin enthält. Ganz besonders gespannt bin ich auf die Interpretation von Leigh Bardugo, die die junge Diana als Prinzessin der Amazonen in Warbringer zeichnet. das Buch erscheint am 29. August – zunächst leider nur auf englisch.

Merken

Merken

Wochendings.

#Offlinegeplauder

Im Moment fehlt echt für alles die Zeit und wenn es ausnahmsweise mal nicht die Zeit ist, ist es die Motivation, die mich hängen lässt. Lieber sitze ich doof in der Gegend rum, als irgendwas wenigstens anzufangen, ärgere mich dann aber im Nachhnein natürlich, dass ich soviel Zeit ungenutzt hab verstreichen lassen. Wie jetzt gerade, wo ich eigentlich bei Maike und Mareikes Langer Nach der aufgeschobenen Bücher mitmachen wollte, aber noch Bloggen muss bzw. will, weil ich weiß, dass viele von euch das Wochendings mögen. Und dann ist da noch diese Hitze, bei der man eh nix geregelt kriegt… Ich mag den Sommer ja wirklich, aber ich bin glaube ich einfach nicht dafür geschaffen. In der Sonne sitzen und nix machen – das kann ich hervoragend, aber so läufts halt leider die wenigste Zeit. Meistens muss man ja doch Arbeiten, danach ins aufgeheitzte Auto steigen und versuchen, das Lenkrad gerade nur so viel anzufassen, dass man keinen Unfall baut, sich daran aber auch nicht die Hände verbrennt und kommt dann komplett durchgeschwitzt zu Hause an. Nachts kann man nicht richtig schlafen, weil zu warm und dann wird man den ganzen Tag nicht richtig wach. Aber… ich habe jetzt zwei Wochen Urlaub und – so zumindest der Plan – werde den vor allem nutzen, um entspannt Ordnung in alles zu bringen, was die letzten Wochen so liegen geblieben ist.

Gestern war Tag der Organspende. Ich hab auf Instagram schon einen längeren Post dazu geschrieben, finde aber auch, dass man nicht genug darauf hinweisen kann. Organspende kann Leben retten. Jedes Mal, wenn das Thema in den Medien wieder hochkommt, führe ich eine Diskussion mit meiner Mutter, die mir zu erklären versucht, wie schlimm der Gedanke für sie ist, das man mir nach meinem Tod die Organe entnimmt. Und ein Stück weit verstehe ich sie und kann nachvollziehen, dass es sich für sie falsch anfühlen würde. Ich hingegen ertrage den Gedanken nicht, dass mein Herz oder meine Lunge oder irgendwas anderes jemandem das Leben retten oder erleichtern könnten, aber stattdessen mit mir begraben werden. Zumindest im Fall meiner Mutter weiß ich, dass sie, falls sie diese Entscheidung für mich treffen müsste, nicht so entscheiden würde, wie ich es tun würde und ich kann es ihr nicht mal übel nehmen. Aber das muss sie gar nicht. Ich kann ihr diesen Moment ersparen. Ich kann das selbst entscheiden und niemand muss diese Entscheidung für mich treffen. Und selbst wenn man weder Organe noch Gewebe spenden möchte, kann man das gleichermaßen im Organspendeausweis festhalten. Alle Infos sowie den Ausweis selbst gibts kostenlos bei der BZgA.

Ich backe ja sehr gerne und hin und wieder eskaliert das mal ein bisschen. Letzte Woche mit Cranberrie-Cookies mit weißer Schokolade (die schon wieder alle weg sind^^). Ich habe ein anderes Rezept benutzt als das, was ich euch verlinke, aber a) ist es sehr ähnlich und b) möchte ich euch einfach schamlos auf Christians Foodblog aufmerksam machen.

#Bookstagram

Ich liebe Victoria Schwab, aber ich tue mich zunehmend schwer mit ihren Büchern. Für A Conjuring of Light habe ich jetzt wieder ewig gebraucht, dabei war es soo gut. Ich musste mich fast zwingen, es fertig zu lesen und eigentlich sollte das nicht so sein. Ich schreib dazu noch eine Rezension, kann aber jetzt schon sagen: Wenn ihr noch nichts von Schwab gelesen habt, fangt mit Vicious oder The Archived an. Vier Farben der Magie ist großartig, wenn man alle drei Bücher zusammen nimmt und die Geschichte als ganzes betrachtet, aber das geht halt schlecht, wenn man erstmal nur den ersten Teil hat.

Feel Again von Mona war ausnahmweise mal eine große Überraschung für mich. Im Normalfall ist es ja so, dass ich die Bücher von Laura, Bianca und Mona zum Testlesen bekomme und schon vorher weiß, was mich erwartet, das hat aber bei Feel Again nicht geklappt. Die Zeit war zu knapp und so kannte ich zwar das Exposé, aber eben nicht viel mehr. Und es hat mich einfach umgehauen^^ Ich würde das gern ausführlicher in einer Rezension begründen, aber ich finds immer doof, wenn ich befreundete Autoren so in den Himmel hebe – das hat immer so einen Beigeschmack und ich hab zudem das Gefühl, dass ich da nicht unbefangen genug bin. Deshalb eben so – lest es. Die Again-Reihe ist verdammt gutes NA.

Aktuell lese ich 180 Seconds von Jessica Park. Ich bin mal gespannt, ob es mich genauso flashen kann, wie Flat-Out Love damals. Ich hoffe es sehr.

#WahnsinnInSerie

Netflix hat diese Woche für Aufsehen gesorgt, in dem sie Sense8 nach nur zwei Staffeln abgesetzt haben. Obwohl ich die Serie noch nicht gesehen habe (bin ziemlich hinten an – don’t judge me!), hat mich das überrascht, weil ich eigentlich nur positives darüber gehört hab. Ich kann also auch nicht beurteilen, ob das gerechtfertigt ist oder nicht, aber ich erstehe halt zum Beispiel nicht, wieso Tote Mädchen lügen nicht eine zweite Staffel bekommen muss, die weder zur Geschichte gehört noch notwendig ist, wenn da eine Serie ist, die mit einem Cliffhanger am Ende einfach abgesetzt wird.

Was ich vollkommen verdrängt hatte war, dass der Pilot von The Last Tycoon tatsächlich genug Stimmen bekommen hat und nun eine Serie wird. Finde ich schon allein deswegen gut, weil ich Matt Bomer mag, den Pilot mochte ich damals aber auch sehr gern. Start ist am 28. Juli, also schon sehr bald.

This is US ist in Deutschland eher mäßig gestartet – liegt vermutlich an der Tatsache, dass es um 21:15 Uhr nach Grey’s Anatomy auf einem unmöglichen Sendeplatz liegt, vielleicht aber auch daran, dass es zwar groß aber unglaublich kitschig beworben wurde. Ulrike Klode ruft dazu auf, der Serie noch eine Chance zu geben und ich kann mich nur anschließen. Allerdings seh ich auch die Probleme dabei – es gibt, außer auf Maxdome (wer hat das schon?), keine Chance, die Serie legal im O-Ton zu schauen. Wieso Milo Ventimiglia plötzlich einen anderen Synchronsprecher als in 8 Staffeln Gilmore Girls hat, erschließt sich mir nicht und ist unfassbar irritierend. Und dann ist da natürlich noch die Werbung. Aber an der Serie selbst ist wirklich nichts schlecht.

Die 8. Staffel Game of Thrones könnte erst 2019 kommen, je nach dem wie gut Benioff und Weiss vorankommen, aber auf jeden Fall wollen sie sich Zeit lassen. Ist natürlich irgendwie frustrierend, andererseits sind die beiden seit 10 Jahren mit dieser Serie beschäftigt und wollen es natürlich gut machen, letztendlich wollen die Fans ja nichts anderes.

Heute Abend endlich läuft Sherlock in der ARD. Um 21:45 Uhr geht’s los, Folge zwei kommt dann morgen und Folge 3 am Donnerstag. Ich hab sie zwar schon im Original gesehen, aber ich werde trotzdem nochmal einschalten. Ute hat zudem einen Blogpost dazu angekündigt, auf den ich mich sehr freue^^

 

Ich wünsch euch eine schöne Woche, lasst euch nicht ärgern! <3

 

Merken

Merken

Wochendings.

#Offlinegeplauder

Ich hoffe, ihr hattet eine kurze, sonnige Woche! Für diejenigen, die gestern trotzdem tapfer auf der Arbeit saßen (wie ich auch^^), lasst euch gesagt sein: Ohne uns gehts halt einfach nicht – irgendwer muss den Laden ja am Laufen halten ;) Manchmal muss man sich die Dinge einfach nur schön reden, denn ganz ehrlich? Es ist scheiße, zu Arbeiten, wenn alle anderen frei haben. Vor allem, wenn man dann eigentlich nur die zeit absitzt, weil man seine eigentliche Arbeit eben nicht machen kann, weil andere zu Hause sind. Deswegen bin ich gerade bei Brückentagen der Meinung: Entweder alle oder keiner. Aber auf mich hört ja wieder keiner^^

#Bookstagram

Nach einem kleinen Lesetief in den letzten Wochen bin ich endlich wieder gut dabei und hab ein bisschen was aufholen können. Simon vs. The Homo Sapiens Agenda hab ich beendet und dadurch ist der Knoten irgendwie geplatzt. Es war nett, aber ehrlich gesagt hab ich mehr erwartet. Ich schätze das liegt vor allem daran, dass ich erst so spät zu dem Buch gegriffen hab und die Erwartungen immens hoch waren, weil es von allen Seiten so gelobt wurde. Ich weiß nicht mal genau, was ich mit ‚mehr‘ meine, denn es war gut, so wie es war, aber es hat mich halt auch nicht überwältigt.

Zum Auffrischen hab ich mir Lady Midnight als Hörbuch geholt, was nicht die schlechteste Idee war. Ich hab tatsächlich ziemlich viel vergessen. Dann gabs noch die Kurzgeschichte A long Conversation, die wohl in der gedruckten Ausgabe von Lady Midnight drin ist (?), ich hab allerdings nur das ebook und musste die seperat kaufen. Auch nett, wie alle diese kleinen Geschichten so sind, aber eigentlich nicht notwendig. Nebenbei als kleines Hörbuch hatte ich dann noch Fantstic Beasts gesprochen von Eddie Redmayne und allein das ist Grund genug, es zu hören, denn Eddie IST Newt <3 Und dann war ich endlich bereit für Lord of Shadows. Ich weiß, Cassandra Clare ist mir viel Hass-Liebe verbunden, die einen hassen sie mehr, die anderen lieben sie. Bei mir ist es irgedwo dazwischen, einfach weil ich es hasse, dass sie nicht aufhören kann, auf den Shadohunters rumzureiten. Auf der anderen Seite liebe ich jede einzelne Geschichte davon, wenn ich sie dann lese und will nicht, dass es irgendwann endet. Und ich liebe es!

#Woanders

Normal verweise ich an dieser Stelle auf Blogposts von anderen, die mir gut gefallen haben, aber das ging diese Woche irgendwie unter. Denn da war doch tatsächlich ein Blog Zielscheibe kollektiven Unmutes, der Rezensionen oder zumindest Teile davon von anderen Bloggern als sein eigen ausgegeben hat. Das ist natürlich erstmal doof und keine feine Art und wäre ich betroffen, fände ich das auch nicht so nett. Hatte ich schonmal, hat mich tierisch aufgeregt. Ich verstehe also die Aufregung, aber es gibt nunmal verschiedene Wege, damit umzugehen. Und ganz ehrlich? Wenn unter den ersten Kommentaren schon sowas wie „Schadenersatz“ und „Du hörst von meinem Anwalt“ zu lesen ist, kann man sich ausdenken, wie es ab da weiterging – und es war nicht schön. Das dieses Mädchen vielleicht erst fünfzehn Jahre alt ist und offensichtlich mindestens ein Rechtschreibproblem hat, wurde zwar immer wieder eingeworfen, aber mit Füßen getreten. Noch schlimmer war eigentlich nur, dass ganz abgesehen vom Alter oder allem anderen giftige Weiber über jemanden abgerotzt und ihn mit Kommentaren, Mails und dieser ganzen Diskussion dermaßen fertig gemacht haben, nur weil sie sich in irgendeiner Art und Weise davon bedroht fühlen. Geht’s eigentlich noch? Was genau soll euch dieses Mädchen mit diesem Blog wegnehmen? Was genau ist es, vor dem ihr solche Angst habt? Dass euch jemand den Rang abläuft? Dass die Verlage nicht erkennen, wenn sie getäuscht werden? Glückwunsch. Wenn eure Mails an diese Bloggerin den gleichen Ton hatten, wie die Kommentare auf dem Blog und der FB-Gruppe, habt ihr damit ganz sicher ganz viel erreicht… nicht.

Ein weiterer Skandal hat sich dann auf der LLC ereignet, als dort scheinbar eine Autorin gefeiert wurde, die vor etwa fünf Jahren mehr durch Plagiate als tolle Bücher aufgefallen ist. Ramona hat einen gute Artikel dazu geschrieben, weniger gut fand ich einige der Kommentare. Das Ding ist nämlich: Klar ist das mies, jemanden immer und immer wieder für den selben Fehler an den Pranger zu stellen. Vielleicht hat sie wirklich was gelernt, vielleicht ist eine zweite Chance angebracht, vielleicht sollte man es einfach vergessen. Aber es nun eben auch so, dass man nur schwer etwas vergeben und vergessen kann, wenn man nie ein Zeichen der Einsicht gesehen hat.

#UndSonstSo

So, und jetzt möchte ich gerne zu ein paar netteren Sachen kommen…^^ Tina und Marina zum Beispiel, dank denen ich nun nicht nur weiß, was eine Monstera ist, sodern sie haben will. Außerdem ettliche andere Grünpflanzen, auch wenn ich weiß, dass sie bei mir eingehen werden. Vielleicht sollte ich mit Kakteen anfangen… Oder zu Rebecca Gablé, die angekündigt hat, dass es mit den Hörspieladaptionen von Waringham in eine zweite Rude geht. Yay! Nach Robin kommt nun John (Die Hüter der Rose) und das freut mich wirklich, weil es einfach nochmal was anderes ist, die Geschichte mit verschiedenen Sprechern zu hören. Quasi wirklich Kino für die Ohren. Suhrkamp hat indes über 1.500 Titel aus den Backlists von Suhrkamp und Insel wieder lieferbar gemacht und das hier schick zusammengestellt. Vielleicht ist ja für den ein oder anderen was verloren geglaubtes dabei. Viel schicker jedoch finde ich die Vintage Minis von Penguin – sorry Suhrkamp – aber die muss ich glaube ich wirklich alle haben!

#WahnsinnInSerie

Game of Thrones: Nach unzähligen, aber allesamt wundervollen Bildern, gab es vorgestern endlich, endlich, endlich einen Trailer! <3 Das macht es jetzt natürlich nicht besser, denn wie gewohnt werden mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet (wer hätte das gedacht?), aber letztendlich ist das auch vollkommen egal. Die Vorfreude steigt und ich kann es kaum noch erwarten bis es endlich losgeht. Zusätzlich dazu gabs ein paar Informationen zu den evtl. geplanten Spin-offs von GRRM himself und eine coole Grafik, die genau erklärt, wie Jon und Dany miteinander verwandt sind.

Etwas, das ich nicht wusste: Bevor The Witcher ein Videospiel war, gab es da ein Buch. Interessiert mich jetzt trotzdem nicht so, weil ich kein Gamer bin, deswegen würde ich es vermutlich nicht lesen. Aber die Thematik gefällt mir, und deswegen war ich freudig überrascht, als Netflix eine Serienadaption angekündigt hat. Reinschauen werde ich in jedem Fall.

Grey’s Anatomy geht im Herbst in die 14. Staffel und eigentlich gab es da schonmal ein Spin-off, nämlich Private Practice, aber jetzt versuchen sie es einfach nochmal. Diesmal wird es um Feuerwehrleute gehen, die Serie kommt natürlich auch von Shonda Rhimes. Mal sehen.

#AufDenOhren

Das Album ist nicht nur Mist, aber so grundsätzlich haben sich Linkin Park keinen Gefallen getan. Sie haben was neues probiert und die meisten fans mögen es nicht. das ist doof. Der titelgebende Song für das Album ist allerdings wunderschön und vor allem in dieser Version (und vor dem Hintergrund) unglaublich bewegend <3 Ich hör trotzdem lieber Hybrid Theory und Meteora.

 

Und weil ich fest daran glaube, dass Katzen am Ende alles besser machen, bekommt ihr hier Dobby (kein Scherz!) auf der Suche nach dem vierblättrigen Kleeblatt^^

Habt eine schöne Woche!

 

Merken

Merken

Merken

Good Night Stories for Rebel Girls – Elena Favilli & Francesca Cavallo

Kennt ihr Michelle Obama, Astrid Lindgren und Coco Chanel? Vermutlich. Aber wie siehts aus mit Grace O’Malley, Margaret Hamilton, Mary Edwards Walker und vielen anderen? Eher nicht so? Ja, das war bei mir auch so, aber dann las ich dieses Buch und habe nun fast 100 Biografien von wundervollen Frauen, die ich nachschlagen muss.

Kurzbeschreibung

What if the princess didn’t marry Prince Charming but instead went on to be an astronaut? What if the jealous step sisters were supportive and kind? And what if the queen was the one really in charge of the kingdom? Illustrated by sixty female artists from every corner of the globe, Good Night Stories for Rebel Girls introduces us to one hundred remarkable women and their extraordinary lives, from Ada Lovelace to Malala, Amelia Earhart to Michelle Obama. Empowering, moving and inspirational, these are true fairy tales for heroines who definitely don’t need rescuing.

Es muss so im November/Dezember letzten Jahres gewesen sein, als ich in einem von Anna Frosts Vlogs plötzlich das Buch sah und mich quasi instant verliebt habe. Dank Google fand ich die mittlerweile abgelaufene Kickstarter-Kampagne und die unfassbar große Resonanz – statt der 40.000$ zur Realisierung des Projekts waren weit über 600.000$ zusammengekommen – und die Geschichte des Buches liest sich selbst wie ein Märchen. Elena Favilli und Francesca Cavallo hatten nach einem Online-Magazin, mehreren Apps und diversen Büchern für Kinder die Idee für dieses ambitionierte Projekt. Grundgedanke dabei war, dass es gerade für Mädchen wichtig ist, nicht nur von erfolgreichen Männern zu lernen, sondern auch zu sehen, dass man als Mädchen alles schaffen kann, wenn man nur will. Nur leider sind Geschichten über großartige Frauen rar, obwohl es sie gibt. Die beiden beschlossen etwas dagegen zu tun und genau deshalb entstand die Idee für dieses Buch. Das bedeutet aber nicht, dass es nur für Mädchen ist – auch Jungs können viel daraus lernen und selbst Erwachsene werden damit ihren Spaß haben.

Good Night Stories for Rebel Girls beinhaltet 100 Geschichten, die jeweils auf einer Seite Text erzählt werden – das ist nicht viel, aber ausreichend für eine kleine Gute Nacht Geschichte. Sie alle sind im Stil von Märchen geschrieben, beinhalten die wichtigsten Informationen und erzählen in nur wenigen Worten großartige Geschichten. Auf der zweiten Seite findet sich ein Portrait zur Gechichte, gezeichnet von verschienen Künstlerinnen. Natürlich kennt man viele dieser Frauen, zumindest grob vom Namen her. Ich würde schätzen, dass ich zumindest mit der Hälfte wenigstens vom Namen was anfangen konnte. Aber die andere Hälfte bietet eben Frauen, deren Namen und Geschichten einem gänzlich unbekannt sind, und genau das sind die eigentliche Schätze an diesem Buch.

Nicht selten hab ich eine der Geschichten gelesen und saß danach mit leicht feuchten Augen da, wenn man reaslisiert, gegen wen oder was sich diese Frau durchsetzen musste, um an ihr Ziel zu kommen. Und die Tatsache, dass sie es trotzdem geschafft und nicht aufgegeben hat, macht Mut. Viele der Frauen musste ich danach erstmal googeln, weil ich weit mehr wissen wollte, als die kurze Geschichte zu bieten hatte. Wusstet ihr beispielsweise, dass es eine weibliche, lesbische Piratin namens Jacquotte Delahaye gab? Wie unfassbar cool!

Man kann Good Night Stories for Rebel Girls noch immer direkt über Kickstarter bzw. auch über die Website kaufen, aber seit März auch überall sonst, weil es zudem bei Penguin erschienen ist. Wer das alles nicht auf englisch sondern auf deutsch lesen möchte, muss bis zum 25. September warten, wenn Good Night Stories for Rebel Girls auch auf deutsch beim Hanser Verlag erscheint. Es ist – wenn ihr mich fragt – das perfekte Geschenk für jeden!

Merken

Merken

Merken

Merken

Fantastic Beasts and Where to Find Them: The Original Screenplay – J. K. Rowling

Kurzbeschreibung

When Magizoologist Newt Scamander arrives in New York, he intends his stay to be just a brief stopover. However, when his magical case is misplaced and some of Newt’s fantastic beasts escape, it spells trouble for everyone . . .

Inspired by the original Hogwart’s textbook by Newt Scamander, Fantastic Beasts and Where to Find Them: The Original screenplay marks the screenwriting debut of J.K. Rowling, author of the beloved and internationally bestselling Harry Potter books. A feat of imagination and featuring a cast of remarkable characters and magical creatures, this is epic adventure-packed storytelling at its very best. Whether an existing fan or new to the wizarding world, this is a perfect addition for any film lover or reader’s bookshelf.

Rezension

So rein vom Grundsatz her fand ich die Idee, das Drehbuch zum Film zu veröffentlichen schon doof. Bei Harry Potter and the Cursed Child ist das was anderes – das Theaterstück ist nicht jedem zugänglich und so war es nett, alle fans an der Geschichte teilhaben zu lassen. Bei Fantastic Beasts allerdings steht es ja jedem frei, ins Kino zu gehen oder nicht oder sich den Film später anzusehen. Wozu also ein Skript?

Die kurze Antwort lautet: braucht man nicht. Jetzt ist es aber so, dass ich als großer Harry Potter Fan natürlich erstmal alles haben muss, um mir dann eine eigene Meinung zu bilden und so zog natürlich auch das Skript zum Film zum Erscheinungstag bei mir ein. Es hat sich nicht ergeben, den Film im Kino zu sehen, also dachte ich – liest du’s halt. Nur hat auch das gedauert. Im Vergleich zu Harr Potter and the Cursed Child kam ich nur schwer rein und legte es schnell wieder beiseite. Das Interesse war einfach nicht soo groß.

Als dann Ende März die Benachrichtigung kam, dass ich den vorbestellten Film jetzt ansehen kann, fiel mir wieder ein, dass da ja ein Buch war, das ich zuerst lesen wollte. Ich setzte mich also hin und beendete es. Es war jetzt nicht uninteressant, stinkt aber im Vergleich zum Film ab, weil es einfach einen Unterschied macht, ob man nur liest, was passiert oder es sieht und hört. Es ist nett, dass man es in de Händen halten kann, aber die knapp 15€ kann man sich letztendlich sparen, wenn man den Film ohnehin sehen will.

 

Ich bin damit jetzt wahrscheinlich sehr spät dran, aber falls doch noch jemand zweifelt, ob es das Geld wert ist… steckt es lieber in eins der Zusatzwerke zum Film, wo vielleicht noch ein paar Hintergrundinfos versteckt sind. Davon habt ihr mehr.

Fantastic Beasts and Where to Find Them: The Original Screenplay

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Little, Brown; Auflage: 01 (18. November 2016)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1408708981
ISBN-13: 978-1408708989
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 – 11 Jahre

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch

übersetzt von Anja Hansen-Schmidt

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Carlsen (14. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551556946
ISBN-13: 978-3551556943
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Fantastic Beasts and Where to Find Them: The Original Screenplay

(Und falls euch das Notizbuch gefällt: das, und weitere, gibts hier.)

Merken

Merken

Fuchsteufelsstill – Niah Finnik

Kurzbeschreibung

Die siebenundzwanzigjährige Juli steht mitten im Leben – manchmal sogar ein bisschen zu sehr. Sie ist Autistin und jeder Tag bedeutet eine gewaltige Masse an Emotionen, die es zu meistern gilt. Als Juli nach einem missglückten Suizidversuch auf eine psychiatrische Station kommt, trifft sie dort auf die überschwänglich-herzliche Sophie und auf Philipp, der mal mehr und mal weniger er selbst, aber stets anziehend für Juli ist. Die drei nehmen Reißaus und verbringen ein gemeinsames Wochenende, nachdem nichts mehr so ist wie zuvor.

Ullstein Fünf


Rezension

 

Wie eigentlich alle anderen Bücher aus dem Ullstein Fünf-Programm hab ich auch dieses blind gekauft. Ja, bei Ankündigung des neuen Programms habe ich den Klappentext gelesen, aber da ich wusste, dass ich alle haben muss, eben auch genauso schnell wieder vergessen. Dementsprechend hatte ich eigentlich auch keine Erwartungen.

Und was soll ich sagen? Eine außergewöhnliche Perspektive und eine Protagonstin, die man einfach gern haben muss, machen dieses Buch zu einem ganz besonderem. Für ca. 70% des Buches habe ich mich mit Juli sehr wohl gefühlt. Es ist etwas Neues, die Welt durch ihre Augen zu sehen und es ist manchmal nicht leicht, keine Frage, aber das wäre ja auch langweilig. Zu Anfang dachte ich noch, dass sich ein Großteil der Geschichte in der klinik abspielen wird, war dann aber doch ganz froh, als dem nicht so war.

Im Grunde geht es darum, sich der eigenen Angst zu stellen und sich ihr entgegen zu setzen, und ganz nebenbei um eine zarte, junge Liebe. Manchmal hätte ich mir mehr Hintergrund gewünscht – wieso zum Beispiel spielt der beste Freund nur am Anfang eine Rolle? Was genau ist zwischen Juli und ihrer Mutter passiert? Und wie darf ich diese halben Theraphie-Gespräche in der klinik verstehen? Aber letztendlich sind das alles Nebensächlichkeiten und vielleicht sollte man es einfach darauf zurückführen, dass es für Juli auch keine große Bedeutung hat.

Einzig das letzte Drittel lies mich etwas unbefriedigt zurück, dabei kann ich nichtmal genau festmachen, was mich gestört hat. Es war als Handlungsverlauf nicht schlecht, aber einfach sehr unruhig und verworren.

Der Text an sich besticht durch eine wundervolle Sprache in Verbindung mit präziser Sachlichkeit. Ich habe so viele Stellen angestrichen, wie schon lange nicht mehr in einem Buch.

Fuchsteufelsstill

 

Broschiert: 304 Seiten
Verlag: Ullstein fünf (7. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 396101003X
ISBN-13: 978-3961010035

Merken

Merken