Viele Wege führen nach Waringham…

… aber welchen soll ich nehmen, wenn ich damit anfangen will?

Das ist immer ein bisschen das Problem, wenn ich versuche, jemanden von dieser Buchreihe zu überzeugen. Die Bücher sind unheimlich dick, es gibt gleich fünf davon (+ Der König der purpurnen Stadt, der ja auch irgendwie damit zu tun hat) und kaum jemand hat Lust, sich durch Bücher (inklusive erweiterter Ausgabe), Hörbücher (gekürzt + ungekürzt) sowie die Hörspiele durchzuarbeiten. Aber da kann ich helfen, denn ich kenne sie alle. Ich habe alle Bücher gelesen, mehrmals; alle Hörbücher durchgehört und mich mit den Hörspielen beschäftigt.

Warum ich die Reihe so liebe, habe ich übrigens hier schonmal erklärt. Lasst euch nicht gleich abschrecken, nur weil ihr vielleicht keine Historischen Romane mögt – die mag ich nämlich eigentlich auch nicht. Eigentlich…

Fangen wir also an…

Als erstes hab ich euch ein kleines Flowchart gebastelt, mit dem ihr rausfinden könnt, welches Medium für euch am ehesten in Frage kommt? Bereit? Los geht’s!

(Ja, da steht zweimal Hörspiel, nein, ich will euch nicht verarschen. Ich erkläre das weiter unten unter dem Punkt Hörbücher.)

Die Bücher

Die Reihenfolge ist wie folgt:

(Der König der purpurnen Stadt)
Das Lächeln der Fortuna
Die Hüter der Rose
Das Spiel der Könige
Der Dunkle Thron
Der Palast der Meere

Man beachte hierbei, dass Der König der purpurnen Stadt nicht direkt Waringham zugeordnet wird, allerdings spielen Gervais of Waringham und Geoffrey Dermond darin eine nicht unwichtige Rolle – sie sind die Väter von Robin of Waringham und Mortimer Dermond, um die es im Lächeln der Fortuna geht. Es passt also chronologisch davor und eignet sich als sanfter Einstieg (es ist auch ein bisschen dünner als der Rest), ist aber auch nicht notwendig, um in Waringham klarzukommen.

Außerdem gibt es zwei (!!) Ausgaben vom Lächeln der Fortuna, zum einen die normale, ursprünglich erschienene und eine erweiterte Ausgabe, die vor ein paar Jahren nochmal zusätzlich veröffentlicht wurde. Der Hintergrund dazu: Als Gablé Das Lächeln der Fortuna schrieb, stürzte ihr PC ab – der Klassiker – und das Manuskript war, zumindest in Teilen, verloren, eine Sicherung nicht mehr auffindbar. Was also tun? Neu schreiben natürlich, und so kam es zur ursprünglich veröffentlichen Fassung. Vor ein paar Jahren allerdings ist ihr – auf welchem Weg auch immer – die verloren geglaubte Sicherung wieder in die Hände gefallen und der Verlag hat sich dazu entschieden, diese als erweiterte Ausgabe zu veröffentlichen. Die Unterschiede zur normalen Ausgabe sind minimal, abgesehen von den letzten ca. 200 Seiten, auf denen ein paar Charaktere auftauchen, die es in der normalen Ausgabe nicht gibt und die Handlungsstränge bekommen, die in den weiteren Bänden natürlich nicht weiterverfolgt werden, weil es sie in der normalen Ausgabe nicht gab. Die erweiterte Ausgabe ist also nur ein netter Zugewinn für Fans, aber kein Muss.


Die Hörbücher

Hierfür braucht man gute Nerven und einen langen Atem… wie ich gerade gesehen habe, gibt es Band 1-3 nämlich nur als gekürztes Hörbuch. Ich persönlich hab damit schlechte Erfahrungen gemacht und bin einfach nicht begeistert davon, wenn man zum Teil wahllos Sachen streicht. Die Bände 4 und 5 hingegen sind in voller Länge verfügbar und das sind pro Hörbuch mal eben >30 Stunden. Das muss man dann schon auch wollen.

Detlef Bierstedt (aka die Stimme von George Clooney) macht das sehr gut, aber gekürzte Hörbücher kann und mag ich einfach nicht empfehlen.


Die Hörspiele

Vorweg dazu: Die Höspiele sind exklusiv von audible produziert, es führt also kein legaler Weg am großen, bösen A vorbei.

Für mich sind sie aber die beste Mischung aus selber lesen und hören und möglicherweise der einfachste Einstieg für alle, die sich von >1.000 Seiten zu lesen überfordert fühlen, denen aber ein vorgelesener Text zu monoton ist. Verschiedene Sprecher interpretieren hier den Text in den Dialogen, die Erzählstimme ist weiterhin die von Detlef Bierstedt und hinzu kommen die passenden Hintergrundgeräusche – wie man das von Hörspielen eben so kennt.

Beachten sollte man, dass die Romane hier jeweils dreigeteilt sind, außerdem sind noch nicht alle erschienen. Dementsprechend ergibt sich folgende Reihenfolge:

(Der König der purpurnen Stadt)
(Jonah – Die Lehrjahre || Jonah – Der Aufstieg || Jonah – Das Imperium)

Das Lächeln der Fortuna
Robin – Die Flucht || Robin – Die Wende || Robin – Die Rückkehr

Die Hüter der Rose
John – Die Brüder || John – Der Handel || John – Der Verrat

Das Spiel der Könige
Julian – Königstreue

Ich gehe stark davon aus, dass nach und nach auch die weiteren Teile erscheinen werden, einfach weil die Reihe so erfolgreich ist, versprechen kann man das aber natürlich nicht. Auch hier gilt wie bei den Büchern (s.o.): Der König der purpurnen Stadt ist kein Muss. Die Geschichte ist aber in sich abgeschlossen und wenn man danach keinen Bock mehr auf mehr hat, hat man nichts verloren. Wenn man aber direkt mit Robin einsteigt, fällt das aufhören danach natürlich schwerer – schließlich will man dann auch wissen, wie es mit seinen Söhnen weitergeht. Gekürzt ist hier wenn überhaupt nicht viel – mit den je drei Teilen kommt man auch auf 30-40 Stunden – und selbst wenn fallen die Kürzungen hier nicht auf, weil die Geschichte in sich logisch umgesetzt ist.


Super – und wo fange ich jetzt an?!

Ich würde mal ganz wagemutig sagen – am Anfang. Wenn ihr allerdings rebellisch veranlagt seid, sucht ihr euch einfach die Zeit raus, die euch am meisten interessiert. Heinrich VIII? Dann ist es der Dunkle Thron. Francis Drake? Der Palast der Meere. Die Rosenkriege? Das Spiel der Könige. König Edward und der Schwarze Prinz? Das Lächeln der Fortuna. Oder doch der Hunderjährige Krieg und Jeanne d’Arc? Dann halt die Hüter der Rose. Und wer lieber englisch hört… auch da kann geholfen werden, die sind aber noch nicht ganz so weit wie auf deutsch.

Alle Unklarheiten beseitigt?

Lasst es mich wissen, wenn ihr jetzt noch Fragen habt – oder auch einfach, wenn ihr angefangen habt und euch die Geschichte gefällt <3

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Wochendings.

#Offlinegeplauder

Das Jahr ist jetzt schon 3 Wochen alt. Wo ist die Zeit hin?! Und ich bin mittlerweile auch wieder ein Jahr älter… seit letztem Sonntag genieße ich nun das letzte Jahr als Twentysomething. Das klingt nicht nur doof, sondern ist es auch, vor allem, wenn man sich vorher nie so bezeichnet hat. Und falls ihr jetzt panisch denkt: Oh scheiße, ich habs vergessen! – kein Ding. Ich freue mich zwar über jeden, der dran denkt, aber ich feier mich nicht gerne selber. Abgesehen davon vergisst mein Vater meine Geburtstag seit 29 Jahren – schlimmer geht also immer^^

Ansonsten war eigentlich nicht viel los. Viel Arbeit, wobei das meiste in Sachen Jahresabschluss noch kommt (meh!), weswegen ich meine mir selbst gesetzte Deadline für das Nano-Buch auch nicht halten konnte. Unter der Woche klappt es einfach nicht und am Wochenende standen oft andere Sachen auf dem Plan. Mittlerweile hab ich mich damit abgefunden und nehms wies kommt, möchte aber dennoch bis zur LBM die Rohfassung fertig haben – nur, falls ihr euch wundert, wieso ihr davon nichts mehr hört.

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Ansonsten hab ich mich sehr über den Schnee gefreut, der pünktlich zum Geburtstag kam (yay!) und gleichzeitig Tulpen gekauft und das ein oder andere Buch durfte auch schon hier einziehen. In Sachen Vorfreude war 2016 nicht so mein Jahr, aber wir versuchen das jetzt einfach nochmal. Ich wollte es eigentlich ruhiger angehen lassen und nehmen, was kommt, aber gerade jetzt steigt die Vorfreude auf die #LBM immens, weil immer mehr Leute kommen, auf die ich mich freue. Ich bin alle Tage da – meldet euch ruhig zwecks Kaffee und/oder heftiger Umarmung^^

#Booktagram

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Meine Leseziele für 2017 sind eher eine Richtlinie. Die 100 Bücher, die ich laut Goodreads lesen will sind auch eher tief gegriffen, vor allem, weil gerade auch viele dicke Bücher auf meiner Leseliste stehen. Mal sehen, wie das ausgeht, aber bisher bin ich ganz gut dabei. Mit Bukowskis „On Love“ bin ich ins Jahr gestartet, hab mich dann über Churchill zu David Bowie weitergearbeitet und hänge jetzt im englischen Hochmittelalter – und das auch noch mit einem Hörbuch! Es ist das zweite innerhalb einer Woche und das überrascht mich selbst ein bisschen, weil ich trotz Audible-Abo seit 2013 kein großer Fan von Hörbüchern bin. Allerdings hab ich festgestellt, dass mich das auf der Arbeit von meiner eher mitteilsamen Kollegin ablenkt, von daher dient es seinem Zweck. Zweiter Grund ist die Tatsache, dass „Jonah“ als Hörspiel einfach großartig ist. Ich mochte „Der König der purpurnen Stadt“ immer schon sehr gern, und sicher ist das Hörbuch nicht weniger großartig, aber als Hörspiel ist es einfach der Wahnsinn. Ich freue mich jetzt schon auf „Robin“ und hoffe, dass da noch mehr kommt. Einziger Wehmutstropfen – die Geschichte zu hören, weckt den Drang, das Buch nochmal zu lesen – was jetzt auch irgendwie sinnfrei wäre. (Übrigens: Falls es jemand testen möchte und noch kein Hörbuch geschickt bekommen hat – ich könnte da noch aushelfen^^)

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Da die Überschrift Bookstagram lautet, passt es hier wohl am besten hin: Eure Bilder auf Instagram können noch so toll sein – wenn sie einzig und allein dem Zweck dienen, ein Produkt zu promoten oder einen Rabattcode unter die Leute zu bringen, like ich sie nicht. Ich mag das vielleicht alles falsch verstehen und keine Ahnung haben und ich gönn euch eure Likes, aber für mich gehts nicht vordergründig darum, Leute zum kaufen zu animieren. Für mich gehts um den Austausch, mit dem Tag #Bookstagram logischerweise um Bücher und wenn ich dann ein Buch sehe, neben dem ausgetreckte Füße in bunten Socken stecken und unter dem Bild mehrfach der Promocode genannt wird, aber nur ganz am Ende ‚oh übrigens, das Buch möchte ich irgendwann noch lesen‘ – sorry, aber nein, danke.

#WahsinnInSerie

Ich habe in de sauren Apfel gebissen und Sherlock gekauft, weil ich es nicht ertragen konnte, es nicht gleich zu sehen. Die Reaktionen waren ja entweder ganz mies oder eben sehr begeistert – ich fand die vierte Staffel einfach besser als die dritte und hoffe, dass es nicht das Ende war. Man muss vielleicht auch einfach mal bedenken, dass es mega schwierig ist, alle Erwartungen zu übetreffen, die sich bei den richtigen Fans innerhalb der letzten drei Jahre aufgebaut haben. Ich jedenfalls bin zufrieden und hoffe einfach, dass es weitergeht. Ansonsten suche ich gerade noch nach der nächsten tollen Serie zum suchten, aber da ich keine Ahnung hab, wonach ich genau suche, kann sich das noch ziehen…

#Woanders

Ich darf mich nicht so oft auf Petzis Blog rumtreiben, das macht mich nämlich arm. Insbesondere dann, wenn sie wieder massenhaft Bücher vorstellt, die mir auch gefallen könnten. Wie in diesem Beitrag. Saskia sagt Lasst die Leute lesen! und auch wenn das nicht der erste und sicher nicht der letzte Beitrag dieser Art sein wird, hab ich das Gefühl, dass man es eben immer und immer wieder mal sagen muss. Tilman schreibt über Filme. Moment… naja, ein bisschen mit Klassikern hats auch zu tun, es geht nämlich um die Leben von Schriftstellern im Bewegtbild. Am besten alle auf die Watchlist setzen. Nina hat ihren Blog wieder aufleben lassen und es wäre schön, wenn ihr mal vorbeischaut. Vielleicht findet ihr ja was.

#UndSonstSo

Good Omens bekommt eine Serie in Kooperation mit BBC und Amazon Prime. Ich hab das Buch leider nie fertig gelesen, aber ich sollte wohl…? Außerdem hat Neil Gaiman eine Liste von 28 Schriftstellerinnen veröffentlicht, die ihn inspirieren. Also quasi eine must-read-Liste. Auch wenn sich mittlerweile alles auf den neuen Präsidenten konzentriert, hänge ich irgendwie noch am Alten. Mit der New York Times sprach Obama über seine Liebe zu Büchern und wie sie ihm geholfen hat, im Weißen Haus zu überleben. Deshalb hier auch seine besten Zitate über Bücher und das Lesen.

#Listopia

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Habt eine schöne Woche! <3

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