AutorInnen und Rezensionen – eine Hassliebe.

Eigentlich sollte das ein Post über das markieren von AutorInnen in Rezensionen werden, aber in Anbetracht der aktuellen Diskussion wird das vielleicht etwas umfangreicher…

Das Thema kommt immer mal wieder auf, meistens dann, wenn AutorInnen darum bitten, nicht in den sozialen Netzwerken markiert zu werden, wenn die Meinung zum Buch negativ ist. Und das bezieht sich nicht nur auf Rezensionen, sondern auch auf Instagram-Posts und dergleichen. Auf der anderen Seite steht aber nun ein Blogger, der natürlich gern seine Rezension teilen will, vielleicht auch, weil berechtigte Kritik enthalten ist und letztendlich gar nicht versteht, warum die AutorInnen das nicht interessiert. Das Dilemma ist vorprogrammiert…

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Warum markiert man die AutorInnen überhaupt?

Mir fällt ehrlich gesagt kein nachvollziehbarer Grund ein, wenn ich länger drüber nachdenke. Ich mache es meist, damit es anderen leichter fällt, den jeweiligen AutorInnen direkt auch zu folgen, aber das ist eigentlich Bullshit bzw. Bequemlichkeit.  Ich könnte genauso in der Rezension die Autorenhomepage verlinken. Dann findet auch jeder, was er sucht, falls er es denn sucht. Denn letztendlich ist es doch so – wenn AutorInnen Rezensionen zu ihren Büchern lesen WOLLEN, finden sie sie so oder so ganz leicht.

Aber warum sollte es die AutorInnen NICHT interessieren, wie ich ihr Buch finde?

Niemand mag Kritik. Wir können uns noch so oft einreden, dass uns Kritik weiterbringt – aber im ersten Moment tut sie immer weh. Vor allem dann, wenn man monatelang an diesem einen Buch gearbeitet hat – es nicht nur geschrieben hat, sondern mehrere Lektoratsgänge drüber gegangen sind, verschiedene Menschen aus dem Verlag ihren Senf dazu gegeben haben und man irgendwann am Ende dieser Kette entschieden hat: Das ist jetzt die bestmögliche Version – lassen wir es an die Leser! Und dann kommen die Leser und sagen: An sich n top Buch, hat mir trotzdem nicht gefallen, drei Sterne. Manche schütteln das nach außen hin ab, manche reagieren gar nicht und wieder andere rezensieren dann die Rezension, was das ganze wieder ad absurdum führt. Klar ist aber, dass die Kritik an der eigenen Arbeit immer erstmal schmerzt, und vor allem negatives bleibt länger haften als positives.

Es nützt den AutorInnen eben auch nichts, sich ein halbes oder ein ganzes Jahr nachdem das Buch fertig geschrieben wurde, damit zu beschäftigen, was man auch Lesersicht da noch hätte besser machen können. Man kann es dann ohnehin nicht mehr ändern.

Die müssen das ja nicht lesen!

Nee, müssen die nicht, man muss es ihnen aber auch nicht einfach um die Ohren hauen. Die meisten BloggerInnen sind in ihrer Kritik zum Glück sehr sachlich und reflektiert, aber wir alle wissen auch, dass etwas, nur weil ich es auf eine bestimmte Art meine und sage noch lange nicht so ankommen muss, wie ich das vielleicht wollte. Manchmal sind Sender und Empfänger eben nicht auf der gleichen Wellenlänge und dann kommt es zu Missverständnissen. Die Rezension kann allerdings noch so sachlich sein – für die AutorInnen ist das Buch immer emotional, man kommt also eigentlich nur sehr, sehr schwer auf einen Nenner.

Was, wenn ich berechtigte, wichtige Kritik äußere?

Kann man und sollte man. Aber genauso wenig, wie die AutorInnen mit dem Inhalt des Buches dich persönlich angegriffen haben, solltest du die AutorInnen persönlich angreifen. Das ist einfach schlechter Stil und es kann ganz schnell nach hinten losgehen, wenn man sowas zum Beispiel auf Twitter lostritt. Wenn das Buch problematische Inhalte enthält, ist die Kritik ohnehin besser beim Verlag aufgehoben, auch wenn sowas nicht vorkommen dürfte. Als Mittelweg eignet sich immer noch ganz oldschool eine private Nachricht/Mail an die AutorInnen.

Und die Moral von der Geschicht?

Markieren kann man – oder eben nicht. Es gibt AutorInnen, die wollen das gar nicht, egal ob positive oder negative Meinungen, Bilder auf Instagram, whatever. Wenn man das weiß, sollte man das einfach respektieren und gut ist. Wenn man das nicht weiß, würde ich bei Rezensionen einfach darauf verzichten und stattdessen lieber den Verlag verlinken. Auf Instagram kommt es meiner Meinung drauf an, was ich zu dem Buch dann sonst noch sage. Geht’s nur um das hübsche Foto, weil ich das Buch gerade lese? Oder hab ich ein hübsches Foto gemacht, rotze in der Caption aber so richtig darüber ab? Vielleicht überlegt ihr einfach mal selbst, mit welcher Art Text ihr bei einer Markierung gerne konfrontiert werdet…

Und für die AutorInnen?

Das klingt jetzt fies, aber: Chillt mal bitte. Der Großteil der BloggerInnen will euch mit den Rezensionen rein gar nichts Böses. Sie mögen nicht immer respektvoll und rein sachlich formuliert sein, aber da müsst ihr in den meisten Fällen drüberstehen. Wenn jemand voller Emotion fünf Sterne für euer Buch gibt, ist euch die Sachlichkeit ja auch egal, mit zweierlei Maß messen ist also nicht. Und ich weiß, dass es schwer ist, die Fresse zu halten, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt, aber ich wüsste einfach auch keinen Fall, wo es für die AutorInnen am Ende gut ausgegangen ist, RezensentIn XY öffentlich angeprangert zu haben. Für sowas hat man andere AutorInnen und Freunde, VerlagsmitarbeiterInnen oder ähnliches… sprecht mit denen, kotzt euch aus und wenn’s nach einer Nacht drüber schlafen noch nicht besser ist, sucht das persönliche ­Gespräch. Aber ganz ehrlich – nicht nur ihr findet manche Aussagen sinnfrei. Die Menschen, die sich ernsthaft für das Buch interessieren und eine Rezension lesen, lesen auch eine zweite, eine dritte und vielleicht eine vierte – und bilden sich dann eine eigene Meinung. Ist also am Ende alles halb so schlimm, oder?

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Eins nach dem anderen oder alles durcheinander?

Ich bin das personifizierte Chaos auf zwei Beinen. Manchmal frage ich mich ernsthaft, wie ich überhaupt irgendwas gebacken kriege. Und dann klappt es am Ende doch und manchmal sogar besser als erwartet. Das trifft auf so ziemlich alles zu, besonders auffällig ist es aber beim Lesen.

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Früher, als ich meine Bücher noch nicht selbst gekauft habe und dementsprechend nicht so viel Auswahl hatte, lief das anders. Immer eins nach dem anderen, erst wenn ein Buch beendet war, konnte ich das nächtste haben. So musste ich mich erst durch den Pferdeflüsterer quälen (ein Geschenk, gut gemeint, aber für eine 12jährige vielleicht nicht ganz das Wahre) bis ich Harry Potter und der Feuerkelch anfangen durfte. Damals herrschte noch Struktur – und es war furchtbar.

Versteht mich nicht falsch, ich mag dicke Bücher, vor allem, wenn man vollkommen darin versinken kann, aber ich hasse das Gefühl, nicht voran zu kommen. Nicht immer ist man in der Stimmung oder hat die Zeit, mehrere Kapitel am Stück zu lesen. Je nach Geschichte muss man nach zwei Tagen Pause wieder ein Kapitel zurückgehen, um wieder reinzukommen. Und Martin oder Gablé sind jetzt auch nicht so geeignet für die Handtasche oder fünf Minuten Wartezeit zu überbrücken. Nichts ist trauriger, als ein Buch, für das meine Zeit oder Nerven hat.

Hätte ich das bisschen Struktur also beibehalten, käme ich nicht vom Fleck. Da ich Goodreads mehr oder weniger konsequent nutze, kann ich euch das anhand ein paar Daten veranschaulichen. Anfang des Jahres begann ich A Little Life zu lesen, genaugenommen am 9. Februar. Beendet habe ich es am 13. April, also gut zwei Monate später. A Little Life ist so ein Buch, durch das man nicht hetzen sollte. Über vieles muss man nachdenken, einzelne Szenen sacken lassen und sich wieder fangen, um weiter zu machen. Ich habe aber auch selten abends mehr als eine halbe Stunde Zeit, um zu lesen, ganz zu schweigen von der nötigen Ruhe. Über den Tag verteilt gibt es immer mal wieder Lücken, klar, aber auch da fehlte oft die nötige Ruhe. Die Alternative wäre also, außer A Little Life gar nichts zu lesen, wenn ich meine alte Regel hätte beibehalten wollen.

Aber – und genau das ist das schöne, wenn man mehrere Bücher gleichzeitig liest – man muss die Zeit, die man zum Lesen hat, gar nicht ungenutzt vertreichen lassen. In diesen zwei Monaten habe ich neben A Little Life einen Comic, vier Hörbücher und acht andere Bücher gelesen. Verschiedene Genre, Stile und Bücher geben mir die Möglichkeit, immer genau das richtige für den Moment zu wählen. Hinzu kommt das Nutzen unterschiedlicher Medien – Hörbuch, eBook, Taschenbuch oder Hardcover – ich kann mir aussuchen, worauf ich gerade Lust habe.

Ich glaube, wenn ich meine alte Regel beibehalten hätte, hätte ich A Little Life vermutlich nie beendet. Es geht mir nicht darum, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu lesen*. Wenn das das Ziel wäre, würde ich mir nur dünne Bücher rauspicken und könnte das schneller haben.

Es ist viel mehr das Gefühl, dass eine Geschichte, mag sie noch so gut sein, mich erdrückt, wenn ich mich zu lange nur damit beschäftige und ich nicht das Gefühl habe, dass ich wirklich weiterkomme. Ich brauche die Abwechslung und muss auch mal abschalten können. Wenn das nicht geht, finde ich mich nach so einem Wälzer sehr wahrscheinlich in einer Leseflaute wieder, weil ich erstmal keine Lust auf gar nichts habe. Dabei gehört Lesen zu meinem Tagesablauf, und seien es auch nur ein paar Seiten.

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Wenn ich sage, das ich meistens, fast immer, mehrere Bücher gleichzeitig lese, kommt fast immer die Frage, ob mich das nicht stresst. Tut es nicht. Ich finde es viel eher befreiend, ein Buch nicht sofort abbrechen zu müssen, weil ich gerade keinen Nerv darauf habe, sonder zurückkommen zu können, wann ich will und in der Zwischenzeit eben trotzdem immer was zu Lesen zu haben.

Je nach dem wie viel Zeit dazwischen liegt, muss ich das zuletzt gelesene Kapitel nochmal lesen, klar, aber das ist ja auch der Trick. Es sollten halt nicht drei Jugendfantasy-Bücher sein, die sich nur durch einen unterschiedlichen Weltenbau unterscheiden, sondern wirklich unterschiedliche Genres oder Stile. So kommt man auch an Sachen, die man sonst eher nicht gelesen hätte. Den Gesellschaftsroman morgens beim Frühstück, ein kleines Gedicht zwischendurch, den Thriller im Bett und am Wochenende mal ein Comic?

Es gibt so viele Möglichkeiten, Literatur zu erleben, ohne sich zu langweilen oder ewig viel Zeit in eine Sache zu investieren, um am Ende festzustellen, dass man die Hälfte gar nicht richtig mitbekommen hat, weil man sich nicht voll drauf konzentrieren konnte… Und wenn ihr Ordnung bevorzugt und wirklich lieber eins nach dem anderen lest – kein Ding. Es gibt aber nicht nur den richtigen und den falschen Weg. Vielmehr geht’s doch darum, dass jeder seinen Weg findet.


*Falls ihr mehr darüber wissen wollt, wie man die vorhandene Lesezeit optimaler nutzt, könnt ihr euch diesen Beitrag ansehen.

What the FOMO?!

FOMO ist eine Abkürzung und steht für fear of missing out, auf deutsch: die Angst, was zu verpassen. Es gibt unzählige Posts auf Lifestyle- und Beauty-Blogs, die sich damit beschäftigen, meist gehts um ganz banale Dinge, weil man selbst als hauptberuflicher Blogger einfach nicht alles mitnehmen kann, was so geht. Viel Mimimi auf hohem Niveau, aber ich will heute auf etwas anderes hinaus.

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Aber was hat das jetzt mit Büchern zu tun?

Ganz einfach – immer wieder tauchen bestimte Bücher plötzlich überall auf. Fast jeder Blogger bespricht sie, jeder zweite Instagram-Post zeigt dieses eine Buch und es hat zumindest den Anschein, als würde jeder, wirklich jeder dieses eine Buch lieben – außer dir. Klar, du hast es in der Vorschau gesehen, aber es hat dich nicht wirklich interessiert. Bis jetzt. Aber wenn es alle anderen haben und lieben musst du auch, oder? Wobei, eigentlich interessiert es dich immer noch nicht, aber…

… irgendwas muss ja dran sein, wenn es alle lesen, oder?

Ich weiß nicht, wie oft mir das schon so ging. Ich hab aufgehört zu zählen. Und auch wenn ich mir einbilde, dass ich eigentlich ziemlich immun dagegen bin, ertappe ich mich doch dabei, wenn ich mal wieder auf ‚bestellen‘ klicke, bevor ich wirklich drüber nachgedacht habe. Man könnte ja was verpassen! Und genau das Nachdenken ist der Punkt. In den seltensten Fällen ist es ein wirklich ein zu recht gehyptes Buch, um das es geht, sondern einfach nur cleveres Marketing. Denn natürlich haben die vermeintlichen Toptitel der Verlage ein größeres Kontingent an Rezensionsexemplaren und tauchen dementsprechend öfter auf. Nur weil ein Instagramer das Buch schön inszeniert, heißt das noch lange nicht, dass er oder sie es wirklich als geilen Scheiß empfindet. In einer perfekten Welt würde man nur die Bücher in die Kamera halten, die man wirklich mochte, aber ein cooles Cover richtig inszeniert gibt nunmal ein geiles Foto und viele Likes, noch dazu möchte man ja auch irgendwie dem Verlag sagen ‚Hey, danke, dass du an mich gedacht hast‘.

Und trotzdem springen wir drauf an.

Es ist schon lange her, dass ich Marketing in der Schule hatte, was aber hängen geblieben ist, ist dass einem ein Produkt 3-5 mal in einem postiven Zusammenhang begegnen muss, um einen Reiz auszulösen. Und je positiver, desto größer der Reiz, ist klar, oder? Vielleicht schüttelt ihr jetzt mit dem Kopf, vielleicht glaubt ihr, ihr seid überlegen und könnt dem widerstehen und vielleicht habt ihr in einigen Fällen sogar recht, aber ich wette, manchmal erwischt es auch euch.

Manchmal zahlt sich Abwarten und Tee trinken aus.

Das Ding ist aber – in den meisten Fällen trügt einen das eigene Bauchgefühl nicht. Wenn einen das Buch in der Vorschau überhaupt nicht angesprochen hat, stehen die Chancen gut, dass das auch so bleibt. Wie oft verleitet einen genau sowas zu impulsiven Käufen, die am Ende doch Ewigkeiten im Regal stehen bleiben? Und wie oft ist es schon passiert, dass ihr unter einem Instagram-Foto gefragt habt, wie derjenige das Buch denn fand, weil es euch jetzt nicht so geflasht hat und ihr zur Antwort bekamt, dass das Buch trotz einer wortgewaltigen und begeisterten Caption (noch) nicht gelesen wurde? Oder ihr bekommt einfach gar keine Antwort. Ihr verpasst nichts, was ihr ohnehin nicht wolltet. Vielmehr macht es oft Sinn, erstmal abzuwarten und zu sehen, was andere wirklich zum Inhalt sagen, bevor man Geld ausgibt, das man lieber in ein Buch gesteckt hätte, dass man wirklich wollte – und nicht nur geglaubt hat, es zu wollen.

Aber dann ist da ja auch noch der Druck.

Schwierig wird’s vor allem dann, wenn das Buch nicht nur omnipräsent ist, sondern gerade auch von Personen gezeigt wird, deren Meinung man schätzt und letztendlich ist da immer diese Angst, was zu verpassen. Man möchte ja auch mitreden und nicht immer der letzte sein, der irgendwas für gut befindet. Aber man ist nicht der letzte. Man wird auch nie der letzte sein. Das schöne an guten Geschichten ist ja, dass sie zeitlos sind. Sie laufen einem nicht weg und man kann sich auf sie stürzen, wenn man wirklich Lust drauf hat – und nicht wenn man das Gefühl hat, dass man es muss.

Merken

Wochendings.

#Offlinegeplauder

Ich bin so froh, dass ich jetzt erstmal eine Woche Urlaub habe – das glaubt ihr gar nicht. Die Arbeit bestand die letzten Wochen schon wieder nur aus Vertretung und tausend Dingen, die hier und da noch erledigt werden mussten und wenn einem dann auch noch mehrmals gesagt wird, dass man besser auf sich aufpassen soll, sollte man vielleicht auch mal drauf hören. Zudem hab ich mich die ganze letzte Woche mit Kopfschmerzen durch die Gegend geschleppt, weil das Wetter sich mal wieder nicht entscheiden kann, was es will. Und dann war da noch die Deutsche Bank, die mir gestern morgen beim Konten checken den Schock meines Lebens versetzt hat^^ An dieser Stelle Chapeau an die nette Dame, die auch bei meinem Anruf freundlich und zuvorkommend war und das Problem vermutlich zum 538. Mal erklärt hat :D Aber gut, jetzt erstmal Urlaub und der Plan sieht vor, dass ich in dieser Woche ganz viel Schreibe. Und Fotos mache. Und mir ganz viel Ruhe gönne. Weil ich das will :D

#Bookstagram

Wochendings_20160604

Ich hab seit letzter Woche gar nichts fertig gelesen… Dank Laura hab ich mir das Buch von Dani Shapiro besorgt und da auch gleich Manage your day-to-day mitbestellt. Finde beide bisher sehr gut und sie haben eine angenehme Handtaschengröße^^ Außerdem hat Chelsea M. Cameron mehr oder weniger überraschend ihre erste Gay-Romance veröffentlicht – davon geredet hat sie ja schon seit ihrem Outing, aber eigentlich sollte das Buch erst in ein paar Wochen erscheinen. Jetzt ist es halt schon da. Normalerweise ist das nicht mein Thema, aber a) bin ich neugierig, wie sie das angegangen ist, b) wäre es mein erster f/f-Roman und c) ist das Cover einfach hübsch.

#Zitat

Kryptonite

aus: Kryptonite – 3 Doors Down

#Woanders

Tobias von Buchrevier hat 5 Gründe ausformuliert, warum man Benedict Wells lesen sollte. Ich wusste das ja schon, ist aber vielleicht für den einen oder anderen von euch hilfreich. Karla hat Bücher über und gegen Depressionen zusammengetragen – die Liste ist großartig und ich bin mir sicher, dass für jeden, der sich in egal welcher Form mit dem Thema auseinander setzten will, was dabei ist. Mara hat den aktuellen Literatur Spiegel zum Anlass genommen, auch mal ihre Lebensbücher zu zeigen. Petzi zeigt uns 20 Sachbücher, die sie aus den kommenden Verlagsprogrammen haben will (ich will sie jetzt auch^^). Sandra bloggt über das Glück, kreativ zu sein <3 Daniel wünscht sich Scarlet Witch als Film (ich auch^^). Sarah hat einen Liebesbrief an alle Künstler geschrieben und spricht mir damit aus der Seele. Katha hat endlich, endlich, ENDLICH wieder was geschrieben und es ist so gut, dass tausend Herzchen nicht genug wären. Dann gibts beim Schreibwahnsinn noch 10 Tipps für mehr Zeit zum schreiben. Falls ihr es – wie auch ich – nicht auf eine Lesung von Melanie Raabe geschafft habt, hat sie für uns alle ein YT-Video gemacht :) Außerdem startet der LB-Lesesommer – wenn ichs irgendwie hinkriege, mach ich auch mit (vorausgesetzt, ich habs nicht schon verschlafen…) Ein Projekt, dass ich ganz, ganz großartig finde, kommt von Torsten Woywood und wurde vergangenen Sonntag mit einer Startnext- Kampagne angestoßen. Klickt euch durch und wenn ihr ein bisschen Geld übrig habt, unterstützt das Projekt zB mit dem Kauf eines signierten Buches.

#UndSonstSo

22 herzzereißende Zitate aus Me Before You –  9 Tragische Liebesgeschichten die man nach Me before you lesen kann17 heiß begehrte Bücher im Juni18 Sci-Fi und Fantasy-Bücher im JuniFantasy-Bücher im Juni10 Autorinnen, die man lesen sollte10 Bücher, die dich zu einem besseren Menschen machenEine Zusammenfassung von LGTB-Büchern Shit Booknerds doThe benefits of reading a book you don’t like17 Life Lessons von Lorelai Gilmore

Und zum Abschluss noch mein Ohrwurm dieser Woche mit den liebsten Grüßen an Bianca <3 Genießt die Woche!

Wochendings.

#Offlinegeplauder

Diese Woche gelernt: Überprüft vorher, ob ihr bei einer e-mail den richtigen Empfänger eingetragen habt. Immer! Am besten mehrmals! Nur wenig ist peinlicher, als wenn man sich kurz beim Kollegen über was aufregen will, das aber bei der Chefin landet! Ich hab das für euch gestestet und kann euch sagen – nein, die Erde tut sich nicht plötzlich auf und verschluckt euch. Leider. Ihr müsst dann irgendwie zu Kreuze kriechen und wir alle wissen, wie furchtbar das sein kann^^

#Bookstagram

 

Ein akuter Anfall von Leseunlust zwang mich dazu, auf Mona zu hören, und mal wieder was zu lesen, bei dem ich nicht allzuviel nachdenken muss. Und was soll ich sagen? Es hat funktioniert^^ Caroline & West ist eine tolle NA-Geschichte, die ich hiermit sehr gerne weiterempfehle. Teil 2 ist schon bestellt und trudelt hoffentlich heute hier ein. Did I mention I love you? von Estelle Maskame war leider nicht so toll. Es ist eine nette Geschichte, keine Frage, aber jetzt eben auch nichts besonderes und ich finds schon wieder zu dramatisch und zu konstruiert. Nicht wirklich meins. Außerdem gelesen: Wonder Woman – Earth One #1. Naja… war okay, aber ich mag die WW-Comics von Brian Azzarello lieber. Ansonsten hänge ich immer noch in A Gathering of Shadows, wozu mir irgendwie die passende Stimmung fehlt und ich habe letzten Samstag einen großen Fehler gemacht, indem ich mein Buchregal aufgeräumt habe und unendlich viele Bücher gefunden habe, die ich GANZ DRINGEND UND UNBEDINGT SOFORT alle auf einmal lesen will. Großartig. Einfach großartig^^

#Woanders

Ich glaube, das Thema, das meine Timeline diese Woche am meisten beherrscht hat, war ein Blogartikel, der, nunja… wieder dazu geführt hat, dass sich jeder, der eigentlich nicht angesprochen war, sich angesprochen gefühlt hat und schon wieder auf einer Ebene diskutiert wurde, die weder den Beteiligten noch der Allgemeinen Betrachtung von (Buch-)Bloggern hilft. Dass die eigentliche Aussage vom Artikel dabei halt auch einfach mal unter den Tisch gefallen ist, ist also kein Wunder. Denn so grundsätzlich sehe ich das genauso – man muss sich als Blogger entscheiden, ob man das professionell angehen will oder es halt einfach nur just for fun macht. Ich finde allerdings auch, dass die Frage wie man das denn angeht, einfach mal jedem selbst überlassen sein sollte, genauso wie die Frage ‚mag ich diesen Blog mit dem Konzept oder mag ich ihn nicht?‘ – denn wenn ich etwas nicht mag, steht es mir frei, dem nicht weiter zu folgen. So einfach ist das manchmal im Leben – bloggen und bloggen lassen.

#WahnsinnInSerie

Während gefühlt alle nach dem neuesten, heißen Scheiß suchen, habe ich einen Schatz aus meiner Jugend wieder entdeckt – Party of Five. Seit Kurzem wird die komplette Serie auf RTL Passion wiederholt und somit habe ich ein festes Sonntagnachmittagsdate. Falls ihr die Serie nicht kennt – es geht um die 5köpfige Familie Salinger, die bei einem Unfall beide Eltern verlieren. Fortan muss sich der älteste Bruder um seine vier Geschwister kümmern, was natürlich nicht leicht ist. Ich war damals außerdem schwer in Bailey (Scott Wolf) verliebt. Außerdem mit dabe: Neve Campbell und Jennifer Love Hewitt.

#UndSonstSo

Ich hab diese Woche kaum was mitgekriegt. Außerdem ist es jetzt schon Samstag Abend und wenn ich jetzt noch anfange, zu suchen, was diese Woche so spannend war, kommt dieser Beitrag nicht mehr auf den Blog. Deswegen – während ich hier mit meiner Ruccola-Pizza und dem Glas Wein sitzte – wünsche ich euch einfach nur ein schönes Wochenende und eine tolle nächste Woche! <3

 

Die Lizenz zum Lesen.

Es ist Jahre her, dass ich zum ersten Mal überlegt habe, ob ich einen eReader anschaffen soll oder nicht. Die Frage hat sich mittlerweile dreifach beantwortet, denn obwohl ich mich (für meine Begriffe) auch lange Zeit geweigert habe, befinden sich nun 3 Lesegeräte in meinem Besitz. Seitdem hab ich immer mal wieder die Absicht gehabt, eine kleine Bilanz zu ziehen, aber erst Daniel hat mich mit seinem Blogpost so richtig motiviert.

Natürlich sind die Vorteile nicht von der Hand zu weisen: Wenn ich einen Text unbedingt will, kann ich ihn sofort haben. Ich habe Zugang zu unzähligen Digital-Onlys, die ich sonst (ggf.umständlich) am PC konvertieren müsste. Ich muss keinen 800-Seiten-Türstopper in der Handtasche mitschleppen – ich kann sie alle haben, und dabei wiegen sie nicht mehr als mein Handy. Ich kann im Dunkeln lesen. Ich kann mit zwei gebrochenen Armen lesen (antippen geht zur Not auch mit der Nase). Ich kann mit nur einer Hand den Reader halten und gleichzeitig weiterblättern, wenn ich mich mit der anderen im Zug festhalten muss. Kurz und knapp: Es ist unheimlich praktisch.

Alice Hampson
Aber es bleibt die Tatsache, dass ein eBook nicht weniger, aber eben auch nicht mehr als die Lizenz zum Lesen ist. Dazu schreibt Wikipedia: „Allgemein ist eine Lizenz eine Erlaubnis, Dinge zu tun, die ohne diese verboten sind.“ Das bedeutet bezogen auf das eBook, dass ich gegen Geld die Erlaubnis erhalte, die Datei zu lesen. Genauer könnt ihr das in diesem Beitrag auf dem Blog von edel & electric nachlesen. Ich persönlich finde das allein nicht schlimm. Ich bin noch nie auf die Idee gekommen, ein eBook zu verleihen und wenn ich eins verschenken wollen würde, würde ich auf einen Gutschein für den Shop der Wahl zurück greifen. Was mich aber nervt und mich doch immer öfter zur physischen Version greifen lässt, ist schlicht der Preis. Man kann natürlich argumentieren, dass der Inhalt der gleiche ist und Kosten für Lektorat, Marketing und Aufbereitung auch das eBook betreffen. Und ja, die Kalkulationen sind schlüssig. Trotzdem bleibt für mich das persönliche Empfinden der ausschlaggebende Punkt: Will ich für 22 € ein Buch, so ein richtges mit Seiten zum Blättern und Cover zum Befühlen oder für 20 € eine Datei, die ich halt lesen kann und deren Cover, wunderschön für viel Geld gestaltet, auf meinem eInk-Reader nur in schwarz-weiß zu sehen ist. Und deren Nutzungsrecht man mir im schlimmsten Fall entziehen kann. Hm.

Und das ist halt der Punkt. Ich gebe unheimlich gern unfassbar viel Geld für Bücher aus. Aber wenn ich für 22 € mehr mit dem Buch machen kann als mit der Datei für 20 €, liegt das Buch vorne. Das ist im Moment der Hauptgrund, warum ich immer noch sehr viele Bücher als Buch kaufe. Weiterhin habe ich das Problem, dass ich sehr viele Bücher, die ich als eBook lese, anschließend auch im Regal stehen haben möchte. Und das kostet dann gleich doppelt Geld. Da Bundles mit unterschiedlichen Steuersätzen versehen sind, gibt es die kaum – es ist einfach zu kompliziert in der Abrechnung und ich kann jeden verstehen, der sich das nicht antun will (und nebenbei total unnötig. Wieso sollte ein eBook mit 19% verteuert werden?).

James Tarbotton
Die perfekte Lösung für mich wäre im Grunde das gleiche wie bei CDs – Buch kaufen und eBook dazu. Bei Musik ist das unheimlich praktisch, bei Büchern braucht das aber nicht jeder. Daher: Ein Buch (Hardcover) kostet X €. In diesem Preis sind sämtliche Kosten miteinkalkuliert. Für diesen Betrag X bekomme ich aber die Lizenz für eBook und/oder Hörbuch dazu. Ich könnte also switchen wie mir beliebt – zB unterwegs oder beim Bügeln. Wenn ich hingegen nur das eBook oder das Hörbuch haben will, zahle ich entsprechend weniger. Wenn ich im Anschluss doch noch das Buch haben will, muss ich nicht den vollen Betrag X sondern die Differenz bezahlen.

Aber das ist vermutlich utopisch. Schlauere Köpfe als meiner sind bereits an solchen Ideen gescheitert, sei es nun auf Grund der Gesetzgebung oder weil es einfach zu kompliziert ist. Eine Alternative ist papego. Die App bietet einem die Möglichkeit, bei ausgewählten Büchern die Seite zu scannen und die nächsten 25% des Buches auf dem Handy/Tablet zu lesen. Den Ansatz finde ich gut, mein Problem dabei ist aber, dass mir die 25% auf lägeren Zugfahrten oder im Urlaub halt einfach nicht reichen. Tja.

Und so stehe ich hier mit meinen drei Readern und kann mich nach all den Jahren immer noch nicht für oder gegen Buch oder eBook aussprechen. Es geht irgendwie Hand in Hand, mal so mal so. Ich entscheide spontan, wie dringend ich das Buch brauche, wann und wo genau ich es lesen will und ob ich es wirklich anfassen, verschenken oder verleihen oder nur lesen will und dann nie wieder brauche. Für meinen Geschmack sind das zu viele Fragen. Eigentlich will ich lieber einfach nur lesen .

Fakt ist: Ich liebe meine eReader für unterwegs und ich möchte nicht mehr ohne leben. Nie wieder. Aber ich möchte auch nicht ohne Bücher leben. Deswegen gehts für mich nur zusammen, aber nicht so oder so.

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