Lieber Daddy-Long-Legs – Jean Webster

Kurzbeschreibung

Fast 18 Jahre hat Judy Abbott im Waisenhaus gelebt. Wegen ihrer literarischen Begabung wird sie nun von einem geheimnisvollen Wohltäter aufs College geschickt. Der Mann möchte namenlos bleiben, Judy soll ihm aber jeden Monat einen Brief über ihre Fortschritte schreiben. Voller Begeisterung stürzt sich Judy in dieses unbekannte Leben. Mehr als einmal im Monat schreibt sie „Mr Smith“, denn sie hat ja sonst niemanden auf der Welt, mit dem sie ihre Erlebnisse teilen kann. Briefe voller Witz, über Hüte und Literatur, über neue Freundschaften und immer öfter auch über den sympathischen Jervis Pendleton.

Rezension

Ich möchte diese Rezension mit einer kleinen Geschichte beginnen… Es war Anfang März, als ich eine Mail bekam, die mich für die Buchmesse zu einem königlichen Kaffeekränzchen einlud. Ich hab den Kontakt zum Verlag nicht gesucht, mich aber trotzdem sehr gefreut, weil die Königskinder nicht nur besondere Bücher veröffentlichen, sie machen es auch mit extrem viel Liebe. Nicht, dass ich das nicht schon vorher gewusst hätte, bieten sie doch z.B. Ruta Sepetys ein wundervolles zu Hause, aber an diesem Nachmittag auf der Messe habe ich eben gemerkt, dass es wirklich von Herzen kommt. Allein wie Barbara König über Lieber Daddy-Long-Legs gesprochen hat, hat gereicht um das Buch vorzubestellen und unbedingt lesen zu wollen. Just an dem Tag, an dem ich angefangen habe, es zu lesen, kam die Nachricht, dass im Frühjahr 2018 das letzte Programm des Imprints erscheinen wird und das macht mich tatsächlich sehr traurig, denn gerade Bücher wie dieses machen den Verlag aus.

Liebe Daddy-Long-Legs ist zuerst 1912 erschienen und das sollte man wissen, wenn man dieses Buch lesen möchte, da es einfach von einer ganz anderen Zeit erzählt. Judy (oder Jerusha) lebt in einem Waisenhaus, dem sie eigentlich schon entwachsen ist. Es ist nur der Mildtätigkeit der Leiterin zu verdanken, dass sie auch nach Abschluss der Schule weiterhin dort bleiben und arbeiten kann. Am ersten Mittwoch im Monat besucht einer der Treuhänder der Stiftung das Waisenhaus und auch wenn diese Tage für Judy in erster Linie Arbeit bedeuten, wandelt sich das, als sie erfährt, dass sie als erstes Mädchen in den Genuss eines Stipendiums kommt und so dem Waisenhaus entfliehen kann. Alles, was sie dafür tun muss, ist einmal im Monat einen Brief an ihren anonymen Gönner zu verfassen.

So kommen wir zur zweiten Sache, die man über das Buch wissen muss – es besteht aus eben diesen Briefen, die Judy dem Treuhänder schreibt und so erfahren wir alles aus ihrem Leben, an dem sie ihren Gönner teilhaben lässt, können das aber natürlich auch nur einseitig beeurteilen. Trotzdem ensteht ein relativ klares Bild, nicht zuletzt deswegen, weil Judy und nicht nur an ihren Lernfortschritten, sondern auch an ihrer Gefühlswelt teilhaben lässt. Manchmal freut sie sich über die Möglichkeit, die der Treuhänder, den sie liebevoll Daddy-Long-Legs nennt, ihr geboten hat, manchmal ist sie aber auch wütend, weil er sich einmischt oder vor allem deswegen, weil er ihr nie persönlich antwortet – denn das war eine seiner Bedingungen. Und immer öfter berichtet sie, leicht verliebt, von einem Jungen Mann, den sie scheinbar durch Zufall getroffen hat.

Nun muss man nicht annähernd so klug wie Sherlock Holmes sein, um sich zusammen zu reimen, wo das vielleicht hinführen mag, man sollte sich dann aber auch vor Augen halten, dass es eben ein Kinderbuch ist und jüngere Leser den ein oder andere Wink mit dem Zaunpfahl vielleicht noch nicht als solchen verstehen. Sei’s drum, auch als Erwachsene hatte ich viel Spaß mit dem Buch und der Geschichte, vor allem aber mit Judy, die, bezogen auf die Zeit in der sie lebt, ein starkes Beispiel für eine eigensinnige, ehrliche, freundliche, junge Frau ist, die sich nichts gefallen lässt und den Mund aufmacht, wenn ihr etwas nicht passt. Sie sucht sich sogar einen neuen Namen (Judy) aus, weil ihr der aus dem Waisenhaus (Jerusha) nicht mehr gefällt, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass sie ihren Traum, Schriftstellerin zu werden, nie aus den Augen verliert und trotz aller Rückschläge immer otimistisch bleibt.

Folgendes ist mir dennoch negativ aufgestoßen (Achtung Spoiler): Ich weiß nicht, wie ich es finden soll, dass ein 33jähriger Mann einer 18jährigen nachstellt, ihren Gönner spielt und sich auf der einen Seite als der stumme Gönner ausgibt, auf der anderen aber mit Hilfe der Informationen aus ihren Briefen versucht ihr Herz zu gewinnen. Es ist auf der einen Seite süß, aber der anderen lässt es mich aber recht zwiegespalten zurück, auch wenn er sie natürlich zu nichts zwingt und ich ein Stück weit verstehe, wieso er sich ihr nicht offenbart. Vielleicht sehe ich das ein bisschen zu eng, vielleicht sollte der Altersunterschied keine Rolle spielen, und vielleicht fehlt einfach seine Perspektive und/oder ein paar mehr Informationen über Judys Treffen mit Jarvie, um das besser zu beurteilen. Vielleicht war das früher auch gar nicht so schlimm.

Aber abgesehen davon hatte ich sehr viel Spaß mit Judy und Daddy-Long-Legs.

Lieber Daddy-Long-Legs

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Königskinder (29. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551560447
ISBN-13: 978-3551560445
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

 

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Wochendings.

#Offlinegeplauder

Es macht keinen Spaß, jeden Morgen mit dem Gedanken daran wach zu werden, was dieser Idiot jetzt schon wieder verbrochen hat. Noch dazu ist es fürchterlich ermüdend, weil man dann auch den Rest des Tages kaum was anderes mitbekommt und es lähmt. Ich merke, wie ich mehr und mehr keine Lust mehr auf die sozialen Netzwerke bekomme, weil man all dem so schlecht entkommen kann. Früher gab es die 20 Uhr-Nachrichten, die alles, was über den Tag verteilt auf der Welt so passiert ist, zusammen gefasst haben und man war damit ausreichend informiert. Heute bekommt man alles in Echtzeit gleich mehrfach serviert, oft ist das Meme zur Sitution noch vor der News im Umlauf. Und irgendwie versucht man, trotz all dem weitestgehend normal weiter zu machen, aber so ganz funktionieren will es bei mir nicht… Aber nur darüber zu jammern nutzt halt auch nichts. Man muss halt selektieren und sich ggf. seine Informationen woanders suchen bzw dann, wenn man kann. Und vor allem muss man aus all dem lernen.

Nicht schlecht gestaunt hab ich, als ich (ausgerechnet an einem Montag) auf der Arbeit plötzlich eine gerichtliche Vorladung bekommen hab. Ganz ehrlich, auch wenn man weiß, dass man nichts verbockt hat und dass es – auf Grund der Umstände der Zustellung an die Firmenadresse – ja eigentlich nur dienstlich sein kann, rutscht einem das Herz trotzdem erstmal in die Hose. Es hat nicht lange gedauert, bis mich die Chefsekretärin angerufen hat und meinte, dass außer mir auch beide Geschäftsführer betroffen sind, was irgendwie schon wieder keinen Sinn mehr gemacht hat, weil ich im Vergleich zu denen ja eher ein kleines Licht bin. Gestern dann (Freitag) rief mich unser Pförtner an und meinte, dass am Empfang ein Justizvollzugsbeamter auf mich warten würde. Das war Schock Nr. 2, allerdings hatte er diesmal meine Ausladung von der Gerichtsverhandlung dabei…^^ So viel Aufwand für nichts, weil sich rausgestellt hat, dass weder die beiden Geschäftsführer noch ich irgendwas zu der Sache sagen können, was die beiden Streithähne weiterbringen würde. Aber damit wäre bewiesen: Miese Nachrichten kommen Montags, gute zum Wochenende.

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Apropos Wochenende: Am letzten Samstag bekam ich noch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk und es ist das beste von allen <3 Mein Onkel hat nämlich mitbekommen, wie gern ich die alte Schreibmaschine von der Arbeit gehabt hätte, die im Müll gelandet ist (Firmeneigentum, blabla, das wäre Diebstahl, blabla, Anlagevermögen, blabla…) und hat mir kurzum eine eigene gekauft^^ Im Gegensatz zu der von der Arbeit ist sie zwar kleiner und nicht ganz so edel, aber sie funktioniert halt auch noch einwandfrei und sieht fast noch besser aus :D

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Deswegen, aber auch um meine Vorsätze vom Anfang des Jahres in die Tat umzusetzen, hab ich nach meine Klamotten nun auch mit den Büchern & DVDs angefangen. Alles, was ich nicht mehr lesen möchte oder brauche, flog erstmal in Kisten (ich weiß leider noch nicht, wohin damit) und es ist einfach so viel, dass ich kurz davor bin, einen Container kommen zu lassen… xD

#Bookstagram

Lesen läuft gerade nicht so gut. Ich weiß nicht so ganz, woran es liegt, wahrscheinlich an der Zeit, weil ich eigentlich einfach nur müde bin, wenn ich gerade nicht arbeite, aber knapp tausend Seiten (Geister – Nathan Hill) lese halt auch ich nicht mal eben weg. Mittlerweile ist das eBook zu Water and Air erschienen, das TB folgt am 1. März und das bedeutet mir nicht nur deshalb so viel, weil es von Laura ist, sondern auch, weil ich von der Idee bis jetzt mit dabei war und es kaum abwarten kann, dass ihr es lest. Ich an eurer Stelle würde es allerdings als TB bei Carlsen oder Bittersweet vorbestellen, denn nur dann gibts so eine endgeile Karte mit der Illustration von Kenzie & Callum <3

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#Woanders

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Lovelybooks sorgt in diesem Monat dafür, dass die Wunschliste täglich weiterwächst, in dem jeden Tag ein Blogger seine 5 Buchtipps zu einem Thema vorstellt. Ich war ein bisschen überrascht, weil ich wirklich alle teilnehmenden Blogs kenne und ich freu mich jetzt schon drauf, was ihr dann zu meiner Liste am 23. Februar sagt :) Sandy hat einen schönen Beitrag über liegen gebliebene Bücher geschrieben. Wir alle haben diese Reihen, die wir weiterkaufen, ohne sie zu lesen – aus welchen Gründen auch immer. Ich würde sie gern zumindest zu Six of Crows oder Shades of London motivieren, aber ich will auch nicht zu viel Druck ausüben^^ Marina hat nach der Lesung zu „Hier bin ich“ noch ein bisschen was aufgeschrieben und auch wenn ich das Buch noch nicht gelesen habe, bin ich jetzt neidisch. Sebastian hat unser Betteln erhört und veranstaltet wieder ein Oscar-Tippspiel. Macht euch keine Hoffnungen, solange ich mittippe, kann keiner von euch verlieren. Das ist schlicht ausgeschlossen. Petzi ist gemein. Anders kann man das nicht sagen, wenn jemand mit sage und schreibe 90 !! Kochbuchempfehlungen um die Ecke kommt und damit erreicht, das selbst ich jetzt das ein oder andere davon haben will. Gemein! Mareike und Maike haben ihren Monatsrückblick neu gestaltet und ich für meinen Teil finds nicht nur hübsch, sondern auch mega-informativ und freu mich jetzt schon auf die nächsten Monate. Mareike schreibt indes über ihre Angst vor dicken Büchern und auch wenn ich dicke Bücher mag – ich kann das Problem nachvollziehen, denn ich brauche dann auch immer ewig dafür^^ Und noch ein letzter Link: Lina Mallon hat seit kurzem auch einen Podcast, indem sie zunächst ihre Kolumnen präsentiert, demnächst vielleicht auch anderes. Wenn man die Kolumnen schon kennt, ist das vielleicht nicht so mega-spannend, aber ich mag ihre Stimme sehr gern und finde auch, dass es selbst gelesen einfach wunderbar klingt. Hört mal rein.

#UndSonstSo

Buchverfilmung! Für die einen ist es ein Unwort, für mich ist es dann doch immer erstmal mit Hoffnung verbunden. So auch bei „Small Great Things“ von Jodi Picoult. Wenn ich schon lese, dass Julia Roberts und Viola Davis mit an Bord sind, kann ja kaum noch was schief gehen – auch wenn ich gerade eh nicht wüsste, was überhaupt, da ich das Buch noch lesen muss. Aber jetzt freue ich mich eben noch mehr drauf :) Neuen Lesestoff bekommen die Fans von Leigh Bardugo, auch wenn „The Language of Throrns“ wahrscheinlich nich viel neues enthalten wird.Es wird eine Geschichtensammlung zum Grishaverse, bedeutet, die bereits erschienenen Kurzgeschichten wie zB „The too clever Fox“ sind ebenfalls enthalten, dazu aber auch ein paar neue Sachen. Ich freu mich trotzdem. Die wundervolle Mandy hat in den letzten Monaten an einer Übersetzung zur Wonder Woman Anthologie gearbeitet, die ich allei deswegen unbedingt haben muss <3

#AufDenOhren

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Ohne Musik gehts nicht, vor allem beim Autofahren. Nachdem Ed Sheeran anfang Januar mit viel TamTam die ersten beiden Singles aus seinem Album Divide veröffentlicht hat, war ich leider sofort Feuer und Flamme. Hat mich selbst gewundert, denn noch beim „grünen Album“ fand ich den ganzen Hype darum irgendwie doof und auch musiktechisch konnte ich damit nicht so viel anfangen. Irgendwann hab ich im Fernsehen dann mal ein Konzert gesehen und man kann gar nicht anders, als beeindruckt zu sein, wenn man den allein auf der Bühne stehen sieht und das vollkommen reicht. Lange Rede, kurzer Sinn – sowohl Shape of You als auch Castle on the Hill find ich super und natürlich hab ich Divide vorbestellt xD Dann gabs noch was neues altes von James Bay, nämlich ein live-Album. Auch da konnte ich nicht nein sagen. Das sollte es zunächst nur als Vinyl geben und das wäre mir dann doch aus den USA etwas zu teuer geworden – aber es gab eine MP3-Version zum Download und… ja^^ Noch kann man es hier kaufen.  Nicht erst seitdem die Werbung mit Way down im Hintergrund läuft, sind mit Kaleo ein Begriff – ich mochte das Lied schon beim Club der Roten Bänder, aber jetzt weiß ich halt auch, wie die band heißt und das Album ist der Wahnsinn. So eine geile Stimme, so viel Power… hach! <3

Habt eine schöne Woche! <3

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[Aktion] Herzenstage ❤️

 

Vor gut einer Woche erreichte mich ein Päckchen voller Liebe vom Piper Verlag – es war die herzliche Einladung zu den Herzenstagen, die am 27. und 28. Juni stattfinden. Ein 100 Prozent digitales Event, das die Verlage Carlsen, Impress, Ullstein, Forever by Ullstein und Piper veranstalten.

Im Vordergrund steht der Austausch zwischen Lesern und Autoren, aber auch sonst wird ein spannendes Wochenende versprochen:

Auf herzenstage.org sowie auf all unseren Social Media Kanälen wird es Geschichten, Gewinnspiele und Gespräche rund um große Gefühle, um Warmherziges, Schönes und Romantisches gehen. Wir möchten uns digital über die besten, romantischsten, peinlichsten, herzergreifendsten und fantastischsten Liebesgeschichten austauschen. Neben vielen tollen Facts und Interviews wollen wir zusammen mit Autoren, anderen Bloggern und Lesern über alle unsere Lieblingsromane und Herzensthemen schwärmen.

Ich freue mich sehr auf ein Wochenende voller Liebe und habe in dem Zusammenhang noch eine kleine Überraschung für euch: In meinem Piper-Päckchen war unter anderem eine signierte Ausgabe von Adriana Popescus „Lieblingsgefühlen“ – das Buch habe ich allerdings vor nicht allzulanger Zeit selbst gekauft und gelesen und da ich nicht der vorsichtigste Leser bin *husthust* und euch meine zerlesene Ausgabe natürlich ungern aufs Auge drücken will, verlose ich unter allen Kommentaren zu diesem Post das signierte Buch (wie im Foto zu erkennen ohne Widmung). Teilnehmen könnt ihr bis zum 28. Juni, danach lose ich per Random.org aus.

[Dies & Das] Highlights aus den Verlagsvorschauen #4

Loewe/Script5

Ich bin ein bisschen enttäuscht. Das war ich schon bei den letzten beiden Programmen, dachte aber, das sei vielleicht vorübergehend. Allerdings scheint das nicht so zu sein. Vor allem Script5 war für mich immer der Verlag, bei dem ich alle Bücher gekauft hätte, weil sie speziell und gut waren. Sie haben mich mit Brenna Yovanoff angefixt und mich mit Tomomi durch die Pariser U-Bahn gehetzt – und jetzt muss ich förmlich Kompromisse eingehen und Bücher auf die Liste setzen, die vielleicht interessant sein könnten, aber nicht so klingen… Auch die Cover waren mal spezieller – am besten gefällt mir noch „Das zufällige Leben der Azalea Lewis“.

magellan

Ich habe noch kein Buch von maggellan gelesen, obwohl ich schon ein paar zu Hause habe… das muss ich dringend nachholen und auch im neuen Programm sind ein paar Sachen dabei, die wirklich gut klingen. Hinter vorgehaltener Hand wurde mir schon von „Die Quersumme von Liebe“ vorgeschwärmt – das ist demnach auch schon vorbestellt. „Halbe Helden“ klingt auch sehr gut, allerdings werde ich da auf Sandys Meinung warten – man kann ja schließlich nicht alles sofort kaufen^^

Carlsen

Bin nur ich das, die mit Katalogen mit mehr als 50 Seiten überfordert ist? Wer kann all diese Informationen aufnehmen und wieso muss ich mich durch 80 Seiten Kinderbücher klicken, um dahin zu kommen, wo meine Interessen liegen? Jedenfalls glaube ich, dass ich bei Carlsen das ein oder andere übersehen habe… Für euch am wichtigsten ist ohnehin Nina La Cour. Kauft, lest und liebt das gefälligst (und besorgt euch vorher das HEART-Best of Album – ihr braucht das^^)!

Und damit wäre ich fertig… denke ich. Ich hab natürlich jetzt nicht alle (!) Verlage in meiner Liste, aber hauptsächlich die für mich interessanten. Bei allen anderen Tipps verlasse ich mich einfach auf euch und eure Mund-zu-Mund-Propaganda. Ich wette, dass dadurch im Endeffekt noch ganz viele andere Bücher auf meiner Liste landen, an die ich keinen zweiten Blick verschwendet habe.

Alle meine Beiträge verlinke ich euch hier nochmal:

Highlights aus den Verlagsvorschauen #1 – Lübbe, Hanser, Dumont
Highlights aus den Verlagsvorschauen #2 – Verlagsgruppe Randomhouse
Highlights aus den Verlagsvorschauen #3 – Piper, Droemer Knaur, dtv

[Gelesen] Bittersweets

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Vor ein paar Tagen erreichte mich ein kleines Päckchen vom Carlsen-Verlag mit 6 süßen, kleinen Überraschungen. Ich finde das eine nette Idee, denn bisher habe ich von keiner der Autorinnen was gelesen, bin aber versucht, zumindest zwei von ihnen jetzt mehr Beachtung zu schenken.

Allerdings fehlt mir hier auch was. Toll wäre es zum Beispiel gewesen, wenn die Geschichten alle durch ein gemeinsames Thema verbunden gewesen wären oder wenn die Autorinnen einen Kurzgeschichte zu einem ihrer schon veröffentlichten Werke geschrieben hätten, die Lust auf mehr macht (damit man dann vielleicht das eBook auch kauft?).

Nichtsdestotrotz eine tolle Idee – ich nehme gerne mehr davon, da sich das auch äußerst positiv auf die Lesestatistik auswirkt^^ Mehr dazu findet ihr auf der Bittersweet-Seite vom Carlsen-Verlag. Ich habe gestern und heute alle Geschichten gelesen und zu jeder ein paar Sätze übrig – aber am besten ist, wenn ihr euch eure eigene Meinung bildet.

+ Wir sehen uns gestern – Tanja Voosen

Inhaltlich eine sehr süße Geschichte, aus der man gut und gerne auch ein ganzes Buch hätte machen können – und vielleicht sogar sollen. Es ist nämlich wirklich schwierig, eine Geschichte, die sich über einen Zeitraum von mehreren Tages passiert und in der so viel stattfindet, in nur 90 Seiten abzuhandeln. Viel zu oft hatte ich das Gefühl, dass die Personen und ihre Gedanken zu kurz kamen und dass Gespräche mitten im Satz abbrachen, weil die nächste Szene schon in den Startlöchern stand. Schade, denn aus der Geschichte hätte viel werden können.

+ Just Friends – Jennifer Wolf

Volle Punktzahl! Auch wenn die Geschichte natürlich ein wenig vorhersehbar war, hat alles gepasst – Länge, Handlung, Charaktere. Ein süßes Goodie für zwischendurch!

+ Feinde mit gewissen Vorzügen – Amelie Murman

Die Geschichte fand ich sehr niedlich, wenn auch der Titel schon verrät, womit wir es hier zu tun haben. Was sich liebt, das neckt sich halt und bei den beiden merkt man das wirklich^^ Das Drumherum mit den argentinischen Austauschschülern und dem Tanzwettbewerb gab der Geschichte den nötigen Pfiff.

+ Hinter den Buchstaben – Felicitas Brandt

Und wieder eine Geschichte, der ein wenig mehr Länge gut getan hätte. Es war süß und nett und angenehm zu lesen, aber wieso kann dieses Mädchen das, wieso lebt sie bei ihrem Onkel, den sie nur so selten sieht, wieso geht sie so gerne in die Bibliothek, wieso sucht sich Morgana genau diese Geschichte aus, was hat die Feenkönigin da zu suchen und wieso nimmst sie Sky nicht einfach mit? Fragen über Fragen, die man auf ein paar mehr Seiten hätte klären können. Aber hey, Robin Hood war sehr heiß^^

+ Im Herzen der Vollmond – Natalie Luca

Kann Julian von Hagen bitte eine eigene Geschichte kriegen? Bitte, bitte, bitte! Abgesehen davon war halt leider die Protagonistin ein wenig… doof. Ich meine, wer steigt mitten in der Nacht aus einem stehenden Zug mitten im Nirgendwo und läuft durch die Gegend, statt mit dem Schaffner und dem Lokführer zu gehen? Durch den Wald, in der Nacht… das kann ja nur schief gehen.

+ Ewig und eine Stunde – Mirjam H. Hüberli

Es mag ja Leute geben, die auf furchtbar kitschige Geschichten stehen, ich gehöre aber leider nicht dazu… Deswegen konnte mich diese hier leider auch nicht begeistern. Mal abgesehen davon, dass die Geschichte halt auch ein paar Fantasy-Elemente hat, wäre es wenigstens schön, wenn die Personen irgendwie nachvollziehbar handeln würden, aber das war nicht so der Fall. DAfür waren die Zeichnungen zwischen den Kapiteln hübsch.

 

[Buch-Tipp] Winteraugen (Rebecca Wild)

Ich bin vermutlich als Testleser ein wenig befangen, außerdem weiß ich nicht genau, was für die finale Version geändert wurde, deswegen schreibe ich keine Rezension, sonder weise nur dezent darauf hin, dass es das Buch ab heute zu kaufen gibt und ihr das auch bitte tut, denn es ist schlicht super.

9783646600889Am besten lest ihr es dann auch gleich, denn Winteraugen eignet sich perfekt für die kalte Jahreszeit. Es ist eine gute Mischung aus Märchen, Fantasy und Liebesgeschichte mit dem nötigen Hauch Magie, nicht zu vergessen die tollen Charaktere und das Lamm. Kaufen, lesen, glücklich sein – jetzt!

+ Kurzbeschreibung

Blumen aus Eis, Wasser, das in der Luft gefriert, und blattlose Bäume – viele Geschichten ranken sich um das ferne Winter, doch die 16-jährige Rae hat es noch nie zu Gesicht bekommen. Wo sie herkommt, sind die Wiesen immer grün, die Ernten immer reich und das Leben sorgenfrei. Erst als Juni, die Sommerprinzessin, spurlos verschwindet und der Verdacht auf ihren Zwillingsbruder Luca fällt, scheint die Kälte sich auch in ihr Leben zu schleichen. Um ihm zu helfen, begibt sich Rae auf die lange Reise in das Königreich von Frost und Kälte und trifft unterwegs auf North, den Jungen mit Augen so kalt wie der Winter selbst. North versteht zwischen den Jahreszeiten zu wandeln wie kein anderer, aber sein Vertrauen zu gewinnen, ist alles andere als einfach…

+ Winteraugen bei Impress

+ Rebeccas Autorenhomepage