Vintage – Grégoire Hervier

Kurzbeschreibung

Einem jungen Gitarristen und Journalisten bietet sich der große Deal und die Story seines Lebens: eine Million, wenn er beweisen kann, dass die ›Gibson Moderne‹, die legendärste Gitarre aller Zeiten, tatsächlich existiert hat. Auf seiner Suche begegnet er besessenen Musikliebhabern, leidenschaftlichen Sammlern, zwielichtigen Gestalten und sagenumwobenen Instrumenten. Eine faszinierende Reise quer durch Amerika und die goldenen Jahre von Blues und Rock. Ob Freak oder Liebhaber, Vintage ist eine Geschichte, bei der in jedem eine Saite erklingt.

Rezension

Ich hab dieses Buch bereits in der Vorschau gesehen, mich schockverliebt… und es vergessen. Das passiert mir sonst eher selten, allerdings kann ich zu meiner Entschuldigung hervorbringen – oder zu meiner Schande gestehen – je nach dem, wie man das jetzt sehen möchte, dass Diogenes jetzt nicht unbedingt einer der Verlage ist, die ich permanent verfolge. Spannende Neuerscheinung bekommt ja dann über Umwege doch mit und so lief es auch mit Vintage.

Wir treffen Thomas, als er aushilfweise in eine Gitarrenladen arbeitet. Sein Chef hat gerade eine Gitarre verkauft, Bedingung ist allerdings, dass sie persönlich überbracht wird und da Alain de Chévigné keine Lust auf einen Trip nach Schottland hat, schickt er kurzerhand Thomas. Als dieser bei seinem Kunden ankommt, staunt er nicht schlecht, als er plötzlich vor dem ehemaligen Landsitz von Jimmy Page steht. Was folgt ist eine Geschichte über Musik, große Künstler und eine wahre Legende.

Ich weiß so gut wie nichts über Gitarren. Als ich Montag Morgen, nachdem ich die ersten 200 Seiten des Buches abends im Bett gelesen hatte, meinem Kollegen auf der Arbeit davon vorschwärmte, weil er im Gegensatz zu mir wenigstens E-Gitarre spielt, bestätigte er mir, dass es die legendäre Moderne gegeben haben soll. Und genau sowas mag ich sehr.

Überhaupt mochte ich die Geschichte sehr gerne – es war ein spannendes Thema mit einer interessanten Herangehensweise. Daraus einen Roadtrip zu machen, der den Leser quasi einmal um die Welt auf die Suche nach einer legendären Gitarre nimmt, war mal was anderes, was ich so auch nicht erwartet hatte. Selbst Krimi-Fans kommen auf ihre Kosten, denn so ganz sauber läuft das ganze nicht ab und ab und zu wird es auch leicht brutal.

Was mich ein bisschen gestört hat, ist die Art der Franzosen, Geschichten zu erzählen. Für mich erzählen die so viel und lassen die Charaktere so wenig selber tun oder reden. Viele Szenen hätte man durch lebendige Dialoge aufwerten können, stattdessen bekommt man aber nur die wichtigsten Fakten oder philosophische Weisheiten in Anführungszeichen – oder eben langweilige, ohnehin unwichtige Gespräche. Das liegt auch nicht an der Übersetzung, auf sowas hat man keinen Einfluss und es ist nunmal etwas, das mir mittlerweile an mehreren französischen Büchern aufgefallen ist. Es macht das Buch auch nicht schlechter, aber es hätte halt auch etwas lebendiger sein können.

Wer sich ohnehin für Musik interessiert, wird an dem Buch seine wahre Freude haben und auch alle anderen kommen vielleicht wenigstens auf den Geschmack. Ich zumindest muss jetzt erstmal alle (echten) Musiker und Songs googeln und mich einhören.

Vintage

übersetzt von Alexandra Baisch & Stefanie Jacobs

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (23. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3257070020
ISBN-13: 978-3257070026
Originaltitel: Vintage

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Wochendings.

#Offlinegeplauder

Was für eine Woche… Wenn eins klar geworden ist, dann, dass nichts wichtiger ist, als Bildung und das wir alles daran setzen müssen, aufzuklären und Verständnis und vor allem Bewusstsein zu wecken. Lest soviel ihr könnt, informiert euch, macht euch schlau und redet darüber, aber bitte, hört nicht auf den, der am lautesten schreit. Nur weil er laut ist, hat er nicht zwangsläufig recht.

Auf der Arbeit ist Holland in Nöten oder so, jedenfalls bin ich nicht sicher, ob ich meinen Plätzchen-Back- und Gilmore Girls-Urlaub Ende November bekommen werde bzw. ob mein Gewissen mich den nehmen lässt. Aktuell siehts jedenfalls nicht danach aus.

Und dann ist da noch der Nano… 50.000 Wörter sind so unfassbar viel, vor allem, wenn man sein Soll nach einem 10-Stunden-Tag noch irgendwie hinkriegen will. Trotzdem läuft es a) erstaunlich gut (21.000 hab ich schon) und b) ist der Text bisher gar nicht mal so schlecht wie befürchtet. Es könnte tatsächlich was werden, es macht unfassbar viel Spaß und es ist die richtige Geschichte. Bis jetzt zumindest^^

#Bookstagram

Wer viel schreibt, hat keine Zeit zum Lesen, was bedeutet, dass ich tatsächlich im November bisher so gut wie gar nichts gelesen habe. Einzig Karlas 100 Seiten Gilmore Girls-Buch musste natürlich sofort inhaliert werden, als ich es bekommen habe. Es ist optimal für jeden Fan, aber auch für alle, die es noch werden wollen. Es hätte gut und gerne 200 Seiten mehr verdient und ich glaube, selbst dann wäre noch nicht alles gesagt, was zu sagen wäre, aber das hätte auch das Konzept der Reihe irgendwie verfehlt. Aber es ist alles drin, was man braucht und ich kann es jedem irklich nur ans Herz legen. Kauft, lest und liebt das und freut euch auf die neuen Folgen! <3


#UndSonstSo

Johnny Depp wurde für Fantastic Beasts als Grindelwald gecastet. Das muss man erstmal sacken lassen und selbst dann fällt es schwer, den Schaupieler und nicht die Schlagzeilen zu sehen. Das Ding ist aber: Ich hasse Gewalt, egal gegen wen oder was, egal ob körperlicher oder seelischer Art. Ich kenne die beiden nicht persönlich und ich weiß nur das, was die Medien wissen. Allein anhand dessen ein Urteil zu fällen, funktioniert nicht und es steht mir nicht zu. Unterm Strich bleibt, dass er nicht verurteilt wurde. Das kann ich finden, wie ich will, aber ich muss letztendlich darauf vertrauen, dass die Leute, die solche Entscheidungen treffen, einen besseren Überblick haben. Was allein die Rolle angeht… huh, ich weiß nicht, ob das passt. Gestern hat Leigh Bardugo dann das Cover für ihre Wonder Woman-YA Geschichte Warbringer veröffentlicht und ich finde es, gelinde gesagt, pottenhässlich. Sorry, aber… nein. Ich hoffe, es wird dazu eine Alternative geben. Auf den Inhalt freue ich mich allerdings trotzdem. Hier gibts ein wundervolles Interview mit Benedict Wells über die überarbeiteten Fassungen seiner Bücher, aber auch mit Ausblick auf das, was da kommen mag. Ich freu mich jetzt schon drauf.

So, und jetzt geh ich weiterschreiben. Habt eine schöne Woche! <3

Wochendings.

#Offlinegeplauder

Es ist schon wieder Wochenende und ich habe keine Ahnung, wo die letzten zwei Wochen hin sind. Vermutlich begraben unter zu viel Arbeit und zu wenigen Büchern. In drei Wochen allerdings ist endlich Buchmesse in Leipzig und gleich anschließend habe ich Urlaub bis Weihna… äh, Ostern. Leider nur Ostern. Was, wenn man genau drüber nachdenkt und in den Kalender schaut, nicht sehr lange ist. Was ich in Leipzig alles vor habe, könnt ihr hier schonmal lesen, da habe ich nämlich einen kleinen Beitrag zu geschrieben.

Ansonsten hatte ich einen tollen Nachmittag mit einer guten Freundin, habe eine heiße Liebe zu Earl Grey mit Zitrone entwickelt und war im Kino, um mich hemmungslos leer zu heulen. Hups. Man kann Matthias Schweighöfer ja mögen, muss man aber auch nicht. Seine Filme treffen bei mir aber sehr oft einen Nerv; zumindest dann, wenn es um große Theman wie Freundschaft oder das Leben geht. „Der Geilste Tag“ war wieder sowas. Zwei todkranke, die unbedingt nochmal was erleben wollen und alles auf eine Karte setzen. Im Grunde ein „Knockin‘ on Heavens Door“-Revival, allerdings mit einem für mich noch schlimmeren Ende. Allerdings gabs auch genug zum Lachen, das gleicht das wieder aus^^

#Bookstagram

 

Ihr kennt das sicher – manchmal will man am liebsten alles auf einmal lesen! Im Moment ist es wirklich schlimm, denn neben „Calamity“ ist auch noch „A Gathering of Shadows“ erschienen, dann gabs den neuen Wells nach einer gefühlten Ewigkeit – „Vom Ende der Einsamkeit“, und eigentlich lese ich ja auch immer noch Cassandra Clare. „City of Glass“ habe ich mittlerweile auch beendet, „Calamity“ angefangen und Benedict Wells ebenfalls gestern beendet. Vor #AGOS werde ich allerdings auch nochmal „A Darker Shade of Magic“ lesen, was ich zwar schon auf Instgram angekündigt, aber noch nicht begonnen habe. Dann habe ich früher als geahnt noch zwei andere Bücher bekommen, die ich so zeitnah wie möglich lesen will (also Sonntag oder so) und nebenbei hab ich noch ~70 Seiten aus Helmut Schmidts „Was ich noch sagen wollte“, das ich zu Weihnachten bekommen habe.

#Zitat

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#Woanders

Nachdem sich ja immer mal wieder ein paar Blogger in eine Pause stürzen oder auch einfach so in der Versenkung verschwinden, ist es manchmal umso schöner, wenn andere wieder kommen. Sandra hat sich seeeehr lange Zeit gelassen, aber die Büchernische erstrahlt dafür in einem umso schöneren, neuen Licht! Ich freu mich drauf, den Blog ganz neu zu entdecken. Und auch Steflite ist endlich wieder da – wenn auch mit einem anderen Konzept. Aber das ist okay, Fotos mag ich nämlich auch und Steffi ja sowieso. In der Reihe „Bitte übernehmen Sie…“ hat Sophie diese Woche passenderweise Benedict Wells zu Gast – lesen! Und wer was fürs Auge will, kann sich hier die aufgezeichnete #lblive-Lesung von ihm anschauen. Und noch was tolles gibts bei Lovelybooks – bis Sonntag könnt ihr euch noch für die Lovelybox bewerben. Das ist sowas wie die Glossy-Box, nur mit Büchern. Für alle Englisch-Leser und die, die es werden wollen, hat Jess die Neuerscheinungen Frühjahr/Sommer 2016 zusammen getragen. Spoiler: Ich will sie fast alle!

#UndSonstSo

Es wurde wieder gestorben. Harper Lee, Umberto Eco, Peter Lustig. Und es ist traurig, keine Frage. Das ist es immer, wenn Menschen sterben. Die einen trauern mehr, die anderen weniger und das ist vollkommen ok. Aber das Jahr 2016 kann nichts dafür. Ich habe in den letzten Wochen oft gelesen, was „2016 für ein Arschloch“ ist, weil es uns bisher schon viele Große geklaut hat. Aber es ist nicht das Jahr. Es sind wir. Wir, die wir in dem Alter sind, in dem wir zu vielen Bekannten Menschen einen Bezug haben. Wir, die wir nicht damit umgehen können, dass immer mehr Menschen gehen, die uns etwas bedeuten. „Der Tod dauert das ganze Leben, und hört vermutlich auf, wenn er eintritt.“ Wir alle müssen eines Tages sterben und haben vermutlich wenig Einfluss darauf, wie oder wann es geschieht. Wichtig ist dabei nicht, wie viel Zeit man hatte, sondern wie man sie genutzt hat.