Wochendings.

#Offlinegeplauder

Ich hab jetzt keine Lust mehr auf schlechte Nachrichten. Deswegen habe ich beschlossen, mich auf die Guten zu konzentrieren^^ Katzenbabys zum Beispiel, denn meine Tante hat wieder einen Wurf in der Scheune gefunden. Ihr dürft jetzt Wetten abschließen, wie lange es wohl dauert, bis ich nachgebe, denn sie sind grau-getigert und unfassbar süß! (Was ich im Übrigen bisher nur auf Fotos gesehen habe, denn wenn ich hinfahre, ist es vorbei mit der Zurückhaltung. Bisher war ich für 4 Tage erfolgreich. To be continued…) Was mich auch gerade sehr glücklich macht: Schmetterlinge, Bienen und Hummeln mit der Kamera jagen.

Sonst ist soweit alles beim Alten – same old, same old… der nächste Urlaub wird kurz, aber er ist in erreichbarer Nähe – das ist gut. Gut war auch das Eis, das man mir diese Woche ausgegeben hat <3

#Bookstagram

Wochendings_Bookstagram

Ich komme nicht zum Lesen. Und ich hab auch keine Lust zum Lesen. Das ist insofern scheiße, weil ich ich nicht wirklich weniger Bücher kaufe – allein heute kommen schon wieder drei… (Eins davon ist die Illustrierte Neverwhere-Ausgabe – ich finde, ihr solltet das wissen) Aber ich kann mich gerade einfach nicht von den Gilmore Girls losreißen. Jede freie Minute geht dafür drauf.  Infolgedessen hänge ich immer noch an Wir waren keine Helden, Wédōra und Was auch immer geschieht, dass ich unbedingt nochmal lesen muss. Bei meiner GR-Challenge bin ich mittlerweile wieder behind… läuft, halt rückwärts und bergab, aber läuft – wie man so schön sagt^^

#WahnsinnInSerie

Und hier kommen wir also zu meinem aktuellen Lieblingsthema… Staffel 4 Folge 21 und wenn dieser Post online geht, wahrscheinlich Staffel 5 Folge 5 oder so… je nach dem wie der Freitagabend läuft. In dieser Woche hab ich außerdem einen sehr langen Text darüber geschrieben, wieso #TeamJess die einzig richtige Wahl ist. Und um die Freunde zu komplettieren: Die neuen Folgen der Gilmore Girls sind ab dem 25. November auf Netflix. Dauert halt noch, aber bis dahin kann ich vielleicht doch noch zwei, drei Bücher lesen^^ Zu Game of Thrones gibts auch Neuigkeiten, allerdings keine wirklich guten. Staffel 7 kommt wetterbedingt erst später – jetzt, wo der Winter endlich da ist, macht es natürlich keinen Sinn im Hochsommer zu drehen, was wiederum bedeutet, dass der Dreh später abgeschlossen sein wird und die 7. Staffel somit irgendwann im Sommer 2017 an den Start geht. Das alleine finde ich jetzt nichtmal so tragisch – viel schlimmer finde ich, dass die zwei verbleibenden Staffeln jeweils nur 7 Folgen haben werden. Ich meine, hier könnte man echt bestimmt mit wenig Aufwand was machen, sodass das Schema beibehalten wird.

#ThePowerOfBlogs

Vor nicht allzulanger Zeit machte ein Hashtag auf den Twitter die Runde, den die fantastische Sarah ins Leben gerufen hat – #ThePowerOfBlogs. Dabei ging es vor alle darum, unter Bloggern mal ein bisschen Liebe zu verteilen, sich daran zu erinnern, warum man eigentlich angefangen hat, zu bloggen und was man damit schon erreicht hat. Eine schöne Idee, die hoffentlich nicht im Sande verläuft, sondern immer mal wieder auftaucht. Auslöser dafür waren unter anderem die unsäglichen Diskussionen über Blogger vs. Feuilleton und wasweißichnichtalles. Fabian hat seinen Standpunkt zu den jüngsten Ereignissen, aber auch so generell in Worte gefasst, und weil ich das genauso unterschreiben könnte, sag ich einfach nichts weiter dazu. Mara hat, ähnlich wie ich ein Faible für Widmungen, die Gewohnheit, auf schöne Zitate zu achten, die Büchern vorangestellt sind. Ein paar hat sie auf ihrem Blog gesammelt – ich schätze, mit der Zeit werden es mehr werden^^ Simone hat ein cooles Interview mit Ju Honisch geführt, indem es unter anderem auch um ebooks als 2. Chance für Backlisttitel geht. Meiner Meinung nach ein spannendes Thema und ein guter Weg, um nicht mehr lieferbare Titel wieder ind Gespräch zu bringen bzw. überhaupt wieder verfügbar zu machen. Karlas Buchtipps aus dem ARD-Buffet gibt es wie immer natürlich auch online. Laura sucht für ein neues Projekt ein paar frische Augen, die an die Leseprobe rangehen. Wenn ihr Lauras Bücher mögt und euch de Beschreibung zusagt – bewerbt euch!

#Listopia

EpicReads_BookNerdCharts_02

10 Dinge übers Lesen, die wird bei den Gilmore Girls gelernt haben || 6 Books to Help You Through Grieving || 10 Shocking Final Lines From Classic Books || 14 Heartbreaking Quotes About Breakups From Books || 8 Magical Things Every Book Lover Has Wished For || 11 Lies All Readers Have Told || 14 Thoughts You Have When Someone Tries To Talk To You While You’re Reading || 7 Harry Potter Places Every Potterhead Needs To Visit || 10 Times You Fell In Love With Sirius Black || 10 Celebrities Who Are Great At Recommending Books || The 10 Coolest Innovations For Book-Lovers, Because Reading Is Serious Business || Extremely Accurate Charts for Book Nerds

#UndSonstSo

Es war ComicCon, die größte überhaupt, nämlich in San Diego. Eines Tages bin ich bestimmt auch mal da – ich glaube da ganz fest dran! Bis jetzt allerdings muss ich mich mit den Panels per Video begnügen (ist vielleicht auch besser, so kriegt man ja doch mehr mit). Es gab unter anderem einen neuen Wonder Woman-Trailer sowie die Nachricht, dass die Birds of Prey einen Comic-Reboot bekommen – yay! (Hier gibts außerdem das komplette Wonder Woman Panel) Der letzte Teil der Divergent-Trilogie bzw. der vierte Film halt, wird es nicht in die Kinos schaffen, das wurde in der letzten Woche bekannt gegeben. Ich persönlich finde das ja tatsächlich ein bisschen witzig, weil – ganz ehrlich – es geschieht ihnen recht. Nicht nur, dass das letzte Buch sowieso von Grund auf doof war, nein, man muss die komplette Reihe auch noch total lieblos verfilmen. Da hilft auch eine Kate Winslet nicht. Doppelt doof ist, dass deswegen vermutlich für den letzten Teil auch noch die Schauspieler wechseln, einfach weil die Verträge fürs Kino ausgelegt waren und das Fernsehen für Shaileen, Theo und Ansel ein Rückschritt wäre. Mein bescheidener Tipp: Lasst es einfach ganz, damit wäre allen geholfen. Fällt vermutlich eh niemandem mehr auf… Stephenie Meyer schreibt ein neues Buch, wer hätte das gedacht? Ich bin… ja, weiß nicht. Es reizt mich jetzt nicht so und ich hab eigentlich auch wenig Lust und Motivation, mich damit zu befassen. Ich werde mal abwarten, was andere so sagen. Sony hat die Filmrechte zu Victoria Schwabs This Savage Song gekauft. Das muss natürlich gar nix heißen, aber es ist schon cool, dass für mittlerweile bereits zwei (?) ihrer Projekte Filme in Planung sind. Ich weiß gar nicht, ob es zu A Darker Shade of Magic auch was geben soll, aber in jedem Fall zu Vicious ist da was in Planung. Die Verfilmung von Before I Fall (Lauren Oliver) hat endlich ein Erscheinungsdatum – am 7. April 2017 ist es soweit. Ich hab das Buch tatsächlich noch nicht gelesen, hoffe aber, dass ich das in diesem Jahr noch nachholen kann. Vor alle freue ich mich aber, dass Zoe Deutch die Hauptrolle hat. Es gibt außerdem einen neuen Trailer zu Girl on the Train. The Bell Jar von Sylvia Plath wird auch verfilmt – und zwar mit Dakota Fanning als Esther Greenwood (perfekt!) und Kirsten Dunst als Regisseurin (eh, what?). Nun gut, sie ist nicht die erste Schauspielerin, die sich hinter der Kamera austoben will. Mal sehen, wie das wird. Hier gabs außerdem noch einen Artikel zu Donna Tartts Goldfinch-Film, aber so wahnsinnig viel steht noch nicht fest. Es wird also noch eine Weile dauern, bis der in die Kinos kommt.

Habt eine gute Woche! <3

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[Gesehen] Insurgent

 

 Die Gute Nachricht: Wer das Buch nicht gelesen hat, kann den Film ohne Probleme anschauen – ihr werdet euch vermutlich nicht aufregen und möglicherweise findet ihr den Film sogar gut – das könnte ich mir zumindest vorstellen.

Die schlechte Nachricht: Kennt und mochtet ihr das Buch, wird euch auper Tris und Four nicht viel bekannt vorkommen.

Meine Erwartungen an den Film waren schon ganz unten, weil die Trailer nicht viel positives versprochen haben. Ich hab mich da ständig gefragt, was die ganzen Simulationen sollen und im Kino wars dann klar – der Film erzählt eine ganz andere Geschichte als das Buch. Das bestimmte Änderungen sinnvoll und notwendig sind – kein Ding. Aber ernsthaft ihr Filmmenschen…

Eure Aufgabe bei einer Buchverfilmung ist so simpel wie selbsterklärend: Verfilmt das Buch. Haltet euch an die Handlung, damit ihr den Vorstellungen der Leser gerecht werdet UND erklärt den Stoff in ansprechenden Bildern, damit die Leute, die nur den Film kennen, das alles trotzdem verstehen und vielleicht noch Lust kriegen, das Buch zu lesen. Ist das zu schwer? Kein Ding, dann lasst es. Denn bei jeder schlechtgemachten Buchverfilmung begeht irgendwo ein Buch Selbstmord.

Wochendings.

Ihr habt mitbekommen, dass es eine neue Fall-Out Boy Single und vorraussichtlich Anfang nächstes Jahr ein neues Album gibt, ne? Ich auch und seitdem läuft Centuries auf Repeat *.* Ich würds ja verlinken, aber Youtube… lassen wir das. Dabei ist es mir auch ziemlich egal, das sie das Dub dub dub von Suzanne Vegas To’s Diner geklaut haben – das machts für mich eigentlich nur noch besser. Weiterhin musikalisch für mich entdeckt hab ich Scars on 45 – finde die ziemlich angenehm zum Anhören, sind aber schon älter.

Gelesen hab ich nicht viel, mir fehlt gerade das richtige Buch oder der nötige Antrieb – vielleicht auch beides. Allerdings hab ich noch 2 unveröffentlichte Manuskripte zum lesen, und das dritte kommt auch bald – ich sollte also mal Gas geben.

Gesehen hab ich schon vor längerer Zeit Saphirblau – der war überraschenderweise nicht ganz so schlimm wie Rubinrot. Hilft vielleicht auch, dass ich das Buch nicht mehr ganz im Kopf hab. Divergent auf DVD war auch ok, wenngleich ich mit Theo als Four und Shaileene als Tris nicht so viel anfangen kann. Nächste Woche seh ich dann Walking on Sunshine in der Ladies Night und hoffe, dass bald mal der Vorverkauf für If I Stay startet, aber da geb ich die Hoffnung schon fast auf, weil der 18.09. schon im aktuellen Programm drin ist und der Film nicht gelistet ist…

Arbeitstechnisch könnte so langsam mal Ruhe einkehren, andererseits lohnt das ja jetzt auch nicht mehr – hab ja bald Urlaub…

[Gelesen] Four (Veronica Roth)

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+ Kurzbeschreibung

Fans of the Divergent series by #1 New York Times bestselling author Veronica Roth will be thrilled by Four: A Divergent Collection, a companion volume that includes four pre-Divergent stories told from Tobias Eaton’s point of view.

Readers first encountered Tobias Eaton as Four; in Divergent. His voice is an integral part of Allegiant. Readers will find more of this charismatic character’s backstory told from his own perspective in Four: A Divergent Collection. When read together, these long narrative pieces illuminate the defining moments in Tobias Eaton’s life. The first three pieces in this volume follow Tobias’s transfer from Abnegation to Dauntless, his Dauntless initiation, and the first clues that a foul plan is brewing in the leadership of two factions. The fourth story, The Traitor, runs parallel with the events of Divergent, giving readers a glimpse into the decisions of loyalty and love that Tobias makes in the weeks after he meets Tris Prior.

+ Rezension

Huh… also eigentlich hab ich mich ja speziell nach Allegiant auf Fours Geschichten gefreut, weil ich hoffte, ein bisschen was von dem Toias aus Divergent und Insurgent zu lesen. Das war leider nur bedingt der Fall… Von den 4 Geschichten mochte ich eine, die 3 Bonus-Szenen waren toll, aber eben auch je max. 3 Seiten lang, was also wohl kaum den Preis von 11,90 € für das Hardcover rechtfertig. Hätte ich mal die ebooks gekauft.

Ja, man lernt Four besser kennen, aber eben jene Seite, die erst im Allegiant wirklich zum tragen kommt: Er will viel, kann aber kaum was davon durchsetzen und versteckt sich lieber hinter seinen Ängsten, als mal einen Schritt nach vorne zu gehen. Das einzige, was ihn wirklich handeln lässt, ist Tris – und so ist es auch nicht verwunderlich, dass nur die Geschichten bzw. Szenen, in denen sie vorkommt und sie ihn zum Handeln bringt, für mich wirklich was taugen.

Ich bin einfach durchweg enttäuscht und ich weiß nicht, ob ich nochmal ein Buch von Veronica Roth lesen werde, falls sie denn nochmal eins schreibt. Man wartet ewig und dann kommt sowas dabei rum und ich weiß einfach nicht, was ich damit anfangen soll.

Wer neugierig ist und Four in Allegiant nicht ganz so furchtbar fand, der kann sich das mal geben. Ich würde euch dann allerdings zu einer günstigeren Ausgabe raten.

Four ★★★☆☆

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Katherine Tegen Books (8. Juli 2014)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0062353020
ISBN-13: 978-0062353023
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,6 x 3,2 cm

 

[Gelesen] Allegiant (Veronica Roth)

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+ Kurzbeschreibung

What if your whole world was a lie?
What if a single revelation—like a single choice—changed everything?
What if love and loyalty made you do things you never expected?

ACHTUNG!! MASSIVE SPOILER!!

+ Rezension

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das hier überhaupt schreiben sollte, denn eigentlich bin ich noch viel zu wütend, obwohl ich das Buch bereits gestern beendet habe. Ich habe mich so sehr auf dieses Buch gefreut, dass ich einfach nicht anders kann als nicht nur enttäuscht, sondern wütend zu sein.

Allegiant scheint überhaupt nicht zu den ersten zwei Bänden zu passen, denn relativ am Anfang wird gleich mal alles ausgehebelt, was in den ersten zwei Teilen als Grundsatz gegeben war: Divergent zu sein, bedeutete anders zu sein, besonders zu sein. Im Grunde aber stellen Tris und Co außerhalb von Chicago fest, dass Divergent nichts anderes bedeutet als normal zu sein. Alle, die nicht Divergent sind, sind genetisch defekt. Für mich nimmt das der Geschichte das Besondere, denn ich dachte, dass Divergent zu sein eben bedeutet, die Welt außerhalb retten zu können. Im Grunde war das wohl auch Roths Ansinnen, aber ich fand das Argument „damals gab es Gen-Experimente, bei denen ein Großteil der Bevölkerung eben defekt wurde und sich gegen den Rest auflehnte, es kam zum Krieg und die Bevölkerung hat sich dadurch minimiert. Deswegen wurden vereinzelte Experimente durchgeführt – wie das Chicago-Experiment – die dazu dienten, möglichst viele Intakte Menschen zu produzieren“ einfach nicht haltbar. Mir fehlt all das, was dazu geführt hat und die 8 Generationen, die Chicago letztlich gebraucht hat, um die ganzen Divergent-Leute zu produzieren. Hinzu kommt, dass die Verantwortlichen für das Experiment eben per Videokameras alles beobachten und auch unter anderem eingreifen könnten und es bereits getan haben (Ende Band 1 – das Serum, dass für Jeanines Attacke entwickelt wurde, kam von außen).

Tris Mutter spielt eine wichtige Rolle in der ganzen Geschichte, denn auch sie kam ursprünglich von außen und wurde nachträglich eingeschleust, um gegen Jeanine bzw. deren Vorgänger vorzugehen (wir erinnern uns: die wollten die Divergent-Leute umbringen, weil die ja so besonders und wichtig [also im Grunde ultra-normal] sind). Aber gut.

Was mich sehr gestört hat, war die Dynamik zwischen Tris und Four. Schon im zweiten Band war die Beziehung der beiden von Missverständnissen geprägt, als Four hier aber erfährt, dass er nicht Divergent, sondern eben defekt ist, gerät seine Welt und alles, an das er geglaubt hat ins Wanken. Er wird zu unberechenbaren Memme, denn er möchte dringend etwas dagegen tun, dass Leute wie er als kaputt und Gefahr für die Gesellschaft angesehen werden, macht damit aber letztlich mehr Unsinn als alles andere. Zwischen den beiden kriselt es nicht nur, es geht beinahe alles kaputt und zwischendurch hab ich mir gewünscht, dass Four einfach irgendwie das zeitliche segnet. Aber Tris hat ja Gott sei Dank einen Plan.

Der Großteil ist allerdings in Chicago geblieben, wird weiterhin beobachtet und muss unter den Machtkämpfen von Evelyn und Marcus leiden. Nicht schön, aber auch nicht abwegig. Damit die Situation nicht eskaliert und Evelyn einfach alle tötet (was ihr Plan ist), möchte die Regierung von außen Chicago komplett mit einem Vergessens-Serum verseuchen und damit erzielen, dass alle resettet werden. Beides nicht optimal, deswegen möchte Tris das auch verhindern.

Ich hätte mir gewünscht, dass die kleine Gruppe, wenn sie schon nicht die Welt retten kann, wenigstens nach Chicago zurückgeht und dort mit ihrem neu gewonnenen Wissen für Frieden sorgt, aber nein, Tris Pläne sind größer. Sie möchte die Regierung von innen heraus zerstören. Im Grunde dreht sie den Spieß rum und möchte die Verantwortlichen mit Vergessensserum resetten. Dazu muss sie aber erstmal in den (mit Todesserum) gesicherten Lagerraum kommen. Der eigentliche Plan lautet, dass Caleb dort hineingeht, weil man auf ihn verzichten kann, und das Vergessensserum freisetzt. Es kommt aber anders und Tris muss bzw. will gehen / sich opfern, weil – ach, ich weiß es auch nicht. Jedenfalls ist es so, dass sie immun gegen die meisten Serums ist – wieso also nicht auch gegen das Todesserum?

Zur gleichen Zeit sind Four und Co zurück in Chicago, um Evelyn und Marcus aufzuhalten. Eigentlich wollte Tobi beide Vergessensserum unterjubeln, entscheidet sich dann aber doch, einfach mit Evelyn zu reden und siehe da – auf einmal hört sie ihm sogar zu und kann auch Marcus überzeugen.

Peter (der ja in der ganzen Zeit irgendwie unwichtig war) fasst den Beschluss, selbst das Vergessensserum zu nehmen, um mit einem Neustart ein besserer Mensch zu werden. Unwichtig. Unnötig. Interessierte mich einen scheiß.

Zurück zu Tris, die sich Zugang zum Lagerraum verschafft hat und das Todesserum überlebt hat (Überraschung!) – ein guter Ansatz wäre gewesen, hier herauszuarbeiten, was Tris so besonders macht, wieso sie so widerstandsfähig ist und wieso zum Teufel ihr nichts irgendwas anhaben kann – stattdessen aktiviert sie das Vergessensserum und – wird erschossen. Sie stirbt.

Ich erzähle euch das alles deswegen, weil ich es nicht begreife. Ich verstehe nicht, was Roth mit dieser Auflösung bezwecken will und was sie um Gottes Willen damit vermitteln will. Es ist mir nicht wichtig, ob Tris lebt oder stibt – von einer Dystopie erwarte ich, dass sie mich mit solchen Dingen schockt, aber verdammt noch mal – wieso lasse ich meine Protagonistin so sterben? Es ist die Art und Weise, wie, nicht unbedingt das das.

Ich komme mit diesem Buch nicht klar und ich kann es so wie es ist nicht mögen. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, aber ich glaube, dass ich das Buch, selbst wenn ich ohne Erwartungen rangegangen wäre, unschlüssig und schlecht finden würde. Denn hier gibt es keine große Auflösung, man fühlt sich, wie wahrscheinlich Tris und Tobi auch, schlichtweg verarscht.

Das Ende, das sich nach Tris Tod noch gut 60 Seiten zieht, betet auch keine Lösung. Vielmehr kann eigentlich jeder machen was er will. Es ist egal, ob man nach Chicago zurückgeht oder woanders hin – alle, die es interessieren könnte, haben ja vergessen, wozu sie eigentlich auf der Welt sind. Demnach bildet sich irgendwann irgendwo eine neue Ordnung, die was-auch-immer macht – ich hab schon nicht mehr aufgepasst.

Wenn die Reihe für irgendwas gut war, dann dafür, dass der angeknackste, kaputte Tobi durch Tris Tod endlich seine Bestimmung sieht und für sie zu einem besseren Mensch werden will. Bla, bla, bla.

Dann ist da noch diese Symbolik mit dem Opfer, die wie ein Damokles-Schwert über dem ganzen Buch schwingt: IM Grunde geht es darum, dass man sich selbstlos verhalten soll und das Wohl der andren über sein eigenes stellen sollte – gegebenenfalls auch zu einem Preis – Stichwort: Opfer.

Ich… mag es nicht. Ich wollte es mögen, aber ich kann es nicht und es tut mir unendlich leid, dass Veronica Roth das jetzt durchstehen muss, denn ich denke, dass sie das nicht verdient hat. Sie hat mit den ersten beiden Teilen bewiesen, dass sie schreiben und eine gute Geschichte zimmern kann, aber das hier…? Wenn ich nicht gelesen hätte, wie sie sich auf die Veröffentlichung gefreut hat, dann würde ich sagen, sie hats nicht selbst geschrieben. Oder sie hatte ein unendlich schlechtes Team. Oder sie hatte schlicht und ergreifend einfach keinen Bock mehr, weil es vielleicht nie eine Trilogie sondern nur ein Einzelband werden sollte. Und wenn das so ist, wäre es ein fantastischer Einzelband geworden. Als Trilogie jedoch ist es ein Desaster.

Allegiant

Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Katherine Tegen Books; Auflage: International (22. Oktober 2013)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0062287338
ISBN-13: 978-0062287335
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 16 Jahre

 

 

Ich weiß was, was ihr nicht wisst…

Auf den amerikanischen Bestsellerlisten war Veronica Roth mit ihrem Erstlingswerk „Divergent“ zahlreiche Wochen vertreten. Noch vor Erscheinen des Buches wurden die Filmrechte verkauft… und ich habs hier auch schon angepriesen wie sauer Bier – dabei ist es das nicht. Es ist toll. Super. Der Wahnsinn.

Nun gibt es für uns in Deutschland gute Nachrichten. Der Verlag cbt wird das Buch auf Deutsch veröffentlichen. Wir können euch heute bereits berichten, wann der Roman erscheint und welchen Namen er haben wird.

„Die Bestimmung“

Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen … Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch es gibt noch eine Möglichkeit…

Das Buch erscheint am 19. März 2012. Und… IHR MÜSST DAS LESEN!! ;o)