[Dies & Das] Highlights aus den Verlagsvorschauen #1

Ich gebs zu – ich bin noch nicht sehr weit gekommen. Nachdem ich Random House durch hatte, war auch irgendwie die Luft raus, das sind einfach zu viele Verlage, zu viele PDFs, die nicht richtig laden oder sich nicht richtig anzeigen lassen und dann auch auf 150% nicht richtig lesbar sind. Das nervt! Da lob ich mir Verlage wie Lübbe, die eine blätterbare Live-Vorschau haben. Am liebsten wäre mir allerdings echt fast Papier zum draufkritzeln und mit PostIts markierbar. Oder ein Gesamtkatalog (online)  an einer zentralen Stelle (und nicht kompliziert versteckt unter den Übergriffen „Presse“, „Bücher“ oder „Handel“), sortierbar nach ET, Verlag und Genre – und ggf. gleich der Möglichkeit, das Buch zu bestellen oder sich zu merken – DAS WÄRE TOLL! Aber, wie auch immer…

Bastei LÜBBE (Ehrenwirth, Eichborn, One, …)

Gablé überall!

Wäre ich nicht schon einer der größten Rebecca Gablé-Fans – spätestens jetzt wäre es an der Zeit, einer zu werden. Nicht genug damit, dass im September „Der Palast der Winde“, der fünfte Teil der Waringham-Saga erscheint. Nein. Zum „Lächeln der Fortuna“ erscheint im Januar (noch eine) Sonderausgabe, die nicht nur optisch ganz hübsch ist, sie ist auch limitiert und kostet nur 5 €. Kauft das, lasst euch anfixen, ihr werdet es nicht bereuen. Und wenn ihr dann noch nicht genug kriegen könnt, gibts natürlich auch noch den Waringham-Schuber mit allen bisher erschienenen Teilen im Taschenbuch.

 

Und sonst so…

Jay Crownover fand ich als leichte sexy-schmeksy-Lektüre super, bietet sich an, wenn man was über heiße Typen mit Tattoos lesen will. Fitzek ist eh klar – das klingt auch so, als könnte es mir mal wieder gefallen. Maddie #3 ist schon lange überfällig – ich weiß nicht, ob das noch was für mich ist, aber viele warten wohl drauf. Gaiman und Palmer – yay! Let’s get lost fand ich persönlich nicht so toll, aber es ist ein nettes Sommerbuch.

Hanser

Da ist jetzt leider so gar kein MUSS-Buch für mich dabei. Margos Spuren kommt für den Film passend im Design vom Schicksal und beim Rest warte ich mal eure Meinungen ab bzw. entscheide spontan in der Buchhandlung.

Dumont

Hier hab ich kaum was für mich gefunden – die beiden sind allerdings ganz oben auf der Liste. Meg Wolitzer les ich vielleicht auf englisch, vielleicht aber auch nicht, weil die deutsche Ausgabe so wunder-wunderschön ist.

Und damit ich euch nicht überfordere, kommt der Rest erst in den nächsten Tagen… ;) Was habt ihr euch so rausgepickt?

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[Challenge] I challenge you…

 Eigentlich wollte ich in diesem Jahr an keiner einzigen Challenge teilnehmen, aber das beißt sich die Katze ja schon selbst mit der Goodreads-Challenge in den Schwanz… Ich möchte also…

… mindestens 120 Bücher lesen
(Das wären 54 weniger als 2013, aber zum einen möchte ich mich nicht so stressen, zum anderen plane ich ein paar dickere Bücher zu lesen und außerdem möchte ich nicht nur lesen xD)

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… SuB-Abbau-Extrem irgendwie schaffen
(Nachdem ich im letzten Jahr mehr oder weniger versagt habe, hab ich mir das MOnatsabbauziel mal von 6 auf 5 gesetzt. Ich könnte das locker schaffen, wenn ich einfach weniger kaufen würde^^ Wir werdens sehen)

… bei der Lieblingshelden-Challenge mitmachen
(Ich liebe die Warringham-Saga, ich will Game of Thrones beenden und ich möchte zumindest den ersten Band von Diana Gabaldon lesen… also, yeah, count me in!)

Kommentar-Challenge (1)… regelmäßig Kommentare schreiben mit der Kommentar-Challenge
(Das sollte echt zu schaffen sein! Das Problem ist echt, dass ich mir das wirklich jedes Jahr vornehme und immer versage. Meist les ich die Blogposts auf dem Handy und dann geht das Kommentieren ins Vergessen. Mal sehen, ob mich die Challenge rettet^^)

mbdw_challenge… mal was neues ausprobieren mit Mein Buch – Deine Wahl
(Laura lost Pärchen aus, die sich gegenseitig Bücher zum lesen empfehlen, die so gar nicht dem Leseschema des Partners entsprechen, damit man mal was anderes ausprobiert)

So komme ich dann doch auf 5 Challenges – ganz toll^^ Außerdem möchte ich gerne noch Sandras Idee der Widmungschallenge vom letzten Jahr weiterführen – da gehts darum, schöne Widmungen in Büchern zu fotografieren uns zu sammeln. Ich muss nur meine Seite auf dem Blog mal aktualisieren… *hust*

Der Dunkle Thron – Rebecca Gablé

Über den Autor
Die 1964 geborene Rebecca Gable war nach dem Studium der Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig. Heute arbeitet sie als freie Autorin und Literaturübersetzerin.

Kurzbeschreibung
London 1529: Nach dem Tod seines Vaters erbt der vierzehnjährige Nick of Waringham eine heruntergewirtschaftete Baronie und den unversöhnlichen Groll des Königs Henry VIII. Dieser will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von der Königin scheiden zu lassen. Bald sind die Papisten, unter ihnen auch Henrys Tochter Mary, ihres Lebens nicht mehr sicher. Doch in den Wirren der Reformation setzen die Engländer ihre Hoffnungen auf Mary, und Nick schmiedet einen waghalsigen Plan, um die Prinzessin vor ihrem größten Feind zu beschützen: ihrem eigenen Vater.

Rezension

Lange mussten wir auf den vierten Teil der Warringham-Saga warten – zumal es ihn ja eigentlich gar nicht geben sollte. Umso überraschter war ich, als ich ihn dann doch endlich in den Händen halten konnte.

Ich weiß selbst, das Historische Romane nicht jedermanns Sache sind, weil viel Geschichte und viele Fakten sich einfach nicht so locker verarbeiten lassen, wie zB in einem typischen Frauenroman, den man einfach einatmen kann. Ich selbst mag keine historischen Romane – mit Ausnahme von Gablé und vor allem deswegen kann ich ihre Bücher jedem nur ans Herz legen.

Im Gegensatz zu den vorherigen 3 Teilen besticht „Der Dunkle Thron“ leider nicht durch die Königsverbundenheit, die die Vorgänger haben. Ich hatte eigentlich gedacht, dass Nick König Henry näher stehen würde und man so Henry VIII von einer vielleicht neuen Seite kennen lernen würde – aber dem war nicht so. Viel mehr hat Nick sein Leben lang eine enge Beziehung zu Mary, was sich natürlich am Ende doch als Königinnentreue erweist, aber… ich hatte eben anderes erwartet.

Ansonsten muss ich sagen, dass ich ständig die Bilder der Tudor-Verfilmung im Kopf hatte. Es ist nicht förderlich, wenn Rebecca Gablé Henry VIII als fettleibig beschreibt, während ich ein Bild von Jonathan Rhys Meyers im Kopf habe… Nunja, darüber muss man dann einfach hinwegsehen, denke ich.

Schreibtechnisch kann man bei Gablé nicht meckern – alles gut beschrieben und nachvollziehbar erklärt, sodass man als Leser das Gefühl gewinnt, sich mit den politischen Strukturen sehr gut auszukennen.

Die Charaktere sind wundervoll ausgearbeitet und besonders witzig fand ich die Familienzusammenführungen… na knapp 300 Jahren Warringshams tauchen überall Cousins und Vettern 1., 2. und 3. Grades auf und am Ende klönen alle über der Familienbibel, wer mit wem wie verwandt ist. Ohne die Stammbäume ist man da als Leser aufgeschmissen, aber es macht Spaß, es zu lesen.

Ich wünsche mir eigentlich nur, dass Gablé jetzt auch den Mut hat, sich an Elizabeth heranzuwagen und uns damit in die goldene englische Zeit einzuführen.

Einziger Wehmutstropfen: Lübbe hat den „Dunklen Thron“ mit einem neuen, nicht zu den Vorgängern passenden Cover ausgestattet. Die Vorgänger werden zwar auch neu aufgelegt, allerdings nur als TB, während „Der Dunkle Thron“ ein HC ist und ich für meinen Teil die Krise bei der nicht passenden Optik im Regal kriege…

ツ ツ ツ ツ ツ