Alles, was ich am Strand gefunden habe – Cynan Jones

Kurzbeschreibung

Zwei Männer, die auf ihre Chance warten. Holden setzt alles daran, ein Versprechen einzulösen, das er einem sterbenden Freund gegeben hat, während Grzegorz auf ein besseres Leben für seine Familie hofft und zu allem bereit ist … Zwei Männer, die auf ihre Chance warten, setzen wider besseren Wissens ihr Leben aufs Spiel. Eine schiefgelaufene Drogenübergabe löst eine fatale Verkettung von Ereignissen aus, in deren Folge sie zum Spielball unkontrollierbarer Kräfte werden. Stringer, der lange im Gefängnis saß und nun merkt, wie sehr sich die Welt verändert hat, wird losgeschickt, um die verloren gegangene Lieferung wieder aufzutreiben. Und um ein Zeichen zu setzen.

Existenzialistischer Thriller, Gegenwartschronik und einfühlsame Charakterstudie zugleich: Cynan Jones hat einen eindringlichen Roman geschrieben über das Streben nach Glück in einer Welt, deren Willkür und Brutalität so unbegreiflich scheint, dass alle Erklärungen versagen. Ein Buch voll untergründiger Spannung, das so lange an Gewissheiten rührt, bis die Wahrheit ans Licht kommt.

Liebeskind Verlag

Rezension

Ich weiß nicht, wie dieser Mann das macht. Schon „Graben“ hat mich so sehr beeidruckt, dass ich es immer und immer wieder erwähnen musste (z.B. hier), ohne dass ich die richtigen Worte dafür gefunden hätte und auch „Alles, was ich am Strand gefunden habe“ hat einen ähnlichen Effekt.

Klar, mann muss sich darauf einlassen wollen, denn weder Grzegorz noch Holden sind auf den ersten Blick Charaktere, die einen zweiten lohnen würden. Und doch verbindet die beiden etwas, das erst im Laufe der Geschichte ans Licht kommt. Cynan Jones schafft es dabei mit nur wenigen Worten eine Geschichte zu erzählen, die gleichzeit spannend, grausam und faszinierend ist. Obwohl man sich mit den Charakteren kaum identifizieren kann, bewegt einen ihr Schicksal und mehr als einmal stellt man sich als Leser die Frage, was man wohl an ihrer Stelle tun würde. Dabei geht es nicht mal um ihr persönliches Glück, sondern das ihrer Lieben. Sowohl Holden als auch Grzegorz handeln in erster Linie für ihre Lieben und es bricht einem das Herz, sie scheitern zu sehen. Einzig Stringer denkt bei all dem nur an sich selbst und verkörpert damit das wirklich Böse.

Dass sich die Geschichte hauptsächlich an der dunklen, stürmischen Küste abspielt, tut ihr übriges und so wird „Alles, was ich am Strand gefunden habe“ zu einem kurzweiligen, aber dennoch gewaltigen und bestürzendem Leseerlebnis.

Alles, was ich am Strand gefunden habe

aus dem Englischen von Peter Torberg

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Liebeskind; Auflage: 1., Deutsche Erstausgabe (20. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3954380749
ISBN-13: 978-3954380749
Originaltitel: Everything I found on the Beach

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Best of 2015 – so far.

 Zum 1. Juli habe ich exakt mein Halbjahresziel geschafft – 75/150 Büchern. Das ist eine ganze Menge und im Gegensatz zu den letzten Jahren dachte ich, ich erzähl euch mal ein bisschen von meinen bisherigen Favoriten. Ohne groß drüber nachzudenken, komme ich genau auf 10 – wie passend.

Vicious – V. E. Schwab

Victor and Eli started out as college roommates – brilliant, arrogant, lonely boys who recognized the same sharpness and ambition in each other. In their senior year, a shared research interest in adrenaline, near-death experiences, and seemingly supernatural events reveals an intriguing possibility: that under the right conditions, someone could develop extraordinary abilities. But when their thesis moves from the academic to the experimental, things go horribly wrong. Ten years later, Victor breaks out of prison, determined to catch up to his old friend (now foe), aided by a young girl whose reserved nature obscures a stunning ability. Meanwhile, Eli is on a mission to eradicate every other super-powered person that he can find-aside from his sidekick, an enigmatic woman with an unbreakable will. Armed with terrible power on both sides, driven by the memory of betrayal and loss, the arch nemeses have set a course for revenge-but who will be left alive at the end?

Vicious hat nur knapp (wegen Victor) gewonnen, aber ADSOM hat halt den Mantel und London… hm. Lest sie am besten beide und entscheidet euch selbst^^ Ich persönlich würde mittlerweile alles von Victoria Schwab kaufen und ich hoffe, dass alles gut geht, und Vicious tatsächlich verfilmt wird.

Reborn – Jennifer Rush

The Branch is in shambles, but Anna, Sam, Cas, and Nick can’t rest easy. Remnants of the organization lurk unseen and the flashbacks to their old lives are only getting stronger–especially Nick’s.

Following scattered memories and clues from his Branch file, Nick sets off alone in search of answers–and the girl who haunts his dreams. But the sleepy town where she lives in full of secrets, and Nick soon learns that uncovering their shared past may have deadly consequences.

Diese Reihe findet einfach viel zu wenig Beachtung – sogar so wenig, dass Teil 3 gar nicht mehr auf deutsch übersetzt wird und ich kanns einfach nicht verstehen. Ich hab die Bücher so gerne gelesen und ich kenne niemanden, der sie nicht mag.

Immer noch New York – Lily Brett

»In Downtown Manhattan sah man oft einen Mann, der mit einem Papagei auf dem Kopf herumspazierte. Ein Papagei weckt in New York kein großes Interesse, ein Papagei auf dem Kopf eines Mannes schon.« Lily Brett, die australische New Yorkerin mit europäischen Wurzeln, steckt mittendrin, und um die Stadt einzufangen, hält sie sich selbst den Spiegel vor. Hinreißend erzählt sie von ihren Nöten, einen halbwegs anständigen Büstenhalter im Greenwich Village zu erstehen, vom befremdlichen Anblick der Schoßhündchen in Regenmänteln und Sonnenbrillen, vom überbordenden Großstadtverkehr. Und zum Glück gibt es in dieser ziemlich hektischen Stadt auch Winkel der Ruhe und des Friedens, den Geruch von frisch gebackenem Brot und die entwaffnend ehrlichen Gespräche mit ihrer Kosmetikerin. Denn in Manhattan ist nichts unbedeutend und nichts selbstverständlich.

Eigentlich ein reiner Cover-Kauf, und doch hat mir dieses Buch so viel mehr gegeben. New York ist immer eine gute Idee und mit ihren Kolumnen zeichnet Lily Brett ein Bild dieser Stadt, das man selbst erleben will.

To Kill A Mockingbird – Harper Lee

Set in the small Southern town of Maycomb, Alabama, during the Depression, To Kill a Mockingbird follows three years in the life of 8-year-old Scout Finch, her brother, Jem, and their father, Atticus–three years punctuated by the arrest and eventual trial of a young black man accused of raping a white woman. Though her story explores big themes, Harper Lee chooses to tell it through the eyes of a child. The result is a tough and tender novel of race, class, justice, and the pain of growing up.

Ja, was soll ich dazu noch sagen? Ein Klassiker, den ich jedem ans Herz legen kann und der sowohl gestern, als auch heute und vor allem auch noch morgen aktuell sein wird.

The Opposite of Loneliness – Marina Keegan

Marina Keegan’s star was on the rise when she graduated from Yale in May 2012. She had a play that was to be produced at the New York International Fringe Festival and a job waiting for her at the New Yorker. Tragically, five days after graduation, Marina died in a car crash. As her family, friends and classmates, deep in grief, joined to create a memorial service for Marina, her unforgettable last essay for the Yale Daily News, ‚The Opposite of Loneliness‘, went viral, receiving more than 1.4 million hits. She had struck a chord. Even though she was just 22 when she died, Marina left behind a rich, expansive trove of prose that, like her title essay, captures the hope, uncertainty and possibility of her generation.

Insgesamt fand ich das Buch vielleicht nicht überragend, was aber auch daran lag, dass viele der Texte eben Arbeiten für die Uni sind. Allein für die Abschlussrede allerdings lohnt sich dieses Buch.

Confess – Colleen Hoover

At age twenty-one, Auburn Reed has already lost everything important to her. In her fight to rebuild her shattered life, she has her goals in sight and there is no room for mistakes. But when she walks into a Dallas art studio in search of a job, she doesn’t expect to find a deep attraction to the enigmatic artist who works there, Owen Gentry.

For once, Auburn takes a chance and puts her heart in control, only to discover that Owen is keeping a major secret from coming out. The magnitude of his past threatens to destroy everything important to Auburn, and the only way to get her life back on track is to cut Owen out of it.

To save their relationship, all Owen needs to do is confess. But in this case, the confession could be much more destructive than the actual sin.

New Adult at it’s best. Colleen hat es einfach drauf, spannende Liebesgeschichten zu schreiben. Vielleicht ist das für den ein oder anderen auch wieder zu dramatisch, aber ich finde, ein bisschen Drama kann man gut vertragen.

Lieber Mr. Salinger – Joanna Rakoff

Von ihnen gibt es Hunderte: blitzgescheite junge Frauen, frisch von der Uni und mit dem festen Vorsatz, in der Welt der Bücher Fuß zu fassen. Joanna Rakoff war eine von ihnen. 1996 kommt sie nach New York, um die literarische Szene zu erobern. Doch zunächst landet sie in einer Agentur für Autoren und wird mit einem Büroalltag konfrontiert, der sie in eine längst vergangen geglaubte Zeit katapultiert. Joanna lernt erst das Staunen kennen, dann einen kauzigen Kultautor – und schließlich sich selber.

Für alle, die Salinger bisher nicht gelesen haben, liefert dieses Buch den perfekten Einstieg, für alle anderen weckt es den Wunsch, die Bücher wieder und wieder zu lesen.

Graben – Cynan Jones

Die Natur hat ihre eigenen Gesetze, und das oberste ist das des Kampfes. Daniel bewirtschaftet in einem abgelegenen walisischen Landstrich eine kleine Schafsfarm, als er bei einem tragischen Unfall seine Frau verliert. Mit letzter Kraft hält er sich und den Betrieb aufrecht, gehalten von den Ritualen des rauen Landlebens und verfolgt von den Erinnerungen an flüchtige Momente des Glücks. Zur gleichen Zeit hinterlässt ein brutaler Hundezüchter in der Gegend seine Spuren. Er jagt illegal Dachse und wirft sie in Wettkämpfen abgerichteten Terriern vor. Doch so wie Daniel die Vergangenheit nicht loslässt, ist auch er ein Verfolgter, die Polizei hat bereits seine Witterung aufgenommen. Als er für eine Jagd ausgerechnet auf Daniels Land ausweicht, überschreitet er endgültig jene unsichtbare Grenze, hinter der es kein Zurück gibt. Daniel, der nichts mehr zu verlieren hat, stellt sich ihm entgegen.

Kurz und dennoch erschreckend – so war dieses Buch für mich. Auf nur wenigen Seiten findet sich eine große Geschichte, die einen noch Tage nach dem Lesen beschäftigt.

The Name of the Wind – Patrick Rothfuss

‚I have stolen princesses back from sleeping barrow kings. I burned down the town of Trebon. I have spent the night with Felurian and left with both my sanity and my life. I was expelled from the University at a younger age than most people are allowed in. I tread paths by moonlight that others fear to speak of during day. I have talked to Gods, loved women, and written songs that make the minstrels weep. My name is Kvothe. You may have heard of me‘ So begins the tale of Kvothe – currently known as Kote, the unassuming innkeepter – from his childhood in a troupe of traveling players, through his years spent as a near-feral orphan in a crime-riddled city, to his daringly brazen yet successful bid to enter a difficult and dangerous school of magic. In these pages you will come to know Kvothe the notorious magician, the accomplished thief, the masterful musician, the dragon-slayer, the legend-hunter, the lover, the thief and the infamous assassin.

Ein Buch, dessen Handlung an sich vielleicht nicht sehr beeindrucken ist, aber das von der Sprache und seinem Protagonisten lebt. Kvothe ist der tollste und klügste Dummkopf, von dem ich seit langem gelesen habe.

Emmy & Oliver

Emmy and Oliver were going to be best friends forever, or maybe even more, before their futures were ripped apart. In Emmy’s soul, despite the space and time between them, their connection has never been severed. But is their story still written in the stars? Or are their hearts like the pieces of two different puzzles—impossible to fit together?

Emmy just wants to be in charge of her own life. . . . She wants to stay out late, surf her favorite beach—go anywhere without her parents‘ relentless worrying. But Emmy’s parents can’t seem to let her grow up—not since the day Oliver disappeared.

Oliver needs a moment to figure out his heart. . . . He’d thought, all these years, that his dad was the good guy. He never knew that it was his father who had kidnapped him and kept him on the run. Discovering it, and finding himself returned to his old hometown, all at once, has his heart racing, and his thoughts swirling.

In der Flut der YA-Bücher mag dieses vielleicht untergehen, hoffentlich aber nicht, denn die Geschichte ist simpel, erfrischend wenig dramatisch und doch sehr realistisch.

Was waren eure Highlights und was könnt ihr besonders empfehlen? Ich bin sehr gespannt!

Literaturplausch #13

Endlich wieder ein Literaturplausch! Gut, letzte Woche hätte es auch einen gegeben, aber den hab ich irgendwie verpasst – dafür bin ich diese Woche wieder voll dabei!

#reading

Jetzt gerade hole ich ein paar Kurzgeschichten auf, allem voran deshalb, weil ich meiner GR-Statistik schon wieder hinterherlaufe und ich das doof finde. Aber richtige Bücher zu lesen dauert länger und dann hol ich das nie auf und ja, im Grunde betrüge ich mich selbst^^ Aber ich komme mit Rothfuss einfach nicht voran. Das kann man nicht einfach mal eben weg lesen – dafür ist es nämlich zu gut. Gestern hab ich dann auch noch schnell „Very Good Lives“ dazwischen geschoben; die Rede, die Joanne K. Rowling für die Harvard-Absolventen von 2008 gehalten hat. Die 12,80 € für die 80 Seiten-Rede sind natürlich happig – aber der Erlös des Buches geht an die Organisation ‚Lumos‘ und damit is es schon gar nicht mehr so schlimm.

#Zitat

Love did not overcome everything. Love did not always endure. All you had could be taken away, love could be the last thing you had, and then love could be taken too.

― Cassandra Clare, Saving Raphael Santiago

#Neuerscheinung

Moah… Frag mich doch was leichteres^^ Aktuell vorbestellt hab ich „99 Days“ von Katie Cotungo, das erscheint nächste Woche. Ansonsten muss ich sagen, dass ich gar nicht so viel im Blick hab – auf die meisten Vorschauen muss man ja noch warten und die Buchviren kommen auch immer so spontan… xD

#newin

Seit der Messe hab ich da tatsächlich ein bisschen langsam getan und kaum was gekauft – abgesehen natürlich von den ARD-Buffet-Empfehlungen von Karla. Nicht nur „Die Schönste Art sein Herz zu verlieren“ von Mamen Sanchez und „Graben“ von Cynan Jones durften hier einziehen, sondern auch das New York Times 36 Hours-Buch. Ach ja, und am #Indiebookday bin ich auch schwach geworden – „Das achte Leben (für Brilka)“ nenne ich nun ebenfalls mein eigen.

#woanders

Nina hat mich (mal wieder) auf die Rory Gilmore Reading Challenge aufmerksam gemacht. Böse Nina. Die Challenge findet ihr im deutschen Origial auf Zeilenblicke inkl. der kompletten Liste. Ich hab vorgestern zumindest schon mal die Liste übernommen und das abgehakt, was ich bereits gelesen habe. Für die nächsten 28 Jahre hab ich damit vermutlich genug zu tun^^ Außerdem hat die wundervolle und großartige Bou einen ganz tolle Artikel über Übersättigung und Maßstäbe geschrieben, dem ich absolut nichts hinzuzufügen habe. Lesen!

Monatsabschluss: März

+ Gelesen

Snow like Ashes – Sara Raasch
The Outsiders – S. E. Hinton
Confess – Colleen Hoover
Lieber Mr. Salinger – Joanna Rakoff
Egal Wohin – Franziska Moll
Low – Boris Pofalla
Graben – Cynan Jones

Lesetechnisch lief’s im März nicht ganz so gut, dafür hab ich aber allein aus Leipzig wieder ~20 Bücher heimgeschleppt. Vielleicht sollte ich meinen superklugen Plan, in Leipzig schon die Bücher, die ich kaufen würde zu bestellen, damit die dann zu Hause auf mich warten, lieber totschweigen – aber in der Theorie hat das echt gut geklappt! In der Praxis hab ich jetzt halt über die Messe doppelt so viele Bücher wie letztes Jahr angesammelt… *hust* Das ARD-Buffet und die dazugehörigen Buchempfehlungen von Karla taten ihr übriges und ich fürchte einfach mal, das geht so weiter, bis die Statik des Hauses kaptuliert…

Meine GR-Challenge bin ich auch mehr hinterhergelaufen, bis ich festgestellt hab, dass ich zwei in diesem Monat erschienen Bücher ebenfalls endlich als gelesen markieren kann – weil ich das schon lange hinter mir hab^^

Zum einen haben wir da Biancas „Hope of Tomorrow (Promises of Frever #3)“, bei dem ich gleich zweimal in der Danksagung stehe (doppelt hält besser, ne?) und wo ich ja immer noch hoffe, dass das nicht zwangsläufig der letzte Teil der Reihe war. Und zum anderen war da noch Rebeccas „Das Tickende Herz“ – ein Steampunk-Roman, den ich besonders denjenigen an Herz legen kann, die Sturmhound in „Grisha“ toll fanden, weil: P-I-R-A-T! Kauft die Bücher – es lohnt sich (und sichert mein zukünftiges Assistentinnen-Gehalt xD).