Wochendings.

#Offlinegeplauder

Urlaub! Endlich Zeit für all die Bücher. Oder Handlettering. Oder Fotografieren. Oder den Blog. Oder, oder oder… Ich weiß gar nicht, wie ich alles, was ich so vorhabe in eine Woche packen soll, aber in erster Linie bin ich froh, ein bisschen Zeit für mich zu haben. Ich war die letzten zwei Wochen nicht so gut drauf, was vor allem an der Arbeit gelegen hat. Das letzte Jahr war schon nicht so rosig und von heute auf morgen war klar, dass dieses Jahr genauso wird. Und ich? Ich sitze zwischen den Stühlen, weil es mich auf mehreren Ebenen betrifft und ich hätte einfach gerne eine für alle Betroffenen gute Lösung. Ich mag meinen Job, ich mag die Firma und ich mag die Kollegen und vielleicht ist es bescheuert, so viel Ärger in Kauf zu nehmen. Aber ich bin nicht unglücklich, ich hab keine Bauchschmerzen, morgens auf die Arbeit zu gehen. Ich bin nur gerade im Moment ein bisschen überfordert mit der Situation und weiß noch nicht genau, wie ich damit umgehen soll. Und anstelle von ein bisschen Zuspruch oder Verständnis kommt dann auch noch „Wieso gehst du nich einfach woanders hin?“ Also ja, ich bin vielleicht schlecht drauf, aber das gibt einem noch lange nicht das Recht, mir zu sagen, was ich tun soll, ohne auf mich einzugehen.

Es gibt aber auch gute Neuigkeiten. Die Reperaturen an meinem Auto zum Beispiel waren weit günstiger als erwartet, also hab ich mir noch ein paar neue Scheibenwischer gegönnt und auch die Reifen sind noch in Ordnung. Zudem hatte ich diesmal keinen pinken sondern einen weißen Leihwagen – wir steigern uns^^ Vielleicht, ganz vielleicht, stecke ich das übrige Geld in dieses Teil. Ich weiß allerdings noch nicht, wohin damit.

#Bookstagram

Auf der Suche nach einer Geschichte, die mich mal länger als ne halbe Stunde beindruckt, bin ich bei Herz auf Eis gelandet, einer Empfehlung von Karla im ARD-Buffet. Wie ich es fand, könnt ihr in meiner Rezension lesen. Eine weitere Empfehlung von Karla war Ferdinand von Schirachs Die Würde ist antastbar, das ich glücklicherweise zu Hause hatte und direkt lesen konnte. Manchmal braucht es diese klugen Menschen, die einem erklären, dass nicht alles immer so sein kann, wie man es gerne hätte und ich finde, von Schirach macht das ziemlich gut. Terror und Schuld liegen schon bereit. Neben von Schirach kann das aber auch Helmut Schmidt sehr gut, den ich schon immer sehr geschätzt habe. Durch Zufall hab ich entdeckt, dass seine Weltethos-Rede bei Hoffmann & Campe als kleines erschwingliches Buch veröfflicht wurde und zugeschlagen (gibts aber auch online – sowohl als Text als auch als Video). Er hat eine klare Haltung zum Thema Frieden und ein Konzept, wie dieses über Grenzen und Religionen hinweg erreicht werden kann. Und letzten Sonntag dann habe ich es endlich angefangen – Das achte Leben (Für Brilka). Es liegt hier schon ewig rum, aber es ist halt mega dick. Ich nehme ab jetzt Wetten entgegen, wie lange ich dafür brauchen werde^^

#Woanders

Tasmin hat ein Video zum Thema Divers Lesen gemacht – äußerst sehenswert und es gibt zudem eine Menge Buchtipps. Sarah erklärt uns, warum eine persönliche Empfehlung mehr Wert ist als ein Algorithmus. Nichts, was wir nicht schon wussten, aber wunderschön in Worte verpackt. Mit der Headline „Ich bin keine Feministin mehr?!“ hat mich Lina auf ihren Blog gelockt, ist es doch ein Statement, das heutzutage kaum eine Frau öffentlich von sich geben würde. Der Text allerdings spricht mir aus der Seele. So lange wir uns trotz des eigentlich gleichen Ziels immer wieder voneinander abgrenzen, wird es keine Gleichstellung geben. Petzi macht Werbung für den eReader – wortwörtlich. Das macht den Beitrag aber nicht weniger lesenswert und gerade weil die Urlaubszeit bevorsteht und man sich nie entscheiden kann, welches Buch man mitnehmen will, die für mich einzig logische Alternative. Alexandra hat auf ihrem Blog ihr Notizbuchsystem vorgestellt. Ich bin für sowas ja immer sehr empfänglich und möchte das auch am liebsten alles so ausprobieren – funktioniert nur leider nie^^ Dani empfiehlt Urlaubslektüre – dazu hab ich vor ein paar Wochen auch ein paar Tipps gegeben.

#WahnsinnInSerie

Es ist soweit, Game of Thrones geht am Montag wieder los und ich könnte nicht aufgeregter sein. Es wird hart, immer wieder eine Woche auf die nächste Folge zu warten, aber es gibt ja sicherlich genug Diskussionsstoff. Das Time Magazine hat nicht nur eine coole Coverstory zur Serie gemacht, sonder auch ein äußerst lesenswertes Interview mit Benioff und Weiss geführt, das einen Ausblick auf den Schaffensprozess der letzten Staffel gibt. Kit Harrigton hat, wie hier nachzulesen, eine erneute Liebschaft für Jon Snow ausgeschlossen – es wird immer nur Ygritte geben </3 Unter dem Link gibts übrigens noch mehr Statements der Darsteller. Und wenn ihr hart lachen wollt – hier lang.

#UndSonstSo

Kai Meyer hat diese Woche bekannt gegeben, dass die Option auf die Filmrechte zu Arkadien verlängert wurde. Ich hatte das, ehrlich gesagt, schon wieder voll vergessen. Überhaupt hab ich nur den ersten Teil der Trilogie gelesen, aber ich fänds tatsächlich nett, wenn das was werden würde. Frühjahr 2019. Das ist der Zeitraum, in dem die nächste Patrick Ness-Verfilmung auf die Kinoleinwände kommt. Chaos Walking wird mit Daisy Ridley und Tom Holland in den Hauptrollen verfilmt. Ich mochte das Buch, hab aber auch da nie mehr als den ersten Teil gelesen. Ich bin gespannt, wie das wird. Die meisten von euch kennen Rupi Kaur wahrscheinlich, falls nicht: Schaut euch Milk & Honey näher an und lasst euch nicht davon abschrecken, dass es sich um Gedichte handelt. Im Oktober erscheint ein weiterer Gedichtband und hier gibt es bereits das erste Gedicht zu lesen. Ich hatte es schonmal erwähnt, auch Fantastic Beasts bekommt eine illustrierte Ausgabe und diese Woche wurden die Cover veröffentlicht. Olivia Lomenech Gill illustriert das Buch und unter dem Link gibts nicht nur beide Cover sondern auch eine kleine Sneak Preview. Ich persönlich mag die Bloomsbury-Ausgabe lieber, aber das ist wohl einfach Geschmackssache.

#Listopia

7 Books Every Successful Woman Should Read In Her Lifetime || 11 Fictitious Bookworms We Love || 8 YA Books From 2015 That Even Non-YA Fans Must Read || 13 Of The Best Summer Reads Of All Time || 19 Memes All Book Lovers Will Understand || 50 Books to Read if You Love Medicine || 9 Movies That Were Even Better Than The Books They Were Based On || 13 Dysfunctional Literary Couples Who Should Have Broken Up || 11 Addictive Novels That Readers Just Can’t Get Enough Of || 33 Books That Every Badass Woman Should Read || 8 Retellings You’ll Feel Guilty For Liking Better Than the Original || 13 Beautifully Written Novels About First Love || 8 Audiobook Voices That Will Blow Your Ear-Drums || 20 Empowering Quotes By Female Authors That Are Perfect To Decorate Your Office With || 8 Reasons People Mock Romance || 13 Book Characters That Made Us Feminists || 9 Books To Read If You Hated High School English Class || The 4 Best Harry Potter Podcasts || 13 Romance Novels That Should Be On Every Woman’s Bucket List || 8 Books From Relatively Unknown Authors Everyone Should Read || The 17 Best Young Adult Novels of 2017  

 

Habt eine schöne Woche! <3

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Herz auf Eis – Isabelle Autissier

Kurzbeschreibung

Sie sind jung und verliebt und haben alles, was sie brauchen. Aber ihr Pariser Leben langweilt sie, also nehmen Louise und Ludovic ein Sabbatjahr und umsegeln die Welt. Bei einem Ausflug auf eine unbewohnte Insel vor Kap Hoorn reißt ein Sturm ihre Jacht und damit jegliche Verbindung zur Außenwelt mit sich fort. Was als kleiner Ausbruch aus dem Alltagsleben moderner Großstädter gedacht war, mündet urplötzlich in einen existenziellen Kampf gegen Hunger und Kälte. Nicht weniger aufreibend ist das psychologische Drama, das sich zwischen den Partnern entspinnt. Wer trägt die Schuld an der Misere? Wer behält die Nerven und trifft die richtigen Entscheidungen? Und was wird aus der Liebe, wenn es ums nackte Überleben geht? Herz auf Eis wagt sich an die Frage, was mit uns und unseren Beziehungen geschieht, wenn wir unsere Komfortzone verlassen.


Rezension

Natürlich musste ich dieses Buch direkt kaufen, nachdem Buchkolumne es im ARD-Buffet angepriesen hat. Tatsächlich gelesen habe ich es allerdings erst jetzt, wie das eben immer so ist.

Das Buch beginnt direkt damit, dass Louise und Ludovic bei ihrem Ausflug auf eine Insel, die sie eigentlich nicht betreten dürfen, ihre Jacht verlieren und nun zunächst schutzlos dort gestrandet sind. Es geht auf den Winter zu, folglich wird dort auch so schnell niemand vorbei kommen. Sie finden Schutz in einer verlassenen Walfangstation, aber keine Voräte und müssen von jetzt auf gleich ums nackte Überleben kämpfen.

So grundsätzlich mochte ich die Idee sehr gern. Was passiert mit zwei Menschen, wenn sie gezwungen sind, sich miteinander auseinander zu setzen. Was, wenn sie zusammen ums Überleben kämpfen müssen? Wie kann man sich selbst retten, wenn man immer hatte, was man zum Leben braucht oder zumindest wusste, wo man es kaufen kann? Und zu guter letzt – stirbt man zu zweit oder nimmt man den Tod des anderen zu Gunsten seines eignenen Lebens in Kauf?

Es sind viele spannende Fragen, die das Buch aufwirft und die tief in die menschliche Psyche gehen. Und gerade deswegen hätte ich mir gewünscht, gerade am Anfang nicht alles rückblickend und aus der Perspektive von Louise zu erfahren, sondern bei den Auseinandersetzungen in Form von richtigen Dialogen dabei zu sein. Es hätte den Figuren vielleicht die Tiefe verliehen, die ich vermisst habe. Zudem macht es sie unsympathisch. Für mich wurde nicht klar, wieso und ob sie sich überhaupt lieben, vielmehr erschien mir die Beziehung eine Zweckgemeinschaft aus Mangel an besseren Möglichkeiten – zumindest für Louise. Ludovic hingegen scheint sie zu brauchen, während Louise wunderbar alleine klarkommt. Das zeigt sich vor allem in der tragischen Hälfte des Buches, als sich das Blatt wendet.

Ab da lässt die Autorin dem Leser eigentlich keine Wahl mehr – man muss Louise einfach scheiße finden. Nicht nur, dass sie Ludovic einfach so alleine lässt, lediglich einen kleinen Zettel lässt sie ihm zurück; nein, sie macht zudem keine Anstalten, ihm eine Chance zu verschaffen. Natürlich ist Louises Situation nicht einfach, keine Frage, und man kann kaum nachempfinden, was in ihr vorgehen muss, aber es fehlt allein schon der schwache Versuch. Schwebt ein Mensch, den man liebt in Lebensgefahr, würde man dann nicht alles mögliche tun, um ihn zu retten?

Mir wurde nicht klar, wie ich das einzuordnen habe. Lieben sie sich wirklich? Und wenn ja, warum schaffen sie es dann nicht gemeinsam? Und wenn sie nicht genug lieben, wieso fällt es Louise dann so schwer, ihre Entscheidung zu tragen? Immerhin hat sie gute Argumente, niemand würde sie verurteilen…

Wenn das Buch also was kann, dann den Leser zum Nachdenken bringen.

Weitere Rezensionen:

Lost Pages || Herzpotenzial || Die Liebe zu den Büchern

The Read Pack || Literaturen

Herz auf Eis

übersetzt von Kirsten Gleinig

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Mare Verlag; Auflage: 4. (7. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866482566
ISBN-13: 978-3866482562
Originaltitel: Soudain, seuls

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