Und wenn die Welt verbrennt – Ulla Scheler

Kurzbeschreibung

Er ist ein Junge mit bunten Kreiden, der Menschen in Bildern auf dem Asphalt einfängt. Sie ist ein Mädchen mit einem dunklen Geheimnis, das niemanden an sich heranlässt. Felix und Alisa. Beide leben in ihrer eigenen Welt, bis sie sich durch Zufall begegnen. Und plötzlich ist es ausgerechnet Alisa, die Felix versteht wie niemand sonst. Zusammen sind sie stark, fast unschlagbar. Bis ein Haus brennt und Alisa von den Schatten der Vergangenheit eingeholt wird …


Rezension

Als ich im letzten Jahr Ulla Schelers Debut Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen gelesen habe, wusste ich schon, dass ich ihr nächstes Buch auch lesen muss. Glücklicherweise musste ich darauf jetzt nicht so unendlich lange warten.

Als ich angefangen habe zu lesen, war ich dank Ullas Schreibstil sofort gefangen und habe des Buch quasi in einem Rutsch inhaliert. Es ist genau die richtige Mischung aus Erzählen, aber nicht zu viel Preis geben, hinzu kommen die wechselnden Perspektiven von Felix und Alisa, die zusätzlich Spannung aufbauen.

Die Geschichte baut sich langsam auf, jeder von beiden hat seine eigenen Probleme. Felix, der viel zu oft im Schatten seines Bruders steht und irgendwie nicht von der Stelle kommt und Alisa, die ein schweres Geheimnis mit sich herumträgt, über das sie nicht spricht. Als dann ihr Bruder auftaucht, wird das Glück der beiden auf die Probe gestellt, denn nach und nach erinnert sich Alisa.

Ulla Scheler schreibt in der Danksagung, dass einem manche Bücher leicht von der Hand gehen und dass dieses keins davon war. Leider merkt man das auch, denn im Vergleich zu ihrem Debut hatte ich hier oft Probleme mit der Glaubwürdigkeit. An manchen Stellen erschien mir die Geschichte einfach zu konstruiert, zu dramatisch, um wahr zu sein. Bei Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen war es ausgerechnet diese nüchterne Glaubwürdigkeit, die mich begeistert hat, und hier brennt mal eben jemand ein Haus ab, dabei stirbt ein Mensch und einer schweigt sich aus und der andere vergisst es ganz. Das macht das Buch nicht schlecht, aber die Geschichte hat das einfach nicht nötig.

Viel lieber hätte ich einfach mehr davon gelesen, wie Felix versucht, seinen Weg zu gehen und wie Alisa ihren eigenen findet wie sie sich beide unterstützen – ganz ohne dunkle Vergangenheit und Missverständnisse, ganz ohne großes Drama, dafür aber mit viel Herz.

Und wenn die Welt verbrennt

Broschiert: 432 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (18. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453271424
ISBN-13: 978-3453271425
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

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Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen – Ulla Scheler

+ Kurzbeschreibung

Wie es sich anfühlte, ihn zu sehen? Als hätte ich einen Monat lang durch einen Strohhalm geatmet.

Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund.  Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches …

+ Rezension

Normalerweise lässt es mich eher kalt, wenn überall plötzlich ein- und dasselbe Buch auftaucht. Aber bei Ulla Scheler konnte ich einfach nicht widerstehen. Schon in der Vorschau dachte ich, das mit mir und diesem Buch könnte was werden und ich wurde nicht enttäuscht.

Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen erzählt die Geschichte von Hanna und Ben. Die beiden haben gerade die Schule beendet und sollten jetzt eigentlich anfangen, ihr Leben zu leben, doch Ben hat andere Pläne. Ein letzter gemeinsamer Sommer am Meer – das wünscht er sich von Hanna und sie kann nicht nein sagen.

Auf der einen Seite hat man dann die Geschichte der beiden, die zum einen eine tiefe Freundschaft verbindet, aber auch Gefühle, die ein bisschen tiefer gehen. Doch Hanna scheint Ben nie so ganz greifen zu können. Ganz langsam stellt sich heraus, dass sich hinter seinen verschlossenen Art und seinem bisweilen eher rätselhaften Verhalten mehr versteckt, als das, was Hanna zu wissen glaubt.

Vielleicht ist es ein bisschen gemein, was Ben da anrichtet. Vor allem ist es Hanna gegenüber nicht fair. Man muss das aber nicht mögen, um die Geschichte an sich zu mögen.

Es ist ein bisschen düster und gruselig, man weiß nicht gleich, woran man ist und lässt sich treiben. Es dauert tatsächlich bis zum Ende, bis man begreift, worum es hier wirklich geht und warum das alles passieren musste und notwendig war. Aber wenn diese Erkenntnis dann einsetzt, legt man das Buch aus der Hand und hat das Gefühl, dass man hier nicht nur einen Jugendroman gelesen hat, sondern eine Geschichte, die einen so schnell nicht loslassen wird.

Das Ende lässt ein paar Fragen offen, was aber nicht schlimm ist. Ich finde, es funktioniert als alleinstehendes Buch super. In einer Rezension habe ich kürzlich was von einem zweiten Teil gelesen (?), weiß aber nicht so ganz, ob das jetzt Wunschdenken wegen der offenen Fragen oder fix ist. Ich finde, es wäre nicht nötig, würde mich aber nicht wehren, mehr von den beiden zu lesen.

In München gab es vor kurzem eine Insta-Walk mit der Autorin (zu weit weg!), an dem Tina und Marina teilgenommen haben. Beide haben darüber gebloggt und allein die Fotos machen unglaubliche Lust auf das Buch – es geht nämlich unter anderem auch um Grafittis. Auch Sandra hat dem Gruppenzwang nachgegeben und eine Rezension geschrieben.

Von meiner Seite aus eine absolute Leseempfehlung!

Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen

Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (8. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453270436
ISBN-13: 978-3453270435

[Dies & Das] Highlights aus den Verlagsvorschauen #2

Falls ihr den erten Teil meiner Fundstücke verpasst habt, findet ihr den hier. Heute zeige ich euch, was ich bei Random House alles gefunden habe und das ist einiges. Ein paar Sachen davon hab ich schon gelesen, auf andere freue ich mich wie ein Kleinkind :D

Besonders freue ich mich auch Caitlin Moran, euch lege ich Jodi Picoult und Meg Wolitzer ans Herz. Vor allem all die, für die „Die Interessanten“ vielleicht nichts ist, könnte „Was und bleibt ist jetzt“ ein Einstieg sein.

Besonders gespannt bin ich hier auf Jessica Alcott, weil in dem Buch eine Schüler-Lehrer-Beziehung behandelt wird. „Gehe hin stelle einen Wächter“ ist ein MUSS für alle, die „Wer die Nachtigall stört“ mochten. Ich bin sehr gespannt, lese das aber auch im Original. Ein Jahr ohne Stephen King scheint ein verlorenes Jahr zu sein – ich komme schon lange nicht mehr hinterher, mag aber das Cover wieder mal sehr gerne. Und zum Schluss noch Donna Tartt – endlich als Taschenbuch. Es ruft schon ganz laut nach mir^^

Laura hatte mich im Dezember mit „Falling Kingdoms“ on Morgan Rhodes angefixt. In Ermangelung hübscher deutscher Ausgaben blieb ich bei englisch, jetzt möchte ich mich hauen. Zwar gibt es bereits deutsche Ausgaben der Reihe, aber anscheinend verkaufen die sich nicht gut genug – deswegen gibts jetzt neue (und sie sind sooooo hübsch!). Teil drei ist allerdings nicht der Abschluss, deswegen: Kauft diese hübschen Bücher, damit es bald noch mehr werden.

fk

„Gonzo Girl“ klingt einfach toll, zu den „Traumknüpfern“ hatte ich schonmal was gesagt und Jennifer Niven für alle, die lieber deutsch lesen. Mir hats aber leider gat nicht gefallen. Am meisten freue ich mich hier auf Kathrin Weßling – yay!

Zumindest bei Random House wars das für mich. Aktuell beschäftigt mich eher die Frage, welche Verlage ich noch abgrasen muss – für mindestens einen weiteren Beitrag reichts aber noch. Wo muss ich eurer Meinung nach noch schauen?