Messedings.

Ich hatte bereits einen sehr, sehr langen Beitrag zur Messe getippt. Der Grund, warum ihr diesen nicht zu lesen bekommt, ist so simpel wie doof – ich hab ihn nämlich beim Speichern versehentlich überschrieben… >.< Da ich quasi ewig daran gesessen habe, geht meine Motivation jetzt nochmal jeden einzelnen Tag zu beschrieben, tatsächlich gegen Null, was mir sehr leid tut. Aber vielleicht ist es auch einfach besser so. Also dann…

#SektSells!

Wer mein Twitter und Instagram verfolgt hat, hat eventuell mitbekommen, dass ich einem Gläschen Sekt auf der Messe nicht abgeneigt war. Böse Zungen behaupteten am letzten Tag sogar, ich könne ihn riechen (dabei hat uns besagte Zunge selbst zum Reste trinken eingeladen! :P). Tatsächlich war Samstag der einzige Tag, an dem es ohne gehen musste. Das Ding ist aber das – die, die mich getroffen haben, wissen ja, dass ich Schnupfentechnisch leicht angeschlagen war und was tötet Bakterien bitte besser ab, als Alkohol? Ja, richtig, nur Bett & Buch, aber das ist halt irgendwie keine Option, wenn man extra nach Leipzig zur Buchmesse gefahren ist.

#KeinSandersonFürYvo

Das wurmte mich tatsächlich, weil ich gerne zum Piper Fantasy-Leseabend gegangen wäre. Christian hab ich zwar schon am Donnerstag getroffen, aber Brandon Sanderson wäre auch cool gewesen. Immerhin hat Laura mein Buch mitgenommen, sodass ich wenigstens eine Signatur habe, aber schade ist es halt trotzdem. Es war nur einfach nicht drin, denn ich glaube, dann hätte ich Samstag und Sonntag komplett flach gelegen und das will ja auch keiner.

#AproposLesung

Ich habe in diesem Jahr überhaupt so wenig Lesungen wie nie besucht. Eigentlich nur die von Laura auf der Fantasy-Leseinsel (told you so a long time ago!), dafür war die allerdings tatsächlich fantastisch! Unglaublich gut und souverän hat Laura nicht nur gelesen, sondern auch Fragen im Interview und aus dem Publikum beantwortet, nur um dann die elend lange Schlange zu befriedigen und all die Bücher zu signieren. Und wenn ich sage all die Bücher, dann meine ich das auch, denn am Ende waren nur noch 5 übrig.

#AllYouNeedIsLovelybooks!

Was seit unserer ersten Messe dazugehört, ist der #LBLesetreff. Damals saßen wir noch mit 10 Leuten vor der Messe, heute wird ein Saal mit 380 Menschen gefüllt (und schlagartig geleert, wenn der offizielle Teil des Programms vorbei ist…). Aber die wirklich coolen Leute brauchen keine Goodie Bag, kein Programm und keine Mini-Gugel. Die wirklich coolen Leute lassen sich nach dem Lesertreff vom LB-Team rauskehren, weil sie sich von allein nicht losreißen können. So nämlich!

Und weil das auch einfach immer noch nicht reicht, wird einfach jeden Tag am Stand vorbeigeschaut – man könnte ja was verpassen (und vielleicht gibts da ja auch Sekt *hust* :D). Aber mal ohne Scheiß – Tina, Marina & Marcel (und der Rest des Teams natürlich auch^^) – ihr macht jeden Besuch am Stand zu was Besoderem, sodass man immer wieder gern vorbei kommt und sich freut, mit euch zu quatschen. Danke dafür! <3

#UndZumEndeImmerKino

Was wir einfach jedes Jahr machen, ist Sonntags Abends nochmal alle zusammen ins Kino gehen. Im weitesten Sinne sind es immer Buchverfilmungen, und für meinen Teil sind wir auch dem Muster treu geblieben, dass sie nie wirklich gut sind – wir hatten schon Warm Bodies, Rubinrot, Shades of Grey, Vampire Academy, Deadpool und jetzt dann Die Schöne und das Biest. Ja, ich weiß, viele mögen den Film, ich mag ihn (theoretisch) auch, aber halt vor allem dann, wenn man eben keine echten Schauspieler sieht. Abgesehen davon ist die deutsche Synchronisation furchtbar unsnchron, vor allem beim Gesang. Ich hab den Zeichentrickfilm damals schon im Kino gesehen und mich verliebt; das ändert selbst Emma Watson nicht, egal wie gut sie ist.

#SozialeInkompetenzAtItsBest

Kein Scherz – eigentlich bin ich vollkommen ungeeignet, um auf so eine Messe zu gehen. Ich hasse Smalltalk und weiß nie, wie ich auf Leute zugehen soll. So ergibt es sich dann, dass ich Tilman an der Garderobe einfach hart ignoriere, weil ich denke „der kennt mich eh nich, woher denn auch und was soll ich schon mit dem reden?“, nur um dann am nächsten Tag beim Sekt (man erkennt ein Schema, ne?) doch noch ins Gespräch zu kommen und festzustellen, dass er mich a) sehr wohl erkannt, das aber b) sehr locker genommen hat und es c) am Ende wirklich nett war, mal in echt zu quatschen, sei es auch nur Kinderriegel und Mandelmilch (Life Hack!). Aber genauso überfordert bin ich dann, wenn innerhalb einer Stunde gleich drei Menschen auf mich zukommen und mir sagen, dass sie mein Wochendings so toll finden und jedesmal lesen (Hach! <3) oder wenn plötzlich jemand vor mir steht und sagt „Du bist also die berühmte Yvo. Ich hab so viel von dir gehört und jetzt treff ich dich!“, was wirklich mega süß war, auch wenn meine Reaktion womöglich anderes vermuten lies. Ich freue mich wirklich über solche Sachen, ich kanns nur einfach nicht so zeigen (und gerade hab ich das Gefühl, ich schreibe mich damit um Kopf und Kragen…) Aber egal, ich habs wenigstens versucht^^

Man kann so gut planen wie man will, aber man trifft dennoch nicht alle, geschweige denn, das man alles mitkriegt. Besonders gefreut habe ich mich aber, dass es mit Sarah, Sandy, Dani, den Bakers, Shanty und Michael, Jan, Philip, Karla, Karin, Jess, Sandra, Cara, Jennie (+ ihrem Freund sowie einer Freundin, deren Namen ich nicht weiß, die ich aber hiermit grüße), Mara, Sandra, Claudia und vielen, vielen anderen, die ich jetzt vergessen habe, geklappt hat. So eine Messe ist letztendlich immer ein bisschen wie ein großes Klassentreffen, allerdings mit Menschen, mit denen man wirklich was gemeinsam hat^^

Statt im Messeblues zu versinken, freue ich mich jetzt schon auf Frankfurt – macht einfach mehr Sinn! <3

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Wochendings.

#Offlinegeplauder

Long time no see… genaugenommen ist seit dem letzten Wochenrückblick schon wieder ein ganzer Monat vergangen *hust*, aber es war auch wieder einiges los und trotz zwei wochen Urlaub (wo sind die hin??) war nicht viel Zeit zum Ausruhen. Die große Katze hat jetzt keinen Schwanz mehr und die kleine terrorisiert mich nach wie vor. Zudem hab ich mir jetzt doch eine heftige Erkältung (nein, das ist bestimmt keine Grippe!) eingefangen, die mich jetzt pünktlich zum Wochenende dahinrafft.

Und außerdem war ja noch Buchmesse. Ich bin ja nach wie vor nicht der größte Frankfurt-Fan – das ist mir alles zu groß und zu voll und wenn man dann nur zwei Tage da ist, hat man auch nicht so viele Möglichkeiten, andere Leute zu treffen. So musste ich mit einem weinenden Auge auf das Bloggertreffen von Simone verzichten, weil wir Freitag gar nicht da waren und der LBLesertreff war leider schon fast zu Ende, als wir endlich ankamen. Nichts desto trotz hab dann doch wenigstens ein paar von euch getroffen. Ich habe Jojo Moyes auf dem Blauen Sofa gesehen und mir endlich mal eine Signatur von Rebecca Gablé abgeholt. Gefühlt die meiste Zeit habe ich am Carlsen-Stand verbracht, was natürlich Lauras Schuld war, aber so hab ich wenigstens erwachsene Männer im Anzug gesehen, die sich verstohlen mit einer illustrierten Harry Potter-Ausgabe um Jim Kay herumdrückten, um sich diese signieren zu lassen – sehr süß^^

Außerdem kam ich in den Genuss von indisch-vegetarischem Essen (nicht meine Idee!), habe ca. 2 Minuten neben Bianca gestanden, ohne sie zu erkennen (*hust*) und wollte Mona treffen, was aufgrund ihrer Fanmassen leider nicht möglich war. Immer diese Promis xD Wahnsinnig gefreut hat mich das Treffen mit Karla, das so eigentlich gar nicht geplant war – im Grunde wollten wir nur kurz Hallo sagen, weil wir keinen Termin hatten, Karla dafür eigentlich immer mehr Termine als Zeit hat. Umso schöner finde ich es, wenn dann doch ein bisschen Zeit ist und man entspannt ein bisschen Plaudern kann. Vom LBLesertreff kann ich leider nichts berichten, außer dass der vorbei war, als wir ankamen… Ich find das ehrlich gesagt ziemlich schade und respektlos, da sich das Team immer eine solche Mühe gibt, Leser zusammen zu bringen. Ich für meinen Teil verzichte dann lieber auf die Goodie-Bag und treffe dafür Leute, die auch wirklich daran interessiert sind, sich mit anderen zu unterhalten. Aber immerhin hab ich so Tina und Marcel wiedergesehen und Marina kennen gelernt <3 Was allerdings wirklich tragisch ist: Ich habe nicht ein Buch mit nach Hause gebracht… :(

#Bookstagram

Gelesen habe ich gefühlt wenig, vor allem hänge ich immer noch an Moyes und kann mich im Moment dank Erkältung sowieso auf nichts wirklich konzentrieren. Im Zug allerdings hatte ich Zeit für Candy Bukowski und Markus Heitz sowie mehrere Kurzgeschichten von Cassandra Clare. Angefangen habe ich „Die Verlobungen“ und „Was wir fürchten“ und auch „The Rose Society“ musste ich natürlich gleich lesen (sehr gut!).

#Zitat

Candy

#Woanders

Für alle die nicht auf der #FBM15 waren, gibts das Gespräch mit Jojo Moyes in der Mediathek. Die FAZ hat einen tollen Artikel über das Stiefkind der Frankfurter Buchmesse geschrieben – die BuCon, die seit nun schon 30 Jahren jedes Jahr parallel zur Buchmesse stattfindet. Dort geht es ausschließlich um fantastische Literatur. Die Diskussion „Zwischen Feuilleton und Haul“ hab ich leider verpasst, die kann man aber hier nachhören. Sophie hat außerdem eine Linkliste zu allen Bloggerdiskussionen rund um die Buchmesse erstellt. Auf Edition F gibts ein lesenwertes Interview mit Cornelia Funke. Die NZZ schrieb eine Ode an das Lesen und BookRiot hat die beliebtesten buchigen Katzen von Instagram aufgetrieben,

#Netzfundstück

ADELE IST WIEDER DA UND SIE IST SO GROSSARTIG! Ja, aber das habt ihr bestimmt schon mitbekommen. Das Album kommt am 20. November und natürich hab ichs schon vorbestellt. Außerdem gibts einen Trailer zur Verfilmung von Emma Donoghues Buch „Raum“.

 

So, und jetzt geh ich mich weiter auf die Couch kuscheln und werde wieder gesund!

Eine Messe, die ist lustig; eine Messe, die ist schön…

… oder zumindest immer wieder ein Erlebnis ;) Auch in diesem Jahr hat es mich wieder nach Leipzig zur Buchmesse gezogen – unglaublich eigentlich, dass ich das schon seit 4 Jahren durchhalte, denn in erster Linie ist so eine Messe vor allem eins: anstrengend. Ich müsste ja auch nicht fahren, aber zwischen den wehen Füßen, lahmen Armen und dem immerwährenden Zeitdruck sind es vor allem die Begegnungen und der Austausch mit anderen Bibliophilen, die mich doch immer wieder hinziehen. Aber auch das war dieses Jahr zum Teil sehr seltsam… ^^

 

Eröffnungsfeier im Gewandshaus

Ja, die Chaos-WG reist bereits mittwochs an, einfach weil wir dann für unsere Selbstverpflegung-Pensions-Wohnung entspannt einkaufen gehen können und den ersten Abend nach der doch recht langen Hinfahrt in Ruhe genießen können. Das klappte dieses Jahr allerdings nur bedingt, da Chris mich mit zur Erfönnungsfeier der Leipziger Buchmesse genommen hat. Das war – gelinde gesagt – nicht wiederholungswürdig. Die Bloggerpaten, zu denen auch Chris gehörte, bekamen je zwei Karten für die Eröffnungsfeier und aus der unendlichen Schaar seiner Möglichkeiten, fiel die Wahl seiner Begleitung auf mich – fand ich auch super – man macht ja alles gerne mal mit. Blöd nur, dass ich die einzige Begleitung war und mich somit leicht fehl am Platz fühlte. Die Reden waren lang und zum Teil akustisch schwer verständlich. Zwar konnte man diese auch schriftlich zum Mitlesen mitnehmen, aber wer will schon lesen, was man theoretisch hören können sollte? Mircea Cărtărescu, der Gewinner des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung, hat das ganz anders geregelt – der las nämlich den 5-seitigen Auszug aus seinem Buch gleich auf rumänisch – damit man den wunderbaren Klang der Sprache genießen kann. Ich persönlich hätte ja lieber den Text verstanden, wie auch bei der vorhergehenden Laudatio von Uwe Tellkamp, aber gut… Umrahmt wurden die Reden von verschiedenen Darbietungen des Gewandshausorchesters Leipzig unter der Leitung von Robin Ticciati, was ich tatsächlich ziemlich gut fand. Nach dem offiziellen Teil blieb dann bei Häppchen und Getränken noch Zeit für ein paar Gespräche.

Seraph-Verleihung

Nach einem entspannten ersten Donnerstag auf der Messe stand zum Abend die Seraph-Preisverleihung auf dem Plan, die ich mir auf keinen Fall entgehen lassen wollte. Fantasy kommt ohnehin immer zu kurz, umso wichtiger finde ich diesen Preis, der neben dem besten phantastischen Werk des letzten Jahres auch das Beste Debüt auszeichnet. Positiv aufgefallen ist mir, dass die Leseinsel von Jahr zu Jahr voller wird und ich hoffe, dass das in Zukunft auch so weitergeht.

 

Mein Tipp für das Beste Buch hat sich bestätigt – natürlich konnte Kai Meyer den Preis für „Die Seiten der Welt“ mit nach Hause nehmen und auch wenn ich das Buch noch nicht gelesen habe, bin ich sicher, dass er es verdient hat. Als Bestes Debüt wurde „Flammenwüste“ von Akram El-Bahay ausgezeichnet – ein sehr sympathischer Gewinner – und auch dieses Buch steht jetzt recht weit oben auf meiner Wunschliste^^

Was leider auffällt ist, dass die Shortlist nur von Männern bestritten wurde. Ich würde mir da einfach ein bisschen mehr Vielfalt wünschen. Zudem kam mir hier sofort die Idee, dass man diese Aktion tatsächlich bekannter machen könnte, wenn man zusätzlich zur Fachjury auch hier vielleicht das Konzept der Bloggerpaten übernehmen würde – es gibt so viele Blogger, deren Herz für Fantasy schlägt dass es ein leichtes sein sollte, für jedes auf der Shortlist stehende Buch einen Paten zu finden, der dieses vorstellt und das Buch bereits im Vorfeld etwas bekannter macht. Anyway, wenn euch dieser Preis genauso am Herz liegt wie mir, könnt ihr Fördermitglied der Phantastischen Akademie werden oder generell den jeweiligen Facebook– und Twitter-Kanälen folgen und liken und teilen – auch das hilft schon, um der Sache die nötige Bekanntheit zu geben.

Lieber Mr. Salinger

   

Ein absolutes Highlight dieser Messe war die Lesung von Joanna Rakoff, deren Buch „Lieber Mr. Salinger“ ich noch rechtzeitig vor der Messe bei der lieben Mara gewonnen habe. Ich wertete es also als Wink des Schicksals, als Karla uns zur Lesung einlud und war im Nachhinein auch sehr froh darüber, dorthin gegangen zu sein (nichts gegen Markus Heitz, der am selben Abend im Schille Theater gelesen hat! Aber den kenn ich eben schon^^). Die Lesung im Nachtclub Horns Erben war für die kleine Location gut besucht und der Lesungsraum bot mit Sofas und Sesseln eine sehr kuschelige Atmosphäre. Von der Geschichte selbst war ich ohnehin schon beeindruckt und die Autorin hat auch genau das vermittelt – hätte ich das Buch nicht schon gehabt, hätte ich es dort gekauft. Man muss Salinger natürlich nicht gelesen haben, aber schaden kann es nicht und ich für meinen Teil mag seine Geschichten auch. Karla hat das ganze super moderiert – es war weniger eine Lesung an sich als viel mehr ein nettes Gespräch in gemütlicher Runde – und genau so muss das! Zum Abschluss lies ich mir mein Buch noch signieren und Joanna und ich mussten beide lachen – anscheinend ist mein Name sehr, sehr schwierig (darauf komme ich später nochmal zu sprechen – es soll nicht das erste Mal gewesen sein^^). Toller Abend, tolle Leute, tolles Buch. Go read Salinger!

Lovelybooks – Bücher, Cupcakes und nette Leute

Auch in diesem Jahr gab es wieder ein Lovelybooks-Treffen und ich kanns nicht ändern, aber ich muss immerimmerimmerwieder an das erste Mal in Leipzig denken, als wir mit vielleicht 10 Leuten vor der Messe an diesem Teich saßen. Wenn ich heute sehe, dass sich mehr als 250 Leute darum kloppen, wer hin darf und wer nicht, ist das schon echt lustig *.* Das Team hat wieder mal eine tolles Programm auf die Beine gestellt – neben einer Gesprächsrunde mit Autoren, Verlagsmitarbeitern und Bloggern las auch Bettina Belitz aus „Mit Uns Der Wind“. Über den Beamer konnte man nebenbei den Hashtag #LBLesertreff mitverfolgen (Marcel hat das optimal ausgenutzt mit seiner Aufforderung, dass mal alle 250 Leute virtuell winken sollen) und Tina hat die Veranstaltung souverän und zugleich liebenswert moderiert. Im Anschluss war Zeit genug für nette Gespräche bei Cupcakes (soooo süß) – zumindest für die, die nicht gleich mit der Goodie-Tüte abgehauen sind. Vielleicht gehts vielen tatsächlich nur darum, vielleicht sind es aber auch die vielen anderen Veranstaltungen, die einen dann zum frühzeitigen Aufbruch bewegen. So oder so sind es für mich die Treffen mit anderen Bloggern und Bibliophilen, die so ein Treffen zu was Besonderem machen. Ehe ich mich versah, musste ich meine Goodie-Tüte ausräumen, weil irgendwie jeder in Tausch-Wahn verfallen war – das war ein wenig nervig – weswegen ich einfach das, was ich nicht wollte rausgeräumt und so hergegeben habe. Wenn sich jemand über das freut, was ich ohnehin nie lesen würde – gut; und mir persönlich ist es ziemlich egal, ob ich mit 2, 5 oder 6 Büchern nach Hause gehe. Wichtig ist für mich, dass solche Treffen überhaupt zu Stande kommen und ich finds schön, wie sehr das Team von LB aber auch die Verlage engagiert sind, Leser und Autoren zusammen zu bringen.

Patrick Rothfuss – You may have heard of him!

Auch ohne die Bücher schon ganz gelesen zu haben, bin ich durch Twitter und Co. schon ganz angefixt von Kvothe, dem „Namen des Windes“ und dem Waldschrat, der zufällig dieses Buch geschrieben hat. Die Peterskirche bot Platz für unzählig viele Menschen – schon allein deswegen wollten wir früh genug da sein und wurden mit Reihe zwei belohnt. Zudem kam Pat Rothfuss schon vor der eigentlichen Lesung raus, um die Bücher derjenigen, die schon da waren, zu signieren, damit es im Nachgang nicht mehr sooo lange dauert (We aaaaaaaall have places to be, haven’t we? Nö, eigentlich hätte ich schon gern den ganzen Abend mit ihm verbracht – am besten allein xD). Top organisiert durch die Securities und das Verlagsteam konnte jeder gesittet seinen Namen schon auf einem PostIt vornotieren, damit alles noch schneller ging und dann wurden einzelne Reihen zum Signieren nach vorne geholt. Anscheinend führt mein Name nicht nur ausgesprochen sondern auch ausgeschrieben zu Missverständnissen – oder ich kann meinen eigenen Namen weder vernünftig aussprechen noch schreiben – anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich wie bereits Joanna Rakoff auch Patrick Rothfuss meinen Vornamen buchstabieren musste, damit ich nicht am Ende Hans Wurst in meinem Buch stehen habe xD

Irgendwann dann gings endlich los und ich bin halb vom Stuhl gefallen, als ich sah, dass Marina Weisband die Lesung moderiert und übersetzt hat. Der Schock hielt nur kurz, denn dann fing sie an zu übersetzen und das war noch schlimmer als die Tatsache selbst, das sie dort war. Die Art wie sie das gemacht hat, war einfach nicht gut – ein Satz von ihm auf englisch und dann sofort die Übersetzung von ihr – sogar in gleicher Betonung und Ich-Perspektive. Es wirkte einfach sehr geschauspielert und nicht so locker wie es hätte sein können – mal ganz ab davon, dass ich davon ausgehe, dass die meisten ihn sowieso auch so verstanden hätten, weil er wirklich ein klares, langsames amerikanisch spricht.

Mehr Fragen aus dem Publikum wären nett gewesen, das war aber wohl nicht erwünscht. Stattdessen fing Marina Diskussionen über Zen-Budismus und psychiche Erkrankungen seiner Charaktere mit Rothfuss an – was ich nicht so ganz nachvolliehen konnte. Der dritte Band jedenfalls dauert so lange wie er dauert und nachdem wir ihn gelesen haben, werden wir ohnehin alle sterben, weil er so fucking gut ist, dass uns nichts anderes übrigt bleibt. Er möchte das Beste aus seinem Buch rausholen und ich finde das gar nicht mal so schlecht ;) Zudem wird es wohl weitere Kurzgeschichten zu Charakteren aus seinen Büchern geben. Interessant waren auch die Einblicke, die er in seinen Schreibprozess gegeben hat – schreib, was du schreiben willst, wenn du es schreiben willst – sonst ist es weg. Alles in allem war es spannend, witzig und sehr interessant, aber halt durch die Übersetzung auch ein wenig nervig… Die Bücher muss ich jetzt unbedingt lesen!

Themen, die die Blogger bewegen

Was die Messe vor allem unter Bloggern bestimmt hat, waren Diskussionen über das Random-House Bloggerportal, die Bloggerpaten, die Bloggerlounge und die Rangliste über die Vernetzung von Bloggern – alles Themen, die ich schon vor der Messe nich diskutieren wollte und erst recht nicht dort.

Können wir uns nicht einfach freuen, dass die Buchmesse versucht, Blogger stärker einzubinden, auch wenn konstruktive Kritik an dieser Geschichte natürlich angebracht und nach diesem ersten Lauf sicherlich auch erwünscht ist? Dass die Bloggerpaten während und nach der Messe im Fokus stehen, wie verschiedene Berichte ausgiebig zeigen, war von vornherein klar und da muss man jetzt auch gar nicht drüber diskutieren oder vor allem neidisch sein – bewerben hätten wir uns schließlich alle können. Ich zum Beispiel hab dies ganz bewusst nicht getan, da mir keins der nominierten Bücher wirklich zugesagt hat. Umsomehr freue ich mich, dass mit Mara, Sophie und Chris gleich drei Blogger aus meinem Umfeld dabei waren, die ihre Sache nicht nur gut gemacht haben, sondern nun auch ein wenig mehr Aufmerksamkeit in diesem großen Pool an Bloggern bekommen.

Das Bloggerpotal halte ich ebenfalls für eine gute Sache – gerade bei der Verlagsgruppe Randomhouse ist das Aufkommen den Anfragen per Mail vermutlich nicht zu händeln und schon deswegen ist eine Lösung in wenigen Klicks einfach, zeitsparend und wünschenswert. Die dazugehörigen Regeln (nicht mehr als 10 Exemplare, erst neue Anfragen, wenn die Rezensionen erfolgt sind, etc.) sind sinnvoll und sollten für vernünftige Blogger ohnehin zu erfüllen sein. Meine persönliche Kritik und Anmerkungen habe ich da angebracht, wo sie hingehören: beim Verlag selbst – und die Reaktion zeigte deutlich, dass dies auch ernst genommen wird.

Die Rangliste von der alle sprechen, ist so hübsch wie sie nicht aussagekräftig ist. Es ist schön, dass sie da ist und noch toller, dass sie weiter erweitert wird, aber sie ist eben kein Qualitätsmerkmal und ich unterstelle den Leuten einfach mal, dass sie das bei näherer Betrachtung auch erkennen. Sie zeigt lediglich wie gut einzelne Blogs vernetzt sind und selbst wenn man einen hohen Rang zunächst als Qualitsmerkmal erkennen mag, stellt man doch zwangsläufig irgendwann fest, ob das tatsächlich der Fall ist. Bezeichnend finde ich vor allem die Tatsache, dass negative Äußerungen vor allem aus dem unteren Teil der Liste kamen – dem Rest schien die ganze Diskussion herzlich egal zu sein – wie im Übrigen auch mir. Nice to have – aber man muss auch wissen, was man damit anstellen kann.

Die Bloggerlounge war nett, aber sehr weit ab vom Schuss. Ich war irgendwie immer dort, wenn da gerade eine Veranstaltung war – von Ausruhen war also keine Rede, weil in dem Fall doch sehr klein und W-Lan… ach ja, sprechen wir nicht drüber. Gute Idee, die nach dem ersten Lauf noch ein paar Verbesserungen vertragen kann.

Und sonst so?

Buchmesse ist ja immer ein bisschen wie Klassentreffen – nur dass man hier die meisten gut leiden kann :D Leute, mit denen man sonst nur online zu tun hat trifft man plötzlich in echt und im optimalen Fall hat man sich genausoviel zu sagen wie online – das ist schön und das möchte ich in keinem Fall missen. Ich verzichte bewusst auf die Auflistung von Namen, weil ich ganz sicher den ein oder anderen vergessen würde – ihr wisst auch so, dass ich euch meine :D Stuzig machen mich die wenigen Blogger, die so sehr im Business-Modus sind, dass sie vergessen, dass man sich bereits kennt – verschiedene Leute haben sich mir an allen 4 Tagen neu vorgestellt, und das obwohl ich behaupte, wir kennen uns sowohl online als auch von bereits vergangenen Messen. Aber Hey, ich lern gern neue Leute kennen, auch vier- oder fünf- oder ein Dutzend mal, selbst wenn wir nicht die gleichen Bücher lesen oder mein Blog für euren nicht interessant ist. Darum geht es mir sowieso nicht. Bücher sind geiler Scheiß. Egal ob Belletristik oder Jugendbuch oder alles andere – wir alle Lesen und lieben Bücher und das ist der gemeinsame Nenner, der für ein richtiges Kennenlernen spricht, sonst nix.

Zum Abschluss…

… grüße ich noch ganz doll meine verdorbene Chaos-WG. Messe mit euch ist unbezahlbar und nicht zu toppen <3 Im nächsten Jahr wieder, ja?

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