Eins nach dem anderen oder alles durcheinander?

Ich bin das personifizierte Chaos auf zwei Beinen. Manchmal frage ich mich ernsthaft, wie ich überhaupt irgendwas gebacken kriege. Und dann klappt es am Ende doch und manchmal sogar besser als erwartet. Das trifft auf so ziemlich alles zu, besonders auffällig ist es aber beim Lesen.

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Früher, als ich meine Bücher noch nicht selbst gekauft habe und dementsprechend nicht so viel Auswahl hatte, lief das anders. Immer eins nach dem anderen, erst wenn ein Buch beendet war, konnte ich das nächtste haben. So musste ich mich erst durch den Pferdeflüsterer quälen (ein Geschenk, gut gemeint, aber für eine 12jährige vielleicht nicht ganz das Wahre) bis ich Harry Potter und der Feuerkelch anfangen durfte. Damals herrschte noch Struktur – und es war furchtbar.

Versteht mich nicht falsch, ich mag dicke Bücher, vor allem, wenn man vollkommen darin versinken kann, aber ich hasse das Gefühl, nicht voran zu kommen. Nicht immer ist man in der Stimmung oder hat die Zeit, mehrere Kapitel am Stück zu lesen. Je nach Geschichte muss man nach zwei Tagen Pause wieder ein Kapitel zurückgehen, um wieder reinzukommen. Und Martin oder Gablé sind jetzt auch nicht so geeignet für die Handtasche oder fünf Minuten Wartezeit zu überbrücken. Nichts ist trauriger, als ein Buch, für das meine Zeit oder Nerven hat.

Hätte ich das bisschen Struktur also beibehalten, käme ich nicht vom Fleck. Da ich Goodreads mehr oder weniger konsequent nutze, kann ich euch das anhand ein paar Daten veranschaulichen. Anfang des Jahres begann ich A Little Life zu lesen, genaugenommen am 9. Februar. Beendet habe ich es am 13. April, also gut zwei Monate später. A Little Life ist so ein Buch, durch das man nicht hetzen sollte. Über vieles muss man nachdenken, einzelne Szenen sacken lassen und sich wieder fangen, um weiter zu machen. Ich habe aber auch selten abends mehr als eine halbe Stunde Zeit, um zu lesen, ganz zu schweigen von der nötigen Ruhe. Über den Tag verteilt gibt es immer mal wieder Lücken, klar, aber auch da fehlte oft die nötige Ruhe. Die Alternative wäre also, außer A Little Life gar nichts zu lesen, wenn ich meine alte Regel hätte beibehalten wollen.

Aber – und genau das ist das schöne, wenn man mehrere Bücher gleichzeitig liest – man muss die Zeit, die man zum Lesen hat, gar nicht ungenutzt vertreichen lassen. In diesen zwei Monaten habe ich neben A Little Life einen Comic, vier Hörbücher und acht andere Bücher gelesen. Verschiedene Genre, Stile und Bücher geben mir die Möglichkeit, immer genau das richtige für den Moment zu wählen. Hinzu kommt das Nutzen unterschiedlicher Medien – Hörbuch, eBook, Taschenbuch oder Hardcover – ich kann mir aussuchen, worauf ich gerade Lust habe.

Ich glaube, wenn ich meine alte Regel beibehalten hätte, hätte ich A Little Life vermutlich nie beendet. Es geht mir nicht darum, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu lesen*. Wenn das das Ziel wäre, würde ich mir nur dünne Bücher rauspicken und könnte das schneller haben.

Es ist viel mehr das Gefühl, dass eine Geschichte, mag sie noch so gut sein, mich erdrückt, wenn ich mich zu lange nur damit beschäftige und ich nicht das Gefühl habe, dass ich wirklich weiterkomme. Ich brauche die Abwechslung und muss auch mal abschalten können. Wenn das nicht geht, finde ich mich nach so einem Wälzer sehr wahrscheinlich in einer Leseflaute wieder, weil ich erstmal keine Lust auf gar nichts habe. Dabei gehört Lesen zu meinem Tagesablauf, und seien es auch nur ein paar Seiten.

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Wenn ich sage, das ich meistens, fast immer, mehrere Bücher gleichzeitig lese, kommt fast immer die Frage, ob mich das nicht stresst. Tut es nicht. Ich finde es viel eher befreiend, ein Buch nicht sofort abbrechen zu müssen, weil ich gerade keinen Nerv darauf habe, sonder zurückkommen zu können, wann ich will und in der Zwischenzeit eben trotzdem immer was zu Lesen zu haben.

Je nach dem wie viel Zeit dazwischen liegt, muss ich das zuletzt gelesene Kapitel nochmal lesen, klar, aber das ist ja auch der Trick. Es sollten halt nicht drei Jugendfantasy-Bücher sein, die sich nur durch einen unterschiedlichen Weltenbau unterscheiden, sondern wirklich unterschiedliche Genres oder Stile. So kommt man auch an Sachen, die man sonst eher nicht gelesen hätte. Den Gesellschaftsroman morgens beim Frühstück, ein kleines Gedicht zwischendurch, den Thriller im Bett und am Wochenende mal ein Comic?

Es gibt so viele Möglichkeiten, Literatur zu erleben, ohne sich zu langweilen oder ewig viel Zeit in eine Sache zu investieren, um am Ende festzustellen, dass man die Hälfte gar nicht richtig mitbekommen hat, weil man sich nicht voll drauf konzentrieren konnte… Und wenn ihr Ordnung bevorzugt und wirklich lieber eins nach dem anderen lest – kein Ding. Es gibt aber nicht nur den richtigen und den falschen Weg. Vielmehr geht’s doch darum, dass jeder seinen Weg findet.


*Falls ihr mehr darüber wissen wollt, wie man die vorhandene Lesezeit optimaler nutzt, könnt ihr euch diesen Beitrag ansehen.

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Sommerbücher

Der Sommer hat sich schon angekündigt, der Urlaub steht vor der Tür und alles, was dafür noch fehlt, ist die richtige Lektüre. Ich weiß natürlich nicht, wie’s euch geht, aber gerade im Sommer greife ich lieber zu leichter, spaßiger Lektüre. Selbst dann, wenn das Wetter nicht so mitspielt, mag ich Bücher, die am Meer spielen und das Sommergefühl zumindest zwischen den Seiten spürbar ist. Und ein paar davon würde ich euch gerne vorstellen – vielleicht ist ja noch ein Last Minute-Tipp für euch dabei.

Sommerschwestern – Judy Blume

Das Buch ist 1999 zum ersten mal im Original erschienen, etwa zu dem Zeitpunkt habe ich es auch gelesen. Lange war es auf deutsch nicht mehr zu haben, erst als im letzten jahr ein anderes Jud Blume-Buch erschien, wurde es wieder aufgelegt.

Unter all den Kindern in der Schule sucht sich Caitlin ausgerechnet Victoria als Freundin aus und läd sie für die Sommerferien nach Marthas Vineyard ein. Niemand versteht so recht wieso, aber zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft und selbst wenn sich das im Alltag nicht unbedingt hält, bleiben sie doch immer Sommerschwestern. Als Caitlin Jahre später heiratet, bittet sie Victoria, ihre erste Brautjunger zu werden und auch wenn beide länger keinen Kontakt hatten, will Victoria verstehen, was zwischen den beiden so schief gelaufen ist und fährt.

Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart, bis sich ganz am Ende ein komplettes Bild ergibt. Es passiert nicht unbedingt das, was man erwarten würde, wer also neben einer schönen Geschichte auch ein bisschen Spannung verträgt, hat hier sicher seinen Spaß.

Summer Sisters
Sommerschwestern

Die Schatten von Race Point – Patry Francys

Ich beschreibe es immer als eine moderne Version der Dörnenvögel, auch wen mir klar ist, dass das verdammt unsexy klingt. Das Ding ist aber, das man so sofort weiß worauf man sich einlässt.

Hallie Costa wächst am Cape Cod als Tochter eines Arztes auf. Als ein Mord die Gemeinde erschüttert und den kleinen Gus Silva ohne seine Mutter zurücklässt, nimmt sich Hallie diesem zusammen mit ihrem Freund Neil an. Aber dann geschieht etwas, dass Gus und Hallie auseinander treibt. Erst jahre später taucht jemand auf, der der Geschichte eine ganz neue Wendung geben kann.

Okay, es ist wirklich dramatisch. Sehr, sehr dramatisch und vielleicht einen Ticken zu nah an der Tränendrüse, aber manchmal braucht man das. Manchmal muss das einfach sein und die Stimmung von Cape Cod tut ihr übriges. Die Geschichte zieht sich über mehrere Jahrzehnte, wird aber dennoch nicht langweilig.

The Orphans of Race Point
Die Schatten von Race Point

Sommer in Maine – J. Courtney Sullivan

Ein Buch, das ich eigentlich nur wegen dem Amazon-Algorhitmus gekauft habe und bei dem ich gar nicht wusste, auf was ich mich einlasse. Es ist ein eher ruhiges Buch, zumindest von der Erzählweise, aber am Ende hat es die Geschichte in sich.

Für die Kellehers ist ihr Haus in Maine eine Zuflucht und ein Ort der Ruhe. Jeden Sommer kommen sie zurück, doch in diesem Sommer stehen Veränderungen an. Vier Frauen, drei Unterschiedliche Generationen und eine Menge unausgesprochener Dinge, die zwischen ihnen liegen.

Ich mochte die Stimmung einfach sehr gern. Jede der Protagonistinnen hat ihre eigene Geschichte und ihre Eigenheiten – nicht alles kann man nachvollziehen, muss man aber auch nicht. Wer einen schönen Familienroman sucht, der am Meer spielt, ist hier vollkommen richtig.

Sommer in Maine
Maine

Die Interessanten – Meg Wolitzer

Vielleicht nicht unbedingt ein richtiges Sommer-Buch, aber zumindest das Feriencamp trägt dazu bei.

Sechs Teenager treffen sich in einem Sommercamp und werden zu einer Unzertrennlichen Gruppe, bis ein Geheimnis sie wieder auseinander treibt. Sie alle sind Künstler, Kreative und Freigeister. Zentrales Thema ist die Freundschaft, aber auch Neid und Missgunst spielen eine entscheidende Rolle.

Es ist vielleicht kein leichtes Buch und möglicherweise kommt das Sommergefühl ein bisscchen zu kurz, aber es bschäftigt und fordert und manchmal möchte man das ja auch.

The Interestings
Die Interessanten

All die süßen Lügen – Rebecca Wild

Hier dann jetzt was jugendlicheres… Als ich All die süßen Lügen zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich umgehauen. Seitdem habe ich es noch dreimal gelesen, einfach weil es mir so gut gefallen hat.

Jaclin kehrt nach ihrem achtzehnten Geburtstag zurück nach Serena Hills, um sich an dem Menschen zu rächen, der dafür verantwortlich ist, dass sie ohne ihren Vater in einer Pflegefamilie aufwachsen musste. Ihr Jugendfreund Ian unterstützt sie dabei, doch nicht alles läuft nach Plan, denn im Spiel und in der Liebe ist bekanntlich alles erlaubt.

Es ist eine Mischung aus Ocean’s Eleven und Revenge mit der richtigen rise Nerdfaktor sowie ausreichend Cat-Content. Es macht schlicht und ergreifend Spaß. Leider nur als eBook-only erhältlich.

All die süßen Lügen

Meine geniale Freundin – Elena Ferrante

Mich persönlich konnte Elena Ferrante jetzt nicht so überzeugen, aber ich sehe wohl ein, dass dieses Buch sehr viel italienisches Flair vermittelt und gerade das macht ja auch sehr viel Urlaubsfeeling aus.

Meine geniale Freundin ist die Geschichte zweier Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem eine Verbindung haben, die ihresgleichen sucht. Während die eine ihren Weg geht und sich ihren Traum, Schriftstellerin zu werden erfüllt, bleibt die andere gefangen und trifft kalkulierte Entscheidungen zum Wohl ihrer Familie.

Eine Geschichte, die für mich einfach zu langatmig erzählt wurde. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass viele andere großen Spaß damit haben.

Meine geniale Freundin

The Girls – Emma Cline

Das Buch hat im letzten Jahr ziemlich für Furore gesorgt, aber es soll ja Leute geben, an denen sowas auch vorbei geht.

Evie fühlt sich allein und ungesehen, bis sie sich mit einer Gruppe Mädchen anfreundet, die nicht freier sein könnten. Unfrisierte Haare, ausgefranste Klamotten und Partys auf der abgelegenen Ranch von Russel. Ein Hauch von Freiheit, der für Evie bisher unbekannt war, bis etwas geschieht, das sie für immer verändert.

Es geht dabei um die Manson-Morde, auch wenn es nie so offen gesagt wird. Deswegen findet sich neben jugendliche-verträumter Sommerstimmung eben auch eine Prise Thriller und Nervenkitzel.

The Girls
The Girls

Solange wir lügen – E. Lockhart

Ein Jugendbuch auf Martha’s Vineyard, das es in sich hat. Ich würde mich von dem Begriff Jugendbuch nicht allzusehr beeinflussen lassen, denn wie immer kann das natürlich jeder lesen, den es interessiert.

Es geht um eine Familie, die ihre Sommer gemeinsam mit allen Kindern auf Martha’s Vineyard verbringt, die Jugendlichen stehen im Vordergrund. Im letzten Sommer ist es etwas passiert, aber man weiß nicht genau was. Was folgt, ist ein kleines Verwirrspiel mit einer riesigen Wendung.

Ich hab damals, als ich es gelesen habe, geahnt wo es hinführen wird, was für mich ein bisschen die Spannung rausgenommen hat. Trotzdem ist es ein schönes Sommerbuch.

Solange wir lügen
We were liars

Lieblingsmomente – Adriana Popescu

Das Buch war ein Geschenk von einer lieben Freundin, ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet und war vollkommen begeistert, als ich es durch hatte. Es geht natürlich um Liebe, Freundschaft, Wünsche und Träume sowie die schönen Momente.

Zwischen Layla und Tristan funkt es sofort, dabei sind beide in einer Beziehung. Das hält sie aber nicht davon ab, Freunde zu werden und viele Lieblingsmomente miteinander zu teilen. Es ist einfach ein richtiges Feel-Good Buch.

Ich sehe ein, dass dieses Beziehungsding den ein oder andere vielleicht abschreckt, aber es wird gut und vernünftigt gelöst, niemand wird betrogen. Und falls ihr danach nicht genug habt, gibts auch noch einen zweiten Teil.

Lieblingsmomente
Lieblingsgefühle

Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam – Jennifer Gooch Hummer

Falls ihr auch im Sommer mal ein bisschen weinen wollt, ist das das richtige Buch für euch. Jennifer Gooch Hummer erzählt die Geschichte eines Sommer, die einen auch lange danach nicht mehr loslässt.

Apron muss mit vielem fertig werden – ihre Mutter ist gestorben und jetzt hat ihr Vater eine neue Frau. Langsam aber sicher wird ihr alles zu viel, aber ihr Ferienjob im Blumenladen lenkt sie ab. Aber auch dort ist die Welt nicht in Ordnung und Apron muss ein weiteres mal mit einem Verlust klarkommen, bekommt aber auch neue Hoffnung.

Nur selten hat mich ein Buch so sehr berührt wie dieses, noch dazu behandelt es gerade für ein Jugensbuch ein sehr wichtiges Thema. Wenns also auch ein bisschen trauriger sein darf – das ist es.

Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam

Shotgun Lovesongs – Nikolas Butler

Ich bin mir nichtmal mehr sicher, ob es nur im Sommer spielt, aber ich verbinde es damit und das reicht ja eigentlich auch schon, um als Sommerbuch zu zählen, oder?

Es geht um die Geschichte von Fünf Freunden, die sich über die Jahre entwickelt und zeigt, welchen Wert gute Freunde haben. Es geht durch dick und dünn, Freude und Leid und man mag es einfach nicht aus der Hand legen.

Ich mochte dieses Buch so gerne und würde es am liebsten jedem und immer in die Hand drücken.

Shotgun Lovesongs


Und jetzt seid ihr dran – was sind eure liebsten Sommerbücher? Was könnt ihr empfehlen, was wollt ihr diesen Sommer lesen? Ich bin neugierig…^^

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Vorsätze 2017

Ich bin mit Vorsätzen bisher nicht so erfolgreich gewesen… In der Theorie klingt das nämlich immer alles wunderbar, in der Praxis ist das gar nicht so leicht umzusetzen. Alte Gewohnheiten lässt man schließlich nicht einfach so fallen – das braucht Zeit und geht langsam von statten. Trotzdem gibts ein paar Dinge, die ich blog- und lesetechnisch in Angriff nehmen will und dann vielleicht schon 2017 umsetzen kann.

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# Mehr Lesen.

Damit meine ich nicht zwangsläufig megenmäßig mehr, auch wenn es natürlich nie genug ist. Aber wenn ich schon Zeit habe, dann möchte ich sie nicht unnötig auf Twitter oder Facebook vergeuden, sondern auch wirklich zum Lesen nutzen.

# Bewusster Kaufen.

Weniger Bücher kaufen ist ja keine Option – klappt sowieso nicht, aber ich erwische mich immer wieder, wie ich spontan irgendwo ein Buch sehe und es sofort haben muss! Also wird es bestellt und wenn es dann endlich da ist… wandert es ins Regal. Ich schließe Spontankäufe damit nicht aus, aber ich will mein Geld bewusster in die Bücher investieren, die ich wirklich lesen will.

# Ausmisten.

Etwas, das ich immer weiter vor mir herschiebe, aber mittlerweile stehen fast überall im Haus wackelige Buchstapel – ich habe schlicht und ergreifend keinen Platz mehr und auch wenn ich niemals alles weggeben werde, muss ich zumindest mal das loswerden, was ich ohnehin mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr lesen werde. Ich weiß nur noch nicht, wohin damit…

# Weniger Stress.

Also das wünscht man sich ja generell immer, aber ich meine mehr den Stress, den ich mir selber mache. Bloggen ist und bleibt ein Hobby und soll Spaß machen, aber ich merke selbst, wie bei mir immer wieder der Druck wächst, was zu bloggen, wenn es hier länger still ist. Dann wieder hab ich Phasen, in denen ich pro Tag mehrere Beiträge veröffentlichen könnte. Dabei müsste ich es einfach nur ein bisschen besser verteilen und das richtige Mittelmaß finden.

# Mehr Wertschätzung.

Ich weiß es von mir selbst – ein Blog bedeutet Arbeit. Und so gern ich eure Beiträge lese, umso geiziger bin ich damit, es zu zeigen. Klar sieht man das auch an den Klickzahlen und ich bemühe mich, wenigstens einen Like dazulassen oder retweete oft, aber Kommentare sind ja auch schön, oder? Deshalb möchte ich mir dafür in Zukunft auch mehr Zeit nehmen.

# Mehr Lust & Laune, weniger Mainstream.

Beim Durchklicken meiner gelesenen Bücher 2016 fällt mir eins auf: Fast alles sind Neuerscheinungen, ich hab mir kaum Zeit für alte Schätze genommen (Hallo Golden Backlist Challenge, ich hab nicht ein Buch gelesen, das älter als 5 Jahre ist.) Ich fühle mich von mir selbst gehetzt und die älteren Bücher in meinem Regal werden immer älter und doch nicht gelesen. Dazu passt auch: mehr Klassiker.

Und so generell…

# Einfach mal machen.

Ich hab das 2016 schon verstärkt angefangen und ich werde das weiter durchziehen, denn wer es erst gar nicht versucht, hat sowieso schon verloren. Jammern kann man hinterher dann immer noch, aber nichts tut so weh, wie es erst gar nicht versucht zu haben. Also: machen.

 Was steht auf eurer Liste? Was wollt ihr 2017 in Angriff nehmen? Ich bin gespannt…^^

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Wochendings.

#Offlinegeplauder

Ich bin so froh, dass ich jetzt erstmal eine Woche Urlaub habe – das glaubt ihr gar nicht. Die Arbeit bestand die letzten Wochen schon wieder nur aus Vertretung und tausend Dingen, die hier und da noch erledigt werden mussten und wenn einem dann auch noch mehrmals gesagt wird, dass man besser auf sich aufpassen soll, sollte man vielleicht auch mal drauf hören. Zudem hab ich mich die ganze letzte Woche mit Kopfschmerzen durch die Gegend geschleppt, weil das Wetter sich mal wieder nicht entscheiden kann, was es will. Und dann war da noch die Deutsche Bank, die mir gestern morgen beim Konten checken den Schock meines Lebens versetzt hat^^ An dieser Stelle Chapeau an die nette Dame, die auch bei meinem Anruf freundlich und zuvorkommend war und das Problem vermutlich zum 538. Mal erklärt hat :D Aber gut, jetzt erstmal Urlaub und der Plan sieht vor, dass ich in dieser Woche ganz viel Schreibe. Und Fotos mache. Und mir ganz viel Ruhe gönne. Weil ich das will :D

#Bookstagram

Wochendings_20160604

Ich hab seit letzter Woche gar nichts fertig gelesen… Dank Laura hab ich mir das Buch von Dani Shapiro besorgt und da auch gleich Manage your day-to-day mitbestellt. Finde beide bisher sehr gut und sie haben eine angenehme Handtaschengröße^^ Außerdem hat Chelsea M. Cameron mehr oder weniger überraschend ihre erste Gay-Romance veröffentlicht – davon geredet hat sie ja schon seit ihrem Outing, aber eigentlich sollte das Buch erst in ein paar Wochen erscheinen. Jetzt ist es halt schon da. Normalerweise ist das nicht mein Thema, aber a) bin ich neugierig, wie sie das angegangen ist, b) wäre es mein erster f/f-Roman und c) ist das Cover einfach hübsch.

#Zitat

Kryptonite

aus: Kryptonite – 3 Doors Down

#Woanders

Tobias von Buchrevier hat 5 Gründe ausformuliert, warum man Benedict Wells lesen sollte. Ich wusste das ja schon, ist aber vielleicht für den einen oder anderen von euch hilfreich. Karla hat Bücher über und gegen Depressionen zusammengetragen – die Liste ist großartig und ich bin mir sicher, dass für jeden, der sich in egal welcher Form mit dem Thema auseinander setzten will, was dabei ist. Mara hat den aktuellen Literatur Spiegel zum Anlass genommen, auch mal ihre Lebensbücher zu zeigen. Petzi zeigt uns 20 Sachbücher, die sie aus den kommenden Verlagsprogrammen haben will (ich will sie jetzt auch^^). Sandra bloggt über das Glück, kreativ zu sein <3 Daniel wünscht sich Scarlet Witch als Film (ich auch^^). Sarah hat einen Liebesbrief an alle Künstler geschrieben und spricht mir damit aus der Seele. Katha hat endlich, endlich, ENDLICH wieder was geschrieben und es ist so gut, dass tausend Herzchen nicht genug wären. Dann gibts beim Schreibwahnsinn noch 10 Tipps für mehr Zeit zum schreiben. Falls ihr es – wie auch ich – nicht auf eine Lesung von Melanie Raabe geschafft habt, hat sie für uns alle ein YT-Video gemacht :) Außerdem startet der LB-Lesesommer – wenn ichs irgendwie hinkriege, mach ich auch mit (vorausgesetzt, ich habs nicht schon verschlafen…) Ein Projekt, dass ich ganz, ganz großartig finde, kommt von Torsten Woywood und wurde vergangenen Sonntag mit einer Startnext- Kampagne angestoßen. Klickt euch durch und wenn ihr ein bisschen Geld übrig habt, unterstützt das Projekt zB mit dem Kauf eines signierten Buches.

#UndSonstSo

22 herzzereißende Zitate aus Me Before You –  9 Tragische Liebesgeschichten die man nach Me before you lesen kann17 heiß begehrte Bücher im Juni18 Sci-Fi und Fantasy-Bücher im JuniFantasy-Bücher im Juni10 Autorinnen, die man lesen sollte10 Bücher, die dich zu einem besseren Menschen machenEine Zusammenfassung von LGTB-Büchern Shit Booknerds doThe benefits of reading a book you don’t like17 Life Lessons von Lorelai Gilmore

Und zum Abschluss noch mein Ohrwurm dieser Woche mit den liebsten Grüßen an Bianca <3 Genießt die Woche!

[Dies & Das] Bücher abbrechen? Aber… das geht doch nicht!

Mara hat vor kurzem über das Recht, ein Buch nicht zu Ende zu lesen, gebloggt; jetzt fragt das Börsenblatt:

Für mich lässt sich das so pauschal nicht sagen. Die Bücher, die ich hier zu Hause habe, habe ich fast alle selbst gekauft, ein paar bekam ich geschenkt und vereinzelt kommt auch immer mal das ein oder andere Buch einfach so. Kaufe ich ein Buch, dann steckt da eine bestimmte Absicht dahinter: Ich will es lesen. Bekomme ich ein Buch geschenkt, steckt ebenfalls eine Absicht dahinter: Derjenige, der es mir geschenkt hat, möchte, dass ich es lese, weil er denkt, es würde mir gefallen (vorausgesetzt, derjenige hat sich Gedanken gemacht und nicht wahllos ein Buch gekauft, weil ‚du doch so gerne liest – Bücher sind ja immer gut‘).

Natürlich ist es so, dass einem nicht jedes Buch gefällt. Im Grunde genommen sind die wahren Pageturner, die man nicht aus der Hand legen kann, bis man sie von vorne bis hinten gelesen hat, ziemlich selten. Dennoch: Gerade die Bücher, die man selbst gekauft hat, möchte man ja auch lesen. Aber was tut man, wenn man keinen Zugang zu dem Buch findet? Wenn man eben nicht unbedingt weiterlesen will?

Jedes Buch verdient eine Chance, aber manchmal ist einfach nicht die richtige Zeit für das Buch. Da hilft auch großes Wollen nichts. Wenn ich beim Lesen das Gefühl habe, keinen Zugang zum Buch zu finden, ist es egal, nach wie vielen Seiten das passiert. Ich quäle mich nicht durch 150 Seiten oder das erste Drittel des Buches, wenn ich nach den ersten zwei Seiten schon weiß, dass wir jetzt keine Freunde werden. Das tut mir und auch dem Buch keinen Gefallen. Aber das bedeutet immer noch nicht, dass wir nie Freunde werden.

Ist es nicht eine wundervolle Vorstellung, wenn ich in ~10 Jahren an meinem Regal vorbeigehe, zufällig ein Buch heraus ziehe und dabei denke ‚Damals hat es mit uns nicht geklappt, aber vielleicht ja jetzt?‘ Oder ist es einfach nur bescheuert? Ich weiß es nicht. Vielleicht fällt es mir einfach schwer, mich endgültig zu trennen oder ich bin einfach zu romantisch veranlagt. Menschen verändern sich, Geschmäcker verändern sich und Vorlieben auch. Es könnte also sein…

Und doch gibt es sie dann trotzdem, die Bücher, die man zwar liest, aber die einem irgendwie nichts geben. Die einen vielleicht sogar aufregen oder einem einfach nicht gefallen, auch wenn man sie beendet hat. In dem Fall darfs auch bei mir ein bisschen drastischer werden…

[Challenge] A cup of English Reads, please!

Ich und meine Challenges… ich kanns halt einfach mal nicht lassen^^ Da anscheinen die I’m in englisch-Challenge nicht wiederholt wird (schade!) und ich aber eine gewisse Grundmotivation brauche, um mich mit englischen Büchern zu befassen, hab ich mir Nightingales Challenge rausgepickt :)

Es wird zwei Gruppen geben, bei denen man sich selbst aussuchen kann, zu welcher man gehören möchte:

Gruppe ‘Cup Breakfast Tea’:

mind. 1 englischsprachiges Buch pro Monat lesen und dazu jeweils eine kurze Zusammenfassung auf Deutsch erstellen (muss keine Rezension sein!)

Die Teilnehmer Breakfast Tea Gruppe müssen somit mindestens 6 Bücher am Ende der Challenge (á 6 Monate) gelesen haben.

Gruppe ‘Cup Earl Grey’:

mind. 2 englischsprachige Bücher pro Monat lesen und dazu jeweils eine Kurzreview bzw. Langrezension auf Deutsch erstellen

Die Teilnehmer der Earl Grey Gruppe müssen somit mindestens 12 Bücher am Ende der Challenge (á 6 Monate) gelesen haben.

Auch wenn ich Earl Grey als Tee hasse – in der Gruppe bin ich richtig^^ Alles andere ist für mich keine Herausforderung, wobei die Rezensionen schon ein Stück Arbeit werden… =/

Die Anmeldefrist läuft, aufgrund der Kurzfristigkeit, noch bis zum 14. Januar 2013 um 23:59 Uhr – alle Infos gibts auf Sandys Blog!

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