5 Tipps, um deine Lieblingsbücher zu supporten.

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1. Kauf das Buch.

Am besten natürlich im unabhängigen Buchhandel. Geht nicht immer, aber immer öfter, wenn man nur will. Und wenn das Buch nicht vorrätig ist – frag danach. Zum einen wird man es dir bestellen, zum anderen wächst die Aufmerksamkeit der Buchhändler, je öfter sie gefragt werden. Vielleicht ist es nicht da, weil sie dachten, dass es sich nicht verkaufen lässt, aber da kannst du sie eines Besseren belehren. Und wenn das Geld nicht reicht, gibt es ja auch immer noch Bibliotheken. Denn auch wenn man die Bücher ausleiht, unterstützt man damit die Autoren.

2. Lies das Buch.

Logisch, oder? Außerdem ist das der Teil, der wirklich Spaß macht.

3. Schreib eine Rezension.

Hast du einen (Buch-)Blog? Prima, dann weißt du ja, wie das geht. Falls nicht, ist das auch kein Problem – zum Beispiel auf Lovelybooks oder Goodreads kannst du Bücher bewerten und rezensieren, auch ohne dass du einen Blog hast. Gleichzeitig kannst du über die Community neue Freunde finden, die den gleichen Geschmack haben wie du. Und natürlich kann man auch auf Amazon, Thalia, etc. bewerten und Rezensionen einstellen.

Pro-Tipp: Viele Blogger sind davon abgeschreckt, dass Amazon es zur Bedingung macht, dass die eingestellte Rezension nirgendwo anders genauso aufzufinden ist – für die meisten ist das zu viel Aufwand, extra für Amazon noch eine Rezension zu schreiben. Mach es trotzdem, denn auch wenn da nur 2-3 Sätze zum Buch stehen – je mehr Rezensionen da sind, umso besser wirkt sich das auf die Sichtbarkeit aus. Es lohnt sich also, auch wenn man mit Amazon auf Kriegsfuß steht, denn ihr helft damit den Autoren.

4. Geh zu Lesungen.

Das ist manchmal schwierig, ich weiß das selbst, denn ich komme aus einem kleinen Kaff und hier findet nie irgendwas Spannendes statt. Aber wenn du die Möglichkeit hast – geh hin und schau nicht stattdessen den Livestream an, denn auch das zeigt, dass Interesse vorhanden ist.

Pro Tipp: Wenn du willst, dass Autoren auch in deinem Kaff mal vorbeischauen – sprich deine Lieblingsbuchhandlung an. In den meisten Fällen werden Lesungen nämlich von den Buchhändlern angeregt und organisiert und nur wenn sie wissen, dass Interesse vorhanden ist, können sie auch entsprechend reagieren. Einen Versuch ist es allemal wert.

5. Erzähl deinen Freunden davon.

Machst du ja wahrscheinlich eh, wenn es dir gefallen hat, sollte also auch nicht so das Problem sein. Und wenn deine Freunde nicht lesen: Twitter, Instagram & Co. geht halt auch immer – und wer macht nicht gern schöne Bilder von Büchern und steckt andere mit seiner Begeisterung an? Mund-zu-Mund-Propaganda ist die wertvollste Waffe!

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The joy of going back.

Immer höher, schneller, weiter. Mehr lesen, alles neue kennen lernen, immer wieder neue Welten entdecken. Früher oder später kommt man da einfach nicht mehr mit. Und selbst wenn man mitkommt – will man das überhaupt? Oscar Wilde soll gesagt haben “If one cannot enjoy reading a book over and over again, there is no use in reading it 12599343_765292326936314_1639906567_nat all” und auch wenn ich dem zumindest nicht uneingeschränkt zustimmen kann (bei manchen Büchern ist einmal auch genug), hat er doch in gewisser Weise Recht. Denn neben all dem, was wir so lesen, sind doch die Bücher die prägendsten, die wir mehr als einmal oder gar immer wieder anfassen.

Harry Potter ist für mich so ein Phänomen. Den ersten Teil habe ich mir im Dezember 1998 selbt gekauft, den zweiten Teil habe ich zu Ostern 1999 bekommen. Den dritten Band habe ich im selben Jahr zum Ferienanfang als Belohnung für mein gutes Zeugnis bekommen. Es war der Tag, an dem wir für drei Wochen nach Frankreich gefahren sind. 21 Tage. Und ich hatte nur dieses eine Buch dabei. Ich habe auch nur dieses HP7eine Buch gelesen. 21 mal in den drei Wochen. Jeden Tag ein mal von vorne bis hinten. Und es wurde trotzdem nicht langweilig.

Je älter ich wurde, umso mehr Bücher (und auch mehr Geld für Bücher) hatte ich zur Verfügung, was zur Folge hatte, dass ich immer mal was anderes lesen konnte und nicht eine Hand voll Bücher, die ich schon kannte. Das ist auch schön, rückt aber natürlich andere liebgewonnene Bücher wieder in den Hintergrund. Und auch Harry Potter machte da lange keine Ausnahme, denn ich habe mich nach dem siebten Band erstmal geweigert, zurück zukehren. Vorletzte Weihnachten habe ich es dann doch getan und nicht bereut. Die Angst, die Geschichte 12552197_1025236194181579_219893551_nheute nicht mehr so toll zu finden, ist unbegründet, denn ich verbinde damit so viele Erinnerungen, dass es unmöglich ist, es schlecht zu finden.

Und ähnlich ging es mir in den letzten Wochen mit den Mortal Instruments von Cassandra Clare. Den Gedanken, die Reihe nochmal zu lesen, hatte ich schon öfter, konnte mich aber nie so ganz motivieren. Mit dem heutigen Erscheinen von „Lady Midnight“ und der im Januar gestartete Serie „Shadowhunters“ wurde der Drang jedoch immer größer, sodass ich letztendlich nicht widerstehen konnte. Vermutlich img_0136hätte die Serie allein ausgereicht, denn wenn wir mal ehrlich sind, hat die mit den Büchern nicht sehr viel gemein.

Im Grunde war es mehr ein „Wie war das nochmal…“ als alles andere, doch bevor ich es überhaupt mitbekommen habe, hatte ich den ersten Band durch und war mitten im zweiten. Der dritte hat sich nahtlos ansgeschlossen und gerade ist es der vierte, der mir die Nächte raubt und mich morgens müder sein lässt, als ich eigentlich sein sollte. Und ich liebe es. Ich liebe die Geschichte noch immer, vielleicht sogar noch mehr als beim ersten Lesen. Es ist wie nach Hause kommen; alte Bekannte und Freunde treffen, die man lange nicht gesehen hat, mit denen man sich aber noch genauso gut versteht wie damals. Und es ist schön. Es tut gut. Es macht Spaß. Und vielleicht sollte man das öfter mal machen. Zurückkommen, runterkommen, heimkommen. Dorthin, wo wir uns img_0235wohlfühlen, um dann wieder mit frischen Augen auf neues zu blicken.

Auf der Premierenparty zum letzten Harry Potter-Film hat J. K. Rowling folgendes gesagt: „The stories we love best do live in us forever.“ Und ja, neben Harry Potter sind es auch die Shadowhunter, die ein kleines Fleckchen in meinem buchförmigen Herzen belegen.

Welche Bücher sind es bei euch, die nie langweilig werden? In welche Geschichten könnt ihr immer eintauchen und wo fühlt ihr euch zu Hause?