[Gelesen] LOW (Boris Pofalla)

 

 + Kurzbeschreibung

Den Sinn ihres Lebens begreifen Moritz und der junge Ich-Erzähler darin, sich der Welt zu entziehen: Der Gesellschaft, dem Alltag, jeder normativen Kraft. Denn erhaben ist nur, was man weder beherrschen noch benutzen kann. Ihr Tor zur Erhabenheit sind Drogen, Kreativität und der Mantel der Nacht. Doch eines Tages, mitten im Sommer, verschwindet Moritz spurlos und den Ich-Erzähler überfällt eine nie gekannte Verlorenheit. Er macht sich auf die Suche nach ihm, doch an den Schauplätzen, die bisher die Bühne für ihre Ekstase und ihren jugendlichen Hedonismus waren, fehlt jede Spur von ihm. Die Party ist vorerst vorbei. Erschöpfung, Ernüchterung, Angst , Trotz und schließlich die Erkenntnis: dass man sich allem entziehen kann. Nicht aber sich selbst. (www.metrolit.de)

+ Rezension

Zunächst mal möchte ich mich bei Sandy bedanken, die mich auf der Messe in Leipzig auf das Buch aufmerksam gemacht hat – Liebe Sandy, dass ich es gekauft hatte, weißt du ja schon, jetzt hab ichs gelesen und für gut befunden, du kannst es also auch ruhigen Gewissens kaufen!

„LOW“ hat mich nicht nur aus einer Leseflaute heraus- sondern auch für einen Sommer nach Berlin geholt. Zusammen mit dem Ich-Erzähler war ich auf Partys, habe Drogen genommen, war nackt im Waldsee schwimmen und habe mit ihm nach Moritz gesucht, seinem besten Freund, der einfach spurlos verschwunden ist. Sie sind seit ihrer Schulzeit Freunde, haben alles zusammen gemacht und sind zusammen nach Berlin gekommen, um zu studieren. Sie beide gegen den Rest der Welt. Und plötzlich ist das vorbei.

Die wirklichen Gründe für Moritz‘ Abgang erfährt man nicht, aber man kann sie zumindest erahnen. Bezeichnend ist dabei, dass wirklich nur der Erzähler nach Moritz sucht – allen anderen scheint es egal zu sein, dass er weg ist oder sie sagen, dass sie so etwas schon haben kommen sehen. Selbst der Erzähler zweifelt, ob die beiden wirkliche Freundschaft verbindet.

Für mich war der Drogenissbrauch, das in den Tag hineinleben und die Künstlerszene in Berlin leider nicht so greifbar, weswegen ich mir gewünscht habe, dass der Erzähler erkennt, dass es nicht ewig so weitergehen kann. Vielleicht hat Moritz das für sich erkannt und ist deswegen verschwunden. In jedem Fall aber beginnt auch der Erzähler sich zu verändern und seinen eigenen Weg zu gehen, wenn auch wirklich nur stückchenweise.

„LOW“ ist das perfekte Buch für einen lauen Frühlings- oder Sommerabend und eine gute Geschichte über das, was eine Freundschaft wirklich bedeutet.

LOW

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Metrolit; Auflage: 1 (9. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3849303659
ISBN-13: 978-3849303655

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Monatsabschluss: März

+ Gelesen

Snow like Ashes – Sara Raasch
The Outsiders – S. E. Hinton
Confess – Colleen Hoover
Lieber Mr. Salinger – Joanna Rakoff
Egal Wohin – Franziska Moll
Low – Boris Pofalla
Graben – Cynan Jones

Lesetechnisch lief’s im März nicht ganz so gut, dafür hab ich aber allein aus Leipzig wieder ~20 Bücher heimgeschleppt. Vielleicht sollte ich meinen superklugen Plan, in Leipzig schon die Bücher, die ich kaufen würde zu bestellen, damit die dann zu Hause auf mich warten, lieber totschweigen – aber in der Theorie hat das echt gut geklappt! In der Praxis hab ich jetzt halt über die Messe doppelt so viele Bücher wie letztes Jahr angesammelt… *hust* Das ARD-Buffet und die dazugehörigen Buchempfehlungen von Karla taten ihr übriges und ich fürchte einfach mal, das geht so weiter, bis die Statik des Hauses kaptuliert…

Meine GR-Challenge bin ich auch mehr hinterhergelaufen, bis ich festgestellt hab, dass ich zwei in diesem Monat erschienen Bücher ebenfalls endlich als gelesen markieren kann – weil ich das schon lange hinter mir hab^^

Zum einen haben wir da Biancas „Hope of Tomorrow (Promises of Frever #3)“, bei dem ich gleich zweimal in der Danksagung stehe (doppelt hält besser, ne?) und wo ich ja immer noch hoffe, dass das nicht zwangsläufig der letzte Teil der Reihe war. Und zum anderen war da noch Rebeccas „Das Tickende Herz“ – ein Steampunk-Roman, den ich besonders denjenigen an Herz legen kann, die Sturmhound in „Grisha“ toll fanden, weil: P-I-R-A-T! Kauft die Bücher – es lohnt sich (und sichert mein zukünftiges Assistentinnen-Gehalt xD).