Sommerbücher

Der Sommer hat sich schon angekündigt, der Urlaub steht vor der Tür und alles, was dafür noch fehlt, ist die richtige Lektüre. Ich weiß natürlich nicht, wie’s euch geht, aber gerade im Sommer greife ich lieber zu leichter, spaßiger Lektüre. Selbst dann, wenn das Wetter nicht so mitspielt, mag ich Bücher, die am Meer spielen und das Sommergefühl zumindest zwischen den Seiten spürbar ist. Und ein paar davon würde ich euch gerne vorstellen – vielleicht ist ja noch ein Last Minute-Tipp für euch dabei.

Sommerschwestern – Judy Blume

Das Buch ist 1999 zum ersten mal im Original erschienen, etwa zu dem Zeitpunkt habe ich es auch gelesen. Lange war es auf deutsch nicht mehr zu haben, erst als im letzten jahr ein anderes Jud Blume-Buch erschien, wurde es wieder aufgelegt.

Unter all den Kindern in der Schule sucht sich Caitlin ausgerechnet Victoria als Freundin aus und läd sie für die Sommerferien nach Marthas Vineyard ein. Niemand versteht so recht wieso, aber zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft und selbst wenn sich das im Alltag nicht unbedingt hält, bleiben sie doch immer Sommerschwestern. Als Caitlin Jahre später heiratet, bittet sie Victoria, ihre erste Brautjunger zu werden und auch wenn beide länger keinen Kontakt hatten, will Victoria verstehen, was zwischen den beiden so schief gelaufen ist und fährt.

Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart, bis sich ganz am Ende ein komplettes Bild ergibt. Es passiert nicht unbedingt das, was man erwarten würde, wer also neben einer schönen Geschichte auch ein bisschen Spannung verträgt, hat hier sicher seinen Spaß.

Summer Sisters
Sommerschwestern

Die Schatten von Race Point – Patry Francys

Ich beschreibe es immer als eine moderne Version der Dörnenvögel, auch wen mir klar ist, dass das verdammt unsexy klingt. Das Ding ist aber, das man so sofort weiß worauf man sich einlässt.

Hallie Costa wächst am Cape Cod als Tochter eines Arztes auf. Als ein Mord die Gemeinde erschüttert und den kleinen Gus Silva ohne seine Mutter zurücklässt, nimmt sich Hallie diesem zusammen mit ihrem Freund Neil an. Aber dann geschieht etwas, dass Gus und Hallie auseinander treibt. Erst jahre später taucht jemand auf, der der Geschichte eine ganz neue Wendung geben kann.

Okay, es ist wirklich dramatisch. Sehr, sehr dramatisch und vielleicht einen Ticken zu nah an der Tränendrüse, aber manchmal braucht man das. Manchmal muss das einfach sein und die Stimmung von Cape Cod tut ihr übriges. Die Geschichte zieht sich über mehrere Jahrzehnte, wird aber dennoch nicht langweilig.

The Orphans of Race Point
Die Schatten von Race Point

Sommer in Maine – J. Courtney Sullivan

Ein Buch, das ich eigentlich nur wegen dem Amazon-Algorhitmus gekauft habe und bei dem ich gar nicht wusste, auf was ich mich einlasse. Es ist ein eher ruhiges Buch, zumindest von der Erzählweise, aber am Ende hat es die Geschichte in sich.

Für die Kellehers ist ihr Haus in Maine eine Zuflucht und ein Ort der Ruhe. Jeden Sommer kommen sie zurück, doch in diesem Sommer stehen Veränderungen an. Vier Frauen, drei Unterschiedliche Generationen und eine Menge unausgesprochener Dinge, die zwischen ihnen liegen.

Ich mochte die Stimmung einfach sehr gern. Jede der Protagonistinnen hat ihre eigene Geschichte und ihre Eigenheiten – nicht alles kann man nachvollziehen, muss man aber auch nicht. Wer einen schönen Familienroman sucht, der am Meer spielt, ist hier vollkommen richtig.

Sommer in Maine
Maine

Die Interessanten – Meg Wolitzer

Vielleicht nicht unbedingt ein richtiges Sommer-Buch, aber zumindest das Feriencamp trägt dazu bei.

Sechs Teenager treffen sich in einem Sommercamp und werden zu einer Unzertrennlichen Gruppe, bis ein Geheimnis sie wieder auseinander treibt. Sie alle sind Künstler, Kreative und Freigeister. Zentrales Thema ist die Freundschaft, aber auch Neid und Missgunst spielen eine entscheidende Rolle.

Es ist vielleicht kein leichtes Buch und möglicherweise kommt das Sommergefühl ein bisscchen zu kurz, aber es bschäftigt und fordert und manchmal möchte man das ja auch.

The Interestings
Die Interessanten

All die süßen Lügen – Rebecca Wild

Hier dann jetzt was jugendlicheres… Als ich All die süßen Lügen zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich umgehauen. Seitdem habe ich es noch dreimal gelesen, einfach weil es mir so gut gefallen hat.

Jaclin kehrt nach ihrem achtzehnten Geburtstag zurück nach Serena Hills, um sich an dem Menschen zu rächen, der dafür verantwortlich ist, dass sie ohne ihren Vater in einer Pflegefamilie aufwachsen musste. Ihr Jugendfreund Ian unterstützt sie dabei, doch nicht alles läuft nach Plan, denn im Spiel und in der Liebe ist bekanntlich alles erlaubt.

Es ist eine Mischung aus Ocean’s Eleven und Revenge mit der richtigen rise Nerdfaktor sowie ausreichend Cat-Content. Es macht schlicht und ergreifend Spaß. Leider nur als eBook-only erhältlich.

All die süßen Lügen

Meine geniale Freundin – Elena Ferrante

Mich persönlich konnte Elena Ferrante jetzt nicht so überzeugen, aber ich sehe wohl ein, dass dieses Buch sehr viel italienisches Flair vermittelt und gerade das macht ja auch sehr viel Urlaubsfeeling aus.

Meine geniale Freundin ist die Geschichte zweier Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem eine Verbindung haben, die ihresgleichen sucht. Während die eine ihren Weg geht und sich ihren Traum, Schriftstellerin zu werden erfüllt, bleibt die andere gefangen und trifft kalkulierte Entscheidungen zum Wohl ihrer Familie.

Eine Geschichte, die für mich einfach zu langatmig erzählt wurde. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass viele andere großen Spaß damit haben.

Meine geniale Freundin

The Girls – Emma Cline

Das Buch hat im letzten Jahr ziemlich für Furore gesorgt, aber es soll ja Leute geben, an denen sowas auch vorbei geht.

Evie fühlt sich allein und ungesehen, bis sie sich mit einer Gruppe Mädchen anfreundet, die nicht freier sein könnten. Unfrisierte Haare, ausgefranste Klamotten und Partys auf der abgelegenen Ranch von Russel. Ein Hauch von Freiheit, der für Evie bisher unbekannt war, bis etwas geschieht, das sie für immer verändert.

Es geht dabei um die Manson-Morde, auch wenn es nie so offen gesagt wird. Deswegen findet sich neben jugendliche-verträumter Sommerstimmung eben auch eine Prise Thriller und Nervenkitzel.

The Girls
The Girls

Solange wir lügen – E. Lockhart

Ein Jugendbuch auf Martha’s Vineyard, das es in sich hat. Ich würde mich von dem Begriff Jugendbuch nicht allzusehr beeinflussen lassen, denn wie immer kann das natürlich jeder lesen, den es interessiert.

Es geht um eine Familie, die ihre Sommer gemeinsam mit allen Kindern auf Martha’s Vineyard verbringt, die Jugendlichen stehen im Vordergrund. Im letzten Sommer ist es etwas passiert, aber man weiß nicht genau was. Was folgt, ist ein kleines Verwirrspiel mit einer riesigen Wendung.

Ich hab damals, als ich es gelesen habe, geahnt wo es hinführen wird, was für mich ein bisschen die Spannung rausgenommen hat. Trotzdem ist es ein schönes Sommerbuch.

Solange wir lügen
We were liars

Lieblingsmomente – Adriana Popescu

Das Buch war ein Geschenk von einer lieben Freundin, ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet und war vollkommen begeistert, als ich es durch hatte. Es geht natürlich um Liebe, Freundschaft, Wünsche und Träume sowie die schönen Momente.

Zwischen Layla und Tristan funkt es sofort, dabei sind beide in einer Beziehung. Das hält sie aber nicht davon ab, Freunde zu werden und viele Lieblingsmomente miteinander zu teilen. Es ist einfach ein richtiges Feel-Good Buch.

Ich sehe ein, dass dieses Beziehungsding den ein oder andere vielleicht abschreckt, aber es wird gut und vernünftigt gelöst, niemand wird betrogen. Und falls ihr danach nicht genug habt, gibts auch noch einen zweiten Teil.

Lieblingsmomente
Lieblingsgefühle

Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam – Jennifer Gooch Hummer

Falls ihr auch im Sommer mal ein bisschen weinen wollt, ist das das richtige Buch für euch. Jennifer Gooch Hummer erzählt die Geschichte eines Sommer, die einen auch lange danach nicht mehr loslässt.

Apron muss mit vielem fertig werden – ihre Mutter ist gestorben und jetzt hat ihr Vater eine neue Frau. Langsam aber sicher wird ihr alles zu viel, aber ihr Ferienjob im Blumenladen lenkt sie ab. Aber auch dort ist die Welt nicht in Ordnung und Apron muss ein weiteres mal mit einem Verlust klarkommen, bekommt aber auch neue Hoffnung.

Nur selten hat mich ein Buch so sehr berührt wie dieses, noch dazu behandelt es gerade für ein Jugensbuch ein sehr wichtiges Thema. Wenns also auch ein bisschen trauriger sein darf – das ist es.

Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam

Shotgun Lovesongs – Nikolas Butler

Ich bin mir nichtmal mehr sicher, ob es nur im Sommer spielt, aber ich verbinde es damit und das reicht ja eigentlich auch schon, um als Sommerbuch zu zählen, oder?

Es geht um die Geschichte von Fünf Freunden, die sich über die Jahre entwickelt und zeigt, welchen Wert gute Freunde haben. Es geht durch dick und dünn, Freude und Leid und man mag es einfach nicht aus der Hand legen.

Ich mochte dieses Buch so gerne und würde es am liebsten jedem und immer in die Hand drücken.

Shotgun Lovesongs


Und jetzt seid ihr dran – was sind eure liebsten Sommerbücher? Was könnt ihr empfehlen, was wollt ihr diesen Sommer lesen? Ich bin neugierig…^^

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Die Interessanten – Meg Wolitzer

+ Kurzbeschreibung

Nach dem Tod ihres Vaters will Julie Jacobsen nur noch eins: raus aus der Tristesse ihres provinziellen Zuhauses. Das Sommercamp an der Ostküste bedeutet für sie den Eintritt in eine neue Welt, die Welt der Kunst, Kreativität und Freiheit, verkörpert durch die interessantesten Menschen, denen sie je begegnet ist: Ethan, Jonah, Cathy, Ash und Goodman, fünf junge New Yorker, die sie wegen ihrer Schlagfertigkeit und ihres schwarzen Humors in ihre privilegierte Clique aufnehmen. Die Jahre und Jahrzehnte vergehen, aber nicht jeder der »Interessanten«, wie sie sich selbst nennen, kann aus seiner Begabung das machen, was er sich als Jugendlicher erträumte …

DieInteressanten

+ Rezension

Also… so rein vom Prinzip her (und Goodreads) habe ich an diesem Buch von August 2014 bis Juli 2016 gelesen, was jetzt rein zahlentechnisch nicht unbedingt für das Buch spricht. Allerdings möchte ich es euch trotzdem ans Herz legen…

Gekauft und angelesen habe ich es vor allem wegen Nina, die es nicht nur gut fand, sondern es mir auch persönlich empfohlen hat – und sie hatte recht. Mein Problem war aber am Anfang vor allem, dass ich mich an die Erzählweise gewöhnen musste, bei der scheinbar wahllos Kapitel aus verschiedenen Zeitabschnitten aufeinander folgten. Demnach ist es schonmal kein Buch, das man so nebenbei mal lesen sollte – man muss schon die Zeit haben, mehrere Kapitel am Stück lesen zu können, um die Geschichte verstehen. Wenn man das mal gerafft hat, was bei mir eben erst der Fall war, nachdem ich die Pilotfolge der Serie auf Amazon gesehen hatte, gehts eigentlich.

Was mich im Bezug auf die Serie verwirrt hat, ist das ein Charakter dort früher als im Buch wieder auftaucht, was vermutlich die Geschichte verändern wird. Ich finde eigentlich den Weg, den die Serie vermutlich einschlägt, fast spannender, weil konfliktgeladener, aber da muss man erst mal abwarten, ob weitergedreht wird und falls ja, wie sich das entwickelt.

Die Geschichte um die Interessanten beginnt in einem Sommercamp für Jugendliche und endet, wenn die Protagonisten selbst erwachsene Kinder haben. Das umfasst also gut dreißig Jahre, in denen eine Menge passiert. Zusammengehalten werden sie von einer tiefen Freundschaft, aber auch von dem ein oder anderen dunklen Geheimnis.

Ich mochte vor allem die Sommercampstimmung – das erinnert mich ein bisschen an Die Geheime Geschichte (Donna Tartt) oder Dead Poets Society, wenn auch nur vom Gefühl her.

Wenn man sich erstmal darauf eingelassen hat, macht es viel Spaß, den unterschiedlichen Lebenswegen der Charaktere zu folgen. Nicht immer läuft das Leben so wie geplant und nicht jedem ist es möglich, seine Träume zu verwirklichen. Aber vielleicht sind es genau diese Umwege, die einen manchmal unverhofft zum Glück bringen.

Die Interessanten

Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Auflage: 4 (13. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3832197451
ISBN-13: 978-3832197452
Originaltitel: The Interestings

Wochendings.

#Offlinegeplauder

Ich weiß nicht, was ich schreiben soll. Ich finde kaum Worte für das, was gerade in der Welt los ist und es macht mich unendlich traurig. Ich verstehe nicht, wie Menschen anderen Menschen etwas antun können, dass sie selber nie erfahren möchten und noch weniger verstehe ich, wie man sowas tun kann, wenn man es bereits selbst erfahren hat. Ich verstehe es einfach nicht. Und was noch viel schlimmer ist – ich fühle mich machtlos. Ich weiß nicht, was ich tun kann, ich weiß nicht, wie ich es ändern kann und ich weiß nicht, wie man einfach weitermachen kann, ohne abzustumpfen. Am Liebsten würde ich an Tagen wie diesen einfach nur so lange hier sitzen, bis ich das alles verarbeitet habe und erst dann weitermachen, wenn es wieder geht. Aber genau das geht eben nicht. Die Welt steht nicht still und durch Trauer allein wird nichts besser. Also: Lebt. Liebt. Lacht. So viel ihr könnt.

Untitled
#Bookstagram

Lesetechnisch war die letzte Zeit nicht so erfolgreich… ich hab kaum Zeit, und wenn ich in den letzten zwei Wochen doch mal Zeit hatte, war ich in ein Manuskript zum Testlesen vertieft, das ich aber gestern beendet habe. Hint, hint: Das Buch gibts ab Mitte Januar, falls ihr raten wollt^^ Die Interessanten habe ich endlich (!!) beendet – super Buch für Leute, die auf Gechichten stehen, die sich über mehrere Jahrzehnte ziehen. Bin sehr froh, dass ich noch mehr von Meg Wolitzer zu Hause habe, um baldmöglichst wieder in eine ihrer Geschichten einzutauchen. Außerdem beendet: The Girls von Emma Cline (erscheint Ende des Monats auch auf deutsch).

#ImKino

Ich habe natürlich Ein ganzes halbes Jahr gesehen. Ich würde mal sagen, er war okay, aber ich fand ihn leider nicht überragend. Emilia Clarke ist nun einmal Daenerys. Der versteinerte Gesichtsausdruck steht ihr auch viel besser als die Augenbrauenaction – meine Güte. Ich konnte kaum woanders hinschauen. Matthew Lewis wird für mich nie jemand anderes sein, als Neville Longbottom. Nie. So generell fand ich den Film einfach nicht optimal besetzt, dafür war er aber dem Buch sehr nahe. Letzteres kann man wiederum von Smaragdgrün überhaupt nicht sagen. Es ist zwar schon eine ganze Weile her, dass ich das Buch gelesen habe, aber falls auch nur irgendwas aus dem Film im Buch vorgekommen wäre, hätte ich mich daran erinnern können. Ernsthaft – für eine deutsche Produktion war der erste Teil gar nicht soo schlecht – da hätte was draus werden können. So hoffe ich einfach, dass die Amerikaner in ein paar Jahren das ganze nochmal neu verfilmen, da war Ruby Red ja auch der geile Scheiß. Außerdem hab ich bereits am Donnerstag hab ich meine Karten für Suicide Squad gekauft und ein Date klargemacht (okay, ich hab jemanden quasi gezwungen, mit mir rein zu gehen, aber was sollte ich sonst machen?). Große Vorfreude! Bis zum Wonder Woman – Film dauert es leider noch fast ein Jahr, aber hier gibts neue Bilder  und hier ein Interview mit Gal Gadot. Ich bin zwar immer noch ein bisschen skeptisch, ob das was wird, aber ich hoffe es so sehr! Ich habe Der Dunkle Turm von Stephen King nicht gelesen (Schande!), deshalb hab ich keine Ahnung ob das passt oder nicht, aber die ersten Bilder vom Film sehen so großartig aus, dass ich gar nicht weiß, wohin mit mir. Dann war da noch der neue Trailer zu A Monster Calls – holy shit, ich muss unbedingt das Buch lesen, aber ich finde es einfach nicht…

#WahnsinnInSerie

Tanzmarathon. Muss ich mehr sagen? <3 Ich bin so unfassbar glücklich, zurück in Stars Hollow zu sein und das ganze Luke/Lorelai/Christopher-Drama sowie das Dean/Rory/Jess-Drama nochmal erleben zu dürfen – die Mädels haben mir gefehlt, ich fühle mich mit meinem imensen Kaffeekonsum endlich wieder verstanden und freue mich auf die 3 1/2 Staffeln, die ich jetzt noch vor mir habe^^ Lauren Graham gehts übrigens genauso. Außerdem auf der Liste: Lucifer (weil Laura das so mag) und Stranger Things, welche seit gestern auf Amazon bzw. Netflix sind. Außerdem: Fox hat einen Piloten für eine X-Men Serie angefordert – yay!

#UndSonstSo

Victoria Schwab again. Quintessenz aus dem Text: „Overnight Success is almost always a myth. Half of this industry is luck, and half is the refusal to quit.“ Trotzdem sehr lesenswert. Um das Erscheinen von Harry Potter und das verwunschene Kind zu feiern, startet Carlsen die #HarryPotterChallenge – von Juli bis September könnt ihr fleißig mitmachen, die Bücher nochmal lesen und tolle Gewinne abstauben. Seit ich gestern von diesem Nintendo-Ding gehört habe, will ich es haben. Sofort! Game of Thrones wird in diesem Jahr 20 – also das erste Buch – und dazu gibts eine schicke Jubiläumsausgabe, die ich jetzt natürlich auch haben will weil illustriert. Vampire Academy feiert erstmal seinen 10. Geburtstag, aber auch dazu gibts eine Neuauflage mit Bonuscontent. Problem dabei – alle wollen den Bonuscontent, aber eigentlich hat man die Bücher ja schon und ach… bevor ich jetzt weiterrede, mach ich da einen eigenen Blogpost draus^^ Und der Hype um Sarah J. Maas ist leider noch nicht vorbei, nachdem diese Woche 8 (!!) neue Bücher für die bestehenden Reihen angekündigt wurden. Wenn ich jetzt also noch einen über Cassandra Clare lästern höre, krieg ich vermutlich zu viel. Henrik hat die Liste mit Verlagen auf Instagram mal wieder aktualisiert und Jess stellt ihre Lieblingssommerbücher vor (das wollte ich auch noch machen, danke für die Erinnerung^^).

Und weil die Woche insgesamt so furchtbar war, schaut euch doch an, wie Samuel L. Jackson mit einem wunderbaren Street-Slang die letzten 6 Staffeln Game of Thrones erklärt – das ist nämlich wirklich lustig^^ Auf #wenigerDrama – habt eine schöne Woche! <3

Wochendings.

#Offlinegeplauder

Wenn die letzte Woche nicht direkt aus der Hölle kam, weiß ich es auch nicht… und damit meiner ich nichtmal all das, was in der Welt so passiert ist, sondern erstmal nur das persönliche Umfeld.

Eigentlich hätte das letzte Wochenende episch und total cool werden sollen, weil ich nach Stuttgart zur ersten Comic Con Germany wollte. Ich wollte ein paar nette Tage mit Laura und Nicole verbringen, Katja und Annie treffen, Spaß haben, Sachen kaufen, Bellamy aus The 100 und Grant Ward aus Agents of S.H.I.E.L.D. sehen… stattdessen saß ich für 17 km zurückgelegte Strecke zwei Stunden im Zug, nur um dann wieder zurück nach Gießen zu fahren und festzustellen, dass diesen Bahnhof am Freitag wohl kein Zug mehr Richtung Frankfurt verlassen würde. Das war ziemlich scheiße. Weil das mit fast allen Zügen der letzten Stunde so gemacht wurde, waren dementsprechend viele Menschen an dem doch eher kleinen Bahnhof. Problem: Die wollten alle irgendwo anders hin

Per WA hab ich, zumindest wenn ich denn mal Netz hatte, versucht, auf der einen Seite mit Laura zu kommunizieren, wie ich vielleicht doch noch nach Stuttgart komme, auf der anderen Seite habe ich versucht, irgendwie wieder aus Gießen wegzukommen, weil: Zug? No way. Mein Auto allerdings stand ja in Wetzlar, von wo ich auch gefahren bin… Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hab mir für 35€ ein Taxi genommen (das mich für 120€ auch nach Frankfurt gefahren hätte), das mich zu meinem Auto bringt, und bin nach Hause gefahren, um dann da festzustellen, dass das kurze Unwetter mit den golfballgroßen Hagelkörnern unserem Keller unter Wasser gesetzt hat.

Tja, man kann halt nicht immer nur kein Glück haben, manchmal kommt auch noch Pech dazu^^ Dieses Konzept hat sich erfolgreich in der letzten Woche durchgesetzt mit IT-Problemen auf der Arbeit und Kompetenzgerangel mit einem Kollegen. Deswegen freue ich mich jetzt auf ein Wochenende ohne irgendwas, bitte, danke, gern geschehen! :D

#Bookstagram

Aktuell lese ich wieder gefühlt 28 Bücher gleichzeitig, so zum Beispiel immer nch „Die Interessanten“ von Meg Wolitzer und „The Girls“ von Emma Cline. Außerdem sollte ich dringend mit „Wir waren keine Helden“ von Candy Bukowski anfangen, weil ich mich darauf einfach schon sehr freue. Außerdem gestern erschienen: „Was auch immer geschieht“ von Bianca Iosivoni. Geiler Scheiß, lest das!

#WahnsinnInSerie

Mittlerweile habe ich die Pilotfolgen von „The Interestings“ (yay) und „The Last Tycoon“ (nayay) gesehen. Erstere hat mich auf jeden Fall motiviert, das Buch weiterzulesen, bei letzterer bin ich nicht so sicher, ob das so cool wird. Aber für Matt Boomer würde ich dem ganzen bei einer zweiten Folge noch eine Chance geben.

Dann war da diese Woche noch das GoT-Finale und es war einfach großartig. Staffel 6 war insgesamt einfach nur großartig, weil es genau die richtige Mischung aus Action und politischem Plot war. Jetzt wieder ein Jahr warten zu müssen, ist natürlich Mist, aber mit den Erkenntnissen aus dem Finale komme ich in diesem Jahr eindeutig besser klar als letztes Jahr^^ (HBO hat übrigens eine sehr coole Infografik über die familiären Verbindungen veröffentlicht)

Und außerdem: Mein Leben hat wieder einen Sinn – die Gilmore Girls sind zurück! Seit gestern treiben sich die beiden schnellsprechenden, kaffesüchtigen Mädels mit allen 7 Staffeln auf Netflix rum und bevor es jetzt dann bald weitergeht, muss ich die einfach nochmal alle schauen. Für die nächsten 6.930 Minuten habe ich also genug zu tun. Rein rechnerisch könnte ich das in einer Woche schaffen. Hm!

#Listopia

5 Foreshadowing Books || 5 Books that Pushed Me into Adulthood || 5 Books to watch out for in July || The 12 Most Anticipated YA Books To Read in July || Around the World in 80 Books: A Global Reading List ||100 Must-Read Works of Speculative Fiction in Translation || 5 of the Strangest Books Ever Written || The 12 Books You Have to Read Before Summer Is Over || The 75 Best Books of the Last 75 Years

#UndSonstSo

Bastille haben ihr neues Album angekündigt – Wild World kommt im September und ich hoffe so sehr, dass es fabulös wird! Fantastisch ist der Soundtrack zur sechsten Staffel Game of Thrones – alleine Light of the Seven ist so episch, dass ich jedes mal Gänsehaut kriege *.*  Speaking of Game of Thrones… hier gibts ein paar Cocktail-Rezepte, die von der Serie inspiriert wurden. In einem Essay aus seinem Buch The view from the cheap seats schreibt Neil Gaiman, wie Batman ihn dazu gebracht hat, Comics zu lesen <3  Und hier gibts ein Interview zum neuen TOR-Imprint vom Fischer Verlag.

Habt eine bessere Woche als ich, okay? Okay! <3

[Gelesen] Belzhar (Meg Wolitzer)

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+ Kurzbeschreibung

Jam Gallahue loved a boy – fiercely and deeply – and then she lost him. Before the 41 days that she knew him, she had no idea she could need someone so much, but after, she needed him all the time. Except she couldn’t have him, because he was dead: gone forever. Or so she thought.

At The Wooden Barn, a boarding school for “emotionally fragile and highly intelligent” teenagers, Jam starts out as she has been for the past year: inconsolable, uninterested, stuck. She doesn’t think much of Special Topics in English, the exclusive, supposedly transformative class she’s been selected to join, or its roster of merely five students. At least not until she has an inexplicable experience – one that only these five peers, each uniquely broken, can understand. Studying the life works of Sylvia Plath and chronicling their pain in journals, Jam and her Special Topics classmates have all visited Belzhar, a miraculous place – a place where the untainted past is restored, and where Jam can feel her first love’s arms around her once again. But there are hidden truths on Jam’s path to reclaim her loss …

+ Rezension

Dank Nina sind ‚Die Interessanten‘ von der Autorin ja schon länger bei mir eingezogen, nur tu ich mich mit dem Buch eher schwer. Da kam es mir gerade recht, dass relativ zeitnah auch ein YA-Buch von ihr erschien, das mir a) schon allein wegen des Covers gefallen hat und b) auch noch mit Sylvia Plath als einem der Hauptthemen mehr als nur interessant klang. Das Buch war für mich letztlich die reinste Gefühlsachterbahn – zuerst hatte ich Mitleid mit Jam, später dann war ich einen Moment lang ziemlich pissig auf sie um am Ende dann doch wieder mit versöhnt zu werden.

“We’re talking about the novel, right? But maybe we’re not. We’re talking about ourselves. And I guess that’s what can start to happen when you talk about a book.”

Prinzipiell mochte ich die Schule sehr gerne, abschließend fällt mir aber auf, dass dort zwar eine Menge ‚kranker‘ Kinder sind, aber dass die psychologische Betreuung gänzlich fehlt – zumidest wird sie nicht angesprochen. Es geht nur um den Unterricht und die sozialen Veranstaltungen, und ich glaube nicht, dass das bei traumatisierten, zum teil suizidalen Jugendlichen oder jenen mit Essstörungen reicht. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Hintergrund gewünscht, aber das ist eigentlich nur nebensächlich.

“Everyone has something to say. But not everyone can bear to say it. Your job is to find a way.”

Ohne es zu wollen, kommt Jam in den Kurs ‚Special Topics ind English‘ worunter sie sich rein gar nichts vorstellen kann und auch die Informationen die sie darüber von ihrer Zimmergenossin erhält sind mehr als schwammig: Jeder will diesen Kurs besuchen, aber nur ganz wenige kommen rein. Er läuft nur jeweils ein Semester und die Lhrerin sucht sich für das komplette Semester nur einen Autor aus, der behandelt wird. Die, die reinkommen, behaupten der Kurs habe ihr Leben verändert, sie unterhalten sich in Geheimsprachen und werden zu einer verschworenen, kleinen Clique. DJ, die Zimmergenossin, würde alles dafür geben, den Kurs besuchen zu können, Jam ist das herzlich egal.

“Sometimes an alternative world is much better than the real one.”

Ein bisschen hat mich das an ‚Dead Poets Society‘ oder ‚The Secret History‘ erinnert und da ich da ja sowieso total drauf stehe, konnte das Buch nur punkten. Mrs. Quenell ist tatsächlich ein bisschen so wie Mr. Keating – verständnisvoll, aber auch anspruchsvoll und ihr liegt wirklich am Herzen, dass es den Schülern besser geht.

Was mir hingegen nicht ganz so gut gefallen hat war, dass es ab und an sehr ins Mystische abdriftet – die Sache mit den Tagebüchern ist halt schon sehr speziell und ich hätte es irgendwie besser gefunden, wenn die ‚Heilung‘ auf normalem Weg erfolgt wäre. Vielleicht hätte die Autorin aber auch einfach besser beschreiben können, warum das jetzt ausgerechnet so ist, für mich war nämlich nicht nachvollziehbar, warum eine Lehrerin, die selbst nichts genaues über die funktionsweise der Tagebücher weiß, diese an Schüler geben würde, ohne sich im Klaren über die Konsequenzen zu sein. Und dazu gleich der nächste Punkt: Sylvia Plath hat Mrs. Quenell zu den Tagebüchern inspiriert, aber sie hat sie nie vorher behandelt? Warum, wenn doch ihre Bekannschaft mit Plath all das erst möglich gemacht hat und letztendlich in jedem Jahr passt, denn es sind in jedem Jahr Jugendliche mit den gleichen Problemen. Sollte dann Plath nicht in jedem Kurs das vorherrschende Thema sein?

“We each have only one voice. And the world is so loud. Sometimes I think that the quiet ones have figured out that the best way to get other people’s attention is not to shout, but to whisper. Which makes everyone listen a little harder.”

Aber wie dem auch sei, abgesehen von diesen Punkten, die für mich nicht ganz schlüssig waren, das Buch aber nicht wesentlich schlechter haben abschneiden lassen, fand ich die Geschichte super. Sie zeigt, dass man sich mit der Vergangenheit beschäftigen und sie abschließen muss, um nach vorne zu gehen. Wenn Jam nicht noch ein letztes Mal nach Belzhar gegangen wäre, wäre sie weder von Reeve losgekommen noch hätte sie sich auf Griffin einlassen können. Natürlich wirkt das vielleicht ein wenig lächerlich, verglichen mit den Problemen der anderen aus dem Kurs, aber es ist eben das, was Jam beschäftigt.

Ich würde das Buch dennoch eher einem jüngeren Publikum empfehlen, weil ich glaube, dass man sich dann besser mit Jam identifizieren kann. Ich hatte da so meine Probleme, denn ich ich konnte nicht ganz nachvollziehen, wieso Jam das so dermaßen trifft, wenn doch eigentlich gar nichts gewesen ist.

Belzhar ★★★★☆

Taschenbuch: 266 Seiten
Verlag: Dutton Juvenile (30. September 2014)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0525427945
ISBN-13: 978-0525427940
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,8 x 2,2 cm