About My Shelf

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Sobald ich eine fremde Wohnung betrete (also eine, die nicht meine ist und in der ich noch nie gewesen bin), wandert mein Blick sofort suchend umher. Meist werde ich im Wohnzimmer fündig, oft aber auch auf dem Klo und nur ganz, ganz selten suche ich vergeblich. Ich suche nach den Regalen oder Stapeln, die mir mit einem Blick verraten, ob es zwischen dem Wohnungseigentümer und mir Klick machen könnte – oder eben nicht.

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Die Rede ist natürlich von Büchern und/oder Platten bzw. CDs. Ich könnte Stunden, Tage oder gar wochen damit verbringen, in fremden Regalen zu stöbern und dabei vielleicht etwas spannendes zu finden. Deshalb musste ich nicht lange überlegen, als zuerst Melanie und dann Mara den Link zu „About My Shelf“ posteten. Ich war sofort rettungslos verloren.

In dem Buch sprechen 20 Künstler über ihre Musik- und Büchersammlungen. 10 Autoren reden über Musik, 10 Musiker reden über Bücher. Mit dabei sind unter anderem Melanie Raabe, Vea Kaiser und Benedict Wells. Auf nur 164 Seiten versammeln sich so eine Menge Tipps rund um Bücher und Musik, die ich nun nach und nach für mich abarbeiten werde. Zumindest bei der perfekten Zeit und dem perfekten Leseort scheinen sich ja alle einig zu sein (Spoiler: frühmorgens im Bett).

Das perfekte Buch für neugierige Menschen, das nebenbei auch Lust macht, die einzelenen Künstler näher kennen zu lernen, denn viele der Mitwirkenden kannten ich zB noch gar nicht, fand ich aber auf Grund ihrer Antworten sofort interessant.

Kaufen könnt ihr das Buch direkt hier beim Verlag von Wegen, Zahlung funktioniert bequem per Paypal und die Lieferung dauerte bei mir 4 Tage (Versand als Büchersendung).

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[Gelesen] Infinity + One (Amy Harmon)

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+ Kurzbeschreibung

When two unlikely allies become two unwitting outlaws, will two unforgettable lovers defy unbeatable odds? Bonnie Rae Shelby is a superstar. She’s rich. She’s beautiful. She’s impossibly famous. And Bonnie Rae Shelby wants to die. Finn Clyde is a nobody. He’s broken. He’s brilliant. He’s impossibly cynical. And all he wants is a chance at life. One girl. One boy. An act of compassion. A bizarre set of circumstances. And a choice – turn your head and walk away, or reach out your hand and risk it all? With that choice, the clock starts ticking on a man with a past and a girl who can’t face the future, counting down the seconds in an adventure riddled with heartbreak and humor, misunderstanding and revelation. With the world against them, two very different people take a journey that will not only change their lives, but may cost them their lives as well. Infinity + One is a tale of shooting stars and fame and fortune, of gilded cages and iron bars, of finding a friend behind a stranger’s face, and discovering love in the oddest of places.

+ Rezension

Ein wundervolles Cover und die Tatsache, dass es um Musik geht, gespikt mit einer schönen Liebesgeschichte reichen ja eigentlich schon, um mich anfixen. Wenn das uch dann aber noch von Colleen Hoover empfohlen wird, hält mich nicht mehr viel. Für 2,99 € kann man das auch mal machen, aber…

Ich mochte die Analogie zu Bonnie und Clyde, das bewusste Spielen mit der Geschichte und die Tatsache, dass die beiden Protagonisten diese Ähnlichkeiten nicht nur selbst bemerkten sondern auch bewusst damit umgegangen sind. Die Charaktere sind sympathisch und aufgrund ihrer Eigenheiten interessant – selbst ich, die mit Mathe nicht viel anfangen kann, hatte meinen Spaß mit Finn.

Mir ist bewusst, dass wenn man sich schon an die wahre Geschichte anlehnt, man ihr auch ein Stück weit folgen muss. Nur gibt es mittlerweile schon ziemlich viele Geschichten, bei denen sich Mädchen in Auto von Junge setzt und beide quer durch die USA reisen, um sich selbst zu finden. Mir fallen auf Anhieb drei ein und mit einem Moment überlegen wären es sicher mehr. Und dabei rede ich nur von denen, die ich gelesen habe. Damit alleine hätte ich vermutlich kein Problem, wenn denn etwas passiert wäre.

Ja, Bonnie und Clyde waren mehrmals kurz davor, aufgehalten zu werden, aber es ging halt doch irgendwie immer gut und so wirklich was schlimmes passierte auch nicht. Was ich damit sagen will – die Geschichte plätschert halt vor sich her. Rückblickend passiert schon einiges, aber es gibt keine großen Wow-Momente oder einen Wendepunkt – es läuft einfach, bis es irgendwann zu Ende ist. Ich hätte mir die ein oder andere (telefonische) Auseinandersetzung mit Gran gewünscht, um das ganze ein wenig aufzulockern oder eben wirklich eine stürmische Liebesgeschichte. Denn wenn das Ziel schon Vegas ist und man tatsächlich bereit ist, in die vollen zu gehen, kann man auch vorher gerne schonmal zeigen, dass man neben ein bisschen Verliebtheit auch Leidenschaft spürt.

Wenn man die Bücher von Jessica Redmerski nicht kennt, hat man hieran sicher seine Freude. Deswegen glaube ich, dass das Buch durchaus für Leute geeignet ist, die gerne eine süße Liebesgeschichte lesen. Ich kann aber leider nicht mehr als drei Sterne geben, weil ich weit fesselndere Geschichten mit den gleichen Elementen kenne.

Infinity + One ★★★☆☆

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 687 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 350 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Englisch
ASIN: B00KIZQG96
Text-to-Speech (Vorlesemodus): Aktiviert

 

[Gelesen] Shotgun Lovesongs (Nickolas Butler)

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+ Kurzbeschreibung

Drei Hochzeiten, zwei Scheidungen, ein Beinschuss und Lieder von der Liebe
Fünf Freunde aus einer Kleinstadt im Norden der USA. Durchs Schicksal auseinandergetrieben, lebt in allen die Sehnsucht nach der Nähe, die sie einst verband. Ein sentimentaler, kraftvoller Roman, der vielstimmig von den großen Themen Freundschaft, Heimat und Liebe erzählt.

Henry und Beth waren schon in der Schule ein Paar und haben ihren Heimatort nie verlassen. Sie kämpfen um ihre Farm und unterstützen ihren Freund Ronny, der nach einem schweren Unfall vom Rodeo-Star zum Alkoholiker wurde. Kip war als Rohstoffmakler in Chicago erfolgreich. Nach seiner Hochzeit will er in seiner alten Heimat neu beginnen, findet dort aber nur schwer Halt. Lee hat ein Album aufgenommen „Shotgun Lovesongs“ und wurde damit zu einem international gefeierten Star. Auch ihn zieht es zurück nach Little Wing, zu seinem besten Freund Henry und dessen Frau Beth, mit der ihn mehr als eine Freundschaft verbindet. In einem unvorsichtigen Moment setzt er alles aufs Spiel.

+ Rezension

Das Buch war ein totaler Spontankauf. Nachdem es Sandra schon lange gelesen und rezensiert hat, war ich mir nicht sicher, ob ich es will, wollte zwischenzeitlich auf die englische Version zugreifen (die aber erst im März 2014 in einer bezahlbaren Version erscheint) und hab mich dann am Ende doch im Buchladen vom Cover verführen lassen. Bereut hab ich es aber nicht.

Shotgun Lovesongs ist ein Roman von Träumen und vom Leben, vielleicht auch ein bisschen von der Liebe, aber ganz sicher nicht für jeden. Alle 4 Freunde hatten Träume, die sich nicht alle erfüllt haben. Keiner ist wirklich glücklich, obwohl eigentlich alle etwas haben, was sie glücklich machen sollte.

Ich hatte gehofft, dass der Teil über Musik größer wäre, man mehr von Lees Texten lesen kann und ein Gefühl für das bekommt, was er ausdrücken möchte, aber dem war nicht so. Es hat anscheinend einfach gut gepasst, dass er ein Musiker war, für die Geschichte hätte er aber auch Schauspieler oder Schriftsteller sein können. Henry hingegen tat mir ein bisschen leid – eigentlich besitzt er alles, was man zum glücklich sein braucht, aber es scheint nie genug zu sein.

Im Grunde wollen alle aus der Kleinstadt raus, aber keiner, nichteinmal Lee, der ein gefeierter Weltstar ist, schafft es so ganz und am Ende ist das vielleicht gut so. Aber der Wunsch bleibt und trübt das, was man eigentlich hat.

Im großen und ganzen mochte ich das Buch sehr gerne und kann schlecht in Worte fassen, warum es am Ende doch für 4 Sterne gereicht hat. Vielleicht weil die Freundschaft zwischen Lee und Henry so großartig ist, dass nicht mal ein Blatt Papier oder Gott bewahre, die Frau, die sie beide lieben, dazwischen passt.

Ich mag besonders das Ende, aber ich will nicht abstreiten, dass der Weg dahin manchmal etwas langwierig scheint. Vielleicht bin ich einfach noch nicht ganz die Zielgruppe für einen Roman, der mehr oder weniger vom Leben handelt und was man daraus hätte machen können. In jedem Fall aber gibt es Freundschaften, die die dunkelsten Stunden überstehen können.

Shotgun Lovesongs ★★★★☆


Gebundene Ausgabe: 424 Seiten
Verlag: Klett-Cotta; Auflage: Neuauflage. (23. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3608980083
ISBN-13: 978-3608980080

 

Wochendings #7

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|Gefreut|

Silvester war sehr cool – chillig mit meiner Besten zu Hause, viele Filme, Pizza, Schokolade, Chips… herrlich. 12 Uhr haben wir beinahe verpasst – aber das war ja nun auch nicht wichtig^^

|Gehört|

Bon Iver – Skinny Love

|Gesehen|

Der gestiefelte Kater
500 Days of Summer
Merida
The Romantics
Happy New Year
New York, I love you
Küss den Frosch

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|Getan|

Seit 2. Januar ja zur Abwechslung mal wieder gearbeitet. Ich mag meinen Job ja grundsätzlich, aber der Januar ist echt die schlimmste Zeit im Jahr. Jahresabschluss und so – da gehen die 10 Std. täglich echt an die Substanz und abschalten kann ich ja ohnehin schlecht.

|Gewünscht|

Besseres Zeitmanagement. Noch besseres Lebensmanagement. Und irgendwie wäre ein richtiger Winter mal toll. Ich freu mich zwar, dass ich immernoch meine Lederjacke tragen kann, aber meine Güte, es muss ja nicht schon im Januar Frühling werden.

|Geärgert|

Meine Chefin. Sie hat mir einer berufliche Veränderung angeboten, die ich aber in der Art und vor allem vor dem Hintergrund schwer annehmen kann. Tue ich es aber nicht, wird sie es mir nicht ermöglichen, mich in eine andere Richtung weiterzuentwickeln. Mein Problem ist einfach, das mein Aufgabengebiet ständig in die Breite wächst, aber ich deswegen nicht dazu komme, irgendwas zu vertiefen. Es ist ja nicht unbedingt schlecht, wenn man vielseitig einsetzbar ist, aber es ist jetzt nicht unbedingt das, was ich mir vorgestellt hatte, zumal der Eindruck bleibt, dass man das mit mir ja machen kann, weil ich die jüngste in der Abteilung bin. Ich hab allerdings vorerst keine andere Wahl und werds wohl versuchen… =/

[Gelesen] Being Friends with Boys (Terra Elan McVoy)

Charlotte and Oliver have been friends forever. She knows that he, Abe, and Trip consider her to be one of the guys, and she likes it that way. She likes being the friend who keeps them all together. Likes offering a girl’s perspective on their love lives. Likes being the behind-the-scenes wordsmith who writes all the lyrics for the boys’ band. Char has a house full of stepsisters and a past full of backstabbing (female) ex–best friends, so for her, being friends with boys is refreshingly drama-free…until it isn’t anymore.

When a new boy enters the scene and makes Char feel like, well, a total girl…and two of her other friends have a falling out that may or may not be related to one of them deciding he might want to be more than friends with Char…being friends with all these boys suddenly becomes a lot more complicated.

Wieder so ein Kindle-Deal und noch dazu ein Buch, dass sich mal eben nebenbei lesen lässt, wenn man sich nicht großartig auf viele Details konzentrieren mag. Ich empfand das Buch als kurzweilig und unterhaltsam – allerdings gab es für mich auch ein paar Schwächen.

Die Grundfrage, die sich bis zum Ende nicht klärt ist: Warum verlässt Trip die Band? Die nächste Frage ist: Was geht da mit Charlotte und Oliver, die ja eigentlich nur Freunde sind? Und die für mich wichtigste Frage: Wie zur Hölle kann ich mich als Leser in einen Protagisten verlieben, der zu 90% des Buches nicht da und zu 10% ein Arsch ist??

Der Autorin hingegen ist das anscheinend egal, wo sie doch so sehr damit beschäftigt ist, jedes Teeanagerproblem in das Buch mit einfließen zu lassen. Da ist zum einen die Protagonistin, ein Scheidungskind, dass seine Mutter liebt, aber auch Stiefmutter und -geschwister irgendwie ziemlich gerne mag. Im Gegensatz zu ihrer leiblichen, älteren Schwester, mit der sie nur noch selten Kontakt hat und von der sie sich vernachlässigt fühlt, weiß sie das aber ziemlich gut zu verstecken. Puh!

Dann muss sie sich zudem noch damit auseinander setzen, nicht gut in der Schule zu sein. Eigentlich ist sie nicht nur nicht gut, sondern grottig, das ist aber auch zu verschmerzen. Songs zu texten ist viiiiel wichtiger, als die ganzen Kurse.

Damit sie wenigstens in Geschichte nicht durchfällt, gibt es Gott sei Dank Benji, den Kiffer, der sich um sie kümmert. Um das ganze abzurunden, haben wir auch noch den schwulen Freund, in den man sich erstmal verliebt, und die lesbische Zweitband, wenns mit der ersten mal nicht klappt, sowie die zickige, tussihafte beste Freundin.

Hach, ein Buch wie im wahren Leben… *.*

Und auch wenn sich das alles leicht ironisch und mies-machend anhört, steh ich tief im Inneren meines kleinen Herzens auf sowas. Leichte & seichte Teeanager-Geschichten braucht man manchmal und wenn man ohne Erwartungen an das Buch rangeht, kann man gar nicht enttäuscht werden.