Was, wenn wir fliegen – Kim Nina Ocker

Kurzbeschreibung

Eine Trapezkünstlerin lässt sich fallen …

Sophie war Luftartistin – bis zu einem tragischen Sturz. Danach hatte sie sich geschworen, nie wieder an einem Trapez zu turnen. Als bei einem Zirkus ein Mädchen für alles gesucht wird, bewirbt sich Sophie spontan und bekommt prompt den Job – von ihrer Vergangenheit erzählt sie jedoch nichts. Ihr altes Leben geheim zu halten wird allerdings schwieriger als gedacht. Denn plötzlich steht Bo vor ihr: ein charmanter Feuerkünstler, den sie von der Artistenschule kennt. Langsam kommen sich Sophie und Bo näher, und sosehr sie es auch versucht, sie kann seiner Anziehung nicht widerstehen. Doch ihre Vergangenheit scheint sie einzuholen – Denn jemand will um jeden Preis verhindern, dass Sophie wieder auf der Bühne steht.

Rezension

Normalerweise mache ich das nicht. Ich rezensiere keine Bücher von Freunden, einfach weil ich da nicht unbefangen rangehen kann und ja oft ohnehin im Entstehungsprozess schon eingebunden bin, sodass ich das Ergebnis nur gut finden kann. Bei Kim ist das aber nicht so. Wir sind halt schon irgendwie Freunde, aber ich wusste über dieses Buch tatsächlich vorher gar nichts und jetzt, wo ich es gelesen habe, will ich es einfach jedem empfehlen. Ob ihr das jetzt ernst nehmt oder nicht, bleibt euch überlassen. Ich versuche einfach, meine Lobeshymne so gut wie möglich zu begründen.

Zunächst mal geht es irgendwie um Zirkus, das lassen schon Cover und Klappentext vermuten und das war für mich letztendlich auch der Punkt, weswegen ich es unbedingt lesen wollte. Einen New Adult-Roman mit Zirkus-Flair hatte ich noch nicht, gibts glaube ich auch nicht und ich war gespannt, wie es Kim schafft, die magische Atmosphäre eines Zirkuszeltes auf einer Buchseite einzufangen. Das ist ihr wunderbar gelungen. Ein großes Plus gibt’s noch dafür, dass der Zirkus ein reiner Artistenzirkus ist – es gibt mit Ausnahme einer Hundenummer keine Tiere (spielt für viele vielleicht keine Rolle, aber ich find’s großartig!).

Aus einer Schnapslaune heraus bewirbt sich Sophie dann als Mädchen für alles bei dem Zirkus und wird trotzt ihrer ungewöhnlich formulierten Bewerbungsmail tatsächlich zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Das ganze ist so humorvoll dargestellt, das man gar nicht anders kann, als mit einem Grinsen im Gesicht zu lesen. Dass sie dann aber auch die Courage beweist, tatsächlich hinzugehen, zeugt von wahrer Größe. Außerdem spricht es dafür, dass sie ihre Leidenschaft eben doch nicht einfach so aufgeben kann.

Alle Charaktere im Buch sind äußerst liebevoll gestaltet – jeder hat seine Eigenheiten, Ecken und Kanten, aber fast alle sind zudem äußerst liebenswert und bisweilen ein wenig schrullig – typisch Zirkusvolk eben. Besonders Bo sticht dabei hervor, und das nicht nur, weil er eben der Love Interest ist, sondern hauptsächlich deswegen, weil er sich nicht wie ein Arschloch verhält, sondern Sophie wirklich hilft. Er pusht sie bis an ihrer Grenzen, lässt ihr aber auch genug Freiraum, damit sie sich selbst entfalten kann. Zwischen den beiden kracht es oft gewaltig, hauptsächlich aber, weil Sophie nicht genug Vertrauen hat, sich komplett fallen zu lassen.

Und während Sophie immer mehr Gefallen am Zirkusalltag findet, fangen die anonymen Emails wieder an, bei ihr einzutrudeln. Das ganze geht soweit, dass andere Zirkusmitglieder in Gefahr gebracht werden.

Was, wenn wir fliegen ist eine wunderschöne Geschichte über Träume, Schuld, Reue und Liebe und zeigt einmal mehr, dass New Adult auch mit deutschem Setting bzw. deutscehn Charakteren funktionieren kann. Absolute Leseempfehlung für Fans des Genres!


Was, wenn wir fliegen

Format: Kindle Edition || Dateigröße: 1239.0 KB || Seitenzahl der Print-Ausgabe: 368 Seiten || Verlag: beHEARTBEAT by Bastei Entertainment; Auflage: 1. Aufl. 2018 (1. März 2018) || Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l. || Sprache: Deutsch || ASIN: B0787BM8FJ
Taschenbuch: 368 Seiten ||Verlag: Bastei Lübbe Ag; Auflage: 1. Aufl. 2018 (1. März 2018) ||Sprache: Deutsch || ISBN-10: 3741300853 ||ISBN-13: 978-3741300851 ||Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahre

#buylocal

 

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Wasted Words – Staci Hart

+ Kurzbeschreibung

Some universal truths refuse to be ignored.

Peanut butter and jelly are a match made in heaven. Spaghetti and meatballs are best friends forever. And guys like Tyler Knight don’t go for girls like Cam Emerson.

She knew from the second she met him that he didn’t belong on her bookshelf, the six-foot-six ex-tight end with a face so all-American, it could have sold apple pie. So she shelved him next to the supermodels and rock stars and took her place on her own shelf — the one with the flannel-clad, pasty-faced comic book nerds. Most of her boyfriends have existed between the pages of books, but rather than worrying over her own lacking love life, she puts all her energy into playing Cupid, using her job at the book bar, Wasted Words, as her stomping ground.

Tyler Knight always looks on the bright side. His career-ending injury turned into a job as a sports agent. A horrible breakup led him to Cam, his quirky, smart roommate who is far more beautiful than she realizes. She’s made it perfectly clear she’s not interested in him — not like that at least — but if she ever changes her mind, he won’t hesitate. Because he doesn’t see the lines she’s drawn between them, as much as she insists that they’re there. Deep down he knows that despite their differences, they’re a match well made.

+ Rezension

Rein vom Klappentext her klingt das Buch ja ganz gut und auch der Anfang war vielversprechend: Cam arbeitet in einer Buchhandlung, die Cosplay-Single-Partys veranstaltet und eine Bar hat, an der eben auch Alkohol ausgeschenkt wird. Books’n’Booze and all is well – zumindest ich finde dieses Konzept für eine Buchhandlung ziemlich cool. Tagsüber Café, abends genau der richtige Ort zum rumhängen.

Das Buch ist voll von allen möglichen Referenzen, die jedes Nerd-Herz höher schlagen lassen: Batman, Captain America, Der Hobbit, Catwoman… alles dabei, alles prima. Und es macht Spaß das zu lesen, zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Aber dann ist da halt noch die Gescichte…

Zum einen fand ich es sehr übergriffig von Cam, sich in jede Beziehung ihrer Freunde einzumischen und Amor zu spielen. Ich meine, Schubser hin oder her, letztendlich liegt es immer an den betreffenden Personen selbst ob es funktioniert oder nicht und ganz sicher nicht daran, dass sie von Anfang an den richtigen Riecher hatte. Sie gibt sich altklg und über alles erhaben, aber letztendlich scheitert sie an sich selbst. Es könnte alles so viel leichter sein, wenn sie ihre eigenen Ratschläge beherzigen würde.

Zum anderen ist da halt dieses Hin und Her in der Geschichte. Die beiden wohnen schon eine Weile zusammen, aber ihre Gefühle füreinander sind plötzlich volle Kanne da. Was bietet sich da besser an, als einfach Hals über Kopf in eine Beziehung zu springen, statt vorher schon darüber zu reden, wie man das vielleicht am besten angeht? Wäre halt ganz nett gewesen, wenn man wenigstens mal drüber nachgedacht hätte. Stattdessen folgen wir dieser ‚Beziehung‘ nun sage und schreibe eine ganze Woche, bis es den ganz großen Knall gibt, und beide einfach mal alles in Frage stellen.

Wieso? Ich meine, wie kann sowas vier Tage, nach dem man sich dafür entschieden hat, zusammen zu sein, so eskalieren? Ganz einfach: Indem man nicht darüber redet.

Bis zur Hälfte war das Buch echt nett und ich hab mich auf eine süße Geschichte gefreut, aber danach hat man gemerkt, dass das alles einfach viel zu konstruiert war. Es wirkte nicht mehr natürlich und so konnte man auch das (viel zu kitschige) Ende vorhersehen.

Wenn einem mal langweilig ist und man ein lustiges Buch braucht, dann geht das, aber es ist sicher kein must-read.

Wasted Words

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1700 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 477 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 1533201579
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verlag: Promise Socks Publishing (19. Mai 2016)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Englisch
ASIN: B01FOIRU3C

Caroline & West – Lass Mich Nie Mehr Los – Ruthie Knox

  

+ Kurzbeschreibung

Caroline denkt noch immer an West, Tag und Nacht, Nacht und Tag. An sein Lächeln, seine Berührungen, die Wärme seiner Haut. Denn obwohl Wests Vergangenheit ihn eingeholt und sich zwischen ihre Liebe gedrängt hat, kann Caroline sich nicht damit abfinden, dass er sie allein in Iowa zurückgelassen hat. Ohne nachzudenken, nimmt sie den nächsten Flug zu ihm – nur um festzustellen, dass die Liebe allein manchmal einfach nicht genügt, um zwei Menschen zusammenzuhalten …

+ Rezension

In der Rezension zum ersten Teil sagte ich schon, dass man die Geschichte auch gut in einem Buch hätte unterbringen können. Dafür hätte man halt ein paar Sachen kürzen müssen, aber letztendlich hätte das der Geschichte wohl auch ganz gut getan.

Das Ding ist halt – wenn man den ersten Teil gelesen hat, will man ja auch wissen, ob sie letztendlich zusammen kommen. Das ist allerdings ein hartes Stück Arbeit, denn die beiden trennen nicht nur meherer Flugstunden, sondern auch Wests Meinung darüber, dass er mit all dem, was er zu Hause zurück gelassen hat, nicht gut genug für Caro ist. Deswegen bleiben ihre Versuche, ihn für sich zurückzugewinnen zunächst erfolglos.

Negativ ist definitiv Wests Verhalten gegenüber Caro in der ersten Hälfte des Buches. Das geht so gar nicht und ich kann nicht nachvollziehen, wieso man das mit sich machen lässt. Positiv hingegen sehe ich seine Veränderung, die durch den Willen kommt, ein besseres Leben für sich und seine Schwester zu schaffen. Was einen doch am Lesen hät, ist vor allem der Schreibstil.

Auch an den zweiten Teil bin ich mit niedrigen Erwartungen rangegangen, was wahrscheinlich gut war. Insgesamt ist es eine Dilogie, die bei der Masse an NA-Romanen sicherlich im oberen drittel anzusiedeln ist. Man kann damit nicht viel falsch machen, sollte aber auch nicht DIE Geschichte erwarten.

Caroline & West – Lass Mich Nie Mehr Los

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (5. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863960750
ISBN-13: 978-3863960759
Originaltitel: Harder

Caroline & West – Überall Bist Du – Ruthie Knox

  

+ Kurzbeschreibung

WAS IST, WENN DU DER LIEBE DEINES LEBENS FOLGST UND SIE DICH ZERSTÖRT? Als die Studentin Caroline Piasecki mit ihrem Freund Schluss macht, rächt dieser sich, indem er intime Fotos von ihr im Internet postet. Über Nacht scheint Caros Leben und ihre Zukunft als Anwältin zerstört. Ihr geheimnisvoller Nachbar ist da so ziemlich der Letzte, dessen Nähe sie jetzt suchen sollte. West Leavitt ist unverschämt attraktiv, ein Draufgänger. Über seine Vergangenheit spricht er nie, und es heißt, dass er mit Drogen dealt. Doch ausgerechnet bei ihm hat Caro das Gefühl, dass sie sich nicht verstellen muss. Obwohl die beiden wissen, dass zwischen ihnen nicht mehr als Freundschaft sein darf, kommen sie sich bald sehr nahe. Und plötzlich sieht Caro sich nicht nur mit den Problemen ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert…

+ Rezension

Ich hatte keine hohen Erwartungen an das Buch, was wahrscheinlich echt gut war, denn so konnte ich nicht enttäusch werden. Genaugenommen lag es jetzt auch schon fast zwei Jahre hier rum und wenn Mona nicht gesagt hätte, dass ich es lesen soll, hätte ich das vermutlich nicht getan.

Was als erstes auffällt ist die Erzählstimme. Es ist, als sei man in Caros Kopf und das ist manchmal tatsächich ein bisschen anstrengend, gerade am Anfang, aber meistens auch sehr gut. Ich mochte Caros Art zu denken und gerade im ersten Kapitel, indem sie mitten in eine Schlägerei gerät, war es auf eine entspannte Art witzig, ihren Gedanken zu folgen. Es ist mitunter Schwierig, Gedanken in Worte zu fassen, aber Ruthie Knox schafft es mit links, das auch nicht perfekt ausfomulierte Gedanken Sinn ergeben.

Besonders gefallen hat mir, dass das Buch ohne großes Drama auskommt. Ja, Revenge Porn ist schlimm, natürlich, aber es ist eben auch etwas, das jedem passieren kann, der dem falschen Partner zu viel Vertrauen schenkt. Das Drama ist aber eben real und wird nicht allzusehr aufgebauscht. Und auch die Art und Weise, wie im Buch damit umgegangen wird, ist in meinen Augen realistisch.

Irgendwann kommt dann auch West ins Spiel, der Bad Boy, der eigentlich ja keiner ist. Sofort spürt man, dass zwischen den beiden was ist, was aber nicht etwa daran liegt, dass er heiß und gerade mal da ist. Die beiden hatten ein interessantes erstes Zusammentreffen, nachdem sie sich den Kontakt zueinander aus verschiedenen Gründen versagt haben. Hätte nicht sein müssen, war aber ein Stück weit nachvollziehbar. Wests eigene Probleme sind ebenfalls nachvollziehbar, auch wenn hier an einigen Stellen vielleicht ein bisschen dick aufgertragen wurde.

Ich mochte sehr, dass sich die beiden auf Augenhöhe begegnen und West Caro entscheiden lässt, wie weit sie gehen will. Er lässt ihr genug Freiraum, damit sie ihre eigenen Entscheidungen treffen kann und akzeptiert diese. Was ich wiederum ein bisschen albern fand, war das ewige hin und her – die zwei hätten schon viel früher miteinander glücklich werden können.

Das Ende wird man nicht ertragen können, wenn der zweite Teil nicht schon in greifbarer Nähe ist, denn es ist ein ziemlicher Cliffhanger. Mit ein bisschen Geschick hätte man die komplette Geschichte auch in einem Buch unterbringen können, aber so sind es halt zwei.

Caroline & West – Überall Bist Du

Broschiert: 470 Seiten
Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (5. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863960726
ISBN-13: 978-3863960728
Originaltitel: Deeper

[Gelesen] The Deal – Off Campus #1 (Elle Kennedy)


+ Kurzbeschreibung

She’s about to make a deal with the college bad boy…

Hannah Wells has finally found someone who turns her on. But while she might be confident in every other area of her life, she’s carting around a full set of baggage when it comes to sex and seduction. If she wants to get her crush’s attention, she’ll have to step out of her comfort zone and make him take notice…even if it means tutoring the annoying, childish, cocky captain of the hockey team in exchange for a pretend date.

…and it’s going to be oh so good

All Garrett Graham has ever wanted is to play professional hockey after graduation, but his plummeting GPA is threatening everything he’s worked so hard for. If helping a sarcastic brunette make another guy jealous will help him secure his position on the team, he’s all for it. But when one unexpected kiss leads to the wildest sex of both their lives, it doesn’t take long for Garrett to realize that pretend isn’t going to cut it. Now he just has to convince Hannah that the man she wants looks a lot like him.

+ Rezension

Wenn Laura mir nicht gesagt hätte, dass das Buch super ist, hätte ich es nie gelesen, denn der Klappentext erzählt ja eigentlich schon alles (aber eben auch doch nicht!). Und wer schon 2-3 NA-Bücher gelesen hat, weiß wie der Hase läuft. Was aber „The Deal“ von anderen Büchern unterscheidet, ist die Leichtigkeit mit der die Geschichte erzählt wird.

Ich habe mich mit den Charakteren und der Handlung so wohl gefühlt, wie schon lange nicht mehr. Die zwei sind nämlich einfach sehr, sehr süß miteinander und auch wenn zunächst mal alles nur ein Deal ist, merkt man schnell, dass Justin (so heißt übrigens der andere, das eigentliche Objekt der Begierde) im Grunde schon gar keine Chance hat, bevor es überhaupt angefangen hat – arme Sau. *hust*

Im Großen und Ganzen hab ich kaum was auszusetzen, denn die Handlung mag zwar stellenweise vorhersehbar sein und außerdem bleibt am Ende der große Knall aus, aber ich würde lügen, wenn ich sage, dass ersteres nicht normal und letzteres nicht auch mal schön ist. Hier und da waren ein paar Kleinigkeiten, wo ich gesagt hätte, dass man das noch ein bisschen besser machen könnte, aber letztendlich fällt das nicht so sehr ins Gewicht. Und die Charaktere sind zu meiner großen Freunde endlich mal richtig normal – das zeigt sich zB, indem sie in der einen Szene eine komplette Serienstaffel an einem Abend schauen und ihre Probleme (abgesehen von den großen, die die Basis für die Geschichte bilden) eben die ganz normalen Probleme sind, die jeder von uns hat. Hannah muss für das Winterfest ein Duett singen und wird von ihren Partnern mehr oder weniger verarscht, und Garrett kämpft um sowas banales wie die Note im Philosophie-Kurs.

Was ich wirklich mochte, was Garretts Perspektive. Als Frau kann ich ja nicht so genau sagen, was oder wie Männer denken, aber ich glaube, der ist ziemlich gut gelungen. Nicht zu gefühlsduselig, aber auch nicht zu sehr Macho. Abgesehen davon ist er sehr fair und verständnisvoll – ein echter Traumtyp, gerade wegen seiner kleinen Fehler.

Dieses Buch hat zurecht gute GR-Bewertungen, denn es zählt zu dem guten Shit und ich freue mich sehr, dass das auch der Deutsche Buchmarkt erkannt hat, denn im Sommer erscheint es im Piper-Verlag (mit einem hübscheren Cover). Endlich mal ein gutes Pendant zu all den anderen Büchern. So, und ich geh mich jetzt mit Logan beschäftigen – der kommt dann nämlich in Teil 2.

The Deal – Off Campus #1

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 907 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 342 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verlag: Elle Kennedy (24. Februar 2015)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Englisch
ASIN: B00TG1CZFC

[Gelesen] November 9 (Colleen Hoover)

 

+ Kurzbeschreibung

Fallon meets Ben, an aspiring novelist, the day before her scheduled cross-country move. Their untimely attraction leads them to spend Fallon’s last day in L.A. together, and her eventful life becomes the creative inspiration Ben has always sought for his novel. Over time and amidst the various relationships and tribulations of their own separate lives, they continue to meet on the same date every year. Until one day Fallon becomes unsure if Ben has been telling her the truth or fabricating a perfect reality for the sake of the ultimate plot twist.

Can Ben’s relationship with Fallon—and simultaneously his novel—be considered a love story if it ends in heartbreak?

+ Rezension

Dieses Buch ist was für dich, wenn…

… du Colleen Hoover magst.
… du nichts gegen ein bisschen viel Drama hast.
… du auf angehende Autoren in Bücher stehst.

Dieses Buch ist nichts für dich, wenn…

… du schon mit anderen Büchern von Hoover Probleme hattest.

Das gesagt, leg ich jetzt los und führe das ein bisschen weiter aus, eventuell werde ich dabei ein bisschen spoilern und deswegen dachte ich, ich fasse das vorher schon mal kurz zusammen^^

Die Idee klingt ein bisschen wie von „Zwei an eienm Tag“ abgekupfert und am Anfang dachte ich das tatsächlich auch, aber sie hat die Kurve gekriegt. Nach einem unfassbar witzigen Fake-Date, bei dem Ben Fallon aus einer misslichen Lage rettet, verbringen die beiden den Tag zusammen und beschließen dann, jeden weiteren 9. November miteinander zu verbringen, bis sie 23 sind – das sind 5 Jahre. Aber, und das ist der Punkt, an den übrigen 364 Tagen im Jahr haben sie keinen Kontakt.

Die beiden haben wie gewohnt eine gute Chemie, es macht Spaß ihren Gesprächen zu folgen und mitzuerleben, wo das hinführt. Trotz der zwei Perspektiven, erfährt man gerade genung, um sich seine eigenen Gedanken machen zu können, aber zu wenig, um gleich alles zu wissen.

Ich mochte, wie Ben Fallon aus der Reserve gelockt hat und ihr kleine Aufgaben für jedes Jahr gegeben hat, aber auch, wie sehr er ihr gezeigt hat, dass sie ihm was bedeutet. Von der anderen Seite betrachtet hat Fallon in dem Jahr, in dem sie sich in New York treffen wollten, die beste Entscheidung für beide treffen wollen und erwachsen gehandelt – etwas das Ben immer wollte, aber in diesem Moment nicht sehen konnte.

Ein Hoover-Buch wäre nicht von Hoover, wenn es nicht die übliche Portion Dramatik in sich hätte. Wenn ich sie also lese, weiß ich, worauf ich mich einlasse und bisher bin ich damit ganz gut gefahren. Die Auflösung hier war wirklich heftig und an einem gewissen Punkt hatte ich keine Ahnung, wie sich das auflösen soll, damit es doch noch ein Happy End gibt.

Was mich an diesem aber gestört hat ist die Tatsache, dass sich hier ein wichtiger Punkt aus „Confess“ wiederholt den ich da schon nicht ganz so großartig fand und der hier tatsächlich besser passt, ABER es wiederholt sich halt. Und das nervt mich, denn ich finde, da hätte irgendwer einschreiten und was sagen müssen, denn das hätte man auch anders lösen können. Stichwort: Kollege Zufall. Oder Schicksal. Oder irgendwas in der Art.

Kurz noch zu dem Datum: Der 9. November spielt für beide bereits vorher eine große Rolle und ich mochte die Tatsache, dass sich ein Tag mit schlechten Erinnerung für beide in einen guten gewandelt hat. Abgesehen davon ist es einfach eine schöne Idee, wenn auch ein bisschen unrealistisch.

Aber letztendlich… was kann man an einem Buch wirklich schlecht finden, in dem der Kerl ein Roman über das Mädchen schreibt, weil es ihn mit seiner Art und seinem Wesen verzaubert hat? Was kann man einem Protagonisten übel nehmen, wenn er extra Liebesromane liest, um dem Mädchen einen Kuss zu geben, der bookworthy ist? Und wem kann man eine Entscheidung übel nehmen, die nur mit der Absicht getroffen wurde?

Vielleicht ist „November 9“ nicht das Beste Buch von Hoover, aber bisher mein Liebstes.

November 9

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Atria Books (10. November 2015)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1501110349
ISBN-13: 978-1501110344