Sieh mich an – Mareike Krügel

Kurzbeschreibung

Man kann ja nicht einfach sterben, wenn die Dinge noch ungeklärt sind. Das denkt Katharina, seit sie vor Kurzem das Etwas in ihrer Brust entdeckt hat. Niemand weiß davon, und das ist auch gut so. Denn an diesem Wochenende soll ein letztes Mal alles wie immer sein. Und so entrollt sich das Chaos eines ganz normalen Freitags vor ihr. Während sie aber einen abgetrennten Daumen versorgt, ihren brennenden Trockner löscht und sich auf den emotional nicht unbedenklichen Besuch eines Studienfreundes vorbereitet, beginnt ihr Vorsatz zu bröckeln, und sie stellt sich große Fragen: Ist alles so geworden, wie sie wollte? Ihre Musik, ihre Kinder, die Ehe mit dem in letzter Zeit viel zu abwesenden Costas? Als der Tag fast zu Ende ist, beschließt sie, endlich ihr Geheimnis mit jemandem zu teilen, den sie liebt


Rezension

Ich bin ja ehrlich, schon als ich den Fuchs auf dem Cover gesehen habe, war es um mich geschehen. Mit dem Inhalt hab ich mich dann gar nicht groß weiter auseinander gesetzt, ich wusste, dass ich es im Auge behalten muss. Je näher der Erscheinungstermin kam, desto unsicherer wurde ich und dann kamen die ersten begeisterten Rezensionen. Tja nun. Als ich dann nochmal den Klappentext gelesen hab, war ich kurz verunsichert, drückte dann aber doch auf Bestellen.

Der Anfang hat sich ein bisschen gezogen, ich hatte das Gefühl, gar nicht wirklich in das Buch reinzukommen und war ein bisschen demotiviert. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Dann aber platzte der Knoten, pünktlich zum Wochenende mit genügend Zeit und die zweite Hälfte des Buches war schneller vorbei, als ich gucken konnte.

Nachdem Katharina etwas in ihrer Brust endeckt hat, will sie noch ein normales Wochenende erleben, ehe sie sich all dem stellt und den Konsequenzen ins Auge sieht. Schließlich hat sie an ihrer Mutter gesehen, was sie erwartet.

Dass diese Geschichte tatsächlich an nur einem einzigen Tag spielt, scheint fast unmöglich, aber aus mir unbegreiflichen Gründen funktioniert es. Wir sind als Leser den ganzen Tag mit Katharina unterwegs, haben an ihrem Leben, ihren Sorgen und Gedanken teil und lernen sie so sehr gut kennen. Sie ist nichts besonderes, nur eine Frau, die mitten im Leben steht und versucht, alles unter einen Hut zubekommen. Das ist bei ihrer Familie nicht unbedingt leicht, wenn der Mann unter der Woche in Berlin zum Arbeiten ist und beide Kinder ihre volle Aufmerksamkeit brauchen. Ein bisschen skurril wirken die Nachbarn und auch die Familienratten sind nicht einfach nur Haustiere, sondern sorgen auf ihre Art für Spannung in der Geschichte.

Eigentlich will sie niemanden an ihrem Leid teilhaben lassen, am liebsten wäre es ihr, einfach zu verschwinden. Zumindest ist das ihr Plan, doch gegen Ende des Tages merkt sie, dass sie ihr Geheimnis doch mit jemandem teilen muss.

Das Ende war mir dann fast schon wieder ein bisschen zu viel des Guten – alles ging sehr schnell und irgendwie passte es auch nicht zu der Katharina, die man vorher kennen gelernt hat. Ich weiß nicht, welcher Mensch in der Situation so handeln würde und letztendlich fehlte mir dann doch ein richtiger Schluss. Aber gut, man kann nicht alles haben.

Auch wenn ich am Anfang meine Schwierigkeiten mit dem Buch hatte, glaube ich nicht, dass es am Buch selbst sondern an meiner Aufmerksamkeit lag. Wenn man sich nämlich erstmal voll und ganz auf die Geschichte einlässt, kann man es nicht mehr aus der Hand legen.

Sieh mich an ist ein Buch, das ich sicher nicht nur ein einziges Mal lesen werde, noch dazu weiß ich jetzt schon, dass ich es bestimmt oft verschenken werde.

Sieh mich an

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Piper (1. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492058558
ISBN-13: 978-3492058551

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Geister – Nathan Hill

Kurzbeschreibung

Ein Anruf der Anwaltskanzlei Rogers & Rogers verändert schlagartig das Leben des Literaturprofessors Samuel Anderson. Er, der als Kind von seiner Mutter verlassen wurde, soll nun für sie bürgen: Nach ihrem tätlichen Angriff auf einen republikanischen Präsidentschaftskandidaten verlangt man von ihm, die Integrität einer Frau zu bezeugen, die er seit mehr als zwanzig Jahren nicht gesehen hat. Ein Gedanke, der ihm zunächst völlig abwegig erscheint. Doch Samuel will auch endlich begreifen, was damals wirklich geschehen ist. – Ein allumfassender, mitreißender Roman über Liebe, Unabhängigkeit, Verrat und die lebenslange Hoffnung auf Erlösung, ein Familienroman und zugleich eine pointierte Gesellschaftsgeschichte von den Chicagoer Aufständen 1968 bis zu Occupy Wall Street.

geister_nathanhill

Rezension

„Geister“ ist wieder so ein Buch, mit dem ich auf allen Kanälen penetriert worden bin, vor allem leider von Leuten, deren Meinung ich im Bezug auf Bücher sehr schätze, weswegen ich es letztendlich quasi blind gekauft (wird schon gut sein, wenn die das alle gut finden) und gelesen (was juckt mich der Klappentext, ich find beim Lesen eh raus, worum es geht) habe. Unterm Strich war das kein Fehler, denn trotz seiner mehr als achthundert Seiten habe ich es nicht nur gern, sondern auch recht zügig gelesen.

Das Besondere an diesem Buch ist wohl vor allem anderen seine Aktualität gemessen an der aktuellen politischen Lage in den USA. Ich kann unmöglich sagen, ob das Absicht, weise Voraussicht oder Zufall war, Fakt ist aber, dass ich es im Moment gerne jedem in Hand drücken und zumindest davon erzählen möchte, in der Hoffnung, dass es ein paar Augen öffnet. Zunächst allerdings beginnt all das als harmlose Geschichte.

Samuel ist noch ein Junge, als seine Mutter ihn und seinen Vater von heute auf morgen verlässt. Er kennt weder die Gründe, noch kann er begreifen, wieso sie ihn einfach so im Stich lässt, obwohl er sie doch so sehr braucht. Darauf folgt ein Sprung ins Jetzt – nachdem Samuel mit seinem ersten Roman in bereits jungen Jahren einen großen Erfolg hatte, konnte er nicht daran anknüpfen – ein weiteres Buch blieb aus und so arbeitet er als Professor an einer Universität. In Wahrheit allerdings sind ihm seine Stdenten weitesgehend egal, das, was er ihnen beibringen soll, sowieso und so verwendet er seine Zeit lieber darauf, Elfquest zu spielen, bis an einem Tag das Gesicht seiner Mutter plötzlich durch die Nachrichten geht. Sie soll einen Senator angegriffen haben und außerdem eine Terrosistin sein. Samuel bekommt davon allerdings nichts mit, bis sein Telefon klingelt und der Anwalt seiner Mutter ihn bittet, ein Gutes Wort beim Richter für sie einzulegen.

Lange hatte ich keine Ahnung, worum genau es in diesem Buch nun ging – war es die Geschichte der Mutter? Oder sollte Samuel einfach nur einen Schubs in die richtige Richtung bekommen? Was hatte es mit der Geschichte um Bethany und Bishop auf sich und wie passte Pwange da rein? Ging es im Grunde um 1968 oder doch um das heute? Tatsächlich dauert es bis fast zum Ende des Buches, um das herauszufinden und letztendlich ist es das, was ich dem Buch ein bisschen ankreide. Ich bin grundsätzlich ein Fan davon, wenn die, durchaus wichtige, Botschaft in einer guten Geschichte verpackt ist, ohne dass man sich belehrt vorkommt. Aber hier passiert einfach viel zu viel drum herum, das letztendlich nichts anderes bewirkt, als dass man von der eigentlichen Geschichte abgelenkt wird. Wenn man sich 1-2 Handlungssträge gespart hätte, wäre das Buch auch mit zweihundert  bis vielleicht sogar dreihundert Seiten weniger ausgekommen und wäre dennoch genauso gut. Das ist letztendlich schade. Zudem leidet die Glaubwürdigkeit ein bisschen, wenn alles, aber auch wirklich alles miteinander zusammen hängen soll.

Vielleicht aber war genau das die Absicht – den Leser einfach mit so vielen Informationen zu füttern, dass er den Blick für das Wesentliche verliert, genau wie es Samuel und dem Rest der Welt ging, die alle geglaubt hatten, was die Medien ihnen über Faye weis machen wollte. Zum Teil löst Nathan Hill das geschickt, zu einem anderen aber auch eben auch sehr kitschig. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass es eben nicht reicht, sich einfach treiben zu lassen und sein Glück auf sich zukommen zu lassen, gleichzeitig aber zu bedauern, dass es eben nicht kommt. Das Leben ist wie ein Wähle-dein-Eigenes-Abenteuer-Buch – du entscheidest, in welche Richtung du gehst und selbst wenn es die falsche war – niemand kann dich daran hindern, nochmal anzufangen.

Geister

Gebundene Ausgabe: 864 Seiten
Verlag: Piper (4. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492057373
ISBN-13: 978-3492057370
Originaltitel: The Nix

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Das Umgehen der Orte – Fabian Hischmann

Kurzbeschreibung

Lisa friert nicht. Sie kann es einfach nicht. Schwitzen dafür umso mehr. In den Sommermonaten flüchtet sie ins Eisstadion und stellt sich vor, es hätte sie noch weitaus schlimmer treffen können als in Südwestdeutschland. Etwa in Bangkok oder Miami. Und dann zieht Anne ins Nachbarhaus, ein Anti-Mädchen mit Gletscheraugen und einem Plan im Gepäck … Wie Lisa und Anne sind alle Figuren in »Das Umgehen der Orte« Geheimnisträger, deren Wege sich kreuzen und Schicksale aufeinanderprallen. Einige trägt es hinaus in die Welt, nach Melbourne oder auf die Westmännerinseln, andere zieht ihre Last bis auf den Grund. Was zählt sind Freunde – die Familie, die man sich aussucht, wie es heißt. Mit ihnen teilt man alles: Träume, Ängste, die miesen Momente und die richtig guten.


Rezension

Die große Frage nachdem ich das Buch zuklappte, war: Was zum Teufel hab ich da gelesen? Das war kein neues Gefühl, denn genauso ging es mir bei Fabian Hischmanns erstem Buch. „Am Ende schmeißen wir mit Gold“ hatte ich damals in Leipzig gekauft, weil Sandy mir so von der Lesung vergeschwärmt hat. Als ich zu Hause war, hab ich es gelesen, wusste aber erst nicht so recht, was ich damit anfangen sollte. Erst später stellte sich ein Verständnis dafür ein und genauso war es dann auch hier. Als ich „Das Umgehen der Orte“ in der Vorschau gesehen hatte, wusste ich, dass ich es haben muss. Aber erst Fabian hat mich durch seine Begeisterung dazu gebracht, es auch direkt zu lesen.

Wer eine klassisch erzählte Geschichte erwartet, ist bei Fabian Hischmann an der falschen Adresse. Es scheint zwar zu Beginn, dass sich die Geschichte um Lisa, Anne und vielleicht auch ein bisschen um Magnus dreht, letztendlich ist das aber nur eins der vielen Fragmente, die sich am Ende zwar zusammen finden, aber immer noch in einem gewissen Abstand zueinander stehen. Ich will nicht sagen, dass es mutig ist, ein Buch zu veröffentlichen, das so sehr von der klassischen Erzählstruktur abweicht, denn das sollte es nicht sein. Vielmehr sollte es mehr solcher Bücher geben, die einen zwingen, am Ball zu bleiben, aufzupassen und wirklich mitzukriegen, wie das alles zusammengehört. Aber dazu braucht es natürlich auch Leser, die sich fordern lassen. Wer sich allerdings darauf einlässt, bekommt viel zurück. Und zumindest das Ende bietet den bis hierhin noch unzufriedenen einen kleinen Abschluss.

Eine große Stärke des Buches sind die vielen, unterschiedlichen Charaktere. Mitten aus dem Leben gegriffen, mit Ecken und Kanten, meistern sie ihre Leben mal mehr, mal weniger gut – kämpfen, straucheln, laufen nach vorn und fallen zurück, lassen sich dabei aber nicht verbiegen. Eine andere Stärke ist die klare Sprache. Fabian Hirschmann braucht nicht viele Worte, um die Dinge auf den Punkt zu bringen. Manche Sätze schmerzen, andere sind wunderschön. Vieles wird genau beschrieben, anderes bleibt der Phantasie des Lesers überlassen und wird dadurch nur noch bedeutungsvoller. Man kann kaum anders, als dieses Buch in einem Rutsch durchzulesen und sich anschließend zu wundern, wieso es schon wieder vorbei ist.

Ich wünsche mir, das Fabian Hischmann viele Leser findet denn die hat er verdient. Er schreibt über echte Menschen und ich behaupte, dass sich jeder Leser irgendwo ein kleines bisschen wieder findet.

Weitere Rezensionen:

Herr Booknerd || Skys Buchrezensionen

Das Umgehen der Orte

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Berlin Verlag (12. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3827012929
ISBN-13: 978-3827012920

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Guilty pleasure: Elle Kennedy

ElleKennedy

Ich denke, ihr kennt das. Es gibt so Bücher, die liest man einfach gerne mal zum Abschalten. Für mich geht das am Besten mit NA-Geschichten. Neben den Dauerbrennern Colleen Hoover und Chelsea M. Cameron gibts aber mittlerweile auch andere Autorinnen, die sich in mein Herz geschrieben haben und eine davon ist Elle Kennedy.

Ich hätte nie gedacht, dass Eisockey interessant sein könnte, aber im Grunde gehts auch weniger um das Spiel als viel mehr um die Stöcke… wenn ihr versteht^^ Im Grunde ist es bei NA ja so wie in allen Liebesgeschichten – es geht hauptsächlich darum, dass der Junge und das Mädchen zusammen kommen und glücklich werden, end of story. Ich mag es aber zunehmend mehr, wenn die Probleme nicht so sehr dramatisch und die Charaktere einfach normal sind. Elle Kennedy bietet einem genau das.

Im Zentrum der Reihe steht eine Gruppe von Hockey-Spielern, die zusammen aufs College gehen und in einem Haus leben. Band 1 dreht sich um Hannah und Garrett, die einen kleinen Deal miteinander schließen, der darauf abzielt, dass Hannah mit jemand anderen zusammen kommen soll und Garrett ihr dabei hilft. Ob das passiert? Haha. Meine Rezension gibts hier. The Mistake“ widmet sich dann dem zweiten der Jungs, Logan, der ganz gar fürchterlich in Hannah aus Band 1 verknallt ist und deswegen versucht, sich mit anderen Mädels abzulenken. Dabei gerät er an Grace und das läuft so gar nicht toll, weswegen das Stoff für ein weiteres Buch liefert. Eigentlich finde ich Logan super, aber der zweite Band hat mir rückblickend nicht so gut gefallen. Er war gut, aber trotzdem schlechter als „The Deal“ oder „The Score“. Womit wir dann auch schon zu Dean kommen, der tatsächlich einfach nur alles vögelt, was geht. An einem Wochenende muss er unfreiwillig auf Hannahs Freundin Allie aufpassen, damit sie nach der Trennung von ihrem Freund nicht rückfällig wird. So richtig leiden können sich die beiden nicht, aber mit ein bisschen Alkohol gehts – allerdings landen sie dann auch gleich miteinander im Bett. Eine Beziehung wollen beide nicht, aber die Finger voneinander lasssen können sie auch nicht…

The Deal und The Mistake erscheinen beide noch in diesem Jahr bei Piper (yay!) und ich nehme mal an, dass auch The Score folgen wird. Ich hoffe sehr, dass die Übersetzung den Humor beibehalten kann, den die Bücher mitbringen, denn es gibt wirklich viel zu lachen. Einen vierten Band wird es auch geben, der ist aber noch nicht auf englisch draußen.

Jedenfalls ist das eine Reihe, die ohne die ganz großen Dramen auskommt und keine merkwürdigen Sexszenen hat (okay, abgesehen von Winston vielleicht). Mädels und Jungs sind gleichberechtige in den Beziehungen und vertreten vernünftige Ansichten. Abgesehen von der Tatsache, dass sie alle ein bisschen sehr viel an Sex denken, sind die drei Jungs ziemlich gutes Boyfriend-Material, denn eins muss man ihnen lassen: Sie sind ehrlich und sie machen keine leeren Versprechungen. Mein Lieblingsteil ist tatsächlich The Score, dann The Deal und zum Schluss The Mistake (auch wenn ich Logan ganz großartig finde, aber ich kann Grace leider gar nicht leiden…). Und ja, es ist ein guilty pleasure, denn eigentlich bringen einem diese Bücher nichts außer ein bisschen Spaß. Aber das ist in dem Fall auch voll ok.

ElleKennedyPiper

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert – Joël Dicker

Harry Quebert

+ Kurzbeschreibung

Es ist der Aufmacher jeder Nachrichtensendung. Im Garten des hochangesehenen Schriftstellers Harry Quebert wurde eine Leiche entdeckt. Und in einer Ledertasche direkt daneben: das Originalmanuskript des Romans, mit dem er berühmt wurde. Als sich herausstellt, dass es sich bei der Leiche um die sterblichen Überreste der vor 33 Jahren verschollenen Nola handelt und Quebert auch noch zugibt, ein Verhältnis mit ihr gehabt zu haben, ist der Skandal perfekt. Quebert wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Der einzige, der noch zu ihm hält, ist sein ehemaliger Schüler und Freund Marcus Goldman, inzwischen selbst ein erfolgreicher Schriftsteller. Überzeugt von der Unschuld seines Mentors – und auf der Suche nach einer Inspiration für seinen nächsten Roman – fährt Goldman nach Aurora und beginnt auf eigene Faust im Fall Nola zu ermitteln …

+ Rezension

Das Buch war 2013 (ist das wirklich schon so lange her?) in aller Munde und genau das war einer der Gründe, weshalb ich es eben nicht gelesen habe. Manchmal zieht das mit den gehypten Büchern, manchmal nicht. Danach habe ich es schlichtweg vergessen – bis in diesem Mai ein weiteres Buch von Joël Dicker erschien, das auch noch indirekt mit den Geschehnissen rund um Harry Quebert zu tun hat. Es brauchte also nur noch ein bisschen gutes Zureden und Harry war mein.

Marcus hat den großen Roman geschrieben und nun warten alle auf sein nächstes Meisterwerk. Aber es läft nicht – er findet keine Inspiration und ist ausgebrannt. Deshalb sucht er seinen ehemaligen Mentor auf, der ihn schon bei seinem ersten Roman unterstützt hat – Harry Quebert. Dann allerdings taucht die Leiche der vor dreißig jahren verschwundenen Nola auf und Marcus Mentor wird zum Haupverdächtigen. Marcus möchte Harry eigentlich nur helfen, aber schon bald steckt er mitten in der Ermittlungsarbeit. Zudem stellt sich heraus, dass der Fall ‚Harry Quebert‘ ihm einen Ausweg aus seiner Situation bietet – sein Verleger ist nämlich ganz heiß auf die schmutzigen Details.

Trotz seiner Dicke möchte man das Buch kaum aus der Hand legen. Man will einfach wissen, was mit Nola geschehen ist und wie es sein konnte, dass ein Mann wie Harry eine Beziehung mit einer Minderjährigen eingeht. Man kann ihn sogar fast verstehen, denn ähnlich wie Marcus war auch Harry festgefahren und suchte nach Inspiration, die er durch Nola gefunden hat. Aber je mehr Details ans Tageslicht kommen, umso unglaubwürdiger wird die Geschichte.

Gerade zum Ende hin kam es mir vor, als würde hier noch ein Twist und da noch eine unvorhersehbare Wendung eingefügt werden, um das Buch noch länger zu machen. Manches davon hätte nicht sein müssen, einiges war schlichtweg übertrieben. Und trotzdem ist „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ eine Geschichte, mit der man sich gut die Zeit vertreiben kann. Besonders schön fand ich die vielen Zitate über das Schriftsteller sein, weniger überzeugend jedoch den Einblick in das Verlagsgeschehen. Das wirkte doch alles sehr übertrieben.

In jedem Fall bin ich jetzt auf den Nachfolger gespannt und freu mich auf Marcus Familiengeschichte.

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Gebundene Ausgabe: 736 Seiten
Verlag: Piper (13. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492056008
ISBN-13: 978-3492056007
Originaltitel: La Vérité sur l’Affaire Harry Quebert

Wochendings.

#Offlinegeplauder

Eine Drei-Tage-Woche, die mit einer tollen GoT-Folge (nein, ich spoilere nicht, ich schreib dazu vllt in den nächsten Tagen einen eigenen Beitrag) angefangen und mit vier Tagen Ruhe aufhört – ist das nicht super? In der Ruhe bin ich mitten drin dank Brückentag und habe schon zwei Bücher gelesen (dazu später mehr) und ettliche Fotos gemacht. Ich wünschte, ich wäre mal früh genug wach, um den Morgentau einzufangen, aber dazu müsste ich früher ins Bett gehen und das ist einfach echt nicht mein Ding^^ Dafür hab ich jetzt schon meinen ersten, kleinen Sonnenbrand – wär mir mit dem Morgentau sicher nicht passiert.

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#Bookstagram

Ich habe „Dream Thieves“ angefangen, aber Blue und ihre Raven Boys sind gerade so gar nicht meins. Ich weiß nicht so genau, wo das Problem ist, denn eigentlich hatte ich mich echt gefreut, zurück zu kommen und gleich alles bis zum Ende durchlesen zu können, aber irgendwie wills nicht. Maggie schreibt wunderschön, das allein bringt mich aber nicht dazu, die Geschichte lesen zu wollen. Zumindest nicht jetzt. Deswegen habe ich mich in Sarah J. Maas geflüchtet. Ich dachte, nachdem „A Court of Mist and Fury“ schonmal hier ist, sollte ich „A Court of Thorns and Roses“ vielleicht auch endlich mal lesen. Nunja… es war halt. Rezension folgt. Und dann war da noch „So bin ich nicht“ von Anneliese Mackintosh. Das hat mich jetzt ehrlich gesagt auch nicht so voll überzeugt. Es lässt sich auf jeden Fall gut weglesen, war aber thematisch nicht so meins. Und dann haben mich die Twitter-Mädels tatsächlich überzeugt – ich habe mich an „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ rangewagt. Bisher bin ich tatsächlich sehr angetan, aber ich hab ja noch >600 Seiten vor mir – da kann also noch einiges passieren.

Und nachdem ich letzte Woche fleißig Verlagsprogramme gewälzt habe und euch die Wunschlistenzugänge in den nächsten Wochen nach und nach präsentieren werde, habe ich hier schonmal drei Empfehlungen, die von Herzen kommen <3

Das Laura für mich einfach THE SHIT ist, dürfte mittlerweile bekannt sein. „Water & Air“ ist das ichweißnichtmehrwievielte Buch, das ich von ihr testgelesen und für absolut awesome befunden habe. Es dauert immer noch ewig, bis ich es anfassen und streicheln kann, aber ich weiß ja Gott sei Dank schon, wies ausgeht und ich kann euch sagen – es wird euch gefallen! Dann ist da noch Mona mit „Begin Again“, einer wundervollen Geschichte über das Neuanfangen und Erwachsenwerden, über verlorenes und neu gewonnenes Vertauen und natürlich ein bisschen Liebe. Gehört für mich definitiv weit nach vorne ins obere Drittel der guten NA-Romane! Last but not least haben wir da noch Bianca, die mit „Was auch immer geschieht“ ein Buch geschrieben hat, das mich gezwungen hat, ein paar Tränchen zu verdrücken, laut aufzuschreien und ganz am Ende… naja, das müsst ihr selbst rausfinden. Jedenfalls sind das drei Bücher, von denen ich mir wünsche, dass ihr sie vorbestellt, kauft und lieb habt, denn die drei Damen sind unglaublich gut in dem was sie tun und verdienen jede Unterstützung <3

#WahnsinninSerie

Ich habe die erste Staffel Shadowhunters fertig geschaut. Hmtz. Warum ist es so schwer, diese Buchreihe in ein anständiges, filmisches Format zu bringen? WARUM? Statt sich auf die, wie ich finde, wirklich gute Story zu konzentrieren, hält man sich lieber mit Schlampen-Izzy und Malec auf und packt Änderungen in die Serie, die sich einfach falsch anfühlen. Dann war da noch Greys Anatomy, diese Woche mit einer Folge von Denzel Washington. Hmja. Dass die Folge „The Sound of Silence“ hieß, hätte mir schon veraten können, dass es eher still wird – war es dann auch. Insgesamt wäre glaube ich Staffel 11 echt der richtige Zeitpunkt gewesen, endlich aufzuhören, aber ich kann einfach nicht. Schon gar nicht, wenn ich zwischendurch immer mal wieder eine alte Folge sehe und all die Gefühle wieder hochkommen. Ich vermisse Izzy und Christina, aber ich mag Jo unfassbar gerne. Bitte, bitte lass es wieder besser werden. Und dann natürlich noch zwei, drei Sachen zu GoT… ich hasse Spoiler! Nicht per se, manchmal möchte man natürlich wissen, was einen erwartet, aber ALTER! Benutzt halt unverfängliche Überschriften und nicht für sich allein sprechende Vorschaubilder!! Ist das so schwer? Ich möchte selbst entscheiden können, ob ich den Artikel lese oder nicht und nicht schon gespoilert werden, bevor ich überhaupt die Chance habe, die Folge zu sehen. Das gilt übrigens auch für meine Twitter-TL: Überlegt euch mal, was euch selbst spoilern würde und überlegt dann nochmal, ob ihr den Tweet tatsächlich so abschicken wollt. Es gibt so Leute, dank deren Tweets kann man die komplette Folge nachvollziehen – und man kann Hashtags nunmal nicht überall blocken und euch ja nun auch nicht, weil: Wer euch folgt, mag euch ja doch vielleicht wenigstens ein bisschen ;)

#Zitat

ZitatDicker

#Woanders

Mara hat mal wieder ein paar Taschenbuchneuerscheinungen ausgegraben, die sie bereits gelesen hat und empfehlen kann. Bei Dany gehts um Hörbücher und wie gelernt hat, sie zu lieben (meine angestauten 7 Audile-Guthaben schauen mich schon vorwurfsvoll an). Sebastian freut sich über die Wiederkehr von Smoky Barrett und startet eine große Leserunde – mitmachen erwünscht. Petzi hat auf ihrem Blog diese Woche die Achtsamkeitswoche – klickt euch mal durch. Bei Sandy gibts was zu gewinnen – hat mit der Verfilmung von Mängelexemplar zu tun und nur wer mitmacht hat die Chance auch zu gewinnen – also los! „Willkommen in Night Vale“ soll ein krass-verrücktes Buch sein, das bei mir auch noch rumliegt. wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, solltet ihr die Blogtour verfolgen, bei der unter anderem Philipp dabei ist. Joséphine hat außerdem die unfassbare Zahl von 47 Mai-Neuerscheinungen auf ihrem Blog zusammengefasst. Das Heulen, das ihr hört, ist mein Geldbeutel.

#UndSonstSo

Anna hat einen wundervollen Beitrag zum Thema „damals“ geschrieben, in dem ich mich mehr als einmal wiedergefunden habe. Lesen! Und ein Text von Lina, der gelesen werden sollte. Veronica Roth hat ein neues Buch, hier gibts Cover und einen Auszug (ich glaub ich wills nicht lesen), Stephenie Meyer hängt bei der Verfilmung von Kendare Blakes „Anna dressed in blood“ mit drin (ich glaub ich wills nicht sehen) und Marvel denkt indes endlich über einen Film für Black Widow nach (wurde auch Zeit!). So könnte ich mir möglichweise auch vorstellen zu heiraten. Penguin empfiehlt 15 Bücher für GoT-Fans (ich würde The Wrath and the Dawn da raus nehmen, aber gut), Bookriot legt den Fokus eher auf die Klassiker, die man lesen sollte. Dann sind da noch 10 Bücher, die man lesen sollte, bevor sie verfilmt werden, und 100 SciFi- und Fantasy Bücher von Frauen. Bitte gerngeschen :)

Habt eine schöne Woche!