Fuchsteufelsstill – Niah Finnik

Kurzbeschreibung

Die siebenundzwanzigjährige Juli steht mitten im Leben – manchmal sogar ein bisschen zu sehr. Sie ist Autistin und jeder Tag bedeutet eine gewaltige Masse an Emotionen, die es zu meistern gilt. Als Juli nach einem missglückten Suizidversuch auf eine psychiatrische Station kommt, trifft sie dort auf die überschwänglich-herzliche Sophie und auf Philipp, der mal mehr und mal weniger er selbst, aber stets anziehend für Juli ist. Die drei nehmen Reißaus und verbringen ein gemeinsames Wochenende, nachdem nichts mehr so ist wie zuvor.

Ullstein Fünf


Rezension

 

Wie eigentlich alle anderen Bücher aus dem Ullstein Fünf-Programm hab ich auch dieses blind gekauft. Ja, bei Ankündigung des neuen Programms habe ich den Klappentext gelesen, aber da ich wusste, dass ich alle haben muss, eben auch genauso schnell wieder vergessen. Dementsprechend hatte ich eigentlich auch keine Erwartungen.

Und was soll ich sagen? Eine außergewöhnliche Perspektive und eine Protagonstin, die man einfach gern haben muss, machen dieses Buch zu einem ganz besonderem. Für ca. 70% des Buches habe ich mich mit Juli sehr wohl gefühlt. Es ist etwas Neues, die Welt durch ihre Augen zu sehen und es ist manchmal nicht leicht, keine Frage, aber das wäre ja auch langweilig. Zu Anfang dachte ich noch, dass sich ein Großteil der Geschichte in der klinik abspielen wird, war dann aber doch ganz froh, als dem nicht so war.

Im Grunde geht es darum, sich der eigenen Angst zu stellen und sich ihr entgegen zu setzen, und ganz nebenbei um eine zarte, junge Liebe. Manchmal hätte ich mir mehr Hintergrund gewünscht – wieso zum Beispiel spielt der beste Freund nur am Anfang eine Rolle? Was genau ist zwischen Juli und ihrer Mutter passiert? Und wie darf ich diese halben Theraphie-Gespräche in der klinik verstehen? Aber letztendlich sind das alles Nebensächlichkeiten und vielleicht sollte man es einfach darauf zurückführen, dass es für Juli auch keine große Bedeutung hat.

Einzig das letzte Drittel lies mich etwas unbefriedigt zurück, dabei kann ich nichtmal genau festmachen, was mich gestört hat. Es war als Handlungsverlauf nicht schlecht, aber einfach sehr unruhig und verworren.

Der Text an sich besticht durch eine wundervolle Sprache in Verbindung mit präziser Sachlichkeit. Ich habe so viele Stellen angestrichen, wie schon lange nicht mehr in einem Buch.

Fuchsteufelsstill

 

Broschiert: 304 Seiten
Verlag: Ullstein fünf (7. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 396101003X
ISBN-13: 978-3961010035

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Wochendings.

#Offlinegeplauder

 

Uh, die Woche war kurz. Und sehr faul. Ich hab zum ersten Mal das Gefühl, diese Frühjahrsmüdigkeit hautnah mitzubekommen und es gefällt mir gar nicht. Ich war fast jeden Morgen (für mich) zu spät auf der Arbeit und so richtig produktiv war das auch alles nicht. Dafür hab ich viel Geld ausgegen, zum einen natürlich für Bücher, aber auch weil mir aufgefallen ist, dass jetzt ja bald Frühling wird und ich vielleicht mal ein paar Sneaker brauche… Drama, Baby! – Ich hasse Schuhe kaufen. Daher erspare ich euch die Beschreibung der Suche und sage nur: es wurden 2 Paar Chucks. Und eine neue Lederjacke. *hust* :D Außerdem war ich mit meiner Mutter Blumen kaufen – nicht, dass ich mit meinem schwarzen Daumen Ahnung davon hätte, aber schön sind sie allemal und solange ich sie nicht pflegen muss…^^

Und nachdem ich mich letzte Woche über mich selbst geärgert habe, weil ich Sonntags keinen Kuchen hatte, hab ich gestern kurzerhand einen gebacken. Ich hab irgenwann mal bei der New York Times einen Whiskey Soaked Choclate Cake gesehen, aber mir ist das immer zu nervig, die Rezepte zu übersetzen (gibts da n Trick?), deshalb hab ich mir über Pinterest was ähnliches auf einem deutschen Blog gesucht und weil ich mich nie an Rezpete halten kann, hab ich statt Kakao 100g kleingehackte Zartbitterschokolade reingemacht, statt dem Wasser eine Tasse Espresso und zu allem Übel hab ich das Salz vergessen. Schmeckt aber trotzdem fantastisch^^

 

#Bookstagram

 

Ich habe diese Woche gleich zwei Bücher beendet, an denen ich ewig gelesen habe. Das war zum einen „Ein wenig Leben“ und ja, der Hype ist gerechtfertigt und ich möchte es wirklich jedem in die Hand drücken, aber ich verstehe, wenn man es nicht lesen kann oder will. Ich hatte selber meine Probleme damit. Zum anderen war da noch „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante. Ich hab das letztes Jahr angefangen, weil ich wissen wollte, ob an dem #FerranteFever was dran ist und dann einfach ewig dafür gebraucht, weil ich es immer wieder weggelegt hab. Das Ding dabei ist – es war nicht so schlecht, dass ich es engültig abbrechen wollte, aber auch nicht gut genug, um mich zu fesseln, wobei schlecht und gut da auch irgendwie die falschen Adjektive sind. Kurz gesagt: Ich wollte es fertig lesen, damit ich es ganz beurteilen kann. Hab ich jetzt und ich kann sagen, dass ich keine Ahnung hab, was alle anderen daran finden. Ich glaube nicht, dass ich die weiteren Teile lesen werde und ich weiß nicht, was das tolle daran sein soll. Klärt mich auf!

Dann war da noch Niah Finnik, die mich mit „Fuchsteufelsstill“ wirklich begeistern konnte (Rezension folgt!) und Becky Albertalli. Während alle anderen sich gerade auf „The Upside of Unrequited“ stürzen, dachte ich, ich probiers mal mit Simon, ihrem Erstling. Und was soll ich sagen? Ja, es ist sehr süß und bisher sehr toll! <3

 

#Woanders

 

Jeder Buchblogger kennt das – wahllose E-Mails von Autoren, die einem ihre Bücher zur Rezension anbieten. Man kann sich stundenlang drüber aufregen, bringt aber nix. Man kann diese Mails (wie ich) einfach ignorieren und sich nicht weiter drüber ärgern, bringt aber auch nix, davon hört es nämlich auch nicht auf. Oder man macht es wie Anabelle und erklärt, wie es vielleicht besser geht. Einziger Wehmutstropfen dabei: Wer schon nicht ins Impressum schaut, um den Namen richtig zu schreiben oder sich informiert, welchen Blog er da eigentlich erwischt hat, wird sich woh kaum für den Beitrag interessieren. Mareike von Herzpotenzial hat sich „Victoria“ angesehen und für uns zusammen geschrieben, warum sich die Serie lohnt. Ich für meinen Teil war eh schon überzeugt. Tina hat sich einmal durch das komplette Ullstein Fünf-Programm gelesen und für euch aufgeschrieben, wie sie die Bücher fand und warum ihr sie euch ansehen und im günstigsten Fall auch lesen solltet. Vor 10 Jahren starb Kurt Vonnegut, ein Autor, von dem ich bisher noch nichts gelesen habe (wieso eigentlich nicht?). Trotzdem sind seine Worte sehr präsent, denn sie fliegen immer wieder als Zitate durch die Gegend. Mara würdigt das in einem Beitrag zu seinem Todestag. Simone ändert die Form ihrer Buchempfehlungen (aus mehreren Gründen), aber gerade alle, die kurze, liebevolle Empfehlungen suchen, sollten bei ihr demnächst fündig werden. Gibts jemanden, der Jane Austen nicht kennt oder mag? Karin stellt auf ihrem Blog ein wundervolle Buch vor, dass einem die Autorin, aber auch ihre Figuren noch näher bringen soll. Wer kennt die kleinen, gelben Reclam-Bücher nicht? Auf Tilmanns Blog gibts ein interessantes Interview zum 150jährigen Bestehen des Verlags – großartig und witzig! Auf die nächsten 150 Jahre! Jan hat die illustrierte Ausgabe von „Alice im Wunderland“ unter die Lupe genommen, die ich auf der Messe schon bewundert habe. Sooo schön!

 

#WahnsinnInSerie

 

Ihr habt mir nichts empfohlen und jetzt musste ich „The Royals“ weiter gucken! Schlimmer noch, ich hab für Staffel 3 sogar Geld ausgegeben. Das einzig positve daran: Es sid nur noch 3 Folgen übrig, ihr habt also jetzt nochmal die Chance, mit Empfehlungen zu glänzen. Shoot!

 

#UndSonstSo

 

Jude Law ist Dumbledore – dazu kann ich nicht so sehr viel sagen, da ich den ersten Teil „Fantastic Beasts“ immer noch nicht gesehen habe. Ich mag allerdings Jude Law sehr gern, Dumbledore auch, also kann das fast nicht schlecht werden.  „Rebel in the Sands“ von Alwyn Hamilton wird verfilmt – das ist in sofern nett, weil ich das Buch mochte und denke, dass es gut inszeniert wirklich was werden kann, gerade auch weil es in Richtung Tausendundeine Nacht geht, aber so grundsätzlich mag ich jetzt nichts mehr von Verfilmungen hören, die angeküdigt werden und dann doch nicht kommen. Oder halt scheiße werden. Die Raven Boys von Maggie Stiefvater reihen sich da ein, denn die sollen eine TV-Serie bekommen. Das kann ich nichtmal beurteilen, weil ich Band 2 immer noch nicht fertig gelesen habe und die Motivation dazu auch irgendwo im Minusbereich liegt. Ich würde es mir allerdings ansehen. Leigh Bardugos neues Buch (also die Kurzgeschichten aus Ravka) hat ein Cover, außerdem wurden mehr Geschichten aus dem Grishaverse mehr oder weniger angekündigt. Schaun wir mal. Im Herbst erscheint „Six of Crows“ ja erstmal auf deutsch (lest das!).

 

#Listopia

10 Long Books That Are Actually Worth Every Minute You’ll Spend On Them || 6 Books to Help You Start Reading || 15 things Kurt Vonnegut said better than anyone else ever has or will  || 5 Books Stephen King Thinks You Should Read || 15 Books To Read Before Bed, Because There’s No Better Way To Relax And Unwind || 7 Books Written In Letter Form, From ‚Between The World And Me‘ To ‚Dear Mr. You‘ || The top 50 most empowering feminist quotes of all time || 10 Villains That Are More Popular Than Their Hero Counterparts || 13 Literary Businesses Run By Women Every Reader Needs To Support || 10 Bands Named After Novels || 7 Prequels To Famous Books You Probably Didn’t Know Existed || 5 Etiquette Tips for the Bookstore || 6 YA Novels About Grief and Mourning || 19 Sad Quotes From Your Favorite Children’s Books || 13 Books to Read After You Finish 13 Reasons Why || Songs by Iron Maiden Inspired by Literature || 9 Real Life Places That Inspired Famous Classic Novels

Habt eine schönes Osterfest und eine wundervolle Woche! <3

 

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[Gelesen] Lasse (Verena Friederike Hasel)

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+ Kurzbeschreibung

Die verstörende Geschichte einer jungen Frau, die immer mehr den Zugang zur Realität verliert und sich in eine Welt hineinbegibt, in der eine ganz eigene Logik gilt. Als Nina Mutter wird und spürt, dass sie nicht nur Liebe für ihr Kind empfindet, ist sie verunsichert. Sie sucht Anschluss in Mütter-Cafés und Babykursen, aber fühlt sich isoliert. Überall sind Frauen, die selbstverständlich und mühelos liebevoll mit ihren Kindern umgehen. Die stets genau wissen, was richtig ist und was nicht. Für die jeder Zweifel schon ein Tabubruch ist. Nach und nach bricht Nina den Kontakt zu ihren Mitmenschen ab, unfähig, eine Verbindung zu anderen herzustellen. Als sich für sie alles nur noch auf ihren wenige Monate alten Sohn konzentriert, nimmt eine fatale Entwicklung ihren Lauf. In atemlosen Sätzen, die auf beklemmende Weise die Kraft der Einbildung erlebbar machen, wird aus der Perspektive einer Frau erzählt, deren Ängste durch ein Umfeld verstärkt werden, das bei bestimmten Themen keine Ambivalenz erträgt. (Zum Verlag.)

+ Rezension

Gut oder schlecht sind zwei Wörter, die diese Geschichte nicht beschreiben können. Erschreckend, beängstigend und beklemmend passen da schon besser. In jedem Fall ist es aber ein Buch, dass einem noch lange im Gedächtnis bleibt.

Nina ist keine nette Protagonistin. Ich mochte sie nicht, aber das ist für die Geschichte auch nicht wichtig. Letztendlich hätte das alles nur noch schlimmer gemacht. Sie verändert sich nicht erst durch die Schwangerschaft – meiner Meinung nach braucht sie schon vorher Hilfe, die sie aber entweder nicht will oder einfach nicht angeboten bekommt. Doch mit der Geburt von Lasse bricht letztendlich alles zusammen. Nina ist mit ihren Aufgaben als Mutter überfordert und sucht verzweifelt Anschluss, während Lasse nur eine Mutter braucht, die ihn liebt, doch das schafft Nina nicht.

Manche Stellen musste ich mehrmals lesen um zu begreifen was passiert ist. Das lag daran, dass manche Handlungen von Nina so subtil beschrieben wurden, dass man einfach nicht direkt vom schlimmsten ausgehen mochte, und doch hatte sich genau das ereignet. So war mir auch das Ende zunächst eher unklar.

Lasse ist kein schönes Buch, wirklich nicht. Aber es ist ein wichtiges Buch, das ungemein bedrückend ist.

Lasse

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover (7. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 355008093X
ISBN-13: 978-3550080937

[Aktion] Herzenstage ❤️

 

Vor gut einer Woche erreichte mich ein Päckchen voller Liebe vom Piper Verlag – es war die herzliche Einladung zu den Herzenstagen, die am 27. und 28. Juni stattfinden. Ein 100 Prozent digitales Event, das die Verlage Carlsen, Impress, Ullstein, Forever by Ullstein und Piper veranstalten.

Im Vordergrund steht der Austausch zwischen Lesern und Autoren, aber auch sonst wird ein spannendes Wochenende versprochen:

Auf herzenstage.org sowie auf all unseren Social Media Kanälen wird es Geschichten, Gewinnspiele und Gespräche rund um große Gefühle, um Warmherziges, Schönes und Romantisches gehen. Wir möchten uns digital über die besten, romantischsten, peinlichsten, herzergreifendsten und fantastischsten Liebesgeschichten austauschen. Neben vielen tollen Facts und Interviews wollen wir zusammen mit Autoren, anderen Bloggern und Lesern über alle unsere Lieblingsromane und Herzensthemen schwärmen.

Ich freue mich sehr auf ein Wochenende voller Liebe und habe in dem Zusammenhang noch eine kleine Überraschung für euch: In meinem Piper-Päckchen war unter anderem eine signierte Ausgabe von Adriana Popescus „Lieblingsgefühlen“ – das Buch habe ich allerdings vor nicht allzulanger Zeit selbst gekauft und gelesen und da ich nicht der vorsichtigste Leser bin *husthust* und euch meine zerlesene Ausgabe natürlich ungern aufs Auge drücken will, verlose ich unter allen Kommentaren zu diesem Post das signierte Buch (wie im Foto zu erkennen ohne Widmung). Teilnehmen könnt ihr bis zum 28. Juni, danach lose ich per Random.org aus.